Feb 24

social media - alles zu schnell?Das wir in einer Zeit der Reizüberflutung und immer schneller werdenden Informationskanälen stehen ist wohl für niemanden eine Überraschung. Wer allerdings wie wir Online Marketer ständig den Finger am Puls der Zeit haben muss, der fragt sich schon ob das Tempo noch zu halten ist, in dem neue Ideen und Kanäle aus dem Boden schiessen – und oft genauso schnell wieder verschwinden. Zwei Beispiele:

Zunächst jedoch sei gesagt, es besteht kein Grund zur Panik. Nur weil viele Unternehmer und Marketingleiter nicht so richtig wissen wie sie mit dem Thema Social Media in der Unternehmenskommunikation umgehen sollen, muss man sich keine Sorgen machen, dass das Thema eine reine Blase ist und wieder verschwunden, sobald man grosse Summen des Werbe Etats dort versenkt hat. Kanäle wie Facebook, Youtube, Twitter laufen schon seit Jahren stabil. Und sie werden auch nicht über Nacht abgelöst. Doch bei neuen Ideen sollte man Unterscheidungsvermögen an den Tag legen.


gowalla

Kaum ein halbes ist es her, da sorgte die iPhone App Gowalla für Furore in der Szene. Mittels GPS Signal kann die Applikation den persönlichen Standort ermitteln und zeigt entweder von anderen Nutzern erstellte Ortsmarkierungen an oder man hat die Möglichkeit selber einen Landmarke zu erstellen. Markiert wird so ziemlich alles. Von Sehenswürdigkeiten über Bahnhöfe, Firmenadressen und der eigenen Wohnung. Ist ein Ort erstellt, kann man immer wieder einchecken, sobald man in direkter Nähe ist. Und in kürzester Zeit waren alle Geeks dabei, zu Stosszeiten bekam ich im Minutentakt Nachrichten wer gerade wo eingechekt hat. Doch so schnell wie es kam, wurden die Nutzer auch schon wieder gelangweilt. Ein klassisches Beispiel dafür wie schnell dieser Prozess ablaufen kann, bevor die grosse Masse der normalen Internetnutzer überhaupt bemerkt hat, dass es Gowalla überhaupt gibt. R.I.P.

google_wave
Dieses Schicksal ereilt nicht nur kleine Start Ups, denen es an ausreichend Budget für langem Atem und grosse Werbekampagnen fehlt. Google Wave, das so verstandene Cockpit für alle etablierte Kommunikation im Web (Chat, Mail, Datenaustausch, in die sich alle einklinken können), wurde von Google in einem Stundenvortrag vor dem Launch lauthals beworben. Das an sich ist schon erstaunlich, denn Google entwickelt normalerweise im dunklen Kämmerlein und stellt neue Anwendungen ohne Mitteilungen einfach bereit. Wird schon einer finden.
Zunächst verteilte Google nur einige tausend Zugangscodes zur Betaversion – und wer über Twitter ein Ticket in die Welle anbot wurde heiss umworben. Alle wollte endlich sehen was Google hier versprochen hatte. Jedoch kämpfte das System – ebenfalls ungewöhnlich für Google – mit vielen Systemfehler, war extrem langsam, viele Features waren nur als funktionslose Buttons integriert und ein paar tausend User reichten nicht aus um eine Welle zu erzeugen. Es blieb bei ein paar Wasserring als hätte man einen kleinen Kiesel in einem trüben Tümpel geworfen. Wer heute twitter, er hätte noch einen Zugang für die Wave, der erntet nur noch gähnen. R.I.P.

Ob Wave nun tatsächlich den Grabstein von Google auf den Kopf gestellt bekommt, oder sich nochmals wie Phoenix aus der Asche erhebt bleibt abzuwarten. Denn der Grundgedanke ist gut, aber es braucht noch viel Nachbesserung.
Auch wenn wir uns täglich mit der Materia beschäftigen, es bleibt eine echte Herausforderung zu entscheiden, in welchen neuen Hype man seine Zeit und Energie investiert, in Zeiten in denen Top und Flop so eng beieinanderliegen.

