Opel’s Social Media Kampagne. Autsch!
Opel steckt tief in der Krise, viele Fehlentscheidungen kippen die ehemals profitable deutsche Marke. Da macht das Marketing keine Ausnahme und liefert einen tragikomischen Versuch im Social Media Marketing. Doch die Marke Opel hat noch ein viel grösseres Problem.
Und Action
Die Fanfoto Nummer, schielend auf den viralen Effekt der Freunde Einladerei hat auch die Agentur für Opel hier wieder aufgegriffen. Im Vergleich zu dem Rohrkrepierer Bacardi haben sie wenigstens die Einstiegshürde so tief wie möglich gehalten. Foto hoch und allen Bescheid sagen zum Voten. Allerdings stapeln sie auch bei den Preisen extrem tief. Platz 1 darf mit allen Freunden einen Kinoabend allein im Saal verbringen, Platz 2 – 50 bekommt 2 Kinogutscheine im Lichtspielhaus seiner Wahl. Je nun, Opel hat kein Geld – wer kann es ihnen verübeln. Allerdings rückt doch hier der Produktnutzen komplett aus dem Focus – sofern es denn einen gibt…
Daher scheint auch die Community das Thema nicht besonders ernst zu nehmen, wie man an den Fotos der Beteiligten sieht.
Man darf gespannt sein, welches Dolly Buster Double mit ihrer Freizügigkeit vor der Linse das grosse Rennen macht. Aber auch hier hat die betreuende Agentur die Reissleine in der Hand: Der Platz 1 wir nämlich nicht von der Community, sondern von einer Jury bestimmt. Muss ja vermarktbar sein, der Gewinner. Das Action Star Gesicht für den neuen Opel Astra. Denn immerhin können “Die Daten des Teilnehmers können von GM Suisse für eigene Werbezwecke verwendet werden.” wie es in den AGB heisst.
Fan Potential vergammelt ungenutzt
Erstaunlich, dass man solche Kampagnen nicht um die echten Opel Fans baut und versucht, die vom neuen Astra zu überzeugen. Auch wenn es unglaublich klingt, es gibt sie wie die Facebook Seiten beweisen:
Wie viel Erfolg versprechender wäre es, da anzusetzen, wo die Marke Opel noch geschätzt wird. Lasst die Gewinner ne Woche Probefahrt machen und konzentriert Euch auf die Zielgruppe die Eure Marke noch gut findet. Denn hier liegt ein viel grösseres Problem begraben.
Markenbekanntheit ist nicht gleich Markenwert
Das erklärt auch Markus Voeth, Marketing Professor an der Uni Hohenheim. Jeder kennt Opel, aber keiner will einen kaufen. Die Marke sei so sehr mit Schwächen aufgeladen, dass sie nicht mehr zu retten sei. “Vergesst Opel!” – hier kann nur noch ein Neuanfang helfen. Man kann hier gar nicht mehr unter gleichem Namen glaubwürdig verkaufen, dass sich etwas grandios zum besseren geändert hat. Die verzweifelte Rettung einer Marke die nicht zu retten ist, zeigt sich auch in Aktionen wie der o.a. Kampagne. Einfach noch mehr Geld sinnlos verpuffen lassen.
Ist ein Kinogutschein eine echte Verlockung sich als Aushängeschild einer verrufenen Marke zu präsentieren? Und wer von Euch würde sich einen Opel kaufen?










Es erscheint auf den ersten Blick als wolle man Pferde zum eierlegen verdonnern, wenn man ein ultrakonservatives Business mit dem Medium der jungen Wilden zusammenführen möchte. Dennoch verzeichnen die Pioniere der Branche im Social Media erstaunliche Erfolge.
Das der Wurm dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler ist ein alter Bart im Marketing. Heutzutage ist die Fische fragen dank Social Media Portalen einfacher denn je. Und man kann auch gleich die Fische die Entscheidungen treffen lassen, welchen Wurm man an den Haken hängen soll.
Immer wieder bekomme ich Anfragen von Freunden doch endlich bei Farmville, Mafia Wars und anderen Games auf Facebook mitzumachen. “Du brauchst gar nicht spielen, aber ich krieg Punkte wenn Du die Einladung annimmst”. Und dann nimmt das Unheil für viele seinen Lauf.
”
Die Gerüchteküche heizt sich bei diesem Thema immer wieder an. Müssen sich Facebook User darauf einstellen bald ihr Scherflein zu entrichten um den Service zu nutzen?
Das Internet wächst schneller als Shanghai, bringt uns ungeahnte Fortschritte und zeigt auch immer wieder seine Tücken. Glücklicherweise schaffen diese mitunter auch neue Dienstleistungzweige und damit Arbeitsplätze – selbst in grössten Krisenzeiten. In diesem Beispiel sogar für Kunden die nicht mehr in den Genuss der Services kommen.
Twitter wächst kaum mehr, China zensuriert weiterhin grosse Teile des Web, und Google Wave war auch nicht innovativ genug, um dem darum entstandenen Hype gerecht zu werden. Kein gutes Jahr für die IT also.
Derer guten Ratschläge gibt es viele für Aktionen im Web und besonders im Social Media Bereich. Attention, Involvement, Fans, … Doch wie solche Lösungen handfest funktionieren, da ist oft Schweigen im Walde. Deshalb stelle ich hier ein Projekt vor, das nicht ur von A bis Z durchdacht und erfolgreich ist, sondern das Thema “in die Zielgruppe reinhören” zur Perfektion bringt.
Doch, kennt man. Vom Engländer
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