Praktikant - Michael Besek

Das Mozilla Persona Login-VerfahrenDas Internet ist ein gefährlicher Raum: Schnell passiert es, dass die persönlichen Daten gestohlen oder missbraucht werden. Das bringt uns zu einem kritischen Punkt: das Speichern von Daten. Wie können die Daten von Benutzern zuverlässig und sicher abgelegt werden, nachdem sich ein Benutzer registriert hat?

Mozilla Persona (Ehemalig “BrowserID”) will da Abhilfe schaffen: mit einem Login-System, das die Daten nicht dem Webseiten-Betreiber überlässt, sondern gänzlich auf den eigenen Persona-Servern speichert und eine API für den Abruf der Daten bereitstellt.

Das Konzept ist bekannt: mit Facebook-Logins und co. können wir uns heutzutage auf vielen Web-Portalen anmelden ohne uns ein weiteres mal registrieren zu müssen. Hier stellt sich die Frage: wollen wir wirklich ein Social-Network wie Facebook benutzen, welches alle unsere privaten Daten und unsere Kontakte gleich mitgibt? Klar: Es gibt natürlich auch den klassischen Weg, nämlich den, bei dem wir uns jedes mal neu auf einer Webseite registrieren. Aber auch hier gibt es Bedenken: was passiert mit den Daten die wir hier eingeben?

Mozilla Persona will dieses Problem lösen. Die Daten werden hierbei nämlich auf das Minimum begrenzt: Lediglich eine E-Mail-Adresse und ein Passwort soll man eingeben, um einen Account zu erstellen. Diesem Account kann man dann auch noch weitere E-Mail-Adressen hinzufügen, und somit ein allgemeines Master-Passwort für all seine Logins erstellen. Wenn man sich nun einmal mit seinem Browser mit einer seiner E-Mail-Adressen angemeldet hat, kann man auf jeder Seite die Mozilla Persona nutzt nur noch auf den Login-Button klicken und die gewünschte E-Mail-Adresse auswählen. Schon ist man eingeloggt!

Screenshot vom Mozilla Persona Login-Verfahren

Nun zu den drei eigentlich interessanten Punkten:

  • Nur die E-Mail-Adresse des Benutzers wird der Webseite mitgeteilt, und keine weiteren persönlichen Daten.
  • Die Passwörter und andere Daten werden sehr sicher gelagert.
  • Der Benutzer von Mozilla-Persona entscheidet, welche Daten von ihm verwendet werden. Adresse und Name für einen Online-Shop? Kein Problem; die Anzahl Freunde im Social-Network, seine Hobbys oder seine Telefonnummer – eher nicht!

Wobei wir bei einem weiteren wichtigen Punkt für Webseiten-Betreiber selbst angelangt sind: wie viel Arbeit und Ressourcen will man investieren, um die Sicherheit der Daten der Benutzer zu gewährleisten? Mit Mozilla Persona praktisch gar nicht: denn mit dieser Anleitung können Entwickler mit weniger Aufwand ein Login-System integrieren und das Absichern der Daten übernimmt Mozilla.

Doch wie kann man sich sicher sein, dass die E-Mail Adresse wirklich der Person gehört die sich einloggt? Mozilla Persona speichert gewisse Daten auf dem Client (Sprich: der Browser des Benutzers), welche der Webseite mitteilen, ob ihm auch wirklich diese E-Mail-Adresse gehört.

Doch gewisse Zweifel bleiben natürlich: Mehrere E-Mail-Adressen, die mit nur einem Passwort gesichert sind? Deshalb sollte auch unbedingt ein sehr sicheres Passwort gewählt werden. Wie sicher das Passwort ist, kann man zum Beispiel beim Microsoft Passwort-Check überprüfen.

Abschliessend lässt sich sagen: Ein neues Konzept ist es nicht, aber es wurde verfeinert. Es gibt noch ein paar wenige Alternativen, wie zum Beispiel openID, oder auch Passwort-Manager wie Keefox oder Keepass.

Mir persönlich gefällt dieses Konzept, und Mozilla ist eine Organisation, der ich Vertrauen schenke. Würdet ihr ein solches Login-Verfahren verwenden? Oder ein solches auf eurer Webseite einbinden?

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Jenny Peier

Instagram FiltersKurz vor den Feiertagen und dem neuen Jahr, genau dann, wenn niemand mehr wirklich hinhört, hat sich Instagram dazu entschlossen, einige gravierende Änderungen ihrer AGBs vorzunehmen. Doch so unbemerkt wie vielleicht erhofft blieben diese dann doch nicht – eine Welle der Entrüstung der User schlug der Plattform entgegen, gefolgt von einer Massen-Kündigung von Accounts. Alles nur Panik oder was genau steckt eigentlich hinter den Neuerungen und welche Konsequenzen haben diese für mich als User?

Die grundlegendste Änderung, welche ab dem 16. Januar 2013 in Kraft tritt, ist, dass sich Instagram offiziell das Recht einräumt, Bilder der Nutzer zu verkaufen. Die Bilder sind zwar weiterhin Besitz des Nutzers, jedoch hat Instagram ab Januar die Möglichkeit, die Verwertungsrechte weiterzugeben. Dieser Vorschlag des beliebten Netzwerks löste weltweite Proteste aus, was sie dazu brachte, einen Schritt zurück zu gehen, und auf die Kritik zu reagieren. In einem Blogpost stellten sie klar, dass sie keine Pläne hätten, die Fotos der User zu verkaufen, noch in Werbung zu verwenden, dass die Rechte weiterhin bei den Usern blieben, und man Fotos weiterhin als “privat” markieren könne, was ein Teilen verunmöglicht.

Nun, dass sie keine Pläne haben, die Fotos zu verkaufen, scheint an dieser Stelle nicht allzu beruhigend. Dies drückt lediglich einen momentanen Zustand aus – wer weiss was sie in einem Jahr vorhaben. Aber wir wollen an dieser Stelle nicht allzu viel Negativität verbreiten. Trotzdem, rein rechtlich könnten die Fotos der User – wie eindrücklich, wenn auch wohl leicht dramatisiert, im Artikel von Chic und Schlau gezeigt wird – für jegliche Zwecke verwendet werden, ohne dass der Nutzer seine Einwilligung dazu geben muss. Eine Tatsache, die bei den meisten eine begründete Unbehaglichkeit auslöst.

Doch ein weiterer Punkt, welcher in dem ganzen Sturm beinahe unterging, ist das freie Teilen der Instagram-Daten mit Facebook ab Januar 2013. Dass der Service aufgekauft wurde, war allen klar – somit war der Schritt zur Übernahme der Daten von Facebook nicht mehr weit. Trotzdem bedeutet dies eine weitere Ergänzung der Facebook-Datenbank mit Daten, welche der User ursprünglich nicht mit den Facebook-Daten in Verbindung gebracht hatte oder mit Facebook zu teilen dachte.

Aber wie auch immer die Situation vom einzelnen User interpretiert und empfunden wird – bis zum 16. Januar heisst es wohl Daten überprüfen, Fotos durchmisten und sich überlegen, ob Instagram weiterhin Alltagsbegleiter bleiben soll. Ich habe meinen  Account bisher noch nicht gelöscht, denn ob Nutzungsbedingungen oder nicht, wo meine Fotos, welche ich im Internet verbreite, später einmal (legal oder illegal) auftauchen, weiss ich nie ganz genau, deshalb lieber Vorsicht walten lassen, auch bei Plattformen mit wasserdichten AGBs. Und für alle, die vor Instagram flüchten möchten, hier einige alternative Anbieter.

Nutzt du Instagram? Stören dich die neuen AGBs? Welche Konsequenzen ziehst du daraus? Wirst du dein Verhalten auf der Plattform anpassen?

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Jenny Peier

Virus-BildSchreckensmeldungen von Skimming, Fishing, manipulierten Bankautomaten und Angriffen auf Online-Banking via Smartphone-Trojaner machen in diesen Tagen die Runde. Langsam fühlt sich niemand mehr  so richtig sicher online. In diesem Sinne wurde im November die Liste der gefährlichsten Programme für jeden PC oder Mac veröffentlicht. Darauf steht jedoch nicht etwa fragwürdige Sharing Software, sondern unsere täglichen “Freunde”. Doch wer hat das Rennen auf den zweifelhaften ersten Platz gemacht und wie kann ich mich schützen?

Kapersky hat den Online-Pranger aufgestellt. Als erste kurze Beruhigung: Microsoft-Programme sind – diese Mal – nicht mehr auf der Liste zu finden. Jedoch andere bekannte Verdächtige: Als schlimmster Feind zeigte sich Java von Oracle, eine Software-Plattform für Java Anwendungen, über welche 56% der durch Kapersky verhinderten Angriffe eingingen. Hier empfiehlt sich eine Deaktivierung, sollte die Software nicht zwingend gebraucht werden. Aber auch Adobe’s Falsh Player, sowie Quicktime oder  iTunes finden wir auf der Liste ganz oben wieder.

Doch woher stammen die Gefahren und wie kann man einen Angriff verhindern? Fest steht, dass meistens weit verbreitete Programme attackiert werden, welche von Nutzern nicht regelmässig aktualisiert werden. Alte Versionen bieten Löcher, welche von Angreifern umgehend genutzt werden, um den Rechner anzugreifen, und sich Zugang zu verschaffen. Es ist also wichtig, auch selten genutzte Programme auf dem neusten Stand zu halten.

Und wie hat Windows den Sprung von der Liste geschafft? Die meisten Windows-Programme werden mit einem automatischen Update-Mechanismus geliefert, welcher im Hintergrund nach neuen Sicherheitspatches sucht, ohne dass der User selbst ein Update vornehmen muss.  Was lernen wir daraus? Sich um Updates zu kümmern macht durchaus Sinn. Daher können wir nur hoffen, dass der Windows Store von Windows 8 uns hier eine Hilfestellung bietet, ähnlich wie der zentrale Paket Manager von Linux. Ein zentraler Ort für das Management von Updates und Sicherheitspatches wäre auf jeden Fall von Vorteil für den Nutzer.

Wie häufig installierst du (wirklich!) Updates? Hattest du in der Vergangenheit schon einmal Probleme mit obgenannten Programmen?  Wie siehst du die Virengefahr für den 0815-User?

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Bryan Graf

we know what you're doing - facebook privacyAnfang diese Woche hat mein Kollege Michael Fürer einen Blog Post zum Thema Online Reputation verfasst. Das unachtsame Äussern von Kommentaren auf öffentlichen Diskussions-Plattformen, oder auch vorallem die fehlenden Privatsphäre-Einstellungen in den Sozialen Netzwerken, können sich durchaus negativ auf die Online Reputation auswirken. Die Website ’We know what you’re doing‘ macht sich diese Fahrlässigkeit zunutze und stellt die Public Facebook Status konsolidiert nach Rubriken auf einer Seite online.

Allein auf Facebook tummeln sich mittlerweile über 955 Millionen User, davon über 522 Millionen User täglich und über 543 Millionen User greifen mobil zu. Klar, dass nicht alle gleich viel Wert auf die Privatsphäre-Einstellungen legen; da sie es teils schlichtweg nicht wissen oder denen es auch egal ist – auch wenn die Sensibilität aufgrund der zahlreichen Negativ-Berichterstattungen in jüngster Vergangenheit doch etwas zugenommen hat. Facebook macht es einem aber auch nicht immer leicht mit den laufenden Änderungen. Wer seine Privatsphäre-Einstellungen laufend überprüft und kennt, dem sei geraten immer zweimal zu überlegen, ob der Frust nun ins Internet festgeschrieben werden soll oder nicht. Wer die Privatsphäre oder Sicherheitseinstellungen lediglich vom Hörensagen oder sonstigen Berichterstattungen kennt und die eigenen noch nie überprüft hat, dem sei geraten, gänzlich auf kritische Postings zu verzichten! Besonders in der heutigen Zeit in welcher wir nicht mal mehr erst einen Rechner hochfahren müssen, sondern ganz bequem das Smartphone aus der Hosentasche zücken und kurzerhand ein Statusupdate oder Tweet absetzen können, ist es schnell passiert, dass etwas im Affekt getippt wird.

Mit “Wir wissen was du tust und wir denken, du sollst damit aufhören” stellt so das Social Networking Privacy Experiment bei weknowwhatyouredoing.com öffentliche Facebook Statusupdates auf deren Page online. Die Einträge sind unterteilt in die Rubriken ‘Wer will gefeuert werden?’, ‘Wer hat einen Kater?’, ‘Wer nimmt Drogen?’ und ‘Wer hat eine neue Telefonnummer?’ inkl. dem dazugehörigen Autoren mit Profilbild und Namen. Man kann gar mit Keywords nach Statusupdates suchen. Wie das geht, ganz einfach: Die Website bezieht die Daten direkt aus der öffentlich zugänglichen Facebook API und völlig legal. Ziel der Seite ist es, dass die Nutzer verantwortungsvoller mit deren Daten umzugehen lernen / wissen. Und der erste Schritt sei sicherlich die eigenen Facebook Kommentare nicht für alle zugänglich zu machen. Facebook selbst trifft grundsätzlich weniger die Schuld, da es in erster Instanz an den Nutzern liegt, die Sicherheitseinstellungen entsprechend vorzunehmen, damit eben nur deren Freunde oder auch einen Teil davon den einen oder anderen Status sehen und nicht die ganze Welt mitliest.

Die entsprechenden Anpassungen lassen sich in den Facebook Privatsphäre-Einstellungen relativ schnell und einfach vornehmen. Hier lässt sich Kontrollieren ob Inhalte nur für den Freundeskreis (Freunde) oder die Öffentlichkeit (Öffentlich) publiziert werden sollen. Ich rate allerdings via ‘Benutzerdefiniert’ weitere Details zu prüfen und einzustellen.

Wie sind eure Erfahrungen mit den Privatsphäre-Einstellungen, entweder jene des persönlichen Accounts oder die eurer Freunde? Macht ihr eure Freunde auf fehlende Einstellungen aufmerksam? Habt ihr einen Tweet oder ein Facebook Status auch schon bereut bzw. hinterher wieder gelöscht?

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Michael Fürer

wenn der Arbeitgeber dich googelt…dann sieht er hoffentlich nur, was er auch sehen soll. Search Engine Marketing (kurz SEM) und insbesondere Search Engine Optimization (SEO) sind heutzutage für die meisten Unternehmen Standard. Doch wie sieht‘s eigentlich mit den personenbezogenen Suchergebnissen aus? Lohnt sich ein „Personal Branding“ für jedermann? Hast Du Dich schon mal gegoogelt? Was wenn unter deinem Namen negativ assoziierte Informationen auf Google erscheinen? Was denkt ein HR-Verantworlicher, wenn sie dich googlen? Genug Fragen um sich dem Thema mal tiefer zu widmen.

Aber zunächst ein paar Zahlen zur Ausgangslage; Pro Tag werden gemäss brandyourself.com 1 satte Milliarde Namen gegoogelt, davon wird in 94% der Fälle nur die erste Seite an Suchergebnissen begutachtet. 15% aller Leute haben mindestens ein negatives Suchresultat, das dem Ruf schaden könnte (in Google’s Top 10 versteht sich). 2% aller Personen erreichen es im Gegenzug, die komplette Liste der ersten Seite für sich beanspruchen zu können. Grundsätzlich bin ich nicht heiss darauf, mich zu diesen 2% zählen zu können, doch will ich kontrollieren können, was Google über mich liefert. LinkedIn, Xing aber auch unser Blog sind Ergebnisse, unter denen ich mich gerne suchen lasse, insbesondere mein Geblogge soll ja gehört werden, klar. Doch was tun, wenn sich nun ein rufschadender Link unter die anderen mischt? Egal ob die Rufschädigung dahinter stimmt, frei erfunden ist oder sich eine andere Person mit selbem Name dahinter verbirgt: Dieser Link muss weg! „Es gibt zig Leute mit meinem Namen!“ könnte sich manch einer denken. Macht es das einfacher? Nein! Denn wer möchte schon verwechselt werden mit einer Person, die ihrem/unserem Namen alles andere als gute Reputation verschafft. Also:

Negative Links finden und verdrängen!

Der schnellste und direkteste Weg ist, den Betreiber der entsprechenden Information zu bitten, den Inhalt vom Netz zu nehmen. Doch da dies in den wenigsten Fällen klappt, bleibt nur die Verdrängung des Links auf die 2. Seite (mindestens). Folglich müssen neue Links her oder bestehende aufgewertet werden, denn nur so rutschen andere Links nach unten. Am einfachsten geht dies mit den Social Networks. Gemäss BrandYourself.com schliesst dabei LinkedIn besonders gut ab. Auch Facebook, Google+ und Twitter schaffen es in der Regel hoch in die Top 10 von Google, womit man schon mal drei gute und vor allem repräsentative Links platzieren kann. Wer nun Panik kriegt und insbesondere mit seinem Facebook-Profil nicht in Google gefunden werden will, sollte sich einmal mehr die Privacy Einstellungen der entsprechenden Networks annehmen. Zu meiner Person findet der Google-User (als Beispiel) zwar mein Profil, hat aber nur sehr beschränkt Einsicht in meine Aktivitäten, respektive sieht nur das, was ich auch bewusst als „Public“-Content definiere. Ist der User nicht bei Facebook angemeldet, sieht er gar nur mein Cover- sowie mein Profilbild, that’s it.

Genügt dies nicht, kann man sich mit weiteren Microsites, wie about.me oder eben brandyourself.com gute Chancen ausrechnen, um weitere Positionen zu ergattern. Zweitere Website bietet gar einen Dienst, der aktiv positive Links (welche der Nutzer deklariert) pusht, um somit negative Links weiter zu verdrängen. Ein Service, den ich bis anhin zum Glück nicht nutzen musste ;-) . Wer sich Google selbst zu nutzen machen will und über neuauftauchende Links stehts im Bilde sein möchte, kann sich des Google’s Alert Tool bedienen, welches einem benachrichtigt, sobald wieder was auftaucht.

Negative Inhalte gar nicht erst zulassen.

Mal abseits all der anderen Namensfetter im Netz, ist man allgemein schon mal gut bedient, wenn man ab und zu wiedermal all seine Profile im Netz prüft und insbesondere ein Auge auf die Sicherheitseinstellungen wirft. Noch sicherer fährt, wer erst gar nicht (und damit mein ich auch in Kreisen der engeren Freunde), peinliche Inhalte Online stellt. Bleibt authentisch in allem, was ihr im Netz so tut, so wiederspiegeln zumindest eure eigenen Links das, was ihr auch offline vermitteln wollt.

Wie geht ihr mit dem Thema um? Wisst ihr über eure Ergebnisse Bescheid? Wurdet ihr gar schon angesprochen auf eure Resultate? Lasst es uns wissen.

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Jenny Peier

Ganz nach dem Motto “Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt…” hat sich die katholische Kirche etwas ganz Neues überlegt. Schon seit längerem scheint die Bevölkerung je länger je weniger gewillt, sich sonntags früh in Schale zu werfen und zur Kirche zu kommen. Pfarrer Dietmar Heeg scheint genau dafür nun die richtige Lösung gefunden zu haben und implementiert diese – no kidding – am 1. April 2012. 

Wir alle haben diese Woche wieder neue Schreckensmeldungen bezüglich Privatsphäreeinstellungen und Datenschutz auf Facebook gehört und haben uns zum 1000sten Mal gefragt, ob es nicht an der Zeit wäre, den Account zu schliessen. Doch wer hätte es gedacht – nun gibt uns die katholische Kirche einen Grund, dem Netzwerk treu zu belieben – oder versucht es zumindest.  Am Sonntag, 1. April 2012, 17.00 Uhr findet der erste Facebook Video-Live-Stream Gottesdienst aus der Kapelle des Kölner Tagungshauses Maternus statt. Die Übertragung wird auf den Facebook-Kanälen von katholisch.de, kirche.tv und domradio.de zu sehen sein.

Die Idee mach für jeden Social Media Manager eigentlich absolut Sinn: Die Gläubigen werden dazu aufgerufen, sich aktiv in die Predigt einzubringen, ein Wunschkonzert für Gebete und Fürbitten soll möglich sein, und jeder Zuschauer soll sich mit Kommentaren beteiligen. Denn, wie Pfarrer Heeg uns wissen lässt “der Heilige Geist weht auch im Internet”

Dass die Kirche sich dazu bewegt, auf die heutigen Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen ist lobenswert, doch ob dieser Approach dafür der richtige ist, um die Schäfchen zu vereinen, scheint mir äusserst fragwürdig, vor allem auch da die Ankündigung bereits zu zahlreichen sarkastischen Zeitungsartikeln geführt hat. Und auch ich kann mir nicht helfen, die Aktion erinnert zu stark an das Wahlvideo “Gäll du wählsch mi und willsch mi” der FDP Reinach (siehe unten), ein misslungener Versuch, sich in Szene zu setzen, wie 20 Minuten damals schrieb. Und ob ein solcher Online-Auftritt der Kirche zu mehr Glaubwürdigkeit verhilft ist aus meiner Sicht fragwürdig.  Auch frage ich mich, ob am Sonntag im Pyjama auf der Couch mit dem Laptop der richtige Ort ist, um sich  mit grundlegenden religiösen Fragen zu beschäftigen….

