Jun 23

Tumblr überholt WordPressWenn ich jemanden in meinem Umfeld nach einem Blogging-Service fragen würde, käme bei den meisten bestimmt als erste Antwort WordPress, vielleicht noch gefolgt von Blogger by Google. Nur wenige habe sich bei uns bisher mit der Plattform Tumblr auseinandergesetzt, welcher im Moment in den USA boomt. Diese Woche hat Tumblr jedoch auch bei uns Schlagzeilen gemacht: Mit über 20 Millionen Blogs hat der Service WordPress überholt, obwohl WordPress schon 4 Jahre länger besteht.

Zugegeben, ein Direktvergleich der Anbieter ist etwas gewagt.  Erstens werden viele WordPress-Blogs nicht beim Service selbst gehostet, und wurden bei dieser Auswertung gar nicht mitgezählt. Zweitens bietet Tumblr eine weitere Dimension an, welche über einen reinen Blogging-Service hinausgeht: ein soziales Netzwerk. Doch auch auf dieser Ebene brilliert der Service und landete an erster Stelle der “5 Social Networks on the Rise”.

Was genau ist jedoch Tumblr eigentlich und was macht es so spannend? Ich kann mich noch gut an die Anfänge von Facebook erinnern. Ich hatte meinen süssen MySpace-Account, worin ich Stunden für die Gestaltung investiert hatte und war gar nicht begeistert von dem kühlen, blauen Antlitz des Neuankömmlings. Lange forderte die Facebook-Community eine Möglichkeit, Profile zu gestalten, doch Facebook blieb bei den Standardfarben.

Tumblr setzt nun bei unserem Bedürfnis nach Selbstdarstellung an. Wie bei den meisten Blog-Services kann der Blog beinahe unbegrenzt verändert werden, mit hunderten von Skins und einem HTML-Editor. Dazu kommt jedoch, dass ich mich mit der Tumblr-Community vernetzen kann. Wie bei Twitter kann ich anderen Usern folgen und erhalte deren Updates auf meiner Pinnwand. Ich kann Posts meiner Followings direkt “liken”  und mit einem Klick auf meinem Blog veröffentlichen, alias “rebloggen”. Diese Features machen es einem neuen Blogger viel einfacher, sich in der Community zu etablieren.

Schaut man sich Tumblr an setzt bei den meisten der “Apple-Effekt” ein: Man will es auch haben, weiss aber noch nicht so genau, wofür man es braucht. Wie und ob sich der Service jedoch auch bei uns etablieren wird, werden wir in den nächsten Monaten sehen. Ich bin auf jeden Fall auf den Zug aufgesprungen, und hab mir meinen eigenen Tumblr-Account erstellt.

Benützt du WordPress oder einen anderen Blogging-Service? Würdest du Tumblr verwenden? Was gefällt dir am Service, was nicht? Glaubst du, die Plattform könnte Erfolg haben bei uns? Was fehlt dir an den bisherigen Services?

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Dez 03

Wie bereits letzte Woche in diesem Blog berichtet, wