Feb 29

Am 7. März ist es soweit: Das iPad 3 kommt! Natürlich kocht die Gerüchteküche über und auch ich werde um 19.00 Uhr gespannt nach San Franciso schauen. Viel lässt sich auf dem Einladungsfoto noch nicht erkennen, ausser dass eventuell der “Home Button” fehlt.

Viel wurde in den letzten Monaten spekuliert. Ein schnellerer Prozessor wird erwartet, sowie das erwähnte Fehlen des “Home Bottons”, was nur ein logischer Schritt in Richtung Full Touch Screen wäre. Zudem soll es über einen Sharps Displaytechnik Igzo Bildschirm mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln verfügen.Ob das bereits lange ersehnte Apple TV gleichzeitig mit dem iPad 3 lanciert wird, konnte nicht bestätigt werden. Die Möglichkeit besteht jedoch.

Apple stellt sich immer wieder als Drama-Queen auf und ist Meister darin, einen grossen Wirbel um ihre neuen Produkte zu machen. Diese Veranstaltung scheint mir jedoch ausschlaggebend für die Zukunft des Imperiums. Nach Steve Jobs’ Tod konnte sein Nachfolger Tim Cook nur schwer an den Mythos anknüpfen. Für die Präsentation des iPhone 4s hagelte es Kritik und die Innovationskraft von Apple wurde sogleich in Frage gestellt. Sollte sich der Release des iPad 3 wiederum so abspielen, könnte dies gravierende Konsequenzen für das Unternehmen haben. Apple lebt vom Mythos um die Produkte, nicht von den Features.

Die Pressekonferenz wird via Grossbildschirm auch nach London übertragen, was den Launch – wie gewohnt – zum Grossereignis werden lässt. Wir bleiben auf jeden Fall gespannt und freuen uns auf den 7. März. Vielleicht überrascht uns Apple nochmals und zeigt uns eine Welt, von der wir nie zu träumen gewagt hätten! Und der Launch in der Schweiz wird bestimmt auch nicht lange auf sich warten lassen. Hoffen wir nur, dass es sich dieses Mal nicht um ein iPad 2s handlet…

Denkst du, Apple wird den Mythose aufrecht erhalten? Bist du gespannt auf das iPad 3 oder hat Apple an “Glamour” verloren?

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Feb 28

Denken wir mal 10 – 15 Jahre zurück und stellen uns vor: Ein Unternehmen hat die (riesigen) Mittel um einen TV-Spot zu produzieren und zu platzieren und bekommt dann eine Absage vom TV-Sender. Was damals ein absoluter Kommunikations-Supergau gewesen wäre für jedes Unternehmen kann im heutigen Internetzeitalter sogar als Chance genützt werden. 

Sunrise gegen SF TV

Sunrise gegen SF TV

Aktuelles Beispiel: Das Schweizer Fernsehen lehnte kürzlich einen TV-Spot von Sunrise ab mit der Begründung, man wolle das eigene Kernangebot schützen, nachzulesen u.a. in verschiedenen Titeln wie z.B.  20 Minuten Online oder Persönlich.com. Während vor dem Social Media-Zeitalter vermutlich in der Marketing-Abteilung des betroffenen Unternehmens eine veritable Krise entstanden wäre kann dank der Möglichkeiten von Facebook, Youtube und Twitter der Schaden nun mindestens in Grenzen gehalten werden. Je nach Verlauf ist sogar vorstellbar dass die Wirkung noch grösser ist durch die multimediale, virale Wirkung. Die Verantwortlichen des verschmähten Werbekunden nutzten, zumindest sieht es danach aus, die Situation für eine Alternative und versuch(t)en die Publicity des Entscheides für die eigenen Ziele einzusetzen. Die ohne Absage nie erhaltene Präsenz in allen relevanten Print-, TV- und Radiomedien erziehlte vermutlich innerhalb weniger Tage einen Bekanntheits- und Wahrnehmungsgrad, den die Kampagne am TV vermutlich nicht mal in mehreren Monaten erziehlt hätte. Parallel wurde cross-medial (siehe auch das Bild oben) eine Kampagne aufgefahren, welche auf der Basis des Entscheides die Stärke des Angebotes anpreist. Verbotene/Vergleichende Werbung war also gestern, heute nützt man also die Ohnmacht der Konkurrenz um das eigene Angebot hervorzuheben und gleichzeitig die Konkurrenz zu torpedieren. Wäre in früheren Jahren ein teurer Spot also auf Halde produziert gewesen wird dieser nun in den verschiedenen Social Media-Portalen wie Facebook oder Youtube platziert und gestreut. Klar ersichtlich wird auch hier wieder einmal mehr: nur auf den unternehmensunabhängigen Portalen geht wirklich etwas die Post ab, der User lässt sich halt doch nicht so einfach manipulieren.