Trotzdem, warten wir ab und halten wir fest, dass es zumindest ein mutiger Schritt von Pfarrer Heeb ist, sich dem Internet zu öffnen. Vielleicht landet er ja einen viralen Hit…? Ich werde mich bestimmt am 1. April einmal in die Übertragung klicken. Kein Scherz!

Was hältst du von Online-Gottesdiensten auf dem eigenen Sofa? Sinnlos, peinlich oder ein Schritt in die richtige Richtung? Könntest du dir vorstellen, dich so mit deiner Religion zu beschäftigen?

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Ich spiele auf Facebook weder FarmVille noch CityVille. Und daher bin ich auch nicht an Meldungen im Newsfeed oder an Einladungen zu derartigen Spielen interessert. In diesem Blogpost zeige ich auf, wie ihr diese Facebook-Anwendungen blockieren, Anfragen deaktivieren und Meldungen im Newsfeed verbergen könnt.

1. Apps Blockieren

Falls ihr bereits einmal Cityville gespielt rsp. als App zugelassen habt, könnt ihr diese App wie folgt deaktiveren:

1. Oben rechts auf den Pfeil klicken, und dann Kontoeinstellungen auswählen.

2. Danach oben links auf Anwendungen klicken um alle Anwendungen zu sehen. Diese könnt ihr nun bearbeiten, oder eben ganz entfernen.

Anwendungen und Benachrichtigungen von Farmville und Cityville auf Facebook blockieren2. Anfragen für Anwendungen sperren

1. Links oben auf die Weltkugel klicken und dann auf  “Alle Benachrichtigungen anzeigen”.

2. Nun seht ihr all die Benachrichtigungen welche ihr erhalten habt. Dann bei Cityville oder Farmville rechts auf das x klicken.

3. Bei ‘Benachrichtige mich, wenn” Niemals auswählen.

Cityville und Farmville Anfragen blockieren

3. Beiträge von Anwendungen verbergen

Wenn euch die Beiträge von bestimmten Anwendungen im Newsfeed stören, dann könnt ihr diese wie folgt verbergen:

Rechts auf den Pfeil klicken und dann auf “Alle Beiträge von CityVille vergergen”:

CityVille

Leider kann man bei Facebook die Spiele nicht generell deaktivieren, sondern man muss für jede Anwendung die Anfragen separat blockieren.

Dies ist bei Google+ viel besser gelöst. Dort sind die Spiele abgetrennt aufgeführt und mit folgendem Icon erreichbar:

Google+ GamesTipp: Für die Google+ Games Chrome verwenden!

Habt ihr euch auch schon über die zahlreichen Benachritigungen von Games auf Facebook geärgert?

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Jenny Peier

Google plus Your WorldGoogle hat mit dem Roll-Out des neuen Suchalgorithmus “Search plus Your World” begonnen, welcher verspricht, dass meine Suchresultate noch mehr auf meine Person zugeschnitten sind. Dies aufgrund meiner Informationen, welche ich bei Google+ eingegeben habe. Auf der einen Seite ist dies eine super Möglichkeit, G+ einen Boost zu verpassen, andererseits stellt sich die Frage nach der Relevanz der Ergebnisse. Ein zweischneidiges Schwert.

Auch ich selbst bin mir noch nicht sicher, was ich von der neuen Entwicklung bei Google halten soll, denn ausprobieren konnte ich sie in der Schweiz bisher noch nicht. Allerdings habe ich eine Vorschau gesehen. Über den Suchergebnissen werden neu “personal results” angezeigt, welche über meinen Freundeskreis und die Informationen in meinem G+ Profil ermittelt werden. Dadurch finde ich schneller, was Google denkt dass ich suchen könnte…

Gleichzeitig erhöht Google die Sicherstellung der Privatsphäre, indem die Übertragung der Suchbegriffe, sowie der Transfer mit der SSL-Technologie verschlüsselt werden (https). Trotzdem werden alle meine Suchbegriffe mit meinem Konto bei Google gespeichert und sind später abrufbar, ausser ich schalte diese Funktion explizit aus.

Google denkt also mit. Dies jedoch auf Kosten der Relevanz. Für den User ist neu relevant, was in seinem Kreis passiert, statt das, was allgemein in der Welt geschieht. Da höre ich bereits die vielen “Social Bubble”-Theoristen aufschreien und von einer Isolation und Wissenskluft predigen. Jedoch ist es nicht auch im wirklichen Leben so, dass mein Informationsfluss von meiner Umgebung bestimmt wird?

