Mrz 12

Pinterest scheint in letzter Zeit in aller Munde  zu sein, doch wissen die meisten Unternehmen nicht wirklich, was damit anzufangen ist. Dass ein Modelabel oder Lebensmittelhersteller auf Pinterest ein potentielles Publikum findet, scheint auf den ersten Blick klar. Doch welche Möglichkeiten haben Firmen aus anderen Branchen? Was kann Pinterest überhaupt und wieso lohnt es sich, auf einem weiteren Netzwerk präsent zu sein? Wir sind noch zu keinem abschliessenden Fazit gekommen, möchten aber im folgenden einige Punkte aufzeigen, welche eine Pinterest-Präsenz durchaus lohnenswert gestalten können.

Was ist Pinterest – eine Kurzzusammenfassung: Auf Pinterest können Fotos und Videos als sog. Pins veröffentlicht, und in Pinboards sortiert werden. Eine Mischung zwischen Favoritenbildung, Blog und Scrapbooking. Followers können Nutzern, sowie einzelnen Pinboards (je nach Interessengebiet) folgen. Folgt man einem Pinboard, erscheinen diese Pins im eigenen Newsfeed. Pins können geteilt und mit “Gefällt mir” markiert werden. Mehr zum Thema gibt’s hier: http://pinterest.com/about/

5 Gründe für Pinterestst-Auftritte von Unternehmen

1.Traffic generieren

Jeder Pin auf Pinterest wird mit einem Link hinterlegt. Wer also ein Foto eines Produkts pint, welches sich auf der eigenen Website befindet, bietet dem User die Möglichkeit, über den Pin die Seite zu besuchen. Wedding Republic, eines der ersten Unternehmen, welches sich aktiv mit Pinterest beschäftigte, vermeldete einen Besucherzuwachsc von 75% in den ersten 30 Tagen. Heute wird der Zuwachs wohl etwas geringer ausfallen, trotzdem ist es eine positive Positionierung. Einzige Downside aus der SEO-Perspektive: Die Links sind no-follow.

2. Pinterest als “Online Store”

Ein alternativer Approach ist es, Pinterest als eine Art Online-Store zu nutzen. Die Idee dahinter? Ich stelle mein Produkt auf Pinterest, mit einem Link in der Beschreibung (“buy here”), welcher direkt zum Online-Verkaufspunkt führt. Users verbreiten daraufhin das Bild mit der Beschreibung.

3. Wettbewerbe

Was auf Facebook und co. schon lange passé ist, kann bei Pinterest (vorläufig noch) problemlos angewendet werden.  Die Idee ist simpel: Ich poste ein Board mit der Aufschrift “Wettbewerb”, poste 5 Bilder, zum Beispiel von neuen Produkten darin und fordere User auf, für ein Bild zu stimmen, indem sie auf “like” klicken. Unter allen Teilnehmern wird das beliebteste Produkt verschenkt. Die Möglichkeiten sind unzählig und die Guidelines werden ein solches Vorgehen bestimmt nicht mehr lange erlauben. Daher jetzt einsteigen!

4. Exklusive Pinterest-Angebote für Followers

Auch Specials können noch über Pinterest verbreitet werden. Als Beispiel könnte ein Gutschein für Fans gepinnt werden, welcher ausgedruckt oder auf dem Handy 10% Rabatt auf ein bestimmtes Produkt vor Ort gewährt. Eine gute Strategie, um Online-Fans in die “Real World” zu locken. Auch in Form von QR-Codes eine Möglichkeit.

Weiter könnten auf diese Weise Eintrittskarten für Events verschenkt werden. Die ersten 15 Likes werden auf die Gästeliste gesetzt usw.  Hier heisst es kreativ sein.

5. Kundenfeedback einholen

Zwar eine etwas unspektakuläre und fast offensichtliche Funktion, jedoch in diesem Fall spannend. Wie oben erwähnt könnte man durch “likes” abschätzen, z.B. welche Produktefarbe beim Publikum am besten ankommt. Vorausgesetzt natürlich, das wirkliche Zielpublikum befindet sich auf Pinterest. Ein Hello-Kitty Ferrari verbreitet sich zwar auf Pitnerest gut, doch im Laden…?

