Feb 08

Suchmaschinen-Marketing, welches sich in die Kernbereiche Suchmaschinen-Optimierung (SEO – Search Engine Optimization) und Suchmaschinen-Werbung (SEA – Search Engine Advertising) unterteilen lässt, wird nach wie vor immer wieder bei Entscheidungsträgern hinterfragt. Eigentlich erstaunlich, gemessen am Kosten/Nutzenverhältnis. In diesem Beitrag legen wir den Fokus auf die Suchmaschinen-Optimierung. 

Suchmaschinen-Optimierung (SEO): so werden Sie gefunden!

Suchmaschinen-Optimierung (SEO): so werden Sie gefunden!

Ein nicht unwesentlicher Anteil der Entscheidungsträger innerhalb von Unternehmen und Marketingabteilungen ist nach wie vor etwas zurückhaltend mit dem Mitteleinsatz für für die Suchmaschinen-Optimierung. In diesem Blog wurde in der Vergangenheit immer wieder auf das Warum (reason why) und das Wie (Knowhow & How To) bei der Suchmaschinen-Optimierung eingegangen. In der Folge als Reminder einige der wichtigsten Gründe, warum die Suchmaschinen-Optimierung eine wichtige Rolle innerhalb des (Online-)Marketing-Mix spielt. Diese Auflistung könnte dabei noch weiter ergänzt werden, in den kommenden Wochen werden wir auf einige Punkte im Detail und vertieft eingehen bezüglich der wirkungsvollen Umsetzung.

1. Awareness & Bekanntheitsgrad: Kunden, Partner und Konsumenten suchen die Produktinformationen heute mehrheitlich im Internet, dabei spielen Suchmaschinen, allen voran Google, eine entscheidende Rolle. Entsprechend kann eine Website noch so gut aussehen: wenn man diese über die Suchmaschinen nicht auffindbar macht ist das vergleichbar mit einem schönem Prospekt welcher im eigenen Keller verstaubt.

2. Geringer Streuverlust: Mit einer soliden Optimierung kann sichergestellt werden, dass vor allem jene angesprochen werden, welche auch nach den entsprechenden Inhalten suchen. Das heisst der Streuverlust ist hier massiv geringer als z.B. bei einem sehr teuren Massenversand, bei welchem der Grossteil der Empfänger nicht angesprochen wird.

3. Cross-Media: Wer eine Kampagne auffährt sollte sicherstellen, dass die Inhalte der Website nicht nur auffindbar sind, sondern auch zur jeweiligen Kampagne passen. Nach wie vor werden potentielle Kunden z.B. mittels flankierenden Massnahmen (Radio, Plakat, Inserat etc.) angesprochen und suchen später Informationen dazu im Internet auf der Basis der Kampagnenbotschaften. Wenig erfolgreich ist dabei die die Angabe von Website oder Landingpage innerhalb der Werbe-Formate, der User kann sich das auf Grund der Reizüberflutung kaum merken und sucht eher mit Stichworten/Keywords später via Suchmaschine.

4. Konkurrenzvorteil: Speziell in Verdrängungsmärkten, bei welchen der Wettbewerb der verschiedenen Anbieter gross ist, ist der Vorteil resp. Vorsprung gegenüber dem Mitbewerber eminent wichtig. Neben einer soliden On-Page-Optimierung kann dabei vor allem dank dem zielgerichteten Einsatz von Off-Page-Massnahmen gegenüber der Konkurrenz ein Vorsprung erarbeitet werden.

5. Qualität & Controlling: Solide Suchmaschinen-Optimierung stellt vor allem auch sicher, dass Aufbau und Inhalt einer Website auf die jeweiligen Anspruchsgruppierungen und deren Ansprüche und Informationsverhalten zugeschnitten sind. Dabei sind viele der Erhebungs-Tools, z.B. Google Analytics, kostenlos und generieren keine Einstandskosten, nur die Ressourcen (Knowhow, Personal, Zeit) müssen hier eingeplant werden. Damit kann sichergestellt werden, dass der shift von der Absenderorientierung zur empfängergerechten Kommunikation sichergestellt ist.

