Aug 13

Männer. Frauen. Kinder. Grosseltern. Alle tummeln sie sich in den sozialen Netzwerken. Doch: Frauen haben auf der ganzen Welt bei Facebook&Co. die Nase vorn.

Es ist ein alter Hut: Frauen reden gerne. Und viel. Schon früher hiess es : „das Telefon ist weiblich“. Dies belegten zahlreiche Studien aus der Telefonforschung. So verwundert es kaum, dass das weibliche Geschlecht Facebook als neues Kommunikationsmedium für sich entdeckt. Diverse Studien aus den USA, Australien und Europa belegen, dass Frauen markant mehr Zeit in Social Networks verbringen, als ihre männlichen Zeitgenossen. Gemäss einer Erhebung aus den USA ist die Facebook-Nutzung der Frauen derart intensiv, dass über ein Drittel der befragten Frauen zugaben, des Öfteren mit ihrem iPad einzuschlafen, während dem sie in sozialen Netzwerken unterwegs waren. 26 Prozent springen – gemäss Befragung – nachts sogar extra aus den Federn, um noch einmal ihre Nachrichten zu checken. Wohlgemerkt, dies sind Zahlen aus Amerika.

Shoppen in Social Media
Und wenn wir schon dabei sind, und um das Klischee noch weiter zu bedienen: auch die feminine Shopping-Passion ist der Verweiblichung von Facebook mehr als zuträglich. Denn: Für 72 Prozent der weiblichen User ist Facebook der Ort, an dem sie auf neue Produkte treffen, Sonderangebote suchen, bewerten und danach oft auch kaufen. Diese neue Einkaufsmöglichkeit lässt wohl nicht nur das Shopping-Herz von Frauen höher schlagen, sondern gleichermassen jenes von Marketing-Verantwortlichen. Die neuen Erkenntnisse über die geschlechterspezifische Nutzung von Social Media werden daher wohl künftig besonders hilfreich für die Marketingabteilungen sein.

Und wie seht ihr das, liebe Social Media-Männer und –Frauen? Wird Facebook langsam aber sicher von der Frauenwelt erobert?

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Jul 16

Lead-Gewinnung entwickelt sich zu einem zentralen Bestandteil im Online Marketing. Hierfür wird immer öfters das Whitepaper als wichtiges Instrument eingesetzt.

Anstelle von klassischen Werbebotschaften bietet ein Whitepaper potenziellen Kunden gehaltvolle Informationen mit einem hohen Nutzwert. Diese Informationen wiederum sollten, nein müssen, überzeugen. Die Qualität der angebotenen Informationen sollte dementsprechend besonders hoch sein.

Doch was ist ein Whitepaper genau? Ein Whitepaper ist ein wirksames Marketing-Instrument. Es ist ein Papier, in dem ein spezifisches Thema behandelt wird. Es sollte maximal 10 bis 15 Seiten lang sein. In einem Whitepaper kann eine Unternehmung effizient Wissen zu einem spezifischen Thema dokumentieren – und zwar in einer auf die Zielgruppe adaptierten, originellen Sprache. Es gilt, durch die präsentierten Infos für die Leser einen echten Mehrwert zu schaffen: Vorschläge, Ideen, Tipps und Erklärungen sollen dem Leser helfen, ein komplexes Thema besser zu verstehen und idealerweise auch anzuwenden.
Das Whitepaper verzichtet ausdrücklich auf werbliche Elemente. Dass zudem Formalia wie Rechtsschreibung, Interpunktion oder Grammatik eingehalten werden, ist selbstverständlich. Bei Fakten, die nicht aus der eigenen Unternehmung stammen, werden die Quellen deklariert. Da die Zeit des Lesers meistens begrenzt ist, macht es Sinn, das Whitepaper prägnant zu gestalten: Gut strukturiert, leicht zu überfliegen, leicht zu lesen und vor allem leicht zu verstehen.

