Feb 08

Suchmaschinen-Marketing, welches sich in die Kernbereiche Suchmaschinen-Optimierung (SEO – Search Engine Optimization) und Suchmaschinen-Werbung (SEA – Search Engine Advertising) unterteilen lässt, wird nach wie vor immer wieder bei Entscheidungsträgern hinterfragt. Eigentlich erstaunlich, gemessen am Kosten/Nutzenverhältnis. In diesem Beitrag legen wir den Fokus auf die Suchmaschinen-Optimierung. 

Suchmaschinen-Optimierung (SEO): so werden Sie gefunden!

Suchmaschinen-Optimierung (SEO): so werden Sie gefunden!

Ein nicht unwesentlicher Anteil der Entscheidungsträger innerhalb von Unternehmen und Marketingabteilungen ist nach wie vor etwas zurückhaltend mit dem Mitteleinsatz für für die Suchmaschinen-Optimierung. In diesem Blog wurde in der Vergangenheit immer wieder auf das Warum (reason why) und das Wie (Knowhow & How To) bei der Suchmaschinen-Optimierung eingegangen. In der Folge als Reminder einige der wichtigsten Gründe, warum die Suchmaschinen-Optimierung eine wichtige Rolle innerhalb des (Online-)Marketing-Mix spielt. Diese Auflistung könnte dabei noch weiter ergänzt werden, in den kommenden Wochen werden wir auf einige Punkte im Detail und vertieft eingehen bezüglich der wirkungsvollen Umsetzung.

1. Awareness & Bekanntheitsgrad: Kunden, Partner und Konsumenten suchen die Produktinformationen heute mehrheitlich im Internet, dabei spielen Suchmaschinen, allen voran Google, eine entscheidende Rolle. Entsprechend kann eine Website noch so gut aussehen: wenn man diese über die Suchmaschinen nicht auffindbar macht ist das vergleichbar mit einem schönem Prospekt welcher im eigenen Keller verstaubt.

2. Geringer Streuverlust: Mit einer soliden Optimierung kann sichergestellt werden, dass vor allem jene angesprochen werden, welche auch nach den entsprechenden Inhalten suchen. Das heisst der Streuverlust ist hier massiv geringer als z.B. bei einem sehr teuren Massenversand, bei welchem der Grossteil der Empfänger nicht angesprochen wird.

3. Cross-Media: Wer eine Kampagne auffährt sollte sicherstellen, dass die Inhalte der Website nicht nur auffindbar sind, sondern auch zur jeweiligen Kampagne passen. Nach wie vor werden potentielle Kunden z.B. mittels flankierenden Massnahmen (Radio, Plakat, Inserat etc.) angesprochen und suchen später Informationen dazu im Internet auf der Basis der Kampagnenbotschaften. Wenig erfolgreich ist dabei die die Angabe von Website oder Landingpage innerhalb der Werbe-Formate, der User kann sich das auf Grund der Reizüberflutung kaum merken und sucht eher mit Stichworten/Keywords später via Suchmaschine.

4. Konkurrenzvorteil: Speziell in Verdrängungsmärkten, bei welchen der Wettbewerb der verschiedenen Anbieter gross ist, ist der Vorteil resp. Vorsprung gegenüber dem Mitbewerber eminent wichtig. Neben einer soliden On-Page-Optimierung kann dabei vor allem dank dem zielgerichteten Einsatz von Off-Page-Massnahmen gegenüber der Konkurrenz ein Vorsprung erarbeitet werden.

5. Qualität & Controlling: Solide Suchmaschinen-Optimierung stellt vor allem auch sicher, dass Aufbau und Inhalt einer Website auf die jeweiligen Anspruchsgruppierungen und deren Ansprüche und Informationsverhalten zugeschnitten sind. Dabei sind viele der Erhebungs-Tools, z.B. Google Analytics, kostenlos und generieren keine Einstandskosten, nur die Ressourcen (Knowhow, Personal, Zeit) müssen hier eingeplant werden. Damit kann sichergestellt werden, dass der shift von der Absenderorientierung zur empfängergerechten Kommunikation sichergestellt ist.

