Mrz 22

Genau wie StudiVZ gemäss ZDF nun endgültig vor dem Untergang steht oder sich wohl bereits im freien Fall befindet, leidet auch die Musikindustrie bis heute Jahr für Jahr unter  fehlender beziehungsweise zu später Innovation, wie die Zahlen des letzten Jahres wieder klar zu verstehen geben. Was können wir daraus lernen?

Die Schweizer Musikindustrie hat diese Woche die Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht und blickt wiederum auf ein schwarzes Jahr zurück. Zwar konnten die digitalen Verkäufe etwas zulegen, doch decken diese Einkünfte bei weitem nicht den Rückgang der Einnahmen aus den CD-Verkäufen. Der Gesamtumsatz verzeichnet einen Rückgang von ganzen 23 Millionen Franken, also um ca. 16%. Die Musikindustrie schreit daraufhin erneut nach politischem Support.

Auch von Seiten von StudiVZ hat ZDF Schreckensmeldungen veröffentlicht, in einem Bericht über die Entwicklung des Unternehmens in 3 Phasen vom Aufstieg bis zum Fall. Als Fazit prangern sie die mangelnde Innovationsfähigkeit der Plattform an, wörtlich, dass sie nur das einführten, was alle anderen bereits machten.

Was können wir von diesen zwei unglücklichen Stories lernen? Im Web heisst es, sich immer weiter zu bewegen und möglichst zwei, drei Schritte vorauszudenken. Hätte sich die Musikindustrie nicht jahrelang gegen die Online-Angebote gewehrt, wären sie heute in einer deutlich besseren Position in den Online-Märkten und hätten sich viele Verluste ersparen können.

Meistens ist dies jedoch schneller gesagt als getan. Grundsätzlich heisst es Augen offen halten und nach Möglichkeiten der Weiterentwicklung Ausschau halten. Das Risiko, auf das falsche Pferd zu setzten ist da, jedoch wer gar nicht wettet wird auch bestimmt nichts gewinnen.

Wie siehst du die Entwicklung der Musikindustrie in Zukunft? Auf was würdest du als Investor setzen? Hast du schon einmal an eine Entwicklung geglaubt, woraus schlussendlich nichts geworden ist?

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Mrz 19

We Made ItCrowdfunding heisst eigentlich “Schwarmfinanzierung”. Der Schwarm besteht aus Gönnern, Fans, Mitglieder einer Community etc. All diese Menschen helfen dann zusammen, ein Projekt zu finanzieren. Als Anreiz wird oft mit einer originellen Entschädigung gelockt. In den USA gibt es bereits diverse erfolgreiche Crowdfunding Plattformen, welche zu finanzierende Projekte vorstellen. Nun sind in der Schweiz die ersten 2 Crowdfunding Plattformen live gegangen:

Wemakeit.ch und 100-Days.net

Vor wenigen Wochen starteten die ersten 2 schweizer  Crowdfunding-Plattformen: Wemakeit.ch und 100-days.net. Hinter Wemakeit steht die Ernst Göhner-Stiftung, das Migros Kulturprozent und die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Auf Wemakeit.ch sind momentan mehrere Projekte online. Und zwar aus diversen “Sparten”: Musik, Architektur und Publikationen.

100-days.net wird von Romano Strebel und Christian Klinner betrieben. Jene kreative Köpfe, die vor jahren den erfolgreichen Szenenführer Ron Orp auf die Gasse schickten.

Und, hat’s geklappt?

Ja. Bereits wurden einige Projekte erfolgreich finanziert: Mit Angelina und der Million Dollar Hengst konnte sich eine Theatergruppe ein orignielles Bühnenbild finanzieren. Oder die Band «Death by Chocolate» kam dank Crowdfunding zu ihrem ersten interaktiven Musikvideo!