Warum ein Whitepaper?
Das Whitepaper ist ein ideales Instrument, um mit neuen Kaufinteressenten in Kontakt zu treten. Und es ist bestens geeignet, um an die Entscheidungsträger heranzutreten. Denn gerade Entscheidungsträger ziehen dieses Dokument zur Entscheidungsfindung heran. Zudem hat ein Whitepaper meist einen viralen Marketingeffekt. Oft wird ein solches an Kollegen weitergereicht. Dabei findet eine von Kollegen erhaltene Information für gewöhnlich mehr Beachtung. Denn ihr wird meistens mehr Vertrauen entgegen gebracht.

Durch das Whitepaper kann sich ein Unternehmen als (technisch) kompetenter Lösungsanbieter positionieren – und dabei die besagten Leads generieren. Auch stärkt ein solches Papier das Image einer Unternehmung. Mit der Publikation – meistens als PDF-File – eines Whitepapers wird die positive Meinung über eine Firma und deren Dienstleistungen oder Produkte ebenfalls verstärkt. Selbst Google mag die inhaltsreichen PDF-Dokumente:  nicht selten lässt sich das Ranking der Unternehmensseite durch ein Whitepaper verbessern.

Und was glaubt ihr. Ist es wichtig für eine Unternehmung, Whitepapers zu spezifischen Themen zu veröffentlichen? Habt Ihr selber schon Gebrauch von einem Whitepaper gemacht und wie waren Eure Erfahrungen damit?

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Jul 09

Seit ein paar Jahren macht Lithium Technologies von sich reden. Die Unternehmung ist mittlerweile Marktführer im Bereich Social-CRM-Lösungen und Community Plattformen.

„Er hat das Format eines Social Networkes wie Mark Zuckerberg“, stellte persoenlich.com am 28. Juni 2010 im Interview mit Lyle Fong fest. Der höchst erfolgreiche Jungunternehmer baut „an einem der grössten sozialen Netzwerke“, wie Fong in besagtem Interview konstatiert. Der ehemals professionelle Video-Gamer ist seit 2006 CEO von Lithium Technologies. Die Unternehmung mit Sitz in Silicon Valley bietet Social-CRM-Lösungen zum Ausbau von Kundennetzwerken an. Im vergangenen Jahr verzeichnete Lithium Technologies bei ihrem Jahresumsatz ein Wachstum von über 100 Prozent. Die Stellung als Vordenker im Social-CRM kombiniert mit einem schnellen Kundenwachstum und neu eingeführten Produkten fungieren als Katalysatoren einer enorm schnellen Entwicklung.

20 Millionen registrierte Nutzer
Lithium Technologies kann auf ein beachtliches Know How im Bereich Social Media für Unternehmen zurück greifen. Ziel ist es, mit solchen Online-Communities die Kunden zu binden und zu aktivieren und dadurch diesen Communities zu ermöglichen, zu wachsen. „Durch unsere einzigartigen Lösungen und Fähigkeiten können wir die Wirtschafts- und Wettbewerbsvorteile für unsere Kunden massiv erhöhen“, so Lyle Fong.
Um die Teilnahme an einer erfolgreichen Community zu erhöhen, braucht es eine leistungsstarke Reputation. Bereits seit Jahren nutzen Markenführer wie Sony Playstation, Univision und PayPal die Fähigkeiten von Lithium, um das Wachstum und die Langlebigkeit ihrer Communities abzusichern. Dass Fong an einem der grössten sozialen Netzwerke baut, ist für ihn klar: „Wir bauen es natürlich für grosse Unternehmen, Stück für Stück. Zusammen haben wir heute 20 Millionen registrierte User. Seitenkontakte gar in Milliardenhöhe. Die Art wie Unternehmen ihr Geschäft betreiben, ändert sich gerade grundlegend“, so Fong weiter im persoenlich.com-Interview.

Social CRM ist inzwischen zum Schlagwort für jedes Unternehmen geworden, welches Communities oder Social Media einsetzt, um mit seinen Kunden zu interagieren. Gemäss Fong wird sich im 2010 das Social CRM zu einer strukturierten Methode für die Kommunikation und den Umgang mit Kunden in Echtzeit entwickeln. Diese soll dann zeitgleich erlauben, die Gewohnheiten der Kunden zu messen.

Und was glaubt ihr. Ist es wichtig für eine Unternehmung, eine solche Community aufzubauen und dadurch direkt mit den Konsumenten in Kontakt zu treten? Welche Vorteile ergeben sich daraus?