Welchen Stellenwert geniesst die Suchmaschinen-Optimierung bei euch?

 

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Jan 27

Customer Journey – zu Deutsch „die Reise des Kunden“ – gilt als einer der Trends für das laufende Jahr. Im Online-Bereich ist damit der Weg des Kunden von der ersten „Begegnung“ mit dem Online-Anbieter bis zur Conversion – also dem Kauf oder der Kontaktaufnahme – gemeint.

Beispiel eines Customer Journey

Die Analyse der Kundenreise – auch 360° oder Kunden- und Kaufprozess-Analyse genannt – erfolgt mittels spezieller Tools. Google Analytics ist eines davon. Ich habe bereits im November in meinem zweiteiligen Blog-Post über Multi-Channel-Trichter die Möglichkeiten aufgezeigt, wie man das Zusammenspiel mehrerer Werbemassnahmen für eine Erhöhung der Conversion nutzen kann.

In solchen Analysen dreht sich vieles um die Berührungspunkte, auch „Touchpoints“ genannt, die der Kunde durchläuft. Die Online-Bewertung u.a. über Suchmaschinen, Google AdWords, Social Media oder Mobile-Apps kann man effizient – auch technisch betrachtet – realisieren.

Anspruchsvoller wird es, wenn man auch Offline-Berührungspunkte auswerten will. Inserate in Print-Medien, Plakate, TV, Kino oder Ladenlokale und Ausstellungen sind deutlich komplexer in der ganzheitlichen Beurteilung der Customer Journey. Aber zum Glück für die Marketingfachleute findet immer mehr eine Verschmelzung von Online und Offline statt. Fernsehen wird immer häufiger an Online-Geräten geschaut, QR-Codes helfen in Inseraten oder auf Produkten und Bilderkennungssoftware liefert auch nützliche Daten zurück. Durch gezielte Aktionen in Ladenlokalen oder Ausstellungen, verrät der Kunde seine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer und schon ist wieder ein Touchpoint vorhanden, der analysiert und ausgewertet werden kann.

Letztendlich kann damit der Werbeeinsatz optimiert und die Effizienz der Conversion beurteilt werden. Damit wird die Customer Journey ein nützliches Instrument für die Marketinganalyse.

Wohin geht die Zukunft?

Oft enden beim Kauf oder bei der Kontaktaufnahme die Analysen und Auswertungen. Meiner Meinung nach ist die Reise des Kunden hier aber nicht zu Ende. Auch der ganze Kundenservice danach, die Sendungsverfolgung (Track & Trace der Post), Retouren, Reparaturen oder Garantiefälle sind meiner Meinung nach genau so wichtige Berührungspunkte. Mit diesen Erkenntnissen lässt sich die Customer Journey auch mit quantitativen, qualitativen und subjektiven Erkenntnissen ergänzen. Diese übergreifende Analyse kann als Customer Journey Map visualisiert werden. Wird es im richtigen Umfang genutzt, sind Unternehmen in der Lage das eigene Portfolio an die Bedürfnisse des Kunden anzupassen und die Kundenzufriedenheit damit zu steigern.

Es gibt eine Vielzahl von Geschäftsprozessen – nicht nur im E-Commerce – die so ausgewertet werden können. Auch bei E-Procurement, E-Government oder E-Learning (die Liste ist natürlich nicht abschliessend) ist Customer Journey wichtig.

Analysierst Du die Customer Journey? Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht? Verwendest Du Google Analytics oder ein anderes Tool?

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Jan 23

Australian Open - gril wearing some shirtLetzte Woche hatte ich ja über die Facebook Page des Australian Opens berichtet. Respektive über deren hervorragendes Community Management. Diese Page lebt. Mit dem Start des Turniers ging auch ein Online Shop auf Facebook live. Nun können die Fans direkt in Facebook Merchendise Artikel kaufen.

 

Und dies macht durchaus Sinn. Die Leute verbringen nun mal viel Zeit auf Facebook: Der durchschnittliche Facebook Benutzer verbringt monatlich ca. 20 Stunden aktiv auf Facebook. Hierzu gibt es diverse Studien, aber dazu in einem nachfolgendem Blogpost. Zeit, die man früher vielleicht noch vor dem Fernseher verbachte.

Es macht Sinn, dort einen Shop zu eröffnen, wo sich die Leute tummeln – ganz wie im “Real Life”: Wer eine Kleiderboutique eröffnet, der tut das doch auch lieber an einer hochfrequentierter Lage wie die Zürcher Bahnhofstrasse als irgendwo in einer dunklen Ecke der Stadt.

Das Australian Open hat ihren online Shop nun komplett in Facebook integriert:

Australian Open

Interessant ist, dass sie den Shop komplett im schmalen Facebook iFrame abbilden. Es ginge ja einfacher. Meiner Meinung nach würde es reichen, einige ausgewählte Produkte auf Facebook anzubieten. Dafür müsste man lediglich die Bilder einbinden. Diese Produkte verlinken dann direkt auf den Online Shop auf der Webpage. Dies wäre ein einfacher Weg Produkte auf Facebookk anzubieten und gleichzeitig Traffik von Facebook hin zur eigenen Website umzuleiten.
Wenn man dann den Link noch mit einem einfachen Tracking erweitert, dann weiss man sogar genau wieviele Leute auf welchen Link geklickt haben rsp. wiviele User von Facebook kommen.

Damit dies alles auch seine Berechtigung hat rsp. attraktiv für den User ist, würde ich für Facebook Leute zusätzlich einen Rabattgutschein anbieten. Oder spezielle Produkte, die es nur auf der Facebookpage gibt. Grenzenlose Möglichkeiten – nicht nur wegen Facebook.

 

Sind sie schon mal via Facebook auf einen online Shop aufmerksam geworden?

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Jan 20

Der Erfolg einer Webseite ist sehr direkt von einer guten Usability und einer guten User Experience abhängig. Aber ist die gewünschte Seite auch Benutzerfreundlich und ist das Benutzererlebnis so wie es sein soll?

Zwar gibt es Erfahrungswerte und Statistiken, aber passt das auch zur Seite und zur Zielgruppe? Wie findet sich der Besucher zurecht? Was schaut er sich an und was nicht? Und ist die Handlungsaufforderung überhaupt zu sehen?

Um möglichst gute Erkenntnisse darüber zu bekommen, sollte man einem Besucher auf die Maus schauen und verfolgen, wie er sie auf der Website bewegt, wo er klickt, wohin er scrollt, ob er das Browserfenster anpasst und wie er durch Formulare navigiert.

So erhält man wertvolle Erkenntnisse über die Bedienbarkeit und die Nutzung und damit die Möglichkeit diese zu optimieren.

Mousetracking

Durch das Mousetracking kann man die Bewegung der Maus auf der Webseite erfassen. Weiterführende Tools können nicht nur die Bewegung aufzeichnen und als Video abspielen, sondern auch unterscheiden zwischen reinen Mausbewegungen, scrollen, klicken differenziert auf die linke oder rechte Maustaste.

Heatmap / Clickmap

Solche “Hitze-” oder “Klickkarten” sind Grafiken, die das Klickverhalten der Besucher darstellen. Zur Visualisierung wird über der Website ein virtueller Layer gelegt, auf der die Klicks der Besucher angezeigt werden.

Visibility Map

Die Visibility Map – in Google Analytics nennt man sie In-Page-Analyse – ist eine visuelle Beurteilung der Sichtbarkeit und des Scrollverhalten. Damit kann beurteilt werden, ob das Layout geeignet ist und was der Nutzer auf der Seite wirklich sieht. Äusserst wichtig für die Prüfung von Call-to-Actions.

Attention Map

Die Aufmerksamkeit der Besucher kann über die Attention Map angezeigt werden. Stellen mit starker Aufmerksamkeit sind transparent und gut erkennbar, im Vergleich dazu sind Stellen mit geringer Aufmerksamkeit dunkel gehalten.

Form Analyzer

Mit diesem Bericht erfährt man, wie sich die Besucher beim Ausfüllen eines Formulars verhalten, wie lange das Ausfüllen einzelner Felder geht oder ob sogar ganz abgebrochen wird. Auch technische Probleme lassen sich damit erkennen.

Schaust Du Deinen Besucher auch über die Schultern? Konntest Du den Erfolg Deiner Website damit steigern? Kennst Du Tools die dafür hilfreich sind?

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Jan 19

Social Media ist immer dabei – vor allem wenn es zu Katastrophen kommt. Was bei 9/11 noch den Handyverkehr lahmlegte, erfolgt heute über Twitter und Facebook: Nachrichtenfluten berichten über Details und Hintergründe. So sah man es zum Beispiel bei der Notlandung  im Hudson River oder beim DC Erdbeben, wo Twitter-User vom Beben hörten, bevor es bei ihnen ankam. Beim neusten Unglück könnte Social Media sogar Teil der Ursache gewesen sein. Wie The Telegraph schreibt, könnte ein Facebook-Post den Kapitän zu einem ungewöhnlichen Manöver verführt haben.

Wie entwickelt sich eine Welt, in welcher Social Media nicht mehr abbildet, was passiert, sondern Situationen bewusst für Social Media generiert werden? Was für Folgen könnte eine solche Entwicklung haben? Die Concordia ist hierfür wohl kein Paradebeispiel: Angeblich soll Antonello Tievolli über Facebook seiner Schwester mitgeteilt haben, dass sie bald an seiner Heimatinsel vorbeifahren, was den Kapitän der Concordia dazu bewegte, näher an die Insel heranzuschippern. Der kleine “Social Media-Stunt” hatte daraufhin die Kollision mit den Unterwasserfelsen und den Schiffsuntergang zur Folge.

Publicity Events gehören in Bezug auf Print und TV zum Alltag, doch auch Social Media zieht hierbei nach. Mit Aktionen wie Topping und Planking werden gezielt Aktionen gestartet, um diese später auf den Plattformen zu verbreiten, was auch je länger je mehr zu Werbezwecken genutzt wird. Gerade hier ist wichtig, dass Firmen ihre Chancen wahrnehmen. Durch gezielte Aktionen können nicht nur im Online-Bereich, sondern auch in den traditionellen Medien grosse Schlagzeilen und somit Publicity ohne grossen Aufwand erzielt werden.  Jedoch – wie gerade das Beispiel der Concordia zeigt – ist auch hier mit Vorsicht und gesundem Menschenverstand  zu walten, denn schon die Titanic sank 1912, weil Mr. Ismay sein Werk in den New Yorker Schlagzeilen sehen wollte.

Welche Gefahren siehst du in Bezug auf gestagete Events für Social Media? Welche Chancen? Wer hat seine Möglichkeiten am effektivsten genutzt?

 

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Jan 13

In Analyse-Tools, wie beispielsweise Google Analytics, Webtrends oder etracker wird durch umfangreiche Reports und Trackingvarianten die Conversion aufgezeigt und optimiert. Das ist sinnvoll und wichtig und sollte auch möglichst exakt durchgeführt werden.

Man darf aber dabei nicht vergessen, was mit all den Besuchern passiert, die das gewünschte Ziel – zum Beispiel ein Kaufabschluss – nicht tätigen. Da liegt ein enormes Verbesserungspotenzial, denn oft sind das mehr als 90% aller Besucher. Nur mit weiteren Optimierungen, verbesserter Benutzerfreundlichkeit und noch besserem Nutzererlebnis alleine kann man die Conversion nicht endlos steigern. Modernes Internetmarketing hilft einem, die verpasste Verkaufschance doch noch zu nützen.

E-Mail-Benachrichtigung

Hat der Besucher sich schon registriert, also seine E-Mail-Adresse angegeben, sollte man dies nützen. Es ist wichtig, dass man den Besucher anregt, den Kaufvorgang doch noch zu beenden. Dies muss schnell geschehen, denn über 50% aller erfolgreichen Warenkorb-Rückgewinne finden innerhalb der ersten paar Stunden statt. Falls nicht, sollte man später nochmals darauf hinweisen, denn weitere 10% werden innerhalb der nächsten 48 Stunden verzeichnet. Dabei sollte man es aber belassen, nicht dass das E-Mails als Belästigung – oder sogar als Spam – wahrgenommen wird. Tipp: In der letzten Benachrichtigung darauf hinweisen, dass der Warenkorb bald verfallen wird, was zum Handeln auffordert. Unbedingt den gespeicherten Warenkorb verwenden und nicht einfach auf die Startseite linken.

Mit Partner verbinden

Aber was, wenn der Besucher – und das ist vermutlich die Mehrheit – sich noch nicht registriert hat? Sind die Besucher für immer verloren? Nein, es gibt immer noch gute Chancen, den Besucher zu seinem Glück zu zwingen. Durch übergreifende Partnernetzwerke, Affiliate-Systeme und Keyword-Advertising kann man den Besucher auch zu einem späteren Zeitpunkt – oft sogar über mehrere Wochen – „verfolgen“. Dies geht in aller Regel über Cookies oder IP-Adressen. So können bei Suchmaschinen, News-Anbietern und diversen anderen Seiten nun genau passende Text-, Bild- und Videoanzeigen platziert werden. Diese Werbemöglichkeit können fast uneingeschränkt ausgebaut und optimiert werden. So sollte man sich merken, wo der ursprüngliche Abbruch des Kaufprozesses – z.B. bei der Auswahl der Lieferart – stattgefunden hat oder welche Artikel im Warenkorb waren. Mit diesen Informationen schaltet man nun für genau den Besucher passende Werbeanzeigen mit Gratislieferung oder mit verlockenden Angeboten zu den präferierten Produkten. Dabei holt man wieder den gespeicherten Warenkorb, zeigt die richtigen Produkte auf der Startseite und benutzt das Empfehlungsmarketing zum Erfolg.

Und nicht vergessen in allen Links und Anzeigen die speziellen Kampagnen Tags benutzen, um die wiederkehrenden Kunden exakt über Google Analytics auswerten zu können.

Ich finde dieses Marketingpotenzial einfach gewaltig. Und Du? Hast Du auch schon Erfahrungen dazu gemacht? Man muss doch die 90% der Besucher zu ihrem (Kauf-)Glück zwingen! 

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Jan 05

Mit 250 Tweets pro Minute hat sich die Nachricht vom Tod des “Máximo Lider” von Kuba, Fidel Castro über Twitter verbreitet und hielt sich trotz Gegenberichten für eine geraume Zeit unter den Top Tweets auf. Das Spezielle daran? Der Ex-Staatspräsident soll angeblich noch quietschFidel sein…

Es brauchte einen Blogpost von Yohandry Fontana, eines “regierungsnahen” kubanischen Bloggers, um das Gerücht, wenn auch langsam, von Twitter zu verbannen. Mit einem kurzen “Fidel Castro estudia, analiza, y se ríe de las bolas de Twitter. La CIA lo intentó matar más de 700 veces y Twitter anda por ese camino” (in Kürze: Castro hätte sich über die Tweets amüsiert. Nachdem der CIA 700 Mal versuchte ihn zu töten, würde Twitter nun den gleichen Weg einschlagen) stellte er die Situation richtig, und konnte dem Tweet-Sturm den Wind aus den Segeln nehmen.

