Aug 25

Es ist wohl der Traum eines jeden Unternehmers: Das Geld kommt schon bevor man überhaupt angefangen hat und die Arbeit eines Jahres ist schon verkauft. Dann hat man noch Business Angels, die zwar bezahlen, aber keine Anteile am Unternehmen damit erwerben. Und um Marketing, Akquise, Logistik und Rechnungswesen kümmert sich auch noch jemand anderes. Klingt wie ein Traum, ist aber wahr. Und funktioniert auch in diesem Beispiel.

Naked Wines ist die Geschichte von sieben Freunden, die alle ihre Jobs geschmissen haben und all ihre Erspanisse, Zeit und Herzblut in eine Idee investierten. Naked Wines. Es sollte etwas ganz anderes werden als einfach grosse Labels zu verkaufen und die reichen noch reicher zu machen. Die Idee war viel mehr, kleine Winzer das machen zu lassen was sie am besten können: Wein!

Also haben die Jungs von Naked Wines kleinere Winzer gesucht. Wer bisher guten Wein gemacht hat und ins Programm aufgenommen wurde hat ein feines Leben. Die gesamte Produktion wird abgekauft und sofort komplett bezahlt. Damit haben die Winzer den Kopf und den Terminkalender frei um die nächste tolle Ernte einzufahren und sich in den Kellern um die Eichenfässer zu kümmern.

Bei Naked Wines kann jeder Mitglied werden als Käufer und diese auserlesenen Weine bestellen. Ein weiterer interessanter Punkt ist das Business Angel Modell. Wir alle können Business Angels werden und einen kleinen Betrag im Jahr bezahlen. Damit kauft man aber keine Anteile (man will vermeiden, dass irgendwer den Winzern ins Tagesgeschäft reinredet), sondern bekommt dafür Vergünstigungen beim Weinkauf. Das Geld steckt sich aber nicht Naked Wines in die Tasche, sonderm wird an die Winzer ausgeschüttet.

Warum “nackte Weine” als Namen? Weil Dafür gesorgt wird, dass man soviel wie möglich über die Winzer erfährt. Ihr Geschichte, Ihre Leidenschaften und Ideen. Als Business Angel kann man jederzeit die Winzer besuchen und sich vor Ort ein Bild machen. Alles soll ganz transparent sein und man will die Menschen, die hinter dem Wein stecken in den Vordergrund stellen.

Das klingt natürlich alles sehr ritterlich und nach einem sehr gewagten Business Modell. Doch es funktioniert. Nach 18 Monaten hat Naked Wines 80.000 registrierte User, 25.000 sind Business Angels geworden und spenden im Durchschnitt 20 Pfund im Jahr. Nach nur 1,5 Jahren verschickt Naked Wines 35.000 Flaschen pro Woche.

Ich muss sagen, meine Verbeugung und mein Kompliment! Was haltet Ihr von dem Modell und dem Erfolg?

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Aug 18

Auf der letzten f8 Konferenz wurde es schon angekündigt, die Strategen und Entwickler wollen ihren eigenen location based service als weitere Option anbieten. Wie immer gab es kein genaues Datum und die Gerüchteküche brodelt gespannt. Ist es nun soweit?

Ein Indiz sind die in den letzten Tagen verschickten Einladungen zur Pressekonferenz auf dem Facebook Campus in Palo Alto. Die Blogs überschlagen sich mit Meldungen wie “Facebooks Foursquare steht unmittelbar bevor” oder “Was erzählt Facebook Mitwoch? Location Location Location” und alle sind gespannt wie die kleinen Kinder.

Vor zwei Monaten sagte CEO Zuckerberg selbst, das Location Based Feature sei Momentan zweite Prio, da man sich gerade um das in der öffentlichen Diskussion heisse Thema Privatsphäre kümmern müsse. Doch im Juni sprach er selbst das Thema wieder an auf der Facebook Developers Garage in London. Demgemäss sei man dabei Design und Code auf hochglanz zu polieren und bald damit live zu gehen. Doch ebenso wie viele andere Giganten und Hinterhof Buden im Web 2.0 Universum, hört man “Beta”, “kommt bald” oder “wir arbeiten mit Hochdruck” leider sehr oft, verbindlich ist es äusserst selten.

Das Facebook einen solchen Service einführt macht natürlich Sinn, wenn man an den Erfolg von anderen Anbietern wie Foursquare denkt. Was die Einführung der Location Based Services auf dem grössten Netzwerk aller Zeiten im Netz bedeutet für die Newcomer und Start Ups ist ungewiss. Jedoch ist es eine beängstigende Entwicklung, wenn eine Riese mit entsprechendem Drehmoment jeden erfolgreichen Service selbst in die Hand nehmen kann und damit kein Raum mehr bleiben könnte für die Kleinen auf dem Markt. Droht uns die Monopolisierung des Social Web? Aber, vielleicht kommt heute auch etwas ganz anderes, woran noch keiner Gedacht hat und was Facebook in dunklen Entwicklerkellern geheim hielt? Es bleibt eben einfach abzuwarten.

Was haltet Ihr von den Location Based Services bei Facebook? Macht das Sinn, wollt ihr das Feature? Oder macht ihr Euch auch Gedanken, ob der Riese alles vom Platz fegt?

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Aug 09

3 C of e-commerce content community commerceBereits vor Jahren wurden die 3 C’s für erfolgreiches Online Verkaufen propagiert: Content, Community, Commerce. Doch der Erfolg blieb aus. Mittlerweile ist die Basis für die einfache Umsetzung der 3 C’s vorhanden – und die Geschäfte florieren.

Die Formel klingt ganz einfach. Ständig interessante Inhalte liefer die Mehrwert schaffen, dadurch hält man User langfristig bei Laune und das Interesse hoch. Eine starke Gemeinschaft bilden, die durch Empfehlungen, Bewertungen und Rezensionen Kaufanreize schafft, sowie schlussendlich ein einfaches und spannendes Shopping erlebnis auf der Seite selbst.

Doch die Umsetzung der “einfachen” Formel gestaltete sich schwierig. Zum einen ist städinges Content liefer zeitaufwändig – und somit teuer. Für den kleinen Händler der als one man show agiert ein schier unlösbares Problem, weil weder die Zeit da ist, oft die Umsätze den Aufwand nicht refertigen konnten.
Ebenso der Aufbau einer starken Community: nicht einmal Amazon, obwohl meisterhaft im Bereich Vorschlagssytem, Empfehlungen und Rezensionen, hat es bis heute geschafft eine echte Community aufzubauen, im Sinne von Usern die sich direkt austauschen (daher auch der Schritt zur Facebook Zusammenarbeit). Der letzte Punkt war für viele der einzige, der realistisch umsetzbar war.

Nun ist alles anders und der Einfluss der 3 C’s bringt Umsatzzuwächse die jeder Kriese trotzen. Die Verbindung von Shopping Erlebnis und Social Networks funktioniert hervorragend. Die Communities sind schon da und die nötigen Plattformen mit all ihren  Funktionen für Empfehlungen und virale Verbreitung machen es den Händlern leicht. Wer seine Community richtig aufzubauen weiss, der wird auch beim Content entlastet, weil die User in vielen Fällen gerne eigenen Content beisteuern – den viel beschworenen UCG. Ein weiteres Beispiel sind die aufblühenden Groupbuying Seiten. Fröhliches miteinander Shoppen zu Discountpreisen boomt wie kaum ein anderes e-commerce Thema.

Ein weiterer Faktor ist natürlich auch der demografische Aspekt. Die ersten Digital Natives sind mittlerweile in Lohn und Brot, haben also Geld zum ausgeben. Sie sind ans online Shopping gewöhnt und haben keine Berührungsängste wie viele aus den Generationen davor. Allerdings  ist die neue Zielgruppe anspruchsvoll und erwartet mehr als nur einen simplen Shop. Es darf gerne ein ein bisschen mehr Entertainment und Spass dabei sein.

Dadurch hat e-commerce seit geraumer Zeit jährliche Zuwachsraten von 19%. Selbst im Kriesenjahr 2009, als der Handel -2% oder schlimmer verzeichnete hatte e-commerce noch ein Plus von 1,4%.

Die 3 C’s, eine klare Sache – was denkt ihr fehlt noch? Was boostet den e-commerce noch?

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Aug 04

Liest man Facebook und Amazon zusammen, denkt man als erstes an die Konkurrenten im Shopping Bereich. Amazon, der Übershop mit jahrlelanger Erfolgsquote und Facebook, der Aufsteiger mit frischer Eigenwähnrung. Warum in aller Welt sollten die beiden sich zusammenschliessen, wenn zunächst auch nur für diesen Pilot mit Max Factor von Procter & Gamble? Weil es ein win-win-win Coup ist!