Welchen Stellenwert geniesst die Suchmaschinen-Optimierung bei euch?

 

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Jan 25

Access on MegauploadNachdem letzte Woche der File-Sharing-Anbieter Megaupload vom FBI vom Netz genommen wurde, kocht die Gerüchteküche weltweit. Niemand weiss so genau, welche Dienste eigentlich legal arbeiten und wer vielleicht sogar als nächstes vom Netz fliegen könnte. Auch der Schweizer Anbieter RapidShare wird in diesem Zusammenhang häufig genannt. Doch wer arbeitet legal und was genau ist überhaupt erlaubt in der Schweiz?

Die rigorose Abschaltung von Megaupload kam für viele Nutzer überraschend. Nicht nur der Service wurde vom Netz genommen, auch User, welche über den Service private Dateien speicherten und teilten, haben keinen Zugang zu ihren Files mehr. Über Twitter beschwerten sich tausende darüber und viele sehen den Akt des FBI als ersten Schritt in Richtung SOPA und PIPA, wonach File Sharing in den USA offiziell geahndet werden könnte (mehr Informationen dazu hier). Doch was genau darf man eigentlich in der Schweiz?

Megaupload hatte einen Server in Virginia, was dem FBI den Eingriff ermöglichte. International gesehen hat jedoch jedes Rechtssystem immer nur nationale Gültigkeit, das heisst was in den USA verboten ist, muss in der Schweiz nicht zwangsläufig auch illegal sein. File Sharing an sich ist in der Schweiz nicht verboten. Es werden jedoch im Gesetz klare Grenzen gesetzt:

Bisher erlaubt ist das Herunterladen von geschütztem Material zum persönlichen Gebrauch, auch wenn der Upload illegal erfolgt ist. Zudem darf man geschützte Dateien mit Personen teilen, mit welchen man eng verbunden ist. Weiter dürfen geschützte Dateien in einen Passwort-geschützten Bereich geladen werden. Vor allem hier bewegen sich Plattformen wie RapidShare und co. auf dünnem Eis.

Die laufende Diskussion veranlasste RapidShare zu einem Statement, wonach sie versicherten, dass ihr Service zu 100% legal sei. Nach RapidShare führt die Problematik von Megaupload vor allem auf ein Downloadvergütungssystem zurück, welches eine hohe Anzahl Downloads belohnt, was das aktive File Sharing zusätzlich anheizen kann. Zudem versicherte RapidShare, dass sie einen völlig legalen Service anbieten würden, welcher rigide gegen Urheberrechtsverletzungen vorginge. Trotzdem besteht auch bei RapidShare die Gefahr, dass Dateien über Google öffentlich zugänglich werden, auch wenn dies nicht im Sinne des Anbieters ist.

Wie sinnvoll Aktionen wie die Schliessung von Megaupload sind, lässt sich hier unter ein grosses Fragezeichen stellen. Sollten SOPA und PIPA abgesegnet werden, werden wir uns noch vielen solchen Situationen gegenüber gestellt sehen, auch hier in der Schweiz. Ob dies das richtige Handling der Problematik ist, ist fragwürdig. Fest steht, dass bei diesem Thema seit Jahren Klärungs- und Regelungsbedarf besteht.

Wie stehst du zu File Sharing? Wie sollte die Situation am besten gehandelt werden? Wie managed man im Internet ständig androhende Copyright Issues am sinnvollsten?

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Jan 19

Social Media ist immer dabei – vor allem wenn es zu Katastrophen kommt. Was bei 9/11 noch den Handyverkehr lahmlegte, erfolgt heute über Twitter und Facebook: Nachrichtenfluten berichten über Details und Hintergründe. So sah man es zum Beispiel bei der Notlandung  im Hudson River oder beim DC Erdbeben, wo Twitter-User vom Beben hörten, bevor es bei ihnen ankam. Beim neusten Unglück könnte Social Media sogar Teil der Ursache gewesen sein. Wie The Telegraph schreibt, könnte ein Facebook-Post den Kapitän zu einem ungewöhnlichen Manöver verführt haben.