Ist es denkbar dass immer mehr solcher Stör-Kampagnen nicht durch Zufall entstehen, sondern bewusst in diese Richtung angedacht werden?

 

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Feb 23

Auch wir schrieben in letzter Zeit einiges über das kommende iPhone 5, alle iPads und weitere Produkte von Apple. An dieser Stelle lohnt es sich, einmal hinter die Kulissen der Apple-Produktion zu schauen, um sich bewusst zu werden, was eigentlich hinter unseren flashy Gadgets steht. Zum ersten Mal besuchte dafür ein Amerikanischer Journalist die Werke von Foxconn in China und gab uns einen exklusiven Einblick in die berüchtigten Produktionsstätten. Gefunden hat er unter anderem Folgendes… 

Auf den ersten Blick lässt die Story jeden Apple-Fan aufatmen – die Fabriken sehen tolerierbar, die Arbeiter genügend versorgt aus. Stutzig machen wohl bloss die Suizid-Auffangnetze rund um die Fabrik, die seit den zahlreichen Negativschlagzeilen in der New York Times angebracht worden sind. Wenn die Arbeitsbedingungen so gut sind, wieso springen die Arbeiter dann vom Dach? Nicht zu vergessen, an anderen Ecken hört man doch immer wieder negative Berichte über de Hersteller, wie vor allem auch rund um die Explosion im Mai 2011, wobei mehrere Arbeiter ums Leben kamen. Ist hier ein Apple-Boykott angesagt?

So generell gesagt sicherlich nicht, denn die Story hat zwei Seiten. Foxconn bietet 1.2 Millionen Menschen in China und Taiwan einen Arbeitsplatz.  Sollte es wirklich der Fall sein, dass Apple unter der neuen Herrschaft von Tim Cook und darauf auch Foxconn selbst vermehrt auf bessere Arbeitsbedingungen und bessere Entlöhnung achten, könnte hier ein wichtiger Grundstein gelegt worden sein. Nicht zu vergessen ist nämlich, dass nicht nur Apple teilweise mit fragwürdigen Zulieferern zusammenarbeitet, sondern auch Grossfirmen wie IBM, Lenovo, Motorola, Nokia und co. Hier könnte Apple als Vorreiter fungieren.  Eine Öffnung der Firma Foxconn soll nun gerade dabei ein Schritt in diese Richtung darstellen. Wie viel an dem aufbauenden Bericht am Ende wirklich der vollen Wahrheit entspricht, lässt sich nur schwer abschätzen.

Auf jeden Fall lohnt es sich, einmal darüber nachzudenken, wer unsere Gadgets fertigt und welche Firmen wir mit unseren Käufen unterstützen wollen. Stimmen die Arbeitsbedingungen in China können wir uns mit gutem Gewissen auf ein iPhone 5 freuen!

Was hältst du vom Bericht des Fernsehsenders ABC? Hast du dir schon Gedanken über die Herkunft deiner Gadgets gemacht?

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Feb 16

Letzten Samstag wurde ich vom Erdbeben aufgeweckt. Mein erster Gedanke galt Twitter – denn wo sonst erhalte ich real-time News von Personen in der Gegend? Den gleichen Gedanken hatte ich gestern früh, als ich aus meinem Fenster blickte und ca. 20cm Neuschnee mit Wachstumspotential entdeckte. “Mal sehen ob die Buse, Trams und Züge heute fahren…”

…und ich wurde auch prompt fündig. Twitter ist zwar in erster Linie praktisch für den Austausch von Erfahrungen unter Usern, bietet jedoch Unternehmen u.a. im Bereich des öffentlichen Verkehrs die Möglichkeit, real-time mit ihren Passagieren zu kommunizieren. Ein gutes Beispiel dafür ist @railservice der SBB. Unermüdlich twitterten sie gestern Morgen allen frustrierten Gestrandeten zurück und halfen ihnen, den Weg ins Büro doch noch zu finden. Und dieser Service wird geschätzt. Auch @sbbnews kann hier weiterhelfen mit den neusten Updates zu Verspätungen und Unterbrüchen.