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Dez 28

LinealInternetadressen sind zwar eine Art Eigenwerbung der dazugehörigen Website. Dennoch können sie für bestimmte Zwecke zu lang und zu sperrig sein. URL-Shortener, die Links handlich machen, boomen.

In der Kürze liegt bekanntlich die Würze. Für Adressen von Websites, auch URLs (von Uniform Resource Locator) genannt, gilt das selten. Viel häufiger sind sie lang und unleserlich. Das kann zu Fehlern führen, wenn man sie weitergeben oder veröffentlichen möchte. Und vor allem: Sie lassen sich in dieser Form wegen ihrer schieren Länge nicht in Kurzmitteilungen auf Twitter oder Facebook verpacken.

Die unsichtbare Hand, die das Internet steuert, hat auch für dieses Problem eine Lösung geschaffen. URL Shortener schrumpfen Internetadressen auf gerade noch knapp über 20 Zeichen zusammen. Auch wenn die ursprüngliche Adresse ein kryptischer Rattenschwanz war, bleibt nur etwas übrig wie http://tinyurl.com/5atrga. Dafür ist in jedem Tweet von maximal 140 Zeichen Platz. Wenn jeder Buchstabe zählt, eignet sich j.pm – kürzere URLs sind gar nicht möglich.

URL Shortener, etwa das seit 2002 bestehende TinyURL.com, waren anfangs häufig Hobbys ihrer Betreiber und ein Liebesdienst für andere User. In den letzten Monaten ist aber ein regelrechter Wettkampf um diese Dienste ausgebrochen. Seit kurzem versucht sich auch Google mit einem hauseigenen Verkürzungsservice. goo.gl ist aber derzeit noch nicht öffentlich verfügbar, sondern verkürzt erst URLs innerhalb von Google-eigenen Diensten wie zum Beispiel FeedBurner.

Warum diese Verkürzerdienste auch die Elefanten im Onlineuniversum aufwecken, hat vor allem mit einer Eigenschaft zu tun: Jeder Klick auf eine Kurz-URL wird registriert und kann statistisch ausgewertet werden. So ist leicht festzustellen, welche empfohlenen Links auch tatsächlich angeklickt werden. Der Weg einer Geschichte im Internet lässt sich nachzeichnen. Ein schönes Experiment ist seit einer Woche bei bit.ly online. Auf bitly.tv werden die Videoclips angezeigt, deren bit.ly-Kurzadressen gerade am häufigsten angeklickt werden.

Bit.ly hat sich – von seiner Popularität in der Twitter-Gemeinschaft nach oben getragen – unter den arrivierteren Diensten auch sonst als innovativer Marktführer hervorgetan. So bietet Bit.ly Verlagen seit zwei Wochen die Möglichkeit, eigene Kurz-Adressen zu verwenden. Artikel, die von der Website der New York Times auf Twitter gepostet werden, erhalten etwa eine Adresse, die mit nyti.ms beginnt. Über 1000 Verlage sollen sich schon für diesen Dienst entschieden haben.

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Jul 23

Mit dem Aufkommen von Social Media Marketing Teams wird das Monitoring nochmal ein Stück wichtiger. Was denken die Leute über die eigene Marke? Wie ist das Image bei den Aktiven im Web? Monitoring-Tools werden entwickelt, darunter natürlich auf eher Unterhaltsame – zum Beispiel Tweetfeel.

tweetfeel

Gibt man bei Tweetfeel oben eine einigermassen bekannte Marke ein – zum Beispiel “Starbucks” – erhält man umgehen eine Sammlung von Tweets dazu, automatisch kategorisiert in negative und positive Meinungen. Die Kategorisierung funktioniert auch in der Regel erstaunlich korrekt. Man probiere es doch aus!

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Jul 06

Now that web is mostly browsed on fast broadband connections using the newer, faster browsers–how do we make the Internet faster? Google has an Idea, and it involves your help.

interspeedLast month Google launched Let’s make the web faster, a web community to help developers create faster web applications. However, the long-term goal is more ambitious; to work together in making the Web a whole lot faster.