Wie entwickelt sich eine Welt, in welcher Social Media nicht mehr abbildet, was passiert, sondern Situationen bewusst für Social Media generiert werden? Was für Folgen könnte eine solche Entwicklung haben? Die Concordia ist hierfür wohl kein Paradebeispiel: Angeblich soll Antonello Tievolli über Facebook seiner Schwester mitgeteilt haben, dass sie bald an seiner Heimatinsel vorbeifahren, was den Kapitän der Concordia dazu bewegte, näher an die Insel heranzuschippern. Der kleine “Social Media-Stunt” hatte daraufhin die Kollision mit den Unterwasserfelsen und den Schiffsuntergang zur Folge.

Publicity Events gehören in Bezug auf Print und TV zum Alltag, doch auch Social Media zieht hierbei nach. Mit Aktionen wie Topping und Planking werden gezielt Aktionen gestartet, um diese später auf den Plattformen zu verbreiten, was auch je länger je mehr zu Werbezwecken genutzt wird. Gerade hier ist wichtig, dass Firmen ihre Chancen wahrnehmen. Durch gezielte Aktionen können nicht nur im Online-Bereich, sondern auch in den traditionellen Medien grosse Schlagzeilen und somit Publicity ohne grossen Aufwand erzielt werden.  Jedoch – wie gerade das Beispiel der Concordia zeigt – ist auch hier mit Vorsicht und gesundem Menschenverstand  zu walten, denn schon die Titanic sank 1912, weil Mr. Ismay sein Werk in den New Yorker Schlagzeilen sehen wollte.

Welche Gefahren siehst du in Bezug auf gestagete Events für Social Media? Welche Chancen? Wer hat seine Möglichkeiten am effektivsten genutzt?

 

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Jan 05

Mit 250 Tweets pro Minute hat sich die Nachricht vom Tod des “Máximo Lider” von Kuba, Fidel Castro über Twitter verbreitet und hielt sich trotz Gegenberichten für eine geraume Zeit unter den Top Tweets auf. Das Spezielle daran? Der Ex-Staatspräsident soll angeblich noch quietschFidel sein…

Es brauchte einen Blogpost von Yohandry Fontana, eines “regierungsnahen” kubanischen Bloggers, um das Gerücht, wenn auch langsam, von Twitter zu verbannen. Mit einem kurzen “Fidel Castro estudia, analiza, y se ríe de las bolas de Twitter. La CIA lo intentó matar más de 700 veces y Twitter anda por ese camino” (in Kürze: Castro hätte sich über die Tweets amüsiert. Nachdem der CIA 700 Mal versuchte ihn zu töten, würde Twitter nun den gleichen Weg einschlagen) stellte er die Situation richtig, und konnte dem Tweet-Sturm den Wind aus den Segeln nehmen.

Eigentlich alle Jahre wieder verbreitet sich das Gerücht über den Tod des Diktators, sei es als Virus oder als Nachricht in Zeitungen,  doch Twitter hat dem ganzen noch mehr Power verliehen. Als Gerüchteküche fungiert der Service äusserst effizient, was je länger je mehr auch von Unternehmen genutzt wird. Bereits im Juni 2011 wurde in einer Studie mit einem System namens “Trumor” untersucht, welche Twitterer einflussreich sind und weshalb ihre Tweets besser verbreitet werden. Dass ein erfolgreicher Twitterer nicht alleine an seinen Follower-Zahlen erkannt werden kann, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Jedoch zu determinieren, wer auf Twitter den Ton angibt, ist kein einfaches Unterfangen.

Ein Marketing-Konzept, welches Informationen über Twitter-Leader verbreitet, könnte Zielgruppen innert kürzester Zeit, zum Beispiel vor einer gesponserten Veranstaltung, erreichen und würde so für eine gezielte Informationsstreuung sorgen. Mir persönlich jedoch gefällt vor allem die Geschwindigkeitsangabe von mehreren Newsportalen in “Tweets/min“. Diese öffnet Tür und Tor für neue Ausdrücke wie “mit 10’000 Stundentweets” oder “er ist schnell wie ein Tweet!”. Ich freue mich bereits auf die ersten Geschwindigkeitsüberschreitungen… (#FailWale)

Verfolgst du Gerüchte über Twitter? Was hältst du von der Informationsform über Opinion-Leader, welche über Twitter vermehrt an Bedeutung gewinnt? Welche Konsequenzen könnte eine solche Verbreitung auf die gesellschaftlichen Entwicklungen haben?

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Dez 30


Dass das iPad 3 nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, wissen wir bereits alle, jedoch scheint jetzt ein fixes Datum für den Release gesetzt: der 24. Februar 2012, der Geburtstag des verstorbenen Apple-Royals Steve Jobs. Die Geste ist jedoch nicht nur “süss”, sondern strategisch ideal, bedenkt man die Konkurrenz und die grossen Erwartungen an den neuen CEO, nach dem eher ernüchternden Launch des iPhone 4S

Mit dem Tod von Steve Jobs ging ein bisschen Mythos und Dynamik bei Apple verloren, und die Welt schaut noch immer gespannt in Richtung Kalifornien, um zu urteilen, ob der Glitz und Glamour von Apple vom neuen CEO, Tim Cook aufrecht erhalten werden kann. Ein früherer Launch, noch dazu zum Geburtstag des “iGods” könnte hierbei helfen. und gleichzeitig den Mythos um die Produkte pflegen. Es stellt sich jedoch die Frage, was das neue Gerät mit sich bringen wird.

Erwartet werden ein 10 Zoll Display, mit einer 2048X1536 Pixel Auflösung,  und vor allem der neue A6-Prozessor, welcher dem Gerät neuen Speed verleihen werde. Die Batterie soll zudem dünner sein, was das ohnehin schon schlanke Gerät noch um einige Millimeter abspecken lassen würde.  Bezüglich des Designs werden keine grossen Sprünge erwartet, wie auch schon vom iPad 1 zum iPad 2.

Wir bleiben auf jeden Fall gespannt, ob es wirklich zu einem Geburtstagsgeschenk für Steve kommt, oder ob hier wieder einmal bloss die Gerüchteküche brodelt. Sicher ist, das iPad 3 kommt im nächsten Jahr und das iPhone 5 wird folgen. 2012 wird bestimmt ein spannendes Apple-Jahr!

Was erwartest du vom iPad 3 damit du es kaufen würdest? Denkst du, dass Apple den Mythos ohne Steve Jobs aufrecht erhalten kann? 

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Dez 19


Microsoft steigt nach Google auch ins Social Network Business ein. Jedoch nicht als Konkurenz zu Facebook, wie das G+ versuchte, sondern in einer Kooperation mit dem Netzwerk-Giganten. Das ganze nennt sich So.cl und wurde von den FUSE Labs in der Microsoft Forschungsabteilung entwickelt. So.cl soll jedoch die tratditionellen Netzwerke nicht ersetzten, sondern gilt vorerst als “Lernplattform”, was von Microsoft noch nicht näher definiert wurde…

Dass wir alle nicht noch ein neues Social Network brauchen, scheint offensichtlich. Selbst Google Plus muss sich erst einmal längerfristig im Feld behaupten. Socl will den Kampf anders angehen. Bisher scheint uns die Plattform jedoch noch nicht viel Neues zu bieten: Nutzer können Fotos, Videos und Nachrichten posten, andere Mitglieder mit ähnlichen Itneressen finden und Gruppen bilden.

Collagen sind bisher die eigentliche Neuheit, wobei Microsoft ihr Tool “Montage” zur Verfügung stellt. Das Feature macht es möglich, gemeinsam Medienangebote zu sammeln und gemeinsam anzuschauen. Die Suchfunktion basiert – wie zu erwarten war – auf Microsofts Suchmaschinenanbieter Bing.

Die Verknüpfung mit Facebook wird auch für Socl die Frage nach den Datenschutz- und Privatsphäreeinstellungen aufwerfen, da diese zum grössten Teil auf Facebook basieren. Doch diese Sorgen müssen wir uns noch nicht machen, denn bisher ist Socl erst für die Studenten der Washington University und der New York University geöffnet. Man kann sich jedoch bereits hier vorregistieren.