Schaut man sich den neuen Shop von Max Factor auf Facebook an, sieht man schnell, dass der eigentliche Einkaufsprozess (Warenkorb, Bezahlung, Logistik) nicht eigenständig ist, sondern von Amazon UK gehandelt wird.

Warum Procter & Gamble mit macht
Die Kunden des Kosmetik, et al. Giganten sind zum weitaus grössten Teil Händler und nicht Endkonsumenten. Warum diese vergraulen mit dem Direktangriff auf den Endkunden? Weil man es oberflächlich gesehen schon lange macht. Die Produkte sind schon seit geraumer Zeit bei Amazon erhältlich. Da man aber Amazon benutzt um den Facebook Shop zu betreiben, stärkt man die Beziehung zum Online Shopping Urgestein. P&G verkaufen weiter an den Händler und nicht an den Endkunden. Nur nutzt man nun gemeinsam die weltgrösste Internetplattform.

Warum Amazon gerne mitspielt
Eigentlich sollte man denken, Amazon will sich nicht von den Social Media Flegeln in die Suppe spucken lassen, die sie seit so langer Zeit erfolgreich kochen. Auch wenn Amazon ein sehr ausgeklügeltes und gutes Empfehlungsmarketing hat, so sehe ich immer nur was “Andere” gekauft haben, nicht aber was meine direkten “Freunde” kaufen, bewerten und empfehlen. Die Social Networking Komponente ist ein Mauerblümchen bei Amazon. Somit nutzt man gerne diese Stärken von Facebook mit seinen 500 Millionen Nutzern und wird freudestrahlend und kasseklingelnd Erfüllungsgehilfe für alles was f-commerce ist.

Warum Facebook auf den Zug springt
Gerade hat Facebook seine eigene Währung in Umlauf gebracht, warum sollte man da einen Partner suchen, der das Shopping handelt und echtes Geld statt Facebook Gold an Amazon bezahlt wird? Weil Facebook ebenfalls etwas fehlt. Die enormen Ressourcen und Tools von Amazon zu Lagerhaltung, Logistik und Abrechnung. Somit kann Facebook diesen aufwändigen und kostspieligen Teil einfach dem Branchenriesen überlassen und sich weiter aufs Kerngeschäft Networking konzentrieren, aber dennoch seinen zahlenden Kunden – den Shopbetreibern – einen enorm umfangreichen Service bieten.

Was es für all die anderen grossen und kleinen Händler bringt
Wenn das System Schule macht und als Komplettpaket angeboten wird, mit nahtloser Integration, bedeutet das, dass wir alle das beste aus beiden Welten nutzen können um unsere Produkte loszuschlagen. Auf dem grössten und meistbesuchten Portal des Internets. Mit all den tollen Social Commerce Vorteilen. Mit Word of Mouth und was “Andere” gekauft haben. Mit einer Shop Infrastruktur im Hintergrund die seines Gleichen sucht.
Plus ein einfaches Shoppingerlebnis für den Endkunden bedeutet, ohne dass er seine liebste Seite -Facebook- verlassen muss.

Ein Geniestreich wie ich finde, wer denkt anders? Die Diskussionsrunde ist eröffnet.

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Jul 23

Es ist Sommer. Viele zieht es mit dem Flugzeug in die Ferien. Und bald wird man sich auch über den Wolken mit seinen Online-Freunden vernetzen können. Da macht die Reisezeit gleich doppelt Spass.

Was bei vielen amerikanischen Airlines schon beinahe zum Standard gehört, wird nun auch sukzessive in Europa realisiert – vorerst jedoch nur bei der Lufthansa. Die Rede ist von WLAN-Internetzugängen in Flugzeugen.
Die stetig steigende Nachfrage der Fluggäste nach sozialen Internetdiensten hat diese Entwicklung voran getrieben. Denn der anspruchsvolle Fluggast will auch in luftigen Höhen nicht auf seine Social Media-Aktivitäten verzichten müssen. Und eine gute Möglichkeit, die Zeit an Bord zu überbrücken, ist es ohnehin.