Google wants to share what they have learned about web performance with the Internet community. But to optimize the speed of web applications and make browsing the web as fast as possible, Google’s idea is to work together as a community, tackling larger challenges that keep the web slow and prevent it from delivering its full potential.

According to the FAQ:

The web is the most important platform of our times. Hundreds of millions of people use it daily to access information, to communicate and to view and share multimedia content. Improving the speed of the web will help not just Google but the entire web community because it will:

  • Increase the number of internet users globally, thus making information more accessible
  • Help developers produce better more responsive web apps, comparable in performance to desktop apps. This will make the web more engaging to current users, who will start using it more, for tasks that until now were only possible in desktop apps
    Help new applications and markets emerge

Overall we believe that speeding up the web will improve the quality of life for hundreds of millions of people.

“Improve the quality of life for hundreds of millinos of people” — ambitious indeed.

The Google Group site features tutorials where web professionals share best practices and tips on things like optimizing JavaScript and PHP performance. There is also a list of downloadable tools for testing and measuring changes in performance. And, of course, there is the community itself, where ideas on how to speed up the web are shared and discussed.

Performance should always be a central part of web development. However, as web applications are offsetting the desktop more and more, even 100 to 400 miliseconds is enough to frustrate users.

Can you live with current internet speeds, or do you find yourself frustrated waiting 300 milliseconds for a page to load? Are you willing to do something about it?

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Jun 26

Was verändert sich zurzeit massiv in unserem Umgang mit Informationen? Weshalb verzeichnet YouTube seit einer Woche 400% mehr mobile Uploads?

post-election-kenya-kiberaWährend den politischen Unruhen in Kenia (2008) sassen wir zeitweise im Guesthouse in Nairobi fest – dummerweise genau zwischen dem Kibera-Slum und dem von den Slumbewohnern anvisierten Demonstrationsplatz. Meute und Schüsse waren zu hören. Besonders verunsichernd die Mediensperre: keine Infos mehr am TV.

Aber ich hatte meinen HTC TyTN II dabei – unser Fenster zur Welt. Es war nicht nur für Telefonate zur Botschaft von Nutzen, sondern auch als Quelle für News von CNN oder dem EDA. Auch dann, als wir wegen blockierten Strassen per Flugzeug aus der Stadt flohen: mitten im “Busch” war CNN verfügbar. Das Internet ist zunehmends in unserer Tasche.

Internet in der Tasche: jetzt für alle
Damals (2008!) wurde ich noch als Freak angeschaut, mit dem HTC im Guesthouse-Garten – heute ist der iPhone Mainstream. Andere Hersteller müssen sich daran messen, daran wachsen. Es kommen laufend Modelle auf den Markt, die mit Web-Funktionen punkten müssen (Bspw. Nokia N97). Nach und neben dem iPhone werden Smartphones mit dem Google-System Android eine starke Rolle spielen.

htc-heroiPhone und Android setzen neue Massstäbe
Ich hatte über den mittlerweile erfolgten Android-Start in der Schweiz geschrieben. Es geht weiter: im Juli kommt HTC Hero. Das teflonbeschichtete Phone ist intuitiv gebaut und lässt sich leicht für den geschäftlichen bzw. privaten Einsatz optimieren. Mobiles Internet ist nicht mehr nur für Business. Im Apple Store Zürich beobachtet man Gruppen von Über-50-Jährigen bei kostenlosen iPhone-Schulungen. Mobiles Internet verändert die Gesellschaft.

 

Smartphones – smart genug für 90% unserer Computeraufgaben
E-Mails lesen und versenden, Fotos hochladen, Facebook checken, Musik hören, YouTube surfen, Termine koordinieren, Skypen und sogar Dokumente bearbeiten – das geht immer besser direkt am Mobiltelefon. Wofür müssen die Leute heute noch an einem warmen Sommerabend an den PC? Genau: nur noch zum Gamen.

