Mrz 30

Tumblr.Jeder kennt sie,  jeder akzeptiert sie doch die wenigsten lesen sie. Die Nutzungsbedingungen. Tumblr User becapp gab sich die Mühe und nahm sich den Richtlinien von Tumblr an. Im Jungle der oft herrlich juristisch formulierten Wörter-Reihungen stiess sie auf überraschend witzige Passagen, bei denen sich die Verfasser wohl etwas Komik erlaubten.

Mitten in den Community Guidelines tauchen Sätze auf wie “Please don’t use Tumblr’s Upload Video Feature to host sexually explicit videos. We’re not in the business of profiting from adult-oriented videos and hosting this stuff is ****** expensive.”

Community Guidelines - Tumblr

Nicht nur die – hier jüngeren Leser zuliebe zensierte – vulgäre Sprache kommt unerwartet, Tumblr toppt dies noch und gibt im Folge Satz auch gleich einen Link mit, auf dessen Seite mal derartige Inhalte hochladen kann. Wenn’s hilft?

Weiter im Text finden sich Artefakte, die fortan das Lächeln des Leser breiter werden lassen.

  • “Don’t post private photos of your ex’s junk (no matter how attractive).”
  • “If you’re younger than 13, don’t use Tumblr. Ask your parents for an Xbox or try books.”
  • “If you want to ridicule or parody a public figure (and who doesn’t?) don’t try to trick readers into think you are actually that public figure.”

Noch heute lesen sich die Community Guidelines von Tumblr gleich. Ich bin gespannt wo dies noch hinführt. Wird es Nachahmer geben? Vielleicht ein letzter Versuch, den User zu motivieren, den Nutzungsbedingungen in Zukunft wieder mehr Bedeutung zu geben und vielleicht ist es auch ein Appell, uns wieder daran zu erinnern, dass es im Grunde genommen unsere Pflicht ist diese durchzulesen, wenn wir das nächste mal “I have read, understand, and agree to the  Terms of Service” bestätigen.

Bewusstes Viral-Marketing oder doch nur ein Jux? Kennt ihr selbst solche Fundstücke? Wann habt ihr das letzte mal Nutzungsbedingungen wirklich gelesen?

Share |

\\ tags: , , ,
2 Kommentare »

Mrz 28

Airtime - Chatroulette für Facebook Die beiden Startup-Investoren Sean Parker und Shawn Fanning haben sich wieder Zusammengefunden und gründen ein neues Startup: Airtime. Zur Erinnerung: Beide gründeten 1999 Napster, danach trennten sich ihre Wege. Sean Parker arbeitete vorübergehend bei Facebook; ihm gehören auch 7% des populärsten Social Networks. 

1. Was ist Aritime

Das Projekt ist noch nicht live. Das Ziel von Airtime soll es aber sein, Menschen via Videochat kenne zu lernen. Da Parker sehr gute Verbindungen zu Facebook unterhält, wird Airtime wohl eng mit Facebook verknüpft sein und so zum kennenlern Portal von Facebook werden.

2. Potential und Geschäftsmodell

Chatroulettes Erfolg war eher bescheiden. Zumal dort v.a. nackte Männer zu sehen sind. Wenn man aber sieht wie das Geschäft mit der Partnervermittlung boomt – Elite Partner erwirtschaftet alleine im Deutschsprachigen Raum über 20 Millionen Euro Umsatz – dann wird schnell klar dass Airtime hier riesiges Potential hat.

Das spannende an Airtime ist ganz klar die Verbindung zu Facebook. Airtime wird wohl die Menschen nicht zufällig miteinander zusammenbringen, sondern logisch, rsp. basierend auf deren Interessen.

3. Anderer Ansatz

Ein etwas anderer Ansatz eines Kennenlernvideochats bietet das Startup 85by55. Dieses setzt auf LinkedIn und möchte Unternehmen mit potentiellen Bewerbern verbinden. In einer Art Schnell-Vorstellungsgespräch via Videochat können Personalchef die Bewerber kennenlernen und so einen ersten Eindruck gewinnen.

Hat schon jemand von euch seine grosse Liebe auf Facebook gefunden?

Share |

\\ tags: , , , , , ,
1 Kommentar »

Mrz 26

Ganz nach dem Motto “Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt…” hat sich die katholische Kirche etwas ganz Neues überlegt. Schon seit längerem scheint die Bevölkerung je länger je weniger gewillt, sich sonntags früh in Schale zu werfen und zur Kirche zu kommen. Pfarrer Dietmar Heeg scheint genau dafür nun die richtige Lösung gefunden zu haben und implementiert diese – no kidding – am 1. April 2012. 