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Dez 09

Agiles Vorgehen nach Scrum für Online Marketing Lösungen

Agile Software Entwicklung nach Scrum hat sich seit Jahren in vielen Agenturen behaupten können. Auch wir haben Scrum bei uns eingeführt und sind mehrheitlich nur auf positiven Feedback sowohl seitens Kunde als auch seitens Mitarbeiter gestossen.

Was bedeutet aber ein Agiles Online Marketing bzw. wie kann man Scrum im Online Marketing Umfeld anwenden? Meine Gedanken zu dieser Frage und mögliche Lösungsansätze möchte ich in Form eines Fragenkataloges teilen.

Ein paar Worte zu Scrum gleich mal vorweg:

  • Scrum ist ein agiler Prozess, welcher eine fortlaufende Auslieferung der wichtigsten Kundenanforderungen innerhalb kürzester Zeit im Fokus hat.
  • Der Kunde setzt die Prioritäten. Selbst-organisierende Teams legen das beste Vorgehen zur Auslieferung der wichtigsten Kundenanforderungen fest.
  • Scrum ermöglicht die Nutzung von Lösungen in schnellen und regelmässigen Abschnitten von zwei bis vier Wochen.
  • Alle zwei bis vier Wochen wird wieder entschieden, welche weiteren Kundenanforderungen umgesetzt werden sollen.
Selbstverständlich genügt diese Beschreibung nicht, um ein agiles Vorgehen nach Scrum vollständig zu beschreiben, doch eines sollte sofort auffallen, nämlich dass es sich um ein iteratives Vorgehen mit inkrementeller Anreicherung von Funktionen einer Lösung bzw. Produktes handelt. Unter agilem Online Marketing verstehen wir also einen fortlaufenden Dialog zwischen Kunde und Agentur über die wichtigsten Anforderungen und eine stetige Umsetzung und Optimierung der Online Marketing Lösungen und Instrumente. Dabei stellen wir uns immer wieder folgende Fragen:

1. Wie entscheiden wir welche Kundenanforderungen als nächstes umgesetzt/optimiert werden sollen?

Der sogenannte Produkt Owner dokumentiert fortlaufend und gemeinsam mit dem Kunde seine Anforderungen in einer Backlog Liste und bestimmt anschliessend das nächste Auslieferungsdatum und deren Umfang/Inhalt. Dieses Bestimmen erfolgt unter Berücksichtigung von Kosten und Nutzen pro Anforderung, sodass der Marktwert der Lösung hoch gehalten wird und das finanzielle Ergebnis der nächsten Auslieferung (ROI) auch stimmt.

2. Wer stellt eine erfolgreiche Umsetzung der nächsten Auslieferung sicher?

Das Management jeder Auslieferung wird durch den Scrum Master wahrgenommen. Er ist verantwortlich, dass Hindernisse beseitigt werden, das Team funktionsfähig und produktiv bleibt indem das Team von äusseren Störungen geschützt wird und die Beteiligten eng miteinander zusammenarbeiten. Um dies sicherstellen zu können, führt er u.a. auch ein tägliches Scrum Meeting durch, welches nur 15 Minuten dauert und dabei nur gestanden wird. Dieses tägliche Treffen dient nicht zur Problemlösung, sondern hilft vor allem andere/überflüssige Meetings zu vermeiden. Obwohl alle eingeladen sind, dürfen nur Team Mitgliedern und der Produkt Owner sich aktiv äussern. Dabei hat jeder folgende 3 Fragen zu Beantworten:

  1. Was hast du gestern getan?
  2. Was wirst du heute tun?
  3. Welche Hindernisse stehen dir im Weg?

3. Wann haben wir das Ziel erreicht?

Diese Frage sollte man sich auf keinen Fall am Schluss stellen, sondern bevor man mit der Planung der nächsten Auslieferung startet. Was bedeutet denn überhaupt “erledigt”? Genau die Antwort auf diese Frage repräsentiert das Ziel der nächsten Auslieferung. Ist man sich nämlich bei der Definition von “erledigt” nicht einig, sind Konflikte, Enttäuschungen und Frustrationen grosse Gefahren, die den Erfolg eines agilen Vorgehen nach Scrum gefährden können.