Eigentlich alle Jahre wieder verbreitet sich das Gerücht über den Tod des Diktators, sei es als Virus oder als Nachricht in Zeitungen,  doch Twitter hat dem ganzen noch mehr Power verliehen. Als Gerüchteküche fungiert der Service äusserst effizient, was je länger je mehr auch von Unternehmen genutzt wird. Bereits im Juni 2011 wurde in einer Studie mit einem System namens “Trumor” untersucht, welche Twitterer einflussreich sind und weshalb ihre Tweets besser verbreitet werden. Dass ein erfolgreicher Twitterer nicht alleine an seinen Follower-Zahlen erkannt werden kann, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Jedoch zu determinieren, wer auf Twitter den Ton angibt, ist kein einfaches Unterfangen.

Ein Marketing-Konzept, welches Informationen über Twitter-Leader verbreitet, könnte Zielgruppen innert kürzester Zeit, zum Beispiel vor einer gesponserten Veranstaltung, erreichen und würde so für eine gezielte Informationsstreuung sorgen. Mir persönlich jedoch gefällt vor allem die Geschwindigkeitsangabe von mehreren Newsportalen in “Tweets/min“. Diese öffnet Tür und Tor für neue Ausdrücke wie “mit 10’000 Stundentweets” oder “er ist schnell wie ein Tweet!”. Ich freue mich bereits auf die ersten Geschwindigkeitsüberschreitungen… (#FailWale)

Verfolgst du Gerüchte über Twitter? Was hältst du von der Informationsform über Opinion-Leader, welche über Twitter vermehrt an Bedeutung gewinnt? Welche Konsequenzen könnte eine solche Verbreitung auf die gesellschaftlichen Entwicklungen haben?

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Dez 27

Auch ich bin immer mehr mobil im Internet, sei es, um einzuchecken bevor ich abfliege oder um Verspätungen im ÖV zu umgehen. Mobile-Websites werden immer wichtiger und schreien oft buchstäblich danach, optimiert zu werden. Doch Mobile-Surfer haben zum Teil gänzlich eigene Bedürfnisse entwickelt. Hier nur ein paar Punkte, welche bei einem Mobile-Auftritt beachtet werden sollten:

Simplicity | Ich suche keine perfekt ausgestaltete Seite, wenn ich sie mobil besuche. Hauptsache sie wird schnell geladen und ich finde so bald als möglich, was ich suche. Einige unter uns bezahlen nämlich noch nach geladenen MBs.

Concentration | Die Mobile-Bildschirme sind klein und lange scrollen ist unpraktisch. Die wichtigsten Informationen (also die Info, welche der Nutzer höchst wahrscheinlich mobil suchen würde) und Telefonnummern sollten zuerst und klickbar erscheinen.

Image | Bilder sollten möglichst sparsam eingesetzt werden und wenn überhaupt, dann nicht mit gigantischen Files arbeiten. Kein User möchte lange warten, bis das Bild endlich auf dem Bildschirm erscheint, auch um eine hohe Bounce-Rate zu vermeiden.

Variety | Nicht jedes Mobilgerät stellt Seiten identisch dar. Genau wie eine Website auf Chrome, Firefox, IE und co. richtig aussehen muss, sollte sie auch auf den handelsüblichen Mobilgeräten durchgehend richtig dargestellt werden.

Sind diese Punkte erst einmal abgehakt, kann das “Finetuning” angegangen werden. Und zur Inspiration für neue Kreationen, hier noch einige spannende Beispiele von Top Mobile Sites.

Was erwartest du von einer guten Mobile-Seite? Was geht gar nicht? Hast du schon schlechte oder sehr gute Erfahrungen gemacht?

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Dez 22

Viele versuchen es, doch nur wenige investieren genug Geld und Zeit in Digital Campaigns, um damit grosse Wellen zu schlagen. Warner Bros. hingegen hat mir ihrer letzten Kampagne zum Film “The Dark Knight Rises”, dem dritten und letzten Teil von Christopher Nolans Batman Trilogie, einen Grosserfolg erzielt. Doch die Kampagne war auch so flächendeckend angelegt, dass nichts anderes zu erwarten war. 