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Jun 25

Mit Werbung soll immer eine bestimmte Zielgruppe angesprochen werden. Die Firma Eppendorf lässt eine Boy-Group ein Pipettier-Gerät besingen. Zielgruppe: Laboranten. Na ja.

Das Ziel ist relativ simpel: mit Werbung soll Absatzförderung erreicht werden. Und so ist die Werbung – in diesem Fall die Wirtschaftswerbung – ein Instrument der betrieblichen Absatzpolitik. Soweit so gut. Damit diese Absatzförderung auch erreicht wird, muss aber so einiges beachtet werden.

Werbung muss immer Aufmerksamkeit erregen. Soviel ist klar. Und dies dann idealerweise bei der zuvor definierten Zielgruppe. Kommt es nicht zur gewünschten Aufmerksamkeit, so hat die Werbung auf allen Ebenen versagt. Denn nur durch besagte Aufmerksamkeit, kann die Zielgruppe letztlich zur Kaufentscheidung motiviert werden.

Und so existiert in der Werbung ein breites Spektrum an Strategien und Inszenierungen, um das an die Zielgruppe zu bringende Produkt anzupreisen. Vor allem auch im Online-Bereich.

Von Boygroups und Pipettier-Systemen
Einen Versuch, ihr Produkt an den Mann – oder in diesem Fall an die Frau – zu bringen, hat die Firma Eppendorf gemacht. Eppendorf ist ein Unternehmen der Biotechnologie und entwickelt, produziert und vertreibt Systeme für die Life-Science-Forschung für den Einsatz in Laboren weltweit. Eine etwas trockene Materie, um diese zu bewerben. Sollte man meinen. Nun Eppendorf macht das Beste daraus. Nebst einem ansprechenden Internetauftritt, Online-Spielen und –Wettbewerben, ist die Unternehmung auch bei Facebook, Twitter und Youtube vertreten.

Und: um die jüngste Pipettier-System anzupreisen, liess sich Eppendorf etwas Ungewöhnliches einfallen. Fünf mehr oder weniger knackige Jungs besingen als klassische Boygroup in einem Musikvideo eine junge Laborantin. Gesungen wird von einem neuartigen, vollautomatischen Pipettier-System, mit dem natürlich alles besser wird. Kein mühsames Pipettieren mehr bis in die Nacht hinein. Die besungene holde Blonde hätte wieder mehr Freizeit. Weiter singen die fünf dann auch im Refrain von DNA, RNA, Proteinen und Zellkulturen.

Nebst dem Musikvideo kann auf der Internetseite der Soundtrack als MP3 oder als Ringtone fürs Handy herunter geladen werden. Der Songtext steht als PDF zur Verfügung. Und es existieren sowohl eine umfassende Wallpaper-Gallery mit Bildern der Boygroup sowie eine Making of-Gallery zum Video. Weiter kann bei Gefallen das Video direkt an Freunde weiter empfohlen werden.

Sicher mal eine witzige und ungewöhnliche Werbe-Idee für ein solches Produkt. Doch natürlich drängt sich hier ganz schnell die Frage auf, ob Eppendorf damit die Zielgruppe auch erreicht. Denn es ist schon fraglich, ob sich Menschen, die in einem Labor beschäftigt sind, von einer Boy-Group angesprochen fühlen. Denn das Konzept einer solchen zielt ja in erster Linie auf die Teenie-Generation ab. Von daher bleibt hier nur als abschliessendes Urteil: zwar mal etwas anderes, aber eben voll an der Zielgruppe vorbei.

Und was glaubt Ihr, erreicht  Eppendorf damit die Menschen, die mit dieser Werbung hätten angesprochen werden sollen?

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Jun 16

Fast Moving Comsumer Goods – also all die Produkte, die wir haben müssen, weil sie zum normalen Tagesablauf dazu gehören, sind eine der härtesten Marketing- und Werbeherausforderungen die es gibt. Und es hat seine ganz eigenen Mechanismen. Sind diese auf das Web, den Bereich Social Media und die neue Form der Verbraucherkommunikation übertragbar?