Beide Plattformen finanzieren sich über Abgaben. Diese betragen umd die 5%. Wemakeit hat einen Business-Plan und möchte in 3 Jahren profitabel sein. Das Team von 100-days.net finanziert sich selber.

Es geht auch ohne Plattform

Es geht aber auch ohne Plattform. Dies bewies der Musiker Christian Fischer aus Rüthi (ZH): Seine Fans halfen mit , die CD für das Künstlerduo Tim & Puma Mimi zu finanzieren. Auf der Website des Labels rief er zur Spendenaktion auf. Und das Originelle daran: Alle, die die CD bis zum 14. März vorbestellten, werden namentlich im Booklet also Co. Producer erwähnt.

Oder ebenfalls ganz aktuell: Der Film Iron Sky, welcher in wenigen Tagen im Kino anläuft, wurde nicht nur von mehreren Produktionsfirmen finanziert, ein Teil der Finanzierung wurde via Crowd Funding generiert. Auf der Webseite Ironsky.net wurde zum Spenden aufgerufen. Dadurch kam fast 1 Mio Euro zusammen, also 8% des Budgets.

Ob mit oder ohne Plattform. Crowdfunding ist in den USA bereits sehr verbreitet. Viele Filme, Musikprojekte und journalistische Reportagen wurde mithilfe von Crowdfunding finanziert. Und auch in der Schweiz wird sich dies durchsetzen und Crowdfunding wird einen festen Platz in diversen Budgetsplanungen finden.

Hier ein Link zu einer Liste mit weiteren Crodfunding-Plattformen: leanderwatting.de.

Und was haltet ihr vom neuen Phänomen “Crowdfunding”?

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Mrz 16

25’000 Referenzierungen in 10 Minuten Intervallen auf Twitter, 100’000’000 Video-Views innerhalb von 6 Tagen (Vgl. Lady Gaga Bad Romance 18 Tage), Zahlen, die neue Massstäbe setzen. So geschehen letzte Woche. Mit dem Titel Kony 12 lancierte Invisible Children, Inc eine Viral Kampagne von überordentlichem Ausmass . Einmal mehr wird bewiesen, welche Macht Social Media bedeuten kann.Es geht gar soweit, dass Prominente gezielt und koordiniert (un-)freiwillig zu Testimonials gemacht werden. Einmal mehr werden neue Massstäbe in Punkto Streu-Menge und -Geschwindigkeit gesetzt (siehe auch Google Trend).

Doch zuerst zum Zweck der Kampagne. Kony 12 hat sich zum Ziel gesetzt Joseph Kony, Anführer einer Rebellengruppe in Uganda, zu inhaftieren und insbesondere rund 66’000 Kinder, welche Kony entführte und als Soldaten einsetzte, zurück in die Freiheit zu bringen.

Zu diesem Zweck machte Invisible Children, Inc. einen 30 Minuten langen Video-Clip, welchen sie im Anschluss in einem zuvor aufgebautes Netzwerk verbreiteten. Diese Community über rund 5000 Mitglieder streute dann die Kampagne weiter.

Immer im Zentrum der Kampagne war es, der viralen Verbreitung möglichst keine Hürden zu setzen und es den Usern möglichst einfach zu machen, die Botschaft effizient weiterzutragen.

Enorm verstärkt wurde die Streuung durch die Einbindung von Prominenten via Twitter. So gelang es, dass Justin Bieber, Angelina Jolie, Mark Zuckerberg, Oprah und zig weitere quasi zur Streuung der Botschaft gezwungen wurden. Via Website von Invisible Children wird es dem Besucher zu einem leichten gemacht, Tweets einheitlich an entsprechende Prominente zu senden. Ellen Degeneres (@TheEllenShow) erhielt dadurch über 36’000 Mentions im Zusammenhang mit Kony, dass sie mehr oder minder gezwungen wurde, sich mit der Thematik zu befassen und Stellung zu beziehen.