Websites müssen auch mobile Versionen bereitstellen
Dies hat Auswirkungen auf die Anforderungen von Websites – wer eine Website betreibt, die nicht auf Mobiltelefonen funktioniert, steht heute wesentlich schlechter da als vor einem Jahr (aber noch besser als in einigen Monaten). Google erbringt einen Beweis für das veränderte Benutzerverhalten: seit dem Verkaufsstart des neuen (videofähigen) iPhones vor einer Woche, sind die Uploads von Mobiltelefonen um 400% gestiegen.

Hast du schon Erfahrungen gemacht mit Websites, die positiv/negativ auffallen beim Aufruf via Mobiltelefon? Wie hat dein Mobiltelefon dein Surfverhalten (PC vs. mobil) verändert? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen. Die Kommentarsektion ist offen.

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Jun 23

Auch wenn die Erwartungen nicht besonders hoch waren, die Menge schaute auf den Tag des Release von Microsofts IE8. Um ihre geringen Erwartungen ein weiteres mal vernachlässigt zu sehen wie rothaarige Stiefkinder. Es scheint, Browser machen ist einfach nicht der richtige Sport in Redmond.

Schmeiss Deinen alten Browser weg oder verpiss Dich

Werbekampagne mit folgender Entschärfung
Für den Launch in Australien dachte sich die Marketing Abteilung was ganz tolles aus. 10,000 Australische Dollars irgendwo im Internet versteckt, man muss nur den Hinweisen auf twitter und der Seite www.tengrandisburriedhere.com folgen, um dann möglicherweise eine Seite mit einem “claim” Button zu finden und das Geld einzusacken. Einzige (und peinliche) Bedingung: Das alles geht nur mit dem IE8, (andere sind über eine Scriptabfrage ausgeschlossen). Das ist schon ein starkes Stück. Wer allerdings so unverfroren war, die Microsite mit  z.B. dem Firefox zu öffnen bekam die Meldung (hier übersetzt): “Schmeiss Deinen Firefox vom Rechner oder verpiss Dich”. Nicht übel für einen Laden aus dem puritanischen Amerika. Grundsätzlich ausgeschlossen waren  natürlich Mac und Linux User, denn für die gibt es den IE8 gar nicht.

Nach heftigen Reaktionen schwenkte Microsoft dann um und entschärfte die Kampagne. Nunmehr darf man gnädigerweise auch mit anderen Browsern suchen und finden, empfohlen wird dennoch der hinterherhinkende IE8 für vollen Spielspass.

Im Vergleich

Der Schuss ins eigene Knie

Der Schuss ins eigene Knie

vergleichMS_cssDa stellt sich Microsoft gleich wieder in Ecke der Polemiker, jubelt ihrem IE8 mit zum Teil wirklich lächerlichen Argumenten zu. Man schaue sich die Liste an die Sie als Vergleich auf der eigenen Seite veröffentlicht haben. Chrome und FF unterstützen zwar CSS3 und HTML5, aber der IE8 leiste volle Kompatibiltät für CSS2.1! Und das Private Browsing, dass Sie sich beim FF 3,5 abgeschaut haben, könne der Release 3 vom FF ja auch nicht (Wusstet Ihr, dass der IE7 das auch nicht konnte?). Geschwindigkeit sei ja auch nicht alles, denn die wahre Grösse des IE8 erkennt man, wenn man Slow-Motion-Videos anschauen würde. Verstehe, dass ist ja auch eine der Hauptbeschäftigungen der User im Web. Hier also ein Kompliment an Microsoft. Das Vergleiche mit Opera und Safari gänzlich fehlen, ist bezeichnend. So ist auch die Twittergemeinde ist nicht begeistert.

Im gängigen Sunspider-Test betrachtet, macht der IE8 eine gute Figur auf dem letzten Platz, der folgende Screenshot spricht Bände. Dem ich einfach nichts mehr hinzuzufügen habe.