Das grosse Problem: Produkte die wir haben müssen, wie Seife, Milch, Waschmittel, Wasser, Zahnpasta, stehen mit unglaublich vielen Marken in Konkurrenz. Wir haben keine Zeit uns lange über die Kaufentscheidung Gedanken zu machen, das Zeug muss in den Einkaufswagen. Man steht vor dem Regal. Welches Waschmittel soll ich kaufen. Verpackungsgrössen, Wirkversprechen, Produkterfahung was es ungefähr leistet im Vergleich mit der Erwartung, was es leisten soll, sogar der Preis – alles ist so nah beieinander, dass es ein einziger, aus Marketingsicht grauenhafter Sumpf ist.

Im Regal gibt es einen Ansatz. Denn eine Entscheidung zu treffen ist nicht leicht, einen Anreiz bei Verbrauchsprodukten in dieser Preisklasse zu bieten ist extrem schwer. Was es aus psychologischer Sicht braucht, ist eine winzige rechtfertigung für die Entscheidung und den Kauf. Das kleine extra Päckchen vom neuen “Bergfrühlingsduft”, die 20% Extra! in der Flasche, die nun noch bessere Weisskraft – obwohl jedem klar ist, mittlerweile müssten weisse Hemden im Dunkeln leuchten, wäre das versprechen wahr. Aber man hat einfach einen Grund warum man nun zu diesem und nicht zum anderen gegriffen hat.

Doch wie macht man das im Internet? Erst einmal werden Fast Moving Consumer Goods so gut wie gar nicht online eingekauft. Und zweitens, ich erwische den Konsumenten bei der Produktauswahl immer mit viel mehr Zeit, in seiner Wohlfühlatmosphäre, mit Vergleichsportalen die in übersichtlichen Charts alle Vor-und Nachteile auflisten. Deren Unterschiede dennoch so minimal sind, dass man sich den Vergleich auch schenken könnte.

Also habe ich mal gesucht. Wie versucht es eine sehr erfolgreiche Marke wie Persil auf Facebook? Eigentlich gar nicht. Eine Persil Seite aus Bulgarien strampelt sich ab und liefert tatsächlich eine Menge schönen Inhalt. 561 Fans ohne jegliche Beteiligung.
Eine deutsche, von Usern generierte Persil Seite ist mit ein paar Einträgen alter, aber erfolgreicher Persil Claims befüllt, 140 Fans, vom Unternehmen selbst nicht beachtet.

Daher frage ich mal ganz frech Euch alle: Sind FMCG einfach nicht wirklich zu vermarkten und optimieren im Social Media Universum und den Gesetzten des Web 2.0?
Comments please!

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Mai 28

Eine kleine Internet-Bank aus Berlin macht vor, wie’s funktioniert. Das Social Banking. Das Konzept: Privatleute helfen, in dem sie in konkrete Einzelprojekte investieren.

Die eigene Hochzeit. Ein neues Klavier. Oder ein moderneres Sofa. Alles kostspielige Anschaffungen, für die es liquide Mittel braucht. Fehlen diese, ist ein Kredit oft der letzte Ausweg für die Betroffenen. Und trotzdem bleibt die Finanzierung auf Pump schwierig: Die Banken wollen Sicherheiten sehen. Danach verderben unermessliche Zinsen die eigentliche Freude an der Anschaffung. Und oft scheitern die Träume dann wieder ob all dieser Auflagen.Das muss nicht sein. Die Social-Banking-Plattform Smava macht vor, dass es auch anders geht.

Konzept geht auf
Die kleine Internet-Bank Smava unterscheidet sich in vielen Dingen von anderen Banken. Denn: nicht die Bank an sich verleiht das Geld, sondern Privatleute. Dabei investieren diese nicht wie üblich in anonyme Anlagen, sondern in konkrete Einzelprojekte. Für den privaten Investor eine attraktive Sache im doppelten Sinn: So kann das Bedürfnis, jemandem zu helfen gleichzeitig mit einer guten Rendite versehen werden. Für beide Seiten ergeben sich dabei interessante Zinssätze von rund 5 Prozent. Bei einem allfälligen Zahlungsausfall sind die Anleger über Pools gesichert.