Mit einem Klick auf das Foto und von Mark Zuckerberg die damit verbundene Call-to-Action wird einem als Beispiel folgende Nachricht abschickfertig vorbereitet:

Insgesamt reagierten 9 der zur Auswahl stehenden “Testimonials” prompt und verliehen dadurch der Kampagne einen unglaublichen Push mit einer unglaublich grossen Streuung der Kampagne.

Die Vorstellung wo hin dies nun führen mag und wozu diese “Macht” in Zukunft genutzt werden könnte ist atemberaubend und allenfalls auch angsteinflössend zu gleich. Was will man auch Antworten, wenn man von 36’000 Individuum öffentlich zur Unterstützung und Stellungnahme gebeten wird? Sind wir nun alle steuerbar und doch nicht? Wie sollen sich Personen von öffentlichem Interessen Verhalten? Was haltet Ihr von dieser Entwicklung?

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Mrz 12

Pinterest scheint in letzter Zeit in aller Munde  zu sein, doch wissen die meisten Unternehmen nicht wirklich, was damit anzufangen ist. Dass ein Modelabel oder Lebensmittelhersteller auf Pinterest ein potentielles Publikum findet, scheint auf den ersten Blick klar. Doch welche Möglichkeiten haben Firmen aus anderen Branchen? Was kann Pinterest überhaupt und wieso lohnt es sich, auf einem weiteren Netzwerk präsent zu sein? Wir sind noch zu keinem abschliessenden Fazit gekommen, möchten aber im folgenden einige Punkte aufzeigen, welche eine Pinterest-Präsenz durchaus lohnenswert gestalten können.

Was ist Pinterest – eine Kurzzusammenfassung: Auf Pinterest können Fotos und Videos als sog. Pins veröffentlicht, und in Pinboards sortiert werden. Eine Mischung zwischen Favoritenbildung, Blog und Scrapbooking. Followers können Nutzern, sowie einzelnen Pinboards (je nach Interessengebiet) folgen. Folgt man einem Pinboard, erscheinen diese Pins im eigenen Newsfeed. Pins können geteilt und mit “Gefällt mir” markiert werden. Mehr zum Thema gibt’s hier: http://pinterest.com/about/

5 Gründe für Pinterestst-Auftritte von Unternehmen

1.Traffic generieren

Jeder Pin auf Pinterest wird mit einem Link hinterlegt. Wer also ein Foto eines Produkts pint, welches sich auf der eigenen Website befindet, bietet dem User die Möglichkeit, über den Pin die Seite zu besuchen. Wedding Republic, eines der ersten Unternehmen, welches sich aktiv mit Pinterest beschäftigte, vermeldete einen Besucherzuwachsc von 75% in den ersten 30 Tagen. Heute wird der Zuwachs wohl etwas geringer ausfallen, trotzdem ist es eine positive Positionierung. Einzige Downside aus der SEO-Perspektive: Die Links sind no-follow.

2. Pinterest als “Online Store”

Ein alternativer Approach ist es, Pinterest als eine Art Online-Store zu nutzen. Die Idee dahinter? Ich stelle mein Produkt auf Pinterest, mit einem Link in der Beschreibung (“buy here”), welcher direkt zum Online-Verkaufspunkt führt. Users verbreiten daraufhin das Bild mit der Beschreibung.

3. Wettbewerbe

Was auf Facebook und co. schon lange passé ist, kann bei Pinterest (vorläufig noch) problemlos angewendet werden.  Die Idee ist simpel: Ich poste ein Board mit der Aufschrift “Wettbewerb”, poste 5 Bilder, zum Beispiel von neuen Produkten darin und fordere User auf, für ein Bild zu stimmen, indem sie auf “like” klicken. Unter allen Teilnehmern wird das beliebteste Produkt verschenkt. Die Möglichkeiten sind unzählig und die Guidelines werden ein solches Vorgehen bestimmt nicht mehr lange erlauben. Daher jetzt einsteigen!