Auch die Swiss war unter @SwissAirLines aktiv, nachdem ZRH mit Verspätungen und Annullierungen kämpfte. Da ich heute nach London fliege, habe ich Twitter gleich getestet und erhielt prompt eine Antwort mit Informationen zu meinem Flug. Da habe ich bestimmt 10 Minuten Hotline gespart.

Spannend wurde es erst, als ich dann mal ZVV und VBZ suchte. Tatsächlich, eine Twitter-Präsenz ist vorhanden, jedoch mit der netten Aufschrift “@zvvfahrplan hasn’t tweeted yet”. Gut, sie haben es mindestens ins Auge gefasst. Zu ihrer Verteidigung, über Facebook hielten sie ihre Kundschaft bei Laune mit Fotos vom Schneepflug. Hilfe ist auf dem Weg (vgl. oben)!

Fazit? Social Media ist nicht mehr länger “nice to have” sondern ein wertvolles Informationstool für Sondersituationen wie Erdbeben und Schneechaos, wo immer 20Minuten, Hotlines und co. nicht nachkommen. Und by the way, am Freitag zeigte Twitter auf der TwitterMap eindrücklich, in welchen Regionen das Erdbeben zu spüren war. Ich sag nur #TwitterPower! (Thanks to @mikeschwede)

UPDATE: @zvvfahrplan ist kein offizieller Account der ZVV, News direkt von der Quelle gibt’s unter @zvvnews. Für Fragen steht @zvv_contact zur Verfügung.

Verwendest du Twitter in Sondersituationen? Hat dir ein Twitter-Account schon einmal aus der Patsche geholfen? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

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Feb 09

LittleMonsters.com invitation applicationDass Stars wie Lady Gaga das Internet im Griff haben, stellten sie schon oft unter Beweis. Gaga’s Bad Romance Video gehört noch immer zu den drei meistgesehen Uploads auf YouTube und auf Twitter ist sie klar die Nummer 1 was die Follower-Zahlen angeht. Nun will sie’s wissen und eröffnet ihr eigenes Social Network, benannt nach ihren Fans: Little Monsters. 

Was Google kann, kann Gaga schon lange. Mindestens ihr Management geht davon aus.  Diese Woche ging LittleMonsters.com online, eine Plattform, welche stark an Pinterest erinnert. LittleMonsters.com soll Fans die Möglichkeit geben, kreativen Content zu teilen, mit anderen kleinen Monstern zu interagieren und öffentlich zu zeigen, was sie mögen und was nicht.

Was das Ganze noch etwas interessanter macht: Zurzeit ist die Plattform “invitation only”, man muss sich für den Zutritt zuerst bewerben,  um dann einen “geheimen” Zugangscode zu erhalten. Marketingtechnisch ideal, doch, wie schon bei Google+ gesehen, längerfristig wohl eher mässig im Erfolg.  Hinter der Aktion steht übrigens ”Backplane”, ein Start-up, welches teilweise von Gaga finanziert wurde.

Ein Schritt zurück? Die Idee von individuellen Social Networks scheint in diesem Kontext innovativ und gewagt, ist jedoch eigentlich ein Schritt rückwärts. Vor Facebook und co. gab es Fan-Foren auf den individuellen Websites der Künstler wo Fans eben genau das machen konnten, was LittleMonsters.com nun anbietet.

Geht also der Trend von der übergreifenden, alles-teilenden Plattform wieder in Richtung Nischen-Produkt und Interessengemeinschaft? Die Entwicklung von LittleMonsters.com wird es zeigen und ich bin überzeugt, Gaga wird noch einige Überraschungen für ihre Monsterchen bereithalten. Ich habe meinen Code beantragt, denn wer wenn nicht Gaga könnte hier einen neuen Trend kreiert haben. By the way, ich freue mich schon auf Justin Biebers Belieber.com und co…! Bis dahin, hier noch das auf YouTube erfolgreichste Video aller Zeiten…

Denkst du, ein Social Network von Mother Monster könnte erfolgreich sein? Sind Nischennetzwerke die Antwort auf die Informationsflut von Facebook und co. oder eher ein weiterer Schritt in die Social Bubble? 

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