Bei Smava handelt es sich zwar nicht um eine Bank im eigentlichen Sinne. Faktisch ist die Internetbank nur ein Vermittler von Krediten. Und trotzdem: das Konzept scheint aufzugehen. Im vergangenen Jahr hat sich das Vergabevolumen im Vergleich zum Vorjahr gar verdreifacht. Ein gute wie auch einfache Geschäftsidee also, bei der beiden Parteien gleichermassen profitieren.

Und was haltet ihr davon, wenn die Grundlage für soziales Handeln gleichzeitig ein gutes Geschäft für beide Seiten ist?

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Mai 21

Bis anhin existieren soziale Netzwerke nebeneinander. Und die Nutzer haben getrennte Identitäten. Bis anhin. Bald aber werden User wahrscheinlich nur noch mit einer einzigen mobilen Identität in den Social Media unterwegs sein.

„Sie haben Post“. So hiess es früher. Früher – das heisst vor gerademal ein bisschen mehr als zehn Jahren. Es ist also lediglich etwas mehr als eine Dekade her, dass erste direkte soziale Kontakte zwischen Internetnutzern möglich waren.
Zwischenzeitlich haben sich soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, LinkedIn oder Xing als ernstzunehmende Kommunikationsmittel im Internet längst etabliert. Doch wohin geht diese Entwicklung weiter? Nun: schon bald soll sie beginnen, die „Ära des sozialen Kontextes“.

Soziale Erfahrungen ohne Zusammenhang
Soziale Netzwerke werden in der Lage sein, die Vorlieben ihrer Mitglieder zu identifizieren. Schon bald. Und: die Internet-Nutzer werden eine Online-Identität besitzen, die sie von Netzwerk zu Netzwerk mitnehmen können. Dies alles geht aus der vor bereits einem Jahr realisierten Forrester-Studie „The Future oft the Social Web“ hervor.
Bis anhin verlaufen die sozialen Erfahrungen der User mehr oder minder unzusammenhängend. Die Netzwerke tummeln sich in friedlicher Koexistenz. In Zukunft soll sich dies gemäss den Forschern der Forrester-Studie ändern: Identitäten in unterschiedlichen Netzwerken würden zu einer einzigen mobilen Identität verschmelzen. Und einfache Technologien würden es ermöglichen, dass Verbraucher ihre digitale Identität quasi mit sich herumtragen können. So könnte sich das Web von separaten sozialen Seiten hin zu geteilter sozialer Erfahrung entwickeln.

Die Macht des Konsumenten
Logische Konsequenz aus diesen Entwicklungen: Sie verleihen den Internet-Nutzern und seinen Communities Macht. Und schon finden sie Beachtung von Marketing und Industrie. Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, unterschiedliche Instrumente im Bereich Social Media zu identifizieren und idealerweise zum eigenen Vorteil einzusetzen. Unternehmen, die an der Seitenlinie erst einmal abwarten, könnten so einige Chancen bereits verpasst haben. Organisationen, die ohne Strategie einfach mal loslegen, riskieren Vertaruens- und Reputationsverlust. Es gilt also, das Einbinden von Social Media-Massnahmen in die eigene Marketing-Strategie immer sorgfältig zu planen und umzusetzen.

Und was denkt ihr? Wie wird die Zukunft von Social Media aussehen?

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Mai 19
Digital Marketing Compass 7 NeoOgilvy

Der neue Digital Marketing Compass 7 ist gerade vorgestellt worden, bei dem die Meinungen und Pläne der Marketingleiter der drei Länder zusammengefasst sind. Schöne Aussichten für den Online Bereich, doch ich bin auch ein bisschen skeptisch.
Bild von Maik Baird.

Online ist das grosse Ding, da sind sich alle Marketingexperten einig, da muss das Geld hin! 80% der Befragten gaben an auch im Kriesenjahr 2009 die Online Etats gesteigert zu haben, nur 5% hätten zurückgeschraubt. Allerdings will man bei TV und Aussenwerbung jetzt nicht gerade sparen, weil, so die fast einstimmige Meinung, die Bedeutung der Fernsehwerbung kaum auf dem Abstellgleis zu sehen sei. Dafür spricht natürlich naiv gesehen die Tatsache, dass der Durchschnittskonsument täglichg 3 Stunden TV sieht, aber nur 15 Minuten auf Youtube verbringt.
Vergessen wird dabei meiner Meinung nach, dass er aber nichtmal 15 Sekunden Fernsehwerbung anschaut, weil er wegzappt oder neues Bier holen geht. Hingegen schaut er sich die 15 Minuten  Youtube freiwillig und wirklich an.