4. Exklusive Pinterest-Angebote für Followers

Auch Specials können noch über Pinterest verbreitet werden. Als Beispiel könnte ein Gutschein für Fans gepinnt werden, welcher ausgedruckt oder auf dem Handy 10% Rabatt auf ein bestimmtes Produkt vor Ort gewährt. Eine gute Strategie, um Online-Fans in die “Real World” zu locken. Auch in Form von QR-Codes eine Möglichkeit.

Weiter könnten auf diese Weise Eintrittskarten für Events verschenkt werden. Die ersten 15 Likes werden auf die Gästeliste gesetzt usw.  Hier heisst es kreativ sein.

5. Kundenfeedback einholen

Zwar eine etwas unspektakuläre und fast offensichtliche Funktion, jedoch in diesem Fall spannend. Wie oben erwähnt könnte man durch “likes” abschätzen, z.B. welche Produktefarbe beim Publikum am besten ankommt. Vorausgesetzt natürlich, das wirkliche Zielpublikum befindet sich auf Pinterest. Ein Hello-Kitty Ferrari verbreitet sich zwar auf Pitnerest gut, doch im Laden…?

Grundsätzlich gilt, wie bei allen Netzwerken: Herausfinden, wer die Anspruchsgruppen sind, Abonnenten nicht mit Pins überfluten und nicht auf Anhieb zu viel erwarten. Dann klappt’s auch mit Pinterest!

Zum Abschluss hier noch ein Pinboard mit Pins zum Thema Pinterest für Business: http://pinterest.com/pinterestbiz/. Happy Pinning!

Welche Erfahrungen hast du mit dem Netzwerk gemacht? Glaubst du in die Zukunft von Pinterest? Was würdest du abonnieren? Was würde dich interessieren? Hast du kreative Umsetzungen entdeckt?

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Mrz 07

Ich spiele auf Facebook weder FarmVille noch CityVille. Und daher bin ich auch nicht an Meldungen im Newsfeed oder an Einladungen zu derartigen Spielen interessert. In diesem Blogpost zeige ich auf, wie ihr diese Facebook-Anwendungen blockieren, Anfragen deaktivieren und Meldungen im Newsfeed verbergen könnt.

1. Apps Blockieren

Falls ihr bereits einmal Cityville gespielt rsp. als App zugelassen habt, könnt ihr diese App wie folgt deaktiveren:

1. Oben rechts auf den Pfeil klicken, und dann Kontoeinstellungen auswählen.

2. Danach oben links auf Anwendungen klicken um alle Anwendungen zu sehen. Diese könnt ihr nun bearbeiten, oder eben ganz entfernen.

Anwendungen und Benachrichtigungen von Farmville und Cityville auf Facebook blockieren2. Anfragen für Anwendungen sperren

1. Links oben auf die Weltkugel klicken und dann auf  “Alle Benachrichtigungen anzeigen”.

2. Nun seht ihr all die Benachrichtigungen welche ihr erhalten habt. Dann bei Cityville oder Farmville rechts auf das x klicken.

3. Bei ‘Benachrichtige mich, wenn” Niemals auswählen.

Cityville und Farmville Anfragen blockieren

3. Beiträge von Anwendungen verbergen

Wenn euch die Beiträge von bestimmten Anwendungen im Newsfeed stören, dann könnt ihr diese wie folgt verbergen:

Rechts auf den Pfeil klicken und dann auf “Alle Beiträge von CityVille vergergen”:

CityVille

Leider kann man bei Facebook die Spiele nicht generell deaktivieren, sondern man muss für jede Anwendung die Anfragen separat blockieren.

Dies ist bei Google+ viel besser gelöst. Dort sind die Spiele abgetrennt aufgeführt und mit folgendem Icon erreichbar:

Google+ GamesTipp: Für die Google+ Games Chrome verwenden!

Habt ihr euch auch schon über die zahlreichen Benachritigungen von Games auf Facebook geärgert?

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