Begonnen hat die Online-Sage bereits im letzten Juli mit einem kurzen Teaser, welcher exklusiv über Facebook veröffentlicht wurde, gefolgt von verschiedenen Filmpostern und dem aufwändigen Kultivieren der Fancommunity. Ab sofort  ist nun auch der Trailer zum Film über iTunes erhältlich.

An diesem Beispiel lässt sich gut erkennen, wie die einzelnen Plattformen für digitale Kampagnen optimal genutzt werden können. Die erste Frage, welche man sich hierbei stellen sollte, ist wen man ansprechen möchte und was man mit der Kampagne genau zu erreichen versucht. Darauf können die Netzwerke ausgewählt, und die Schritte geplant werden. Wie wir jedoch auch bereits beim Thema Krisenmanagement gesehen haben, können die Reaktionen nie genau vorausgeplant werden, daher heisst es auch hier gutes Monitoring auf allen Kanälen. Dies ermöglicht auch, die Fancommunity auf einer anderen Plattform abzuholen, und weiter zu kultivieren, wenn man erkennt, dass man vielleicht auf das falsche Netzwerk gesetzt hat.

Was einen nicht erspart bleibt, ist Zeit und Geld zu investieren, um die Kampagne ins Rollen zu bringen. Kein Social Media “Hype” passiert heute noch von alleine und auf ein Wunder zu warten, ist hier sicherlich keine brauchbare Strategie.

Was würdest du bei einer Kampagne online begrüssen? Was wäre für dich ein Grund, dich einer Community von z.B. einer Filmkampagne anzuschliessen? 

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Dez 15

Suizidprävention über FacebookDass sich Social Media zum Kommunikations- und Verwaltungstool unserer Freundschaften und Beziehungen entwickelt oder zum Teil bereits entwickelt hat ist bei weitem nichts Neues. Nun wird jedoch Facebook aktiv im Bereich der Suizidprävention unter Einbezug des Netzwerks von suizidgefährdeten Mitgliedern. Ein neuer Approach um die Community effektiv zu nützen?

Gerade in Zeiten, wo Cyber-Mobbing zum Begriff in der Gesellschaft wird, entwickelt sich vermehrt ein Bedürfnis für Suizidbekämpfung über Social Media. Bereits im März 2011 lancierte Facebook eine Warnfunktion für immer wiederkehrende unbeantwortete Hilferufe durch selbstmordgefährdete User. Die Funktion ist jedoch mittlerweile nicht mehr erreichbar, es werden lediglich die Nummern von Hilfsorganisationen angegeben.

In einer neuen Kooperation mit Lifeline in den USA geht Facebook nun einen Schritt weiter in Richtung aktive Prävention.  Facebook-User haben die Möglichkeit, ihre Freunde, welche Suizidgedanken äussern über Facebook zu melden. Statt, dass die gemeldete Person eine Telefonnummer erhält, wird sie durch die neue Kooperation sofort über Facebook kontaktiert, und erhalten die Möglichkeit, mit einem Sozialarbeiter auf der Plattform zu chatten. Dies bedingt also nicht mehr, dass die betroffene Person die Nummer einer Hotline wählt.

Dass Facebook sich vermehrt in die Privatsphäre der User einmischt scheint einigen noch fragwürdig, ist in diesem Fall jedoch ein wichtiger Schritt um Menschenleben aktiv zu retten. Der Service ist bisher erst in den USA erhältlich.  Sollte er sich jedoch bewähren wird er auf weitere Länder ausgeweitet.

Wie stehst du zur Suizidprävention über Facebook? Wie weit darf ein Soziales Netzwerk gehen, um Personen vor Selbstmord zu schützen? Wäre eine automatisierte Erkennung von Suizid-Posts eine Option? Wo liegen die Gefahren?

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