Kennst Du Scrum auch? Welche positiven und negativen Erfahrungen hast Du mit agilem Vorgehen gemacht?

 

 

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Nov 24

Krisenmanagement im Bereich Social Media Diese Woche gab es (un)erwartete Turbulenzen in der Social Media Welt. Über Adidas und Continental brach ein regelrechter „Shitstorm“ herein, welcher ihre Social Media Präsenzen überflutete. Der Auslöser? Die gezielten Tiertötungen in Zusammenhang mit der Fussball-EM 2012.

Continental und Adidas sind zwei der offiziellen Sponsoren der Euro 2012 in Polen und der Ukraine nächsten Sommer. Rund um das Grossereignis haben sich nun jedoch Tierschützer aus der ganzen Welt zu Wort gemeldet, um sich dagegen zu wehren, dass für die Euro 2012 angeblich eine gezielte Vergiftung streunender Hunde und Katzen in der Umgebung der Veranstaltungsorte angelegt wurde. Um für ihr Anliegen Aufmerksamkeit zu generieren legten sie einen Grossangriff auf die Facebook-Seiten der Sponsoren Continental und Adidas an. Ein solches Szenario fordert Kommunikationsfachleute auf das Parkett und zeigt, wer sich im Vorfeld für Krisensituationen gerüstet hat.

Continental reagierte mit Verständnis, Information und aktivem Handeln, indem sie bekannt gaben, mit der UEFA über das Problem gesprochen zu haben und halten seitdem die Community auf dem Laufenden. Innert kürzester Zeit hatten sie ihre Fans wieder auf ihrer Seite und die Tierschützer versammelten sich auf ihrer Seite, um über die neusten Ereignisse informiert zu werden – eine äusserst vorbildliche Handhabung der Situation!

Continental's Facebook Post zum "Shitstorm"

Adidas brauchte für das Management etwas länger, was die Situation zum Eskalieren brachte, dies nachdem sie doch erst vor kurzem von einem heftigen Hackerangriff heimgesucht wurden. Da sich das Unternehmen mit der Reaktion Zeit liess und (nach Angaben der Nutzer) auch Kommentare löschte, geriet die Situation völlig ausser Kontrolle.

Was lernen wir daraus? Jeder Facebook-Auftritt, vor allem wenn es sich um grössere Unternehmen handelt, braucht eine sichere, gezielte und klar definierte Strategie für die Krisenkommunikation auf Sozialen Netzwerken. Die meisten Grossfirmen sind zwar erfolgreich auf den verschiedenen Netzwerken, bieten jedoch eine enorme Angriffsfläche. Ohne Strategie wird oft schlecht oder gar nicht auf die Situationen eingegangen, was nicht nur online sondern meist auch in den traditionellen Medien für ungemein schlechte Publicity sorgt.

Ist jedoch ein Plan für das Online Krisenmanagement vorhanden, kann ein „Shitstorm“ schnell abgefangen werden und  bietet dadurch ein enormes Potential für gute Publicity über alle Kanäle.

Hast du schon Erfahrungen gesammelt mit Online-Angriffen? Wie würdest du auf eine Attacke reagieren? Wann und wie sollte geantwortet werden?

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Okt 31

Social Media = Austauschplattform! Das war und ist der Grundgedanke und gilt auch für den Austausch resp. Dialog bei Kritik und negativem Feedback. Ein Dialog erfolgt nach wie vor zwischen Menschen, nur die Tools (Facebook, Twitter etc.) haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Der Mensch mit seinen Emotionen kann jedoch nicht immer so einfach in Prozesse und Strukturen eingeordnet werden, das gilt auch für die Kommunikation als Ganzes und Social Media im Speziellen. Oder kann man Krisenkommunikation in einem Ablauf-Schema abhandeln?  

In den ersten drei Beiträgen sind wir bereits auf die Handlungsfelder der Social Media-Krisenkommunikation eingegangen: Allgemein, Kritik von Kunden und die Torpedierung durch die Konkurrenz. Bei der weiteren Vertiefung des Themas bin ich auf einen Blogbeitrag mit dem Titel “Troll dich – das Social Media- Reaktions-Flussdiagramm” gestossen. Dabei geht es um den Ansatz, mittels Flussdiagramm den Entscheidungsprozess bei Social Media-Reaktionen und Feedbacks zu visualisieren und in einem Prozess-Schema zu standardisieren.

Social Media-Reaktions-Flussdiagramm

Social Media-Reaktions-Flussdiagramm

Was im ersten Moment wie ein praktischer und hilfreicher Ansatz aussieht muss aber bei näherer Betrachtung kritisch hinterfragt werden. Wenn es so einfach wäre menschliche Regungen in Standardschemas zu pressen hätten wir vermutlich alle keine Freude, und Emotionen fördern nicht selten die erstaunlichsten Reaktionen zu Tage. Zum Glück können wir ja auch nicht in einer privaten Beziehung ein Schema aufbereiten welches mir die Lösung zuliefert, so à la bei dieser Reaktion bringe ich am besten Blumen nach Hause. Man kann sicherlich die Abläufe in einen solchen Prozess einfliessen lassen, es geht aber nach wie vor nicht ohne das Fingerspitzengefühl und das Verständnis eines Kommunikationsverantwortlichen, um die jeweilige Reaktion richtig zu interpretieren. Und in einzelnen Fällen dürfte es sich anbieten das Standardschema zu verlassen, um Kritik und Feedback ohne nachhaltige Probleme korrekt zu behandeln. Fazit: Ein Prozessschema kann zwar helfen eine grobe Struktur zu schaffen, aber schlussendlich muss doch ein Mensch die richtigen Entscheidungen treffen. Immer! Und diese sind halt manchmal auch falsch. Zum Glück!

Was haltet ihr von einem solchen Ablaufschema? Würde in eurem Unternehmen ein solcher Ansatz nützen? Welche Ansätze und Lösungen haltet ihr aus eurer Sicht als sinnvoll?

 

 

 

 

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Okt 28

Social Media Recruiting Social Media wird für Arbeitnehmer sowie für Arbeitgeber zunehmend zentraler, denn die Plattformen bieten einen Pool an potentiellen Arbeitskräften, welcher nur effizient genutzt werden muss. Doch was ist dabei zu beachten?

1. Früh aufstehen: Es reicht nicht, einen Twitter Account zu eröffnen und einen Job-Link zu posten. Wenn man über die Social Media Plattformen Kommunizieren möchte, müssen die Kanäle im Vorfeld aufgebaut und kultiviert werden, um die richtige Zielgruppe zu erreichen.

2. An wen schreibe ich? Es ist wichtig, zu wissen wen ich mit meinem Kanal und somit auch mit meiner Anzeige erreichen möchte. Viele Followers heisst noch nicht, dass ein Kanal die geeignete Plattform darstellt. Wenn ich 1000 Justin Bieber Fans zusammentrommle mit einem Wettbewerb werde ich darunter noch nicht meinen neuen CFO finden.

3. Auffallen: Einerseits soll die Anzeige an sich auffallen, andererseits sollen auch die Bewerber zur Kreativität angeregt werden. Nicht nur erhalten Arbeitgeber hunderte von Bewerbungen auf Anzeigen, auch Arbeitnehmer werden täglich von Anzeigen überschwemmt. Wenn man die Aufmerksamkeit des richtigen will, muss man auffallen.

4. Offenheit: Wer seine Kandidaten auffordert, Informationen öffentlich zu Verfügung zu stellen, sollte im Vorfeld auch möglichst offen sein und bereit sein, genügend Informationen bereitzustellen. Auf diese Weise entsteht eine gegenseitige Vertrauensbasis, was eventuell die richtigen Leute zur Teilnahme am Gespräch animiert.

Einerseits gelten also die gleichen Regeln wie im klassischen HR-Bereich, als ich eine Anzeige auf Jobportale postete, andererseits ist über Social Media Kanäle mehr Kreativität, Flexibilität und Offenheit gefragt. Auf jeden Fall bieten die Plattformen eine ganz neue Möglichkeit des Recruiting, welches in der heutigen Zeit nicht vernachlässigt werden darf.

 

Quelle: Mashable

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