Grundsätzlich gilt, wie bei allen Netzwerken: Herausfinden, wer die Anspruchsgruppen sind, Abonnenten nicht mit Pins überfluten und nicht auf Anhieb zu viel erwarten. Dann klappt’s auch mit Pinterest!

Zum Abschluss hier noch ein Pinboard mit Pins zum Thema Pinterest für Business: http://pinterest.com/pinterestbiz/. Happy Pinning!

Welche Erfahrungen hast du mit dem Netzwerk gemacht? Glaubst du in die Zukunft von Pinterest? Was würdest du abonnieren? Was würde dich interessieren? Hast du kreative Umsetzungen entdeckt?

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Mrz 05

Eher kurz und bündig wurde letzte Woche der Wechsel von den alten Seiten-Profilen auf die Timeline für Facebook-Seiten angekündigt, was einige Seitenbesitzer ins Rotieren brachte. Auf den ersten Blick scheinen alte Strategien und Konzepte auf dem neuen Design komplett zu versagen. Nun heisst es also “think outside the box” oder “think outside of Facebook”. Die kreativen Ideen haben in den Anfangsphasen grosses Potential. Und so sieht das ganze aus:

Was ist neu? Am offensichtlichsten ist wohl das Cover-Bild. Eine Marke hat dort die Möglichkeit, sich in voller Breite grafisch zu präsentieren (851 x 315 Pixel). Wie zu erwarten war, gibt es jedoch auch für das Cover-Foto strenge Richtlinien. Nicht erlaubt sind Preise und Kaufinformationen, Kontaktinformationen, Referenzen zu Facebook-Funktionen wie “Gefällt mir” oder “Teilen” und jegliche Handlungsaufrufe wie “Jetzt kaufen” usw. Zudem dürfen auch dort keine geistigen Eigentumsrechte Dritter verletzt werden. Trotz der Einschränkungen kann das Cover-Foto kreativ genutzt werden um die eigene Marke zu präsentieren und mehr Fans zu generieren.

Das Profilbild wurde dafür drastisch reduziert und besteht nur noch aus einem Quadrat mit einer Grösse zwischen 180 x 180 bis 32 x 32 Pixeln. Lange Profilbanner an der Seite sind somit nicht mehr möglich. Spezielle Grafiken müssen somit zwingend ins Cover-Foto eingebaut werden. Wie wir jedoch bereits bei der Timeline von Privatprofilen gesehen haben, können diese zwei Bilder in Kombination sehr kreativ eingesetzt werden.

Eine weitere zentrale Veränderung betrifft die Apps und somit alle Features die damit verbunden sind. Nicht mehr  möglich ist es ein Welcome-Tab einzurichten und somit mit Fan-Gating und co. die Fanzahl zu steigern. Ein Fan-Gating ist zwar grundsätzlich noch einbaubar, funktioniert zurzeit jedoch nicht einwandfrei und ist auch nicht allzu sinnvoll, wenn die Application nicht auf der ersten Seite angezeigt wird.

Die Apps stehen neu oben unter dem Cover-Foto und nicht mehr an der Seite. Es können maximal 4 angezeigt werden, die restlichen werden durch ein aufklappbares Fenster angezeigt. Die Apps können durch eine grössere Grafik beschildert werden, was wiederum grössere Gestaltungsfreiheiten bietet.

Als eines der wichtigsten Funktionen scheint mir die Möglichkeit, Posts hervorzuheben und in ganzer Breite anzuzeigen, sowie diese oben zu fixieren. Hiermit kann trotz fehlendem Welcome-Tab darauf Einfluss genommen werden, was der User als erstes sieht.