Online noch in diesem Sommer
Auf dieses dringliche Bedürfnis der Fluggäste hat beispielsweise die Lufthansa bereits reagiert: Die Airline hat ihre Flugzeuge mit Breitbandinternet-Zugängen ausgestattet – wenn auch erst einige wenige Exemplare. Im Moment. Doch noch in diesem Sommer soll die offizielle Einführung des Online-Services an Bord aller Flugzeuge erfolgen. Da bleibt nur zu hoffen, dass bald auch die übrigen europäischen Airlines diesen Trend erkennen und ihre Flugzeugflotten aufrüsten.

Und was denkt Ihr? Macht es Sinn, Flugzeuge mit diesem Online-Service auszustatten und würdet ihr davon Gebrauch machen?

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Jul 16

Lead-Gewinnung entwickelt sich zu einem zentralen Bestandteil im Online Marketing. Hierfür wird immer öfters das Whitepaper als wichtiges Instrument eingesetzt.

Anstelle von klassischen Werbebotschaften bietet ein Whitepaper potenziellen Kunden gehaltvolle Informationen mit einem hohen Nutzwert. Diese Informationen wiederum sollten, nein müssen, überzeugen. Die Qualität der angebotenen Informationen sollte dementsprechend besonders hoch sein.

Doch was ist ein Whitepaper genau? Ein Whitepaper ist ein wirksames Marketing-Instrument. Es ist ein Papier, in dem ein spezifisches Thema behandelt wird. Es sollte maximal 10 bis 15 Seiten lang sein. In einem Whitepaper kann eine Unternehmung effizient Wissen zu einem spezifischen Thema dokumentieren – und zwar in einer auf die Zielgruppe adaptierten, originellen Sprache. Es gilt, durch die präsentierten Infos für die Leser einen echten Mehrwert zu schaffen: Vorschläge, Ideen, Tipps und Erklärungen sollen dem Leser helfen, ein komplexes Thema besser zu verstehen und idealerweise auch anzuwenden.
Das Whitepaper verzichtet ausdrücklich auf werbliche Elemente. Dass zudem Formalia wie Rechtsschreibung, Interpunktion oder Grammatik eingehalten werden, ist selbstverständlich. Bei Fakten, die nicht aus der eigenen Unternehmung stammen, werden die Quellen deklariert. Da die Zeit des Lesers meistens begrenzt ist, macht es Sinn, das Whitepaper prägnant zu gestalten: Gut strukturiert, leicht zu überfliegen, leicht zu lesen und vor allem leicht zu verstehen.

Warum ein Whitepaper?
Das Whitepaper ist ein ideales Instrument, um mit neuen Kaufinteressenten in Kontakt zu treten. Und es ist bestens geeignet, um an die Entscheidungsträger heranzutreten. Denn gerade Entscheidungsträger ziehen dieses Dokument zur Entscheidungsfindung heran. Zudem hat ein Whitepaper meist einen viralen Marketingeffekt. Oft wird ein solches an Kollegen weitergereicht. Dabei findet eine von Kollegen erhaltene Information für gewöhnlich mehr Beachtung. Denn ihr wird meistens mehr Vertrauen entgegen gebracht.

Durch das Whitepaper kann sich ein Unternehmen als (technisch) kompetenter Lösungsanbieter positionieren – und dabei die besagten Leads generieren. Auch stärkt ein solches Papier das Image einer Unternehmung. Mit der Publikation – meistens als PDF-File – eines Whitepapers wird die positive Meinung über eine Firma und deren Dienstleistungen oder Produkte ebenfalls verstärkt. Selbst Google mag die inhaltsreichen PDF-Dokumente:  nicht selten lässt sich das Ranking der Unternehmensseite durch ein Whitepaper verbessern.

Und was glaubt ihr. Ist es wichtig für eine Unternehmung, Whitepapers zu spezifischen Themen zu veröffentlichen? Habt Ihr selber schon Gebrauch von einem Whitepaper gemacht und wie waren Eure Erfahrungen damit?

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Jul 14

Die Aufregung beim Online Einkauf, die früher ebay verursachte erlebt ihren zweiten Frühling beim Group Buying. Als sei der gemeinsame Einkauf die neue Entsprechung des gemeinsamen Shopping Trip mit der besten Freundin. Portale schiessen aus dem Boden und die Erfolge sind Schwindelerregend. Dieses Geschäft wollen sich Facebook und Twitter auch nicht entgehen lassen.