Social Media skeptisch betrachtet
Das wundert mich nun gar nicht. Das Gros der Marketingverantwortlichen sieht den Erfolg nicht und hat Hemmungen auf das Soziale Pferd zu setzen.
Das man sich an komplett anderes Konsumentenverhalten in der Informationsbeschaffung von Marken, Produkten und Services gewöhnen muss geht ja auch nicht über Nacht. Mehr als ein Jahrhundert Erfahrung und Erfolg  in der Klassik und nun soll alles anders werden?  Das braucht Zeit, Mut und ganz neue Konzepte. Und da lässt man gern mal der Konkurrenz den Vortritt im Ausprobieren.

Werbetreibende verlangen Multichannel Experten
Der Wunschwerber von heute soll sowohl die mitreissende klassische Kampagne konzipieren und gleichzeitig eine Koryphäe sein bei der Ansprache von Kleinstsegmenten mit Kommunikation auf Augenhöhe. Auch und Massen-Mobile Faszination muss natürlich auch noch drin sein. Wer so etwas in Personalunion leisten soll ist mir allerdings schleierhaft.

Der grosse Graben
Denn bedauernswerter Weise sieht die Realität noch immer ganz anders aus. Seit dem Webhype der Endneunziger, indem  jede Webklitsche versuchte Markenführungsetats an sich zu reissen (und scheiterten aus Mangel an Kompetenz), die Klassiker Online Units aus dem Boden stampften (mit ähnlich erfolglosen Versuchen), hat sich nicht viel geändert. Die Big Player in der Werbung haben sicherlich erfolgreiche Online Ableger. Aber eben Ableger, Agenturen die als eigene Unternehmen am Markt sind und sich oft nur den Namen teilen. Die Zusammenarbeit zwischen unabhängigen Agenturen aus Klassik und Online hat sich in etwas genauso gut entwickelt wie die Annährung von West- und Ostdeutschland.

Für mich ist die vernünftige, integrierte Zusammenarbeit mehr als überfällig, denn Online ist schon lange kein Gimmick mehr, sondern ein fester Bestandteil des Konsumentenlebens. Es muss endlich ein Ruck durch beide Lager gehen und die Vereinigung aller Kompetenzen im friedlichen Miteinander funktionieren. Das schulden wir den Konsumenten und damit auch dem Erfolg unserer Kampagnen für die, die uns die Etats freigeben.

Was denkt ihr, bekommen die Klassiker und Onliner diesen Schulterschluss nochmal hin oder wird es noch weitere Jahrzehnte ein Kompetenzgerangel bleiben?


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Feb 12

hörsaalIhr Wachstum ist rasant. Ihre Bedeutung nimmt ständig zu. Und ihre Nutzer verbreiten sich wahrscheinlich schneller als die Schweinegrippe. Soziale Netzwerke boomen. Und: in England können sich seit vergangenem Herbst Studierende gar einen Master für soziale Medien holen.

Facebook. Twitter. StudiVZ. Soziale Netzwerke sind beliebt. Und der Vernetzungswahn nimmt kein Ende. Denn: innerhalb des letzten Jahres hat sich beispielsweise die Zahl der Facebook-Mitglieder verzehnfacht. Und so sind die sozialen Netzwerke längst integrativer Bestandteil der individuellen Kommunikationswelt eines jeden geworden. Zumindest von denjenigen, die regelmässig online sind.
Auf diesen exorbitanten Boom hat nun auch die Wissenschaft reagiert. Als eine der ersten bietet die Universität von Birmingham nun einen Studiengang für Soziale Netzwerke an. Ausgezeichnet werden die Studis nach erfolgreichem Abschluss mit einem «Master of Arts in Social Media».