Nun, klingt alles spannend. Doch was passiert mit den alten Designs? Am 30. März werden alle Seiten definitiv auf das Timeline-Format umgestellt, inklusive ihrer Apps. Grundsätzlich kann mit den alten Designs weitergearbeitet werden. Diese werden als schmales Fenster zentriert angezeigt. Eine längerfristige Anpassung ist jedoch auf jeden Fall zu empfehlen.

Wir werden wohl in den nächsten Wochen einige Erfahrungen machen, wie die Timeline einerseits von den Usern angenommen wird, andererseits wie sich das neue Design auf das Nutzungsverhalten auswirken werden. We will keep you posted…

Welche Erfahrungen hast du mit dem Chronik-Design gemacht? Hast du spannende Designs entdeckt? Bist du auf Probleme gestossen? Denkst du, das Design wird von Facebook nochmals angepasst?

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Feb 28

Denken wir mal 10 – 15 Jahre zurück und stellen uns vor: Ein Unternehmen hat die (riesigen) Mittel um einen TV-Spot zu produzieren und zu platzieren und bekommt dann eine Absage vom TV-Sender. Was damals ein absoluter Kommunikations-Supergau gewesen wäre für jedes Unternehmen kann im heutigen Internetzeitalter sogar als Chance genützt werden. 

Sunrise gegen SF TV

Sunrise gegen SF TV

Aktuelles Beispiel: Das Schweizer Fernsehen lehnte kürzlich einen TV-Spot von Sunrise ab mit der Begründung, man wolle das eigene Kernangebot schützen, nachzulesen u.a. in verschiedenen Titeln wie z.B.  20 Minuten Online oder Persönlich.com. Während vor dem Social Media-Zeitalter vermutlich in der Marketing-Abteilung des betroffenen Unternehmens eine veritable Krise entstanden wäre kann dank der Möglichkeiten von Facebook, Youtube und Twitter der Schaden nun mindestens in Grenzen gehalten werden. Je nach Verlauf ist sogar vorstellbar dass die Wirkung noch grösser ist durch die multimediale, virale Wirkung. Die Verantwortlichen des verschmähten Werbekunden nutzten, zumindest sieht es danach aus, die Situation für eine Alternative und versuch(t)en die Publicity des Entscheides für die eigenen Ziele einzusetzen. Die ohne Absage nie erhaltene Präsenz in allen relevanten Print-, TV- und Radiomedien erziehlte vermutlich innerhalb weniger Tage einen Bekanntheits- und Wahrnehmungsgrad, den die Kampagne am TV vermutlich nicht mal in mehreren Monaten erziehlt hätte. Parallel wurde cross-medial (siehe auch das Bild oben) eine Kampagne aufgefahren, welche auf der Basis des Entscheides die Stärke des Angebotes anpreist. Verbotene/Vergleichende Werbung war also gestern, heute nützt man also die Ohnmacht der Konkurrenz um das eigene Angebot hervorzuheben und gleichzeitig die Konkurrenz zu torpedieren. Wäre in früheren Jahren ein teurer Spot also auf Halde produziert gewesen wird dieser nun in den verschiedenen Social Media-Portalen wie Facebook oder Youtube platziert und gestreut. Klar ersichtlich wird auch hier wieder einmal mehr: nur auf den unternehmensunabhängigen Portalen geht wirklich etwas die Post ab, der User lässt sich halt doch nicht so einfach manipulieren.

Ist es denkbar dass immer mehr solcher Stör-Kampagnen nicht durch Zufall entstehen, sondern bewusst in diese Richtung angedacht werden?

 

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Feb 09

LittleMonsters.com invitation applicationDass Stars wie Lady Gaga das Internet im Griff haben, stellten sie schon oft unter Beweis. Gaga’s Bad Romance Video gehört noch immer zu den drei meistgesehen Uploads auf YouTube und auf Twitter ist sie klar die Nummer 1 was die Follower-Zahlen angeht. Nun will sie’s wissen und eröffnet ihr eigenes Social Network, benannt nach ihren Fans: Little Monsters. 