Top Platzierung auf Position 5 von 5

Top Platzierung auf Position 5 von 5

Liebe Marketing Amateure von Microsoft, wärt Ihr nicht Microsoft, würde ich Euch glatt meine Unterstützung anbieten und zeigen wie es richtig geht. Aber trotz des enormen Budgets sage ich nein. So dringend muss ich nicht in den Billionaires Club.

Was haltet Ihr von diesem Geniestreich? Wart Ihr enttäuscht oder vorher darauf gefasst?

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Jun 11

Firefox 3.5 release bald auch auf meinem Rechner

Firefox 3.5 release bald auch auf meinem Rechner

Es gibt wohl kaum etwas, dass Webentwickler derart viel Nerven gekostet hat, soviel unnötige Stunden extra Entwicklungszeit verschlungen und soviele Hacks produzierte wie der Internet Explorer 6. Und bis heute gibt es noch unzählige PCs die diesen unsicheren und altersschwachen Browser nutzen – der schon beim Release hinter den Standarts herhinkte. Mozilla zeigte mit Firefox schon mit der ersten Version wie man einen guten Browser macht.

Und als erstes muss ich sagen,  Firefox macht wieder eine richtig gute Figur! Natürlich ist auch Firefox nicht perfekt, nach dem ersten grossen Erfolg, besonders in der Gemeinde genervter Entwickler und dann bei erschreckten Anwenden über die stetig wachsende Zahl von Meldungen über Sicherheitslücken im Microsoft Produkt, wurden auch Sicherheitslücken in Firfox heiss diskutiert. Wer sich die Mühe machte, die Fehler zu vergleichen stellte jedoch fest, dass da viel Propaganda gegen Firefox gemacht wurde – ein Loch im Zaun wurde so diskutiert wie ein sporadisches Stück Zaun im offenen IE Gelände. Nun hat Firefox die Beta Version 3.5 vorgestellt und ein paar wirklich tolle Neuigkeiten eingebaut.

Video, Audio, HTML 5 und CSS3

Neben der Unterstützung der neuen HTML 5, CSS3 und Javascript Standarts, die dem Benutzer eher weniger direkt auffallen werden und eine Freude für Entwickler bedeuten, gibt es nun die Unterstützung von Video und Audio die direkt im Browser Fenster ohne Player und Plug-ins Laufen. Für Audio wird das Wav Format benutzt, Videos werden im Open Source Format Oog Vorbis und Theora abgespielt. Aber reines abspielen war den Entwicklern noch nicht genug. Im neuen Firefox kann man in Fenstern malen, Text, Bilder und sogar weitere Videos in das laufende Video einbinden. Eine Testseite gibt es hier von den Mozilla People.

Bessere Suche und mehr Privatsphäre

Wer im Adressfeld ein Wort eintippt, bekommt direkt im Pull Down vorschläge für passende Seiten. Sieht man nicht auf anhieb das richtige, kann man die Suche verfeinern, in dem man mit + und – einfach weitere Begriffe hinzufügt oder ausschliesst. Es ist sogar möglich in den Einstellungen des Browsers diese Vorschläge rein auf Übereinstimmungen innerhalb von URLs zu beschränken, sodass Metatags nicht berücksichtigt werden.
In Puncto Privatsphäre hat Firefox auch gearbeitet und eine simple Option eingebaut. Surft man im Private Browsing Mode, z.B. an einem anderen Computer, werden keinerlei Daten wie besuchte Seiten, Cookies und ähnliches gespeichert. Man surft ungeniert und hinterlässt keine lokalen Spuren.

Hier gibt es noch ein Videointerview (in leider sehr schlechter Qualität) mit Firefox Häuptling Mike Beltzner

Obwohl noch als -sehr stabile- Beta im Umlauf, deutet alles darauf hin, dass der release candidate sehr bald veröffentlicht wird. Ich bin wiedereinmal angetan von den Open Source Geeks, was haltet ihr von den neuen Funktionen?