Am Anfang nur belächelt
Ganz einfach hatten es die Initianten des zukunftsweisenden Studiengangs zu Beginn aber nicht. Bereits vor der Lancierung meldeten sich viele kritische Stimmen zu Wort – vor allem von Studierenden anderer Fachgebiete. Sie klassifizierten das Studium gar als «Verschwendung von akademischen Ressourcen». Denn schliesslich könnten die meisten User das Facebook auch ohne Studium bedienen. Zwischenzeitlich sind wohl auch diese Kritiker verstummt. Denn die grosse Nachfrage nach dieser Ausbildung gibt den Machern Recht.

Wissenschaftliche Fragen zur virtuellen Welt im realen Alltag
Denn natürlich geht es in Birmingham künftig nicht in erster Linie um eine adäquate Bedienung sozialer Medien. Das wäre wohl zu einfach. Viel mehr geht es darum, Social Media und deren Entwicklung wissenschaftlich zu begleiten und zu hinterfragen: «Ist das Netz demokratischer als andere Medienformen»? «Haben Power-User mehr soziales Kapital als andere»? «Führt dies zu einer Hierarchie unter den Nutzern»? «Wie können diese neuen Vernetzungen auch ökonomisch genutzt werden»?
Ein weiteres Argument, warum es diese Ausbildung sicherlich braucht: Das Phänomen der Social Media wird die Kommunikation in Unternehmen vollkommen revolutionieren. Findet ein Unternehmen die richtige Vernetzung zu einer Zielgruppe, ist der Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert. Denn der sozial vernetzte Verbraucher wird sich bei seinen Konsumentscheidungen künftig stärker auf seine Freunde im Netz verlassen als auf die konventionelle Werbung. Und an genau diesem Punkt kommen die Absolventen des neuen Studienganges in ihrem späteren Arbeitsfeld zum Einsatz. Alles andere als überflüssig also – diese künftigen MA of Social Media.

Und was glaubt ihr? Macht ein solcher Studiengang überhaupt Sinn oder ist er total überflüssig? Und wie werden die sozialen Medien künftig unsere Zukunft prägen?

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Feb 04

Seit Amazon.com damit begonnen hat, ihre Kunden die gekauften Bücher rezensieren zu lassen, wird diese Art des Erfahrungsmarketings zunehmend in Online Shops eingesetzt. Sind diese Bewertungen für einen potentiellen Käufer wirklich wichtig? Wo sind die Haken an diesem System?

Gerade gestern habe ich mich über einen geplanten Hardwarekauf informiert, in dem ich mich auf der Produkteseite eines Onlineshops über die technischen Daten und den Preis schlau gemacht habe. Da mir noch einige Angaben fehlten, habe ich kurz die “Twittergemeinde” befragt, ob jemand das Gerät im Einsatz hat und ob er damit zufrieden ist. Als Antwort darauf bekam ich den Hinweis, ich solle doch mal die Bewertungen bei ebendiesem Online-Shop anschauen.

Ah ja, als ich den Antworttweet gelesen hatte, war es mir auch wieder klar. Genau diese Bewertungen sind etwas, an das ich gar nie denke. In diesem Fall waren sie auch nicht besonders hilfreich, aber hätte ja sein können. Mich würde mal interessieren, ob diese Bewertungen im allgemeinen von den Usern übersehen werden oder ob das an mir liegt. Irgendwie suche ich auf einer Site eines Händlers gar nicht nach Erfahrungen von den Kunden oder mein Unterbewusstsein vertraut meinen “Freunden” aus den Social Networks oder dem realen Freundeskreis mehr, als den Bewertungen auf der Händlersite.

Das gleiche gilt für das Thema Bewertungen abgeben. Wenn ich von einem Bekannten gefragt werde, wie mir denn dieses oder jenes Produkt gefällt, gebe ich gerne meine Meinung preis. Wenn ich z. B. ein Buch bei Amazon gekauft und gelesen habe, komme ich Wochen nach dem Kauf aber nicht mehr auf die Idee, ich könnte ja noch eine Rezension darüber schreiben. Es würde vielleicht anders sein, wenn ich vom Verkäufer eine Erinnerung bekommen würde.

Wie handhabt ihr diese Sache? Habt ihr schon mal eine Bewertung geschrieben? Macht ihr das regelmässig, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt? Beachtet ihr Bewertungen? Mich würde Interessieren, ob ich da ein Einzelfall bin.

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