Wir alle haben diese Woche wieder neue Schreckensmeldungen bezüglich Privatsphäreeinstellungen und Datenschutz auf Facebook gehört und haben uns zum 1000sten Mal gefragt, ob es nicht an der Zeit wäre, den Account zu schliessen. Doch wer hätte es gedacht – nun gibt uns die katholische Kirche einen Grund, dem Netzwerk treu zu belieben – oder versucht es zumindest.  Am Sonntag, 1. April 2012, 17.00 Uhr findet der erste Facebook Video-Live-Stream Gottesdienst aus der Kapelle des Kölner Tagungshauses Maternus statt. Die Übertragung wird auf den Facebook-Kanälen von katholisch.de, kirche.tv und domradio.de zu sehen sein.

Die Idee mach für jeden Social Media Manager eigentlich absolut Sinn: Die Gläubigen werden dazu aufgerufen, sich aktiv in die Predigt einzubringen, ein Wunschkonzert für Gebete und Fürbitten soll möglich sein, und jeder Zuschauer soll sich mit Kommentaren beteiligen. Denn, wie Pfarrer Heeg uns wissen lässt “der Heilige Geist weht auch im Internet”

Dass die Kirche sich dazu bewegt, auf die heutigen Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen ist lobenswert, doch ob dieser Approach dafür der richtige ist, um die Schäfchen zu vereinen, scheint mir äusserst fragwürdig, vor allem auch da die Ankündigung bereits zu zahlreichen sarkastischen Zeitungsartikeln geführt hat. Und auch ich kann mir nicht helfen, die Aktion erinnert zu stark an das Wahlvideo “Gäll du wählsch mi und willsch mi” der FDP Reinach (siehe unten), ein misslungener Versuch, sich in Szene zu setzen, wie 20 Minuten damals schrieb. Und ob ein solcher Online-Auftritt der Kirche zu mehr Glaubwürdigkeit verhilft ist aus meiner Sicht fragwürdig.  Auch frage ich mich, ob am Sonntag im Pyjama auf der Couch mit dem Laptop der richtige Ort ist, um sich  mit grundlegenden religiösen Fragen zu beschäftigen….

Trotzdem, warten wir ab und halten wir fest, dass es zumindest ein mutiger Schritt von Pfarrer Heeb ist, sich dem Internet zu öffnen. Vielleicht landet er ja einen viralen Hit…? Ich werde mich bestimmt am 1. April einmal in die Übertragung klicken. Kein Scherz!

Was hältst du von Online-Gottesdiensten auf dem eigenen Sofa? Sinnlos, peinlich oder ein Schritt in die richtige Richtung? Könntest du dir vorstellen, dich so mit deiner Religion zu beschäftigen?

Share |

\\ tags: , , , , , , , ,
keine Kommentare »

Mrz 22

Genau wie StudiVZ gemäss ZDF nun endgültig vor dem Untergang steht oder sich wohl bereits im freien Fall befindet, leidet auch die Musikindustrie bis heute Jahr für Jahr unter  fehlender beziehungsweise zu später Innovation, wie die Zahlen des letzten Jahres wieder klar zu verstehen geben. Was können wir daraus lernen?

Die Schweizer Musikindustrie hat diese Woche die Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht und blickt wiederum auf ein schwarzes Jahr zurück. Zwar konnten die digitalen Verkäufe etwas zulegen, doch decken diese Einkünfte bei weitem nicht den Rückgang der Einnahmen aus den CD-Verkäufen. Der Gesamtumsatz verzeichnet einen Rückgang von ganzen 23 Millionen Franken, also um ca. 16%. Die Musikindustrie schreit daraufhin erneut nach politischem Support.

Auch von Seiten von StudiVZ hat ZDF Schreckensmeldungen veröffentlicht, in einem Bericht über die Entwicklung des Unternehmens in 3 Phasen vom Aufstieg bis zum Fall. Als Fazit prangern sie die mangelnde Innovationsfähigkeit der Plattform an, wörtlich, dass sie nur das einführten, was alle anderen bereits machten.

Was können wir von diesen zwei unglücklichen Stories lernen? Im Web heisst es, sich immer weiter zu bewegen und möglichst zwei, drei Schritte vorauszudenken. Hätte sich die Musikindustrie nicht jahrelang gegen die Online-Angebote gewehrt, wären sie heute in einer deutlich besseren Position in den Online-Märkten und hätten sich viele Verluste ersparen können.