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Jun 05

politik-schweiz-twitter-politrTwitter ist ein Kommunikationsmittel. Neben vielen anderen. Im Unterschied erstens zu Facebook – wo Verbindungen nur unter Menschen bestehen, die einander offline meist auch kennen, und zweitens E-Mail, wo auf Nachrichten von Fremden allergisch reagiert wird, ist Twitter ein Kanal, das einen Informationsfluss zwischen Menschen ermöglicht, ohne besondere Verpflichtungen.

Politik geht online
Eine solche neue Art von Kommunikationskanal kann für unzählige Informationsarten nützlich sein. Mittlerweile haben alle mitgekriegt, dass die massive Social Media-Kampagne von Obama den Ausgang der Präsidentschaftswahl bedeutend beeinflusste. Das merken langsam sogar Politiker in der Schweiz (die, abgesehen von einigen Open Source Sympathisanten, nicht als besonders innovativ oder schnell gelten). Die Politik muss sich lösen vom Parteiensystem – in dem viel Energie verpufft wird. Online-Tools unterstützen diese Veränderung.

Erste Schritte macht unser Bundesrat Blogger und die Online-Applikation zu den National- und Ständeratswahlen, die passende Kandidaten anhand der eigenen Meinung findet – statt nur anhand von Parteiplakaten. Der direktere Twitter-Draht kommt nun dazu.

Schweizer Politiker in Twitter
Bald twittern also etliche Politiker der Schweiz. Da braucht es auch Möglichkeiten, sie zu finden. ACK Consulting Knowledge hat eine Web-Plattform dafür neu lanciert: Politr.ch. Politr.ch zeigt alle Tweets von Parteien und Politikern in der Schweiz an und lässt gruppieren nach Partei oder Politiker.

politr-politiker-schweiz

Noch hält sich kurz nach der Lancierung die Anzahl erfasster Politiker in Grenzen. Bleibt zu hoffen, dass weitere Politiker auf diesen neuen Kommunikationskanal aufspringen. So entsteht mehr “Nähe zum Volk”, wie Bundesrat Leuenberger mit seinem Blog schon beweist.

Wie ist das bei dir? Wählst du noch Parteien oder schon Politiker, die nach deinem Gusto politisieren? Hast du schon Tools wie smartvote.ch eingesetzt oder folgst du gar schon den Politikern in Blogs und Twitter? Deine Stimme ist gefragt.

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Mai 12

Tim Berners Lee - Erfinder des Internets

Tim Berners Lee - Erfinder des WWW

Das Schlagwort Web 3.0 kommt dem geneigten Internetsurfer täglich vor Augen und mit diesem Wort erleben Begriffe wie Semantik, Ontologie und AI (artificial intelligence = künstliche Intelligenz) einen massive Aufschwung. Doch die wenigsten wissen worum es wirklich geht, und warum sie dauernd mit diesen wissenschaftlichen Themen, die so gar nicht ins angenehm soziale Netzleben passen wollen bombardiert werden.

Teil 1 von 2

Wie so oft, wenn viel über etwas geredet wird, dann muss es etwas ganz grosses sein. Was genau wissen dann die wenigsten. String Theorie ist so ein Beispiel, irgendwas mit Weltformel die sie jetzt gefunden haben, so kleine zappelnde Fäden aus denen alles besteht. So in etwa – und das es eine unbeweisbare Theorie ist, vergessen die Leute auch schnell.

Das liegt daran, dass Wissenschaftler oft grosse Probleme haben uns Normalen zu erklären, was sie tun und denken (vgl. den verzweifelten Versuch “Schroedingers Katze”). Da ich kein Wissenschaftler bin, versuche ich es hier mal auf eine verständlichere Weise zu erklären.

Grundlage und Ist-Zustand des WWW, Web 1.0 und Web 2.0
Tim Berners Lee sagte, das WWW aufzusetzen sei einfach gewesen, denn die Technologien wie TCP/IP waren alle schon da, es brauchte noch die Seitenbeschreibungssprache HTML und damit auch die Möglichkeit der Verlinkung zwischen Seiten. Damit das WWW ein Ort würde, an dem sich Menschen treffen, austauschen und Wissen weitergeben können. Wenn man das Web heute betrachtet, kann man sagen, seine Vision hat sich verwirklicht. Ein Problem, dass Berners Lee schon sehr früh erkannte, ist aber geblieben – und gewinnt mit jedem Tag wachsenden Inhalts an immenser Bedeutung.

