Weblish oder lieber Techno-Babble? (Teil 2/2)
Das Internet ist eines der beliebtesten Kommunikationsmittel. So viel steht fest. Dementsprechend dürfte es die Sprache und deren Entwicklung gehörig beeinflussen. Teil 2 zum Erklärungsversuch.
Im ersten Teil des Blogposts «Weblish oder lieber Techno-Babble» von letzter Woche wurde klar: Die Sprache im Internet weicht von konventionellen aus der Sprachwendung bekannten Regeln ab – vor allem in Chats und sozialen Netzwerken. Abkürzungen, Inflektive und konzeptionelle Mündlichkeit gehören zum Internetalltag. Und beeinflussen somit direkt den Wandel einer Sprache.
Komplexes Zeichensystem
Nebst dem eigenen, neuen Sprachverhalten sieht sich der User im Internet aber auch mit einer vollkommen neuen Organisation von Sprache konfrontiert: Hypertextualität, Bilder. Logos, grafische Elemente – kombiniert mit einer gut durchorganisierten Mischung und Anordnung von Sätzen. Ein komplexes Zeichensystem also. Dem Benutzer bleibt folglich nichts anderes übrig, als das – unter Lektüregesichtspunkten – semiotische Konstrukt zu entziffern. Und: der Internet-Nutzer spricht und handelt zugleich, in dem er seinen Rechner, seinerseits eine Kommunikationsmaschine, bedient.
Paratexte im Vordergrund
Wie bereits im letzten Blogpost festgestellt, sind nach alten Normen geschriebene Texte in sich geschlossen und linear. Nicht so im Internet. Oft handelt es sich hier nämlich um so genannte Paratexte. Also Satzfragmente, Textelemente oder Worte, die den eigentlichen Haupttext begleiten. Ein Paratext im bis anhin klassischen Sinn ist beispielsweise das Titelblatt oder das Vorwort eines Buches. Im Internet ist es nun so, dass sich das Verhältnis von Text und Paratext stetig verändert und sich letzterer immer mehr in der Vordergrund drängt. Und auch dies nur als ein Element neben anderen komplexen Zeichengebilden.
Was weiter zur Abweichung sprachlicher Normen führt: eine typische Internetseite ist meist nicht kohärent. Das bedeutet, sie kann nicht aus sicher heraus verstanden werden und verweist auf anderes. Hier wollen also ganz immer wieder ganz neue Lektüreregeln gelernt werden.
Die Grenzen verschwimmen
Auch wenn zum heutigen Zeitpunkt noch unklar ist, in welche Richtung sich die Sprache entwickeln wird. Eines steht fest: das Internet mit all seinen Ausprägungen wird sicherlich seinen Teil an Einfluss dazu tun. Die Grenze zwischen der Fixierung schriftlicher Sprache und gesprochener Sprache – verstärkt durch visuelle und orale Aspekte – könnte künftig immer mehr verwischen. Warten wir also mal ab.
Und was denkt Ihr, wie wird das Internet in Zukunft die Entwicklung der Sprache prägen und verändern?









Viele Studien belegen: die Kommunikation via E-Mail, SMS oder über soziale Netzwerke ist beliebter als das persönliche Gespräch – vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Doch wie beeinflusst das Internet die Sprache, deren Wandel und Gebrauch tatsächlich? Ein Erklärungsversuch.
Die jüngsten Entwicklungen zeigen: Soziale Medien sind nicht mehr länger nur ein Privileg des modernen Menschen. Auf Facebook, Twitter und Xing folgen nun Dogbook, Catster und Petster.
Ihr Wachstum ist rasant. Ihre Bedeutung nimmt ständig zu. Und ihre Nutzer verbreiten sich wahrscheinlich schneller als die Schweinegrippe. Soziale Netzwerke boomen. Und: in England können sich seit vergangenem Herbst Studierende gar einen Master für soziale Medien holen.
Die Welt ist so klein geworden, jeder ist mit jedem vernetzt und über ein paar Ecken kann man eigentlich schnellstmöglich jeden Kontakt herstellen. Soweit die Theorie. Jedenfalls die Theorie der “kleinen Welt” oder die Six degrees of separation. Was ist wirklich dran an dieser Idee?
Das Internet wächst schneller als Shanghai, bringt uns ungeahnte Fortschritte und zeigt auch immer wieder seine Tücken. Glücklicherweise schaffen diese mitunter auch neue Dienstleistungzweige und damit Arbeitsplätze – selbst in grössten Krisenzeiten. In diesem Beispiel sogar für Kunden die nicht mehr in den Genuss der Services kommen.

Jetzt entdeckt sogar die Tierwelt das Web 2.0. Nonja – ein Affenweibchen im Wiener Tiergarten Schönbrunn – lädt seit Anfang Dezember völlig selbständig Bilder auf ihren 
Das 
Wer nur noch vor dem Computer sitzt, vereinsamt. Im Internet sind nur Masken unterwegs, die nichts mit den Menschen dahinter zu tun haben. Kritiker werden nicht müde, mit diesen Vorurteilen gegenüber sozialen Medien zu hausieren.
Neuste Kommentare