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das Angebot entwickeln wird. Gerade Anbieter wie Facebook können bei einem solchen Service nicht mithalten, was G+ vielleicht endlich den Boost verleiht, welchen es dringend gebrauchen könnte.

Wie stehst du zu personalisierten Suchergebnissen basierend auf G+? Hast du Bedenken? Welchen Nutzen und welche Gefahren birgt die Personalisierung deiner Meinung nach mit sich?

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Jenny Peier


Microsoft steigt nach Google auch ins Social Network Business ein. Jedoch nicht als Konkurenz zu Facebook, wie das G+ versuchte, sondern in einer Kooperation mit dem Netzwerk-Giganten. Das ganze nennt sich So.cl und wurde von den FUSE Labs in der Microsoft Forschungsabteilung entwickelt. So.cl soll jedoch die tratditionellen Netzwerke nicht ersetzten, sondern gilt vorerst als “Lernplattform”, was von Microsoft noch nicht näher definiert wurde…

Dass wir alle nicht noch ein neues Social Network brauchen, scheint offensichtlich. Selbst Google Plus muss sich erst einmal längerfristig im Feld behaupten. Socl will den Kampf anders angehen. Bisher scheint uns die Plattform jedoch noch nicht viel Neues zu bieten: Nutzer können Fotos, Videos und Nachrichten posten, andere Mitglieder mit ähnlichen Itneressen finden und Gruppen bilden.

Collagen sind bisher die eigentliche Neuheit, wobei Microsoft ihr Tool “Montage” zur Verfügung stellt. Das Feature macht es möglich, gemeinsam Medienangebote zu sammeln und gemeinsam anzuschauen. Die Suchfunktion basiert – wie zu erwarten war – auf Microsofts Suchmaschinenanbieter Bing.

Die Verknüpfung mit Facebook wird auch für Socl die Frage nach den Datenschutz- und Privatsphäreeinstellungen aufwerfen, da diese zum grössten Teil auf Facebook basieren. Doch diese Sorgen müssen wir uns noch nicht machen, denn bisher ist Socl erst für die Studenten der Washington University und der New York University geöffnet. Man kann sich jedoch bereits hier vorregistieren.

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Jenny Peier

Suizidprävention über FacebookDass sich Social Media zum Kommunikations- und Verwaltungstool unserer Freundschaften und Beziehungen entwickelt oder zum Teil bereits entwickelt hat ist bei weitem nichts Neues. Nun wird jedoch Facebook aktiv im Bereich der Suizidprävention unter Einbezug des Netzwerks von suizidgefährdeten Mitgliedern. Ein neuer Approach um die Community effektiv zu nützen?

Gerade in Zeiten, wo Cyber-Mobbing zum Begriff in der Gesellschaft wird, entwickelt sich vermehrt ein Bedürfnis für Suizidbekämpfung über Social Media. Bereits im März 2011 lancierte Facebook eine Warnfunktion für immer wiederkehrende unbeantwortete Hilferufe durch selbstmordgefährdete User. Die Funktion ist jedoch mittlerweile nicht mehr erreichbar, es werden lediglich die Nummern von Hilfsorganisationen angegeben.

In einer neuen Kooperation mit Lifeline in den USA geht Facebook nun einen Schritt weiter in Richtung aktive Prävention.  Facebook-User haben die Möglichkeit, ihre Freunde, welche Suizidgedanken äussern über Facebook zu melden. Statt, dass die gemeldete Person eine Telefonnummer erhält, wird sie durch die neue Kooperation sofort über Facebook kontaktiert, und erhalten die Möglichkeit, mit einem Sozialarbeiter auf der Plattform zu chatten. Dies bedingt also nicht mehr, dass die betroffene Person die Nummer einer Hotline wählt.

Dass Facebook sich vermehrt in die Privatsphäre der User einmischt scheint einigen noch fragwürdig, ist in diesem Fall jedoch ein wichtiger Schritt um Menschenleben aktiv zu retten. Der Service ist bisher erst in den USA erhältlich.  Sollte er sich jedoch bewähren wird er auf weitere Länder ausgeweitet.

Wie stehst du zur Suizidprävention über Facebook? Wie weit darf ein Soziales Netzwerk gehen, um Personen vor Selbstmord zu schützen? Wäre eine automatisierte Erkennung von Suizid-Posts eine Option? Wo liegen die Gefahren?

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