Suchen und Finden
Da ein einfacher Link keinerlei Informationen enthält, was sich für ein Inhalt dahinter vebirgt, kam man auf die Idee der Metatags. Schlüsselbegriffe, die einer Suchmaschine ermöglichten zu vergleichen, ob der Link mit dem Tag “fischen” auch auf der Inhaltsseite einen Text enthielt, in dem der Begriff vorkam. Wenn dem so war, dann wurde dieser Link bei der Suche nach dem Begriff fischen angezeigt. Was jedem Kind klar ist: fischen ist eine Tätigkeit am Wasser, im Zürichsee “angelt” der Opa den leckeren Egli und im Urlaub schaut es gern den Fischern beim Netze flicken zu. Die Suchmaschine hat von all diesen Zusammenhängen keine Ahnung. Sollte die verlinkte Seite nur über Angelsport sprechen, so wird die Suchmaschine den Link mit “fischen” nicht auflisten.

Was wir uns wünschen und Wissenschaftler versuchen
Wenn Sie einen Freund in Los Angeles fragen: “War Paris Hilton mal in Johnny Depp´s Bar Viper Room in Los Angeles?”, dann gibt es drei Antworten: Ja, Nein oder weiss ich nicht.  Geben Sie die o.a. Frage mal spasseshalber bei Google ein, auch wenn Sie sich nicht für schlüpferlose B-Promis interessieren. Sie bekommen tausende von Antworten, über LA, Johnny Depp, Viper Room, Bars, Paris, das Hilton in Paris – nur die einfache Antwort auf Ihre Frage bekommen sie nicht. Weil Computer dumm sind und Suchmaschinen im Herstellen von Sinnzusammenhängen von einem Zweijährigen im Schlaf geschlagen werden.

Nun ist es an der Zeit dies zu ändern, und dazu braucht es mehr als die Ingenieure und Softwareentwickler die bisher am WWW gearbeitet haben. Um Suchmaschinen zu vernünftigen Antworten zu bewegen, wie wir sie natürlicherweise Erwarten, gibt es drei Grundpfeiler, auf denen sich das semantische Web 3.0 aufbaut.

1. Logik: Ein System von Regeln, auf deren Basis Computer Rückschlüsse ziehen können
2. Ontologie: bedeutet einfach gesagt die Beschreibung von Objekten die in einem Umfeld existieren (Angeln und Fische existieren im selben Umfeld)
3. Berechenbarkeit: Damit Logik und Ontologie für einen Computer in Kontext gesetzt werden können, müssen sie berechbar sein, was sie von menschlich möglichen Ideen, wie die der Philosophie, abgrenzt. Es muss einen nachvollziehbaren Sinn ergeben. (Agnostik, vielleicht gibts Gott, vielleicht nicht, und wenn dann machts keinen Unterschied für uns – wäre z.B. eine logisch nicht berechenbare Aussage.)

Wenn diese Grundpfeiler in allem Content entsprechend impementiert sind, dann werden wir endlich bekommen was wir wollen. Inhalte die in den richtigen Kontext gesetzt sind, in sinnvolle Umfelder, die relevantes Wissen von trivialem Blödsinn unterscheiden. Dann werden Suchmaschinen in der Lage sein, uns schnell die Antworten zu geben die wir suchen.

Folgendes Bild stellt dar, wie die Zukunft in der Verbindung zwischen Technologie, Inhalt und Inhaltserstellern aussehen könnte – und beschreibt wie sich sinnvolle Verbindungen mit Informationen mit den Verbindungen zwischen Inhalten und Erstellern entwickeln.

