Pinterest für Unternehmen – Spielerei oder brauchbarer Werttreiber?
Pinterest scheint in letzter Zeit in aller Munde zu sein, doch wissen die meisten Unternehmen nicht wirklich, was damit anzufangen ist. Dass ein Modelabel oder Lebensmittelhersteller auf Pinterest ein potentielles Publikum findet, scheint auf den ersten Blick klar. Doch welche Möglichkeiten haben Firmen aus anderen Branchen? Was kann Pinterest überhaupt und wieso lohnt es sich, auf einem weiteren Netzwerk präsent zu sein? Wir sind noch zu keinem abschliessenden Fazit gekommen, möchten aber im folgenden einige Punkte aufzeigen, welche eine Pinterest-Präsenz durchaus lohnenswert gestalten können.
Was ist Pinterest – eine Kurzzusammenfassung: Auf Pinterest können Fotos und Videos als sog. Pins veröffentlicht, und in Pinboards sortiert werden. Eine Mischung zwischen Favoritenbildung, Blog und Scrapbooking. Followers können Nutzern, sowie einzelnen Pinboards (je nach Interessengebiet) folgen. Folgt man einem Pinboard, erscheinen diese Pins im eigenen Newsfeed. Pins können geteilt und mit “Gefällt mir” markiert werden. Mehr zum Thema gibt’s hier: http://pinterest.com/about/
5 Gründe für Pinterestst-Auftritte von Unternehmen
1.Traffic generieren
Jeder Pin auf Pinterest wird mit einem Link hinterlegt. Wer also ein Foto eines Produkts pint, welches sich auf der eigenen Website befindet, bietet dem User die Möglichkeit, über den Pin die Seite zu besuchen. Wedding Republic, eines der ersten Unternehmen, welches sich aktiv mit Pinterest beschäftigte, vermeldete einen Besucherzuwachsc von 75% in den ersten 30 Tagen. Heute wird der Zuwachs wohl etwas geringer ausfallen, trotzdem ist es eine positive Positionierung. Einzige Downside aus der SEO-Perspektive: Die Links sind no-follow.
2. Pinterest als “Online Store”
Ein alternativer Approach ist es, Pinterest als eine Art Online-Store zu nutzen. Die Idee dahinter? Ich stelle mein Produkt auf Pinterest, mit einem Link in der Beschreibung (“buy here”), welcher direkt zum Online-Verkaufspunkt führt. Users verbreiten daraufhin das Bild mit der Beschreibung.
3. Wettbewerbe
Was auf Facebook und co. schon lange passé ist, kann bei Pinterest (vorläufig noch) problemlos angewendet werden. Die Idee ist simpel: Ich poste ein Board mit der Aufschrift “Wettbewerb”, poste 5 Bilder, zum Beispiel von neuen Produkten darin und fordere User auf, für ein Bild zu stimmen, indem sie auf “like” klicken. Unter allen Teilnehmern wird das beliebteste Produkt verschenkt. Die Möglichkeiten sind unzählig und die Guidelines werden ein solches Vorgehen bestimmt nicht mehr lange erlauben. Daher jetzt einsteigen!
4. Exklusive Pinterest-Angebote für Followers
Auch Specials können noch über Pinterest verbreitet werden. Als Beispiel könnte ein Gutschein für Fans gepinnt werden, welcher ausgedruckt oder auf dem Handy 10% Rabatt auf ein bestimmtes Produkt vor Ort gewährt. Eine gute Strategie, um Online-Fans in die “Real World” zu locken. Auch in Form von QR-Codes eine Möglichkeit.
Weiter könnten auf diese Weise Eintrittskarten für Events verschenkt werden. Die ersten 15 Likes werden auf die Gästeliste gesetzt usw. Hier heisst es kreativ sein.
5. Kundenfeedback einholen
Zwar eine etwas unspektakuläre und fast offensichtliche Funktion, jedoch in diesem Fall spannend. Wie oben erwähnt könnte man durch “likes” abschätzen, z.B. welche Produktefarbe beim Publikum am besten ankommt. Vorausgesetzt natürlich, das wirkliche Zielpublikum befindet sich auf Pinterest. Ein Hello-Kitty Ferrari verbreitet sich zwar auf Pitnerest gut, doch im Laden…?
Grundsätzlich gilt, wie bei allen Netzwerken: Herausfinden, wer die Anspruchsgruppen sind, Abonnenten nicht mit Pins überfluten und nicht auf Anhieb zu viel erwarten. Dann klappt’s auch mit Pinterest!
Zum Abschluss hier noch ein Pinboard mit Pins zum Thema Pinterest für Business: http://pinterest.com/pinterestbiz/. Happy Pinning!
Welche Erfahrungen hast du mit dem Netzwerk gemacht? Glaubst du in die Zukunft von Pinterest? Was würdest du abonnieren? Was würde dich interessieren? Hast du kreative Umsetzungen entdeckt?









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