Seiten wie Groupon und Vente Privee haben es vorgemacht und erfreuen sich nicht nur grosser Beliebheit, sondern auch an prall gefüllten Bankkonten. Start Ups gibt es zu genüge und auch diese scheinen sich noch dicke Scheiben vom neuen Kuchen abschneiden zu können.

Das Schweizer Startup deindeal bietet einen ganz ähnlichen Service wie Goupon. Man macht Partnerschaften mit Anbietern in den grossen Städten der Schweiz und bietet ein Produkt oder einen Service zu massiv reduzierten Preisen an. Gestern waren es Kontaktlinsen und Pflegemittel zu 50% des Ladenpreises. Kaufen genügend User (Mindestanzahl ist vordefiniert) kommt der Deal zustande. Kommt die Mindestkäuferanzahl nicht zusammen, platzt der Deal und keiner muss irgendetwas bezahlen.

Auch das vor 18 Monaten gegründete Portal Naked Wines legte gerade Zahlen vor die beeindruckend sind. Man verkauft im ähnlichen Prinzip Wein online. Nach diesen 1,5 Jahren zählt man 80.000 Mitglieder, 25.000 davon bezahlen 20 £ im Jahr als Unterstützung für derzeit 22 kleine Winzer ihr Business aufzubauen. Aktuell versendet man 35.000 Flaschen Wein in der Woche – das ist eine Flasche alle 17,5 Sekunden.

Facebook und Twitter springen auf den Zug
Auch die momentanen Giganten der Social Media Welt wollen mitspielen (=mitverdienen) und haben jüngst die Türen und APIs für das Gruppen Shopping Erlebnis geöffnet.

So stellte Twitter gerade @earlybird vor, bei ausgewählte Partner (wer ist bis dato noch nicht klar) leckere Angebote durchs Web zwitschern kann. Im gleichen Strickmuster soll es auch hier danach gehen, dass möglichst viele “Freunde” zusammenkaufen und damit der virale Mitmacheffekt gleich eingebaut ist. Ausserdem ist dies das erste sinnvolle Modell das ich gesehen habe, um für Twitter Geld zu verdienen, ohne alle bisherigen Nutzer zu vergraulen.

Facebook hat sich nichtmal selbst den Kopf zerbrochen und die Entwicklung der ersten vollintegrierten App Wildfire überlassen. Das System arbeitet derzeit mit PayPal, ich bin gespannt wann die Facebook eigenen virtuelle Währung hinzukommt. Wie genau Facebook mitverdient war zum “Redaktinsschluss” noch nicht bekannt.

Wie findet Ihr das Thema Group Shopping? Überraschen Euch die Erfolge oder seit Ihr selbst so gebannt vom Thema, dass Ihr den Erfolg gleich mitbegründet?

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Jul 09

Seit ein paar Jahren macht Lithium Technologies von sich reden. Die Unternehmung ist mittlerweile Marktführer im Bereich Social-CRM-Lösungen und Community Plattformen.

„Er hat das Format eines Social Networkes wie Mark Zuckerberg“, stellte persoenlich.com am 28. Juni 2010 im Interview mit Lyle Fong fest. Der höchst erfolgreiche Jungunternehmer baut „an einem der grössten sozialen Netzwerke“, wie Fong in besagtem Interview konstatiert. Der ehemals professionelle Video-Gamer ist seit 2006 CEO von Lithium Technologies. Die Unternehmung mit Sitz in Silicon Valley bietet Social-CRM-Lösungen zum Ausbau von Kundennetzwerken an. Im vergangenen Jahr verzeichnete Lithium Technologies bei ihrem Jahresumsatz ein Wachstum von über 100 Prozent. Die Stellung als Vordenker im Social-CRM kombiniert mit einem schnellen Kundenwachstum und neu eingeführten Produkten fungieren als Katalysatoren einer enorm schnellen Entwicklung.