Entwicklung des WWW, Quelle: Radar Networks

Entwicklung des WWW, Quelle: Radar Networks

Da Wissenschaftler mit dem vorgenannten noch nicht zufrieden sind (und ich auch nicht), setzt man auf einen weiteren Hoffnungsträger – die Entwicklung der künstlichen Intelligenz und das Prinzip der Singularität. Darüber schreibe ich im zweitem Teil dieses Artikels.

Was haltet ihr von den ganzen Buzzwords – ein nicht zu bewältigender Versuch Ordnung ins Chaos zu bringen oder eine echte Chance? Kennt jemand von Euch schon wirklich gute Literatur zum Thema, die nicht den Zusatz “Dieser Artikel ist noch nicht erschienen” bei Amazon hat? Und was sind Eure Prognosen, wann wir mit “schlauen Rechnern” rechnen können?

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Mai 05

ning_communityViele Firmen, Interessengruppen und Vereine vernetzen ihre Mitglieder in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Netlog, StudiVZ und wie sie alle heissen. Warum nicht eine eigene kleine Social Community gründen? Wer jetzt denkt, dass dies nur mit viel Know How und unter hohem Zeiteinsatz möglich ist, kennt Ning.com noch nicht.

Gerade Facebook bietet für kleinere Interessengruppen die interessante Option, eine eigene Gruppe zu bilden, in der die Mitglieder sich zusammenschliessen können. Es ist mit wenigen Klicks bewerkstelligt, hat aber den Nachteil, das viele Gruppen in der Menge einfach untergehen und Facebook Mitglieder in vielen Gruppen angemeldet sind, aber dort nicht besonders aktiv in Erscheinung tretten. Wieso also nicht, mit ein wenig mehr Aufwand, ein eigenes Socialnetwork aufbauen, das sich aber dann dafür von den Facebookgruppen abhebt.

Ning.com bietet hierbei die nötigen Werkzeuge.  Alles was es braucht um loszulegen ist eine Registration bei Ning. Ist dies erledigt, kann man schon ans Werk gehen, um sich die Community zusammen zu stellen. Nach der Beantwortung einiger weniger grundlegenden Fragen steht sie auf einmal da – die eigene Community. Die Erstellung dauert kaum 2 Min. Danach kann noch das Layout angepasst werden. Es stehen einige Vorlagen zur Verfügung, die auch abgeändert werden können. Der CSS-Code kann ebenfalls direkt geändert werden. Somit ist es auch möglich, die Site komplet nach eigenen Wünschen zu gestalten.
Im weiteren werden diverse klassische Elemente für ein Socialnetwork angeboten. Dies geht von Foren über, Foto- und Video Uploads, Veranstaltungskalender, Blogs bis zur Gruppenerstellung. Die verschiedenen Module lassen sich per Drag and Drop auf der Seite anordnen. Es ist auch möglich, Widgets und Module von Drittanbietern einzubauen.
Gegen Entgelt ist es auch möglich, in verschiedenen Stufen, z. B. die Community unter einer eigenen Domaine erscheinen zu lassen oder die, von Ning, eingebledete Werbung wieder auszuschalten.

Das einrichten „seines” Sozialen Netzwerks ist in kürzester Zeit möglich und Kenntnisse in HTML oder CSS sind nicht nötig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Ning.com ist meiner Meinung nach das ideale Tool, um sich sein eigenes Soziales Netzwerk zu stricken. Wie das Beispiel von Christian Leu’s Westsiders zeigt, steht eine solche Kleincommunity Facebook eigentlich in nichts nach. Vor allem sehe ich den Vorteil darin, dass sich später die Mitglieder auch besser mit der Community identifizieren als wenn sie Mitglieder einer Gruppe im weitläufigen Facebook sind. Ich denke hier zeigt sich eine schöne Chance kleine lokale Social Communities zu gründen, die sich erst noch an den eigenen Bedürfnissen anpassen lassen.

Was meint ihr? Brauchts eine Alternative zu grossen Communities? Was habt ihr für Ideen, was man mit Ning noch so anstellen könnte? Wo wärt ihr eher aktiv? In einer Ning Community oder in einer Facebook Gruppe?

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