Was Google kann, kann Gaga schon lange. Mindestens ihr Management geht davon aus.  Diese Woche ging LittleMonsters.com online, eine Plattform, welche stark an Pinterest erinnert. LittleMonsters.com soll Fans die Möglichkeit geben, kreativen Content zu teilen, mit anderen kleinen Monstern zu interagieren und öffentlich zu zeigen, was sie mögen und was nicht.

Was das Ganze noch etwas interessanter macht: Zurzeit ist die Plattform “invitation only”, man muss sich für den Zutritt zuerst bewerben,  um dann einen “geheimen” Zugangscode zu erhalten. Marketingtechnisch ideal, doch, wie schon bei Google+ gesehen, längerfristig wohl eher mässig im Erfolg.  Hinter der Aktion steht übrigens ”Backplane”, ein Start-up, welches teilweise von Gaga finanziert wurde.

Ein Schritt zurück? Die Idee von individuellen Social Networks scheint in diesem Kontext innovativ und gewagt, ist jedoch eigentlich ein Schritt rückwärts. Vor Facebook und co. gab es Fan-Foren auf den individuellen Websites der Künstler wo Fans eben genau das machen konnten, was LittleMonsters.com nun anbietet.

Geht also der Trend von der übergreifenden, alles-teilenden Plattform wieder in Richtung Nischen-Produkt und Interessengemeinschaft? Die Entwicklung von LittleMonsters.com wird es zeigen und ich bin überzeugt, Gaga wird noch einige Überraschungen für ihre Monsterchen bereithalten. Ich habe meinen Code beantragt, denn wer wenn nicht Gaga könnte hier einen neuen Trend kreiert haben. By the way, ich freue mich schon auf Justin Biebers Belieber.com und co…! Bis dahin, hier noch das auf YouTube erfolgreichste Video aller Zeiten…

Denkst du, ein Social Network von Mother Monster könnte erfolgreich sein? Sind Nischennetzwerke die Antwort auf die Informationsflut von Facebook und co. oder eher ein weiterer Schritt in die Social Bubble? 

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Jan 26

Pinterest Logo

Pinterest – das neue Social Network polarisiert. Und das zu Recht. Mit wenig Aufwand findet man sich sehr schnell zurecht und begreift umgehend die Grundfunktionen. Pinterest ist meiner Meinung nach die Innovation, die ich eigentlich von Google für Google+ erwartet hätte. Wie funktioniert Pinterest?

Anmeldung:

Zuallererst muss man – wer hätte das gedacht -  sich anmelden. Allerdings kann man sich momentan nur bei Pinterest anmelden, wenn man eine Invitation kriegt. Leute die bereits bei Pinterest registriert sind können Invitations versenden, oder ihr könnt euch selber eine Invitation über diesen Link bestellen. Bei mir dauerte es allerdings eine ganze Woche, bis ich die Einladung erhielt.

Bei der Anmeldung muss man entweder einen Twitter- oder Facebookaccount mit dem Login verlinken. Diese Verlinkung kann aber nachträglich wieder entfernt werden.

Funktionalität:

Pinterest ist ein soziales Netzwerk mit welchem virtuelle Pinnwände erstellt werden. An diese Pinnwände können Bilder-Kollektionen, Videos etc.  mit Beschreibungen angeheftet werden. Diese können öffentlich oder privat abgespeichert werden. Die Idee hinter Pinterest ist der gemeinsame Austausch über verschiedene Hobbys, Interessen und Einkaufstipps mithilfe virtueller Pinnwände.

Die meisten Pinnboards widmen sich bestimmten Themen. Dazu kommen die sozialen Funktionen. Man kann den Pinnwänden von Freunden folgen oder gar zusammen Pinnwände bewirtschaften. Für die Viralität sorgen Funktionen wie der ♥-Button oder der Repin rsp. Resharebutton.

Das TIME Magazine wählte Pinterest zu den “50 besten Websites” des Jahres 2011.

Wird Pinterest das neue Facebook?

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