20 Millionen registrierte Nutzer
Lithium Technologies kann auf ein beachtliches Know How im Bereich Social Media für Unternehmen zurück greifen. Ziel ist es, mit solchen Online-Communities die Kunden zu binden und zu aktivieren und dadurch diesen Communities zu ermöglichen, zu wachsen. „Durch unsere einzigartigen Lösungen und Fähigkeiten können wir die Wirtschafts- und Wettbewerbsvorteile für unsere Kunden massiv erhöhen“, so Lyle Fong.
Um die Teilnahme an einer erfolgreichen Community zu erhöhen, braucht es eine leistungsstarke Reputation. Bereits seit Jahren nutzen Markenführer wie Sony Playstation, Univision und PayPal die Fähigkeiten von Lithium, um das Wachstum und die Langlebigkeit ihrer Communities abzusichern. Dass Fong an einem der grössten sozialen Netzwerke baut, ist für ihn klar: „Wir bauen es natürlich für grosse Unternehmen, Stück für Stück. Zusammen haben wir heute 20 Millionen registrierte User. Seitenkontakte gar in Milliardenhöhe. Die Art wie Unternehmen ihr Geschäft betreiben, ändert sich gerade grundlegend“, so Fong weiter im persoenlich.com-Interview.

Social CRM ist inzwischen zum Schlagwort für jedes Unternehmen geworden, welches Communities oder Social Media einsetzt, um mit seinen Kunden zu interagieren. Gemäss Fong wird sich im 2010 das Social CRM zu einer strukturierten Methode für die Kommunikation und den Umgang mit Kunden in Echtzeit entwickeln. Diese soll dann zeitgleich erlauben, die Gewohnheiten der Kunden zu messen.

Und was glaubt ihr. Ist es wichtig für eine Unternehmung, eine solche Community aufzubauen und dadurch direkt mit den Konsumenten in Kontakt zu treten? Welche Vorteile ergeben sich daraus?

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Jul 07

Facebook open graph einfach erklärtDer open graph von Facebook ist schon eine Weile im Gerede und auch in Gebrauch. Allerdings höre ich oft Fragen was die open graph Schnittstelle denn nun wirklich sei. All die schönen “in a nut shell” Artikel sind auch nicht gerade einfach geschrieben. Deshalb hier der Facebook open graph ganz untechnisch erklärt.

Worum geht’s grundsätzlich?
Darum, die Möglichkeit zu bieten, externe Inhalte mit dem Facebook Netzwerk zu verbinden. Jeder Inhaltsanbieter soll in der Lage sein, die Vernetzungen innerhalb Facebooks zu nutzen.

Wie funktioniert es?
Wieder einmal über die Basis RDFa (in abgespeckter Form) die man als System für das Semantic Web entwickelt hat. Einfach gesagt, ich kann nun auch für externe Inhalte Metadaten hinzufügen, welche von Facebook gelesen und ausgewertet werden. Somit kann ich spezifizieren, was für ein Inhalt es ist und nicht nur wo er ist.

Wie geht es in der Praxis?
Zunächst sollte man sich für unser Beispiel mal das eigene Profil anschauen. Dort findet sich im Bereich “Gefällt mir und Interessen” eine Auflistung von Dingen wie Aktivitäten, Musik, Filme, usw.

Klickt man in diesem Beispiel auf  einen der Links, kommt man zur Facebook Seite des jeweiligen Inhaltes. Der Clou mit dem open graph ist nun, dass hinter diesen Links auch externe Inhalte verborgen sein können.
Das bedeutet ich kann einen Inhalt auf meiner Webseite mit Metatags versehen und einen Like Button hinzufügen. Dazu muss ich dem Inhalt einen Objekttyp und einen Wert zuordnen, sowie URL und Bild.

Objekttyp: “Entertainment” + Wert: “Movie” + URL des Inhaltes + Bild.

Klickt nun jemand auf den Like Button auf meiner Website, dann erscheint es innerhalb seiner Kategorie “Gefällt mir” / “Filme”.  Hinter dem Naked Lunch Link verbirgt sich dann nicht die  Facebook Seite, sondern mein externer Inhalt.

Was bringt es dem Inhaltsanbieter?
Neben der Tatsache das Inhalte über die Social Networks gestreut werden von Usern, sehe ich als anbieter auch wem meine Inhalte gefallen. Und jeder Besucher sieht, wie vielen FB Nutzern dieser Inhalt schon gefallen hat. Ausserdem schaffe ich mir damit SEO relevante Backlinks von einer enorm starken Seite (hier macht es natürlich die Menge der “likes” aus).

