Jan 23

Australian Open - gril wearing some shirtLetzte Woche hatte ich ja über die Facebook Page des Australian Opens berichtet. Respektive über deren hervorragendes Community Management. Diese Page lebt. Mit dem Start des Turniers ging auch ein Online Shop auf Facebook live. Nun können die Fans direkt in Facebook Merchendise Artikel kaufen.

 

Und dies macht durchaus Sinn. Die Leute verbringen nun mal viel Zeit auf Facebook: Der durchschnittliche Facebook Benutzer verbringt monatlich ca. 20 Stunden aktiv auf Facebook. Hierzu gibt es diverse Studien, aber dazu in einem nachfolgendem Blogpost. Zeit, die man früher vielleicht noch vor dem Fernseher verbachte.

Es macht Sinn, dort einen Shop zu eröffnen, wo sich die Leute tummeln – ganz wie im “Real Life”: Wer eine Kleiderboutique eröffnet, der tut das doch auch lieber an einer hochfrequentierter Lage wie die Zürcher Bahnhofstrasse als irgendwo in einer dunklen Ecke der Stadt.

Das Australian Open hat ihren online Shop nun komplett in Facebook integriert:

Australian Open

Interessant ist, dass sie den Shop komplett im schmalen Facebook iFrame abbilden. Es ginge ja einfacher. Meiner Meinung nach würde es reichen, einige ausgewählte Produkte auf Facebook anzubieten. Dafür müsste man lediglich die Bilder einbinden. Diese Produkte verlinken dann direkt auf den Online Shop auf der Webpage. Dies wäre ein einfacher Weg Produkte auf Facebookk anzubieten und gleichzeitig Traffik von Facebook hin zur eigenen Website umzuleiten.
Wenn man dann den Link noch mit einem einfachen Tracking erweitert, dann weiss man sogar genau wieviele Leute auf welchen Link geklickt haben rsp. wiviele User von Facebook kommen.

Damit dies alles auch seine Berechtigung hat rsp. attraktiv für den User ist, würde ich für Facebook Leute zusätzlich einen Rabattgutschein anbieten. Oder spezielle Produkte, die es nur auf der Facebookpage gibt. Grenzenlose Möglichkeiten – nicht nur wegen Facebook.

 

Sind sie schon mal via Facebook auf einen online Shop aufmerksam geworden?

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Jan 09

Lauberhornrennen in Wengen - Didier CucheAls Schweizer, Skisport-Fan und Social Media Manager freue ich mich riesieg auf dieses Higlight. Und natürlich habe ich nach “Lauberhornrennen” auf diversen Social Media Plattformen gesucht. Und ich wurde fündig: Die Channels existieren, haben aber noch Potential, v.a. im Bereich Content und Community Management.

Die Channels sind zwar auf der Webseite vom Lauberhornrennen verlinkt, haben haber praktisch noch keinen Inhalt und nur wenig Followers. Auf Facebook sind es deren lediglich 99, auf Twitter ist noch gar nix los. Lediglich in ihrem Youtube-Channel befinden sich einige Videos.

Da all diese Communities an prominenter Stelle auf der offiziellen Website verlinkt wurden, gehe ich davon aus dass hier in Kürze “die Post abgehen” wird. Ich freue mich auf Hintergrundinfos, Interviews,.. kurzt gesagt, auf Content. Und darauf, dass dann auf diesen Plattformen eine angeregte Diskussion entsteht und u.a. auch Fragen der Fans direkt beantwortet werden. Toll wären neben aktuellen Infos auch kleine Extras, wie z.Bsp. ein Kalender-Tab auf der Facebook Page, worin sämtliche Austragungszeiten der Wettkämpfe ersichtlich sind – Dinge, die einen konkreten Nutzen stiften. Und ganz wichtig ist auch das Involvement der Protagonisten. Ich hoffe diese werden in die Diskussion mit eingebunden.

Lauberhorn Rennen und Social Media

Was nützt der Social Media Auftritt den Veranstaltern?