Meistens ist dies jedoch schneller gesagt als getan. Grundsätzlich heisst es Augen offen halten und nach Möglichkeiten der Weiterentwicklung Ausschau halten. Das Risiko, auf das falsche Pferd zu setzten ist da, jedoch wer gar nicht wettet wird auch bestimmt nichts gewinnen.

Wie siehst du die Entwicklung der Musikindustrie in Zukunft? Auf was würdest du als Investor setzen? Hast du schon einmal an eine Entwicklung geglaubt, woraus schlussendlich nichts geworden ist?

Share |

\\ tags: , , , , , , ,
2 Kommentare »

Mrz 21

Mit dem Wechsel auf die neue Timeline für Pages hat Facebook einige kleine Änderungen eingeführt. Neu können iFrames 810 Pixel breit sein. Hier eine Anleitung, wie ihr einen iFrame-Tab erstellen könnt:

1. Anwendung erstellen

Einen Tab erstellen Sie unter diesem Link. Damit sie Anwendungen erstellen können müssen sie sich als Facebook Developper registriert haben. Im nun folgenden Dialog geben wir der App einen aussagekräftigen Namen. Der Name ist nur für interne Zwecke wichtig, ihr solltet aber trotzdem einen aussagekräftigen Namen vergeben, damit ihr bei mehreren Apps, die ihr vielleicht später für weitere Tabs erstellen werdet, nicht den Überblick verliert. -> Danach folgt wie üblich “Terms of Use” und ggf. ein Captcha.

2. Anwendung richtig einstellen

Oben könnt ihr ein Bild für ein Icon einfügen. Sollte das Bild größer als 16×16 pixels sein, so wird es zugeschnitten und umgewandelt. Danach unten nur den “Seitenreiter” auswählen und folgende Daten eintragen:

Facebook Landing Page

Hier kann der Tab Namen defniiert werden, der dann tatsächlich für den Tab auf der Facebook-Fanseite genutzt wird. Bei Page-Tab URL die Adresse zur erstellten HTML- oder PHP-Datei eigeben. Rsp. nur den Pfad zum Verzeichnis angeben! Dieses File (Breite ist fix: 810 Pixel) wird dann im iframe auf der Facebook-Fansite dargestellt. Wichtig: Es muss auch ein Link zu einem Verzeichnis mit SSL-Unterstützung eingegeben werden. Diese HTTPS-Adresse wird inzwischen von Facebook aus Gründen der Sicherheit zwingend gefordert. Wer kein Geld für ein SSL-Zertifikat ausgeben möchte findet unter diesem Link eine kostenlose Möglichkeit für Speicherplatz mit SSL-Unterstützung.

3. Tab auf Facebook-Fanseite freischalten

Hier der Muster-Link für die Freischaltung:

https://www.facebook.com/dialog/pagetab?app_id=MEINE_APPID&display=popup&next=MEINE_URL

Dieser muss natürlich angepasst werden:

Für MEINE_APPID die ID der App eingeben und für MEINE_URL die URL angeben, welche bei Page Tab URL (siehe Bild oben) gewählt wurde.

Diese Muster-URL sollte dann so aussehen:

https://www.facebook.com/dialog/pagetab?app_id=1234567890&display=popup&next=http://meinedomain.de

Mit dieser URL könnt ihr dann eure App der Page hinzufügen: URL einfach im Browser eingeben und auf den Button “Der Seite hinzufügen”. Das war es!

5. Icon für die Anwendung definieren

Damit eure Apps auch grafisch schön verlinkt sind, kann ein eigenes Icon gewählt werden. Die Idealgrösse für ein derartiges Icon beträgt 111 x 74 Pixel. Wenn ihr die App wie oben beschrieben hinzugefügt habt, könnt ihr ein eigenes Bild festlegen. Und zwar auf der Page alle Apps aufklappen, danach mit der Maus über die betreffende App fahren und auf den Editier-Stift klicken und Einstellungen bearbeiten wählen.

Facebook Anwendungen erstellen

Danach erscheint ein Dialog. Dort bei “Eigenes Reiterbild” auf “ändern” klicken und danach könnt ihr das eigene Icon hochladen.

Welches sind die beliebtesten FB Apps?

Share |

\\ tags: , , , ,
3 Kommentare »

Switch to our mobile site