Was bringt es Facebook?
Genau wie Google, lechzt Facebook nach Nutzerinformationen. Über den open graph kann nun Facebook diese Informationen auch aus den externen, teilnehmenden Quellen sammeln. Bevor nun aber wieder alle Privatspäre schreien, bitte mal eins im Sinn behalten: Für uns als Nutzer gibt es keine Personalierung der Informationen, ohne dass wir einem System oder Anbieter etwas über uns erzählen. Wie gerne würde ich im Fernsehen nur Werbung zu Sportwagen und Südseereisen bekommen, da Personalisierung aber hier nicht möglich ist, bekomme ich Waschmittel und Monatshygiene angepriesen.

Habt ihr schon Erfahrungen mit den open graph Funktionalitäten gemacht, als Nutzer oder Anbieter? Oder seht ihr das System auch so kritisch wie verängstigte Datenschutzfanatiker?

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Jun 25

Mit Werbung soll immer eine bestimmte Zielgruppe angesprochen werden. Die Firma Eppendorf lässt eine Boy-Group ein Pipettier-Gerät besingen. Zielgruppe: Laboranten. Na ja.

Das Ziel ist relativ simpel: mit Werbung soll Absatzförderung erreicht werden. Und so ist die Werbung – in diesem Fall die Wirtschaftswerbung – ein Instrument der betrieblichen Absatzpolitik. Soweit so gut. Damit diese Absatzförderung auch erreicht wird, muss aber so einiges beachtet werden.

Werbung muss immer Aufmerksamkeit erregen. Soviel ist klar. Und dies dann idealerweise bei der zuvor definierten Zielgruppe. Kommt es nicht zur gewünschten Aufmerksamkeit, so hat die Werbung auf allen Ebenen versagt. Denn nur durch besagte Aufmerksamkeit, kann die Zielgruppe letztlich zur Kaufentscheidung motiviert werden.

Und so existiert in der Werbung ein breites Spektrum an Strategien und Inszenierungen, um das an die Zielgruppe zu bringende Produkt anzupreisen. Vor allem auch im Online-Bereich.

Von Boygroups und Pipettier-Systemen
Einen Versuch, ihr Produkt an den Mann – oder in diesem Fall an die Frau – zu bringen, hat die Firma Eppendorf gemacht. Eppendorf ist ein Unternehmen der Biotechnologie und entwickelt, produziert und vertreibt Systeme für die Life-Science-Forschung für den Einsatz in Laboren weltweit. Eine etwas trockene Materie, um diese zu bewerben. Sollte man meinen. Nun Eppendorf macht das Beste daraus. Nebst einem ansprechenden Internetauftritt, Online-Spielen und –Wettbewerben, ist die Unternehmung auch bei Facebook, Twitter und Youtube vertreten.

Und: um die jüngste Pipettier-System anzupreisen, liess sich Eppendorf etwas Ungewöhnliches einfallen. Fünf mehr oder weniger knackige Jungs besingen als klassische Boygroup in einem Musikvideo eine junge Laborantin. Gesungen wird von einem neuartigen, vollautomatischen Pipettier-System, mit dem natürlich alles besser wird. Kein mühsames Pipettieren mehr bis in die Nacht hinein. Die besungene holde Blonde hätte wieder mehr Freizeit. Weiter singen die fünf dann auch im Refrain von DNA, RNA, Proteinen und Zellkulturen.

Nebst dem Musikvideo kann auf der Internetseite der Soundtrack als MP3 oder als Ringtone fürs Handy herunter geladen werden. Der Songtext steht als PDF zur Verfügung. Und es existieren sowohl eine umfassende Wallpaper-Gallery mit Bildern der Boygroup sowie eine Making of-Gallery zum Video. Weiter kann bei Gefallen das Video direkt an Freunde weiter empfohlen werden.

Sicher mal eine witzige und ungewöhnliche Werbe-Idee für ein solches Produkt. Doch natürlich drängt sich hier ganz schnell die Frage auf, ob Eppendorf damit die Zielgruppe auch erreicht. Denn es ist schon fraglich, ob sich Menschen, die in einem Labor beschäftigt sind, von einer Boy-Group angesprochen fühlen. Denn das Konzept einer solchen zielt ja in erster Linie auf die Teenie-Generation ab. Von daher bleibt hier nur als abschliessendes Urteil: zwar mal etwas anderes, aber eben voll an der Zielgruppe vorbei.

Und was glaubt Ihr, erreicht  Eppendorf damit die Menschen, die mit dieser Werbung hätten angesprochen werden sollen?

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