1. Social Media macht attraktiv

Neben der Gewinnung von neuen Fans steigert der Schritt zum Social Web den Bekanntheitsgrad und kurbelt so den Umsatz an: Mehr Besucher kommen an die Rennen. Davon profitiert nicht nur der Veranstalter, sondern auch sämtliche Sponsoren und das Lokale Gewerbe (mehr Hotelübernachtungen etc.).

2. Entscheidungen gemeinsam treffen

Die Interaktivität gestattet es Außenstehende ihr Fachwissen einzubringen. Die Communities bieten einen ausgezeichneten Zugang für Partner und Skifans zum Event “Lauberhornrennen”. Das Publikum rsp. die Community Mitglieder können so direkt in die Entscheidungsfindung eingebunden werden (Crowdsourcing).

3. Werbung und PR

Die Communities können für Werbung und PR genutzt werden.

4. Fanbindung

Die Fans werden so an diesen jährlichen Event gebunden und erhalten auch in Zukunft Informationen über Skirennen in Wengen.

5. Mitarbeitersuche

Ich kann mir vorstellen dass ein solch grosser Event nur mit vielen motivierten Helfern durchführbar ist. Und gerade weil dieses Rennen ja lediglich 1mal im Jahr stattfindet, ist es sicher schwierig genug Helfer zu finden. Die Social Media Plattformen könnten genau in diesem Punkt helfen.

Fazit: Ich bin gespannt auf die Rennen am Lauberhorn. Und auf deren Resonanz in Social Media. Hier scheint sich was anzubahnen. Und das Schönste an solchen Communities ist deren Nachhaltigkeit. Social Media Communites – sind sie einmal aufgebaut – können mit einem Minimum an Community Management am Leben erhalten werden und stiften so über Jahre hinweg Nutzen.

Würden sie Social Media Communites von grossen Sportveranstaltungen beitreten?

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Jan 05

Mit 250 Tweets pro Minute hat sich die Nachricht vom Tod des “Máximo Lider” von Kuba, Fidel Castro über Twitter verbreitet und hielt sich trotz Gegenberichten für eine geraume Zeit unter den Top Tweets auf. Das Spezielle daran? Der Ex-Staatspräsident soll angeblich noch quietschFidel sein…

Es brauchte einen Blogpost von Yohandry Fontana, eines “regierungsnahen” kubanischen Bloggers, um das Gerücht, wenn auch langsam, von Twitter zu verbannen. Mit einem kurzen “Fidel Castro estudia, analiza, y se ríe de las bolas de Twitter. La CIA lo intentó matar más de 700 veces y Twitter anda por ese camino” (in Kürze: Castro hätte sich über die Tweets amüsiert. Nachdem der CIA 700 Mal versuchte ihn zu töten, würde Twitter nun den gleichen Weg einschlagen) stellte er die Situation richtig, und konnte dem Tweet-Sturm den Wind aus den Segeln nehmen.

Eigentlich alle Jahre wieder verbreitet sich das Gerücht über den Tod des Diktators, sei es als Virus oder als Nachricht in Zeitungen,  doch Twitter hat dem ganzen noch mehr Power verliehen. Als Gerüchteküche fungiert der Service äusserst effizient, was je länger je mehr auch von Unternehmen genutzt wird. Bereits im Juni 2011 wurde in einer Studie mit einem System namens “Trumor” untersucht, welche Twitterer einflussreich sind und weshalb ihre Tweets besser verbreitet werden. Dass ein erfolgreicher Twitterer nicht alleine an seinen Follower-Zahlen erkannt werden kann, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Jedoch zu determinieren, wer auf Twitter den Ton angibt, ist kein einfaches Unterfangen.

Ein Marketing-Konzept, welches Informationen über Twitter-Leader verbreitet, könnte Zielgruppen innert kürzester Zeit, zum Beispiel vor einer gesponserten Veranstaltung, erreichen und würde so für eine gezielte Informationsstreuung sorgen. Mir persönlich jedoch gefällt vor allem die Geschwindigkeitsangabe von mehreren Newsportalen in “Tweets/min“. Diese öffnet Tür und Tor für neue Ausdrücke wie “mit 10’000 Stundentweets” oder “er ist schnell wie ein Tweet!”. Ich freue mich bereits auf die ersten Geschwindigkeitsüberschreitungen… (#FailWale)

Verfolgst du Gerüchte über Twitter? Was hältst du von der Informationsform über Opinion-Leader, welche über Twitter vermehrt an Bedeutung gewinnt? Welche Konsequenzen könnte eine solche Verbreitung auf die gesellschaftlichen Entwicklungen haben?

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Dez 29

Klout ScoreDer Begriff “Klout Score” ist momentan in aller Munde. Was misst dieser Klout Score eigentlich genau? Klout ist eine Plattform, welche ihre Social Media Aktivitäten misst und diese mit dem sogenannten Klout Score darstellt. Klout berücksichtigt vor allem Social Media Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google+. Ferner können auch andere Plattformen wie LinkedIn, Foursquare, Youtube und WordPress etc. eingegeben werden. Heraus kommt dann der Klout Score, eine Messgrösse für den Einfluss bzw. den Social Impact.

Klout.com

Der Klout Score wird aus ca. 40 unterschiedlichen Variablen berechnet. Am schwersten gewichtet werden folgende Werte:

True Reach: Wieviele Personen werden direkt von ihnen beeinflusst.

Amplification: Wie stark beeinflussen sie diese Personen? Erzeugen sie Involvment? Klout untersucht dabei, wie viele Kommentare ihre Beiträge erhalten und wie oft diese mit anderen geteilt werden.

Network Impact: Welchen Einfluss üben sie über ihre Kontakte hinaus aus?  Gehen Meinungsführer auf ihre Beiträge ein und teilen diese Meinungsführer ihre Inhalte?

Bei Klout kann sich jeder anmelden. Sie benötigen dazu nicht mal einen Login. Die Anmeldung erfolgt über ihren Twitter oder Facebook Account.

Welche Anwendungsmöglichkeiten bringt Klout?

Damit kann der Einfluss von Berühmtheiten gemessen werden. Justin Bieber ist im Bereich Social Media zum Beispiel einflussreicher als Barack Obama.

Arbeitgeber können den Klout Score für Recruitment nutzen. Damit kann der Einfluss den potentielle Bewerber haben gemessen werden.

Marketing: Im Zeitalter der Informationsüberflutung fasst Klout den digitalen Marktwert einzelner Personen und Unternehmen in Zahlen. Dank dem Klout Score können besonders einflussreiche Meinungsführer identifiziert oder miteinander verglichen werden.

Kritikpunkt:

Der Klout Score darf nicht überbewertet werdern. Unter anderem darum, weil Klout nicht alle Netzwerke für die Messung einbezieht. Nicht Jeder ist angemeldet und nur Wenige haben all ihre Netzwerke mit Klout verlinkt. Xing wird zum Beispiel nicht unterstützt. Ebenso werden selbstgehostete Blogs nicht berücksichtigt. Lediglich die Blogger, die ihren Blog online bei WordPress hosten, können ihren WordPress Account mit Klout verlinken.

Was sind eure Erfahrungen mit Klout? Nutzen sie den Klout Score und wenn ja für was?

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Dez 23
Mural in Kairo

Mural in Kairo, 2011

Twitter ist meiner Meinung nach das soziale Netzwerk der Gegenwart. Twitter ist unglaublich mächtig und Twitter ist unglaublich viral. Twitter widerspiegelt die Realität, und dies erst noch in “Real Time”. Twitter ist die Disussionsplattform im Internet. Meinungen werden auf Twitter gemacht. Diese werden erst via Twitter und danach über Blogs verbreitet. Irgendwann greifen die grossen online Tageszeitungen diese Texte auf und Tage später “verebben” diese Artikel im Print. Für mich steht Twitter ganz am Anfang der Informationsverbreitung. Twitter ist neben Google die zweitgrösste Suchmaschine. Zudem existieren über 50’000 Anwendungen die via Twitter API (Programmier-Schnittstelle) auf Twitterinhalte zugreifen. Wenn sie Twitter noch nie genutzt haben, dann empfehle ich: Eröffnen sie einfach mal einen Account und testen sie dieses Netzwerk aus. Als kleine Hilfe habe ich hier für sie eine kurze Einführung zusammengestellt:

Home Timeline
Eine Echtzeit-Liste der Tweets denen Sie folgen. Sie befindet sich auf Ihrer Twitter-Homepage.

Handle
Der Nutzername den jemand ausgewählt hat und die dazugehörige URL, zum Beispiel: http://twitter.com/username.

Suche (Integrierte Suche)
Eine Box auf Ihrer Twitter Startseite, mithilfe derer Sie nach allen öffentlichen Tweets, Stichworten, Nutzernamen, Hashtags oder Themen suchen können. Suchbegriffe können auch bei search.twitter.com eingegeben werden.

Geschützte/Private Accounts
Twitter-Accounts sind per Grundeinstellung zunächst öffentlich. Die Entscheidung, Ihren Account zu schützen bedeutet, dass Ihre Tweets nur von zugelassenen Followern gesehen werden, und nicht in der Suche auftauchen.

Interaktion:

Folgen
Jemandem auf Twitter zu folgen bedeutet, dessen Updates für die eigene Timeline zu abonnieren.

Entfolgen
Aufhören, einem anderen Twitter-Nutzer zu folgen. Die Tweets werden nicht mehr in der eignen Timeline angezeigt.

Follower
Ein Follower ist ein Twitter-Nutzer, der Ihnen folgt.

Gelistet
Sich in einer Liste eines anderen Nutzers befinden

Listen
Listen sind Gruppen von Twitter-Nutzern. Sie werden verwendet, um bestimmte Personen in einer Gruppe innerhalb des Twitter-Accounts zu verbinden. Die Funktion wird oft zum filtern von wichtigen und unwichtigen Followings verwendet bei grossen Accounts.

Favorisieren (Fave)
Einen Tweet zu favorisieren bedeutet, ihn als einen Ihrer Favoriten zu markieren, indem Sie auf den gelben Stern neben der Nachricht klicken.

Top Tweets
Tweets, die von einem Algorithmus bestimmt werden. Top Tweets sind die beliebtesten Tweets zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Kommunikationsmöglichkeiten

Tweet
Eine Nachricht, die auf Twitter gepostet wird und 140 Zeichen oder weniger lang ist.

Reply
Ein Tweet als Antwort auf einen Tweet eines anderen Nutzers, indem Sie auf “Antworten” neben dem Tweet in Ihrer Timeline klicken. Beginnt immer mit @Nutzername.

Retweet
Ein Tweet, der weitergeleitet wird. Er wird oft verwendet, um Nachrichten mit anderen zu teilen oder wertvolle Erkenntnisse zu verbreiten.

RT
Kurzform für Retweet (Antwort). Wird vor einen Text gestellt, wenn der Nutzer manuell eine Nachricht „retweetet“.

Direktnachricht
Wird auch DM (von Direct Message) oder einfach “Nachricht” genannt. Diese Tweets sind nur für Absender und Empfänger sichtbar.

# (Hashtag)
Begriffe, denen ein Hashtag vorangeht werden mit Tweets zusammengebündelt, die das gleiche Hashtag tragen. Wenn Sie auf ein Wort mit Hashtag klicken, sehen Sie alle Tweets, die denselben Hashtag tragen in der Timeline. Hashtags können überall im Tweet erscheinen. Wörter mit Hashtags, die sehr beliebt werden, werden oft zu Twitter Trends.

@ (Mention)
Das @-Zeichen wird benutzt, um Nutzernamen in Tweets auszurufen, etwa so: Hallo @Twitter! Wenn einem Nutzernamen ein @-Zeichen vorangestellt ist, wird dieser zum Link zu einem Twitter-Profil.

#FF
#FF steht für “Follow Friday”, was soviel bedeutet wie Folge Freitag. Twitter-Nutzer verwenden es oft, um andere Nutzer vorzuschlagen, indem sie mit dem Hashtag #FF tweeten.

Was halten Sie von Twitter? Nutzen sie dieses Social Network?

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Dez 05

US Wissenschaftler zeigten in einer Studie den Zusammenhang zwischen Tweets und Impfverhalten auf. Einmal mehr kommt eine Studie zum Schluss: Tweets widerspiegeln die reale Welt.

Im Speziellen wollten die Wissenschaftler herausfinden, wie über eine Impfung getwittert wird. Dafür analysierten sie ein halbes Jahr lang die Tweets, in welchen es um die Schweinegrippeimpfung ging. Sie werteten fast eine halbe Million Tweets aus. Und zwar überprüften sie die Tweets auf ihre inhaltliche Tendenz: Pro Impfung, neutral und impfkritisch. So erhielten sie ein Stimmungsbarometer, mit einer zeitlichen und räumlichen Achse, zur Haltung der twitternden Bevölkerung gegenüber der Schweinegrippeimpfung in den USA.

In der Analyse stellten sie dann fest, dass der ermittelte Impfscore relativ gut mit den tatsächlichen Durchimpfungsraten in der jeweiligen Region korrelierte: Also an den Orten wo eher positiv über diese Impfung getwittert wurde, wurde auch öfters geimpft.

Was nützt uns das?

Wie Anfangs erwähnt, zeigt uns diese Studie: Twitter widerspiegelt die reale Welt. Konkret könnte diese Erkenntnis nützlich für Präventionskampagnen sein. Dank einer derartigen Twitteranalyse lassen sich in Echtzeit die Orte finden, wo weniger geimpft wird. Dort kann man dann mittels gezielter Präventionskampagnen korrigierend eingreifen.

Sieht jemand von euch weitere Anwendungsmöglichkeiten der Erkenntnis, dass Twitter die reale Welt widerspiegelt?

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Nov 21

Vom 27. Juli 2012 bis 12. August sind alle sportinteressierten Augen nach London gerichtet, auf die olympischen Sommerspiele in London. Was in der Antike als Fest für die Götter begann ist heute das grösste Sportspektakel der Welt. Neben der Faszination für Ergebnisse, Rekorde und Emotionen ist immer interessant zu beobachten, wie die neuen Medien wie Facebook, Youtube oder Twitter eingebunden werden. Sind die Olympic Games 2012 auch die ersten wahren Social Media-Games? 

Im ersten Moment könnte man  sagen: Moment, erst kommt noch der Winter, die Sommerspiele sind noch weit weg. Na ja, der Vorverkauf läuft seit März 2011 und die meisten Athleten bereiten sich bereits seit Jahren auf den Event vor. Auch in der Kommunikation ist langsam Bewegung zu spüren. Die offizielle Facebook-Fanpage oder der Twitter-Account zeigen bereits ein beachtliches Involvement der Community, nicht zuletzt auch dadurch bedingt dass man nicht nur einfach Vorverkaufs-Informationen streut sondern auch spannende Inhalte, Beiträge, News und Informationen integriert.  Erste Emotionen werden unter anderem durch den Einsatz von Bild- und Filmwelten vermittelt. Das Beispiel in der Folge ist aber nicht vom offiziellen London 2012-Youtube-Channel, sondern entstammt einer Promo-Idee aus den USA, wie man leicht bemerkt.

Neben den offiziellen Social Media-Kanälen eröffnen sich natürlich etliche Nebenschauplätze, u.a. durch unabhängige Facebook-Fanpages wie Olympia 2012. Einige kann man durchaus als wertvoll bezeichnen, andere hingegen wiederum als Ärgernis. Ganz interessant ist jedoch die Tatsache, dass Social Media nicht einfach ein Teil des Online-Marketings der Organisation darstellt, sondern wirklich auch Thema für Beteiligte, Athleten etc. ist. Folgender Beitrag von Julio Romo informiert über die Bemühungen des olympischen Komitee’s, Social Media-Guidelines für London 2012 aufzubereiten. Aktuell kann man sicherlich noch bilanzieren, dass London 2012 in der digitalen Welt noch keine Rekorde oder Bestergebnisse erziehlt hat, man könnte sagen die Olympia-Norm betreffend Social Media wurde knapp erfüllt. Bleibt abzuwarten ob man die Chancen nützt, welche sich auf Grund der Vielfalt an Themen, Emotionen, Siegen & Niederlagen, Tragödien, komischen Erlebnissen etc. anbieten werden. Wir werden regelmässig über das Sport-Highlight des kommenden Jahres berichten und seinen Weg, auch als Social Media-Games in die Geschichte einzugehen.

Inwieweit ist ein Anlass wie die olympischen Spiele, egal ob Sommer oder Winter, überhaupt die geeignete Plattform für den Einsatz der Social Networks, aus Sicht des Veranstalters? Wird es auch bezüglich Social Media Marketing wieder heissen: “I declare the olympic games 2012 in London as the best games ever”?

 

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Nov 17

Breaking Dawn Movie Poster“Breaking Dawn”, der vierte Teil der bei Teenagern angebeteten Twilight-Saga feiert zurzeit rund um den Globus Premiere. Wie wir es in letzter Zeit jedoch schon oft beobachten konnten, haben sich auch hier Hacker den Hype zu Nutze gemacht und massenweise Malware verbreitet – dieses Mal sogar äusserst erfolgreich.

Am Dienstag war es sogar als Trendig Topic auf Twitter zu lesen: “Malicious Hackers Target Twilight Fans”. Anscheinend wurde die meist sehr junge Fancommunity über falsche Suchresultate auf Viren- und Keylog-versuechte Websites gelenkt, meist über die Suchbegriffe “Robert and Kristin kissing”.

Bezüglich der SEO-Thematik ist dieses Phänomen äusserst spannend. Obwohl Google den Algorithmus ständig anpasst, wie bereits gestern gesehen, wird auf Aktualität vermehrt grossen Wert gelegt, was für Malware-Agents Tür und Tor öffnet. Wie auch bei Gaddafi’s Tod gesehen, sind Breaking News und Trending Topics dafür äusserst interessant.

Gleichzeitig erlebte Facebook diese Woche einen harten Spam-Angriff mit Gewalt- und Pornogrphie-Bildern, welche plötzlich im Newsfeed erschienen. Bisher ist noch nicht bekannt, wie genau sich der Virus verbreitet, gehen jedoch davon aus, dass eventuell Anonymous dahinter stehen könnte, welche vor kurzem den Sturz des Netzwerks am 5. November angekündigt hatten.

Am 24. Oktober schlägt Breaking Dawn dann auch in der Schweiz auf. Wie Norton bereits vorwarnt werden bis dahin weitere gross angelegte Spam und Scam Attacken erwartet, vor allem auch über Facebook. Also Vorsicht beim Anklicken von Trending Topics!

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Nov 07

Zeitung und Social MediaDie deutschen Zeitungsverlage wollen ihre Präsenz im Bereich Social Media vertiefen. Gemäss einer Studie, die der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) Anfangs November vorgestellt hat, sind sich deutsche Chefredaktoren und Journalisten einig: Das Potential von sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Google Plus ist noch längst nicht ausgeschöpft. Wie man den Aussagen der erwähnten Medienschaffenden entnehmen kann, wird künftig noch mehr in den Bereich Social Media investiert.

Einerseits frage ich mich, wie sich die Medienlandschaft Schweiz weiter entwickeln wird. Werden die grossen Schweizer Medienhäuser ebenfalls weitere Stellen im Bereich Social Media schaffen? Andererseits nimmt mich Wunder, wie der weitere Vorstoss in Richtung Social Media in Zukunft umgesetzt werden könnte.

Gerüchten zufolge wird 20 Minuten auf Januar 2012 im Bereich Social Media weitere Stellen schaffen. Und tatsächlich, 20 Minuten konnte mir das so bestätigen. Allerdings mit der Anmerkung, dass sie unter “Community” nicht nur Social Media verstehen. Hans-Jürgen Voigt von 20 Minuten: “Der Ausbau geht vor allem in die Interaktion mit der Community, eine grosse Rolle spielt dabei die Bespielung der Social Media Kanäle”. Spannend, wenn man bedenkt, dass Tamedia sowie Ringier bereits sehr aktiv Social Media betreiben (Bsp: 20 Minuten auf Twitter, Blick am Abend auf Facebook). In beiden Redaktionen ist Social Media bereits tief  im Arbeitsalltag verankert.

Wie wird eine verstärkte Präsenz der Tageszeitungen in den sozialen Netzwerken wohl aussehen? Wie bei Social Media üblich, wird das primäre  Ziel das Aufbauen einer lebendigen Community aktiver NutzerInnen sein. Weiteres Potential sehe ich im Generieren von Plattform-spezifischen Inhalten. Es wird wohl vermehrt Inhalt explizit für die jeweiligen Communities produziert werden. Zudem kann ich mir gut vorstellen, dass bald eine der grossen Schweizer Zeitungen dem Vorbild der Washington Post folgen und mittels einer App Inhalte direkt in Facebook konsumierbar machen könnte.

Was denkst du? Kannst du dir neben dem etablierten 20 Minuten Print und 20 Minuten Online ein 20 Minuten Facebook vorstellen?

 

 

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Okt 21

Hand mit Libyscher Fahne Gestern Nachmittag erreichte uns die mehr oder weniger überraschende Nachricht von Gaddafis Tod. Ein weiterer Tag, an welchen man sich noch Jahre später erinnern wird und die meisten von uns, wie auch ich, erfuhren die Nachricht über das Internet, beziehungsweise Social Media. Doch die Neuigkeit stellte uns vor ganz neue Herausforderungen und Grundsatzfragen im Feld des Social Web.

Kurz nachdem die Todesnachricht eingegangen war, veröffentlichte die Nachrichtenagentur AFP grausige Fotos des gefallenen Führers, einmal schwer verwundet und einmal tot. Über Twitter reisten die Bilder binnen Sekunden um die ganze Welt und damit brachen auch die unzähligen Diskussionen los, ob ein solches Foto überhaupt verbreitet werden sollte, wie auch schon damals bei der Exekution von Saddam Hussein.

Mit den Fotos trat zugleich das nunmehr bekannte Phänomen auf, welches in letzter Zeit zu beobachten ist, sobald ein Thema sich viral verbreitet: Spam & Malware. Der Erfolg dieser Links basiert vor allem darauf, dass sich Suchmaschinen grösstenteils auf das Verhalten von Usern beziehen um festzustellen, ob ein Link seriös ist oder nicht. Bei einem “Breaking News”-Thema jedoch, gibt es keine Vorgeschichte dazu, was den Spammern Tür und Tor für die Verbreitung öffnet und gute Rankings beschert. Also Vorsicht beim öffnen von Links zu diesem Thema. Der nächste Facebook-Virus wartet sicher auch bereits auf uns.

Ein eher amüsantes Problem entwickelte sich jedoch auf Twitter. Stundenlang wurde die Plattform vom gefallenen Diktator regiert, nicht nur wegen der Aktualität, sondern vor allem wegen der grossen Frage nach der korrekten Schreibweise des Namens: “Gaddafi”, “Ghadafi”, “Gadhafi”, “Kadhafi” und “Qaddafi”, jeweils mit und ohne “al” dominierten die Trending Toppics über Stunden, was es fast unmöglich machte, dem Thema ganzheitlich zu folgen, denn insgesamt gibt es ganze 112 Varianten der Schreibweise des Namens.

Der Vorfall zeigte wieder einmal, was für eine wichtige Rolle Social Media in der heutigen Zeit bei der Verbreitung von Nachrichten spielt und dass das Feld ganz neue Grundsatzfragen mit sich bringt. Und ich bin überzeugt, Twitter und co. uns auch in Zukunft über die Veränderungen zur neuen Regierungsweise auf dem Laufenden halten wird.

Wie hast du von der Nachricht erfahren? Was hältst du von der Verbreitung von brutalen Fotos bei geschichtlich wichtigen Ereignissen? Wie sollte am besten damit umgegangen werden? Wo liegen hierbei die Unterschiede zu traditionellen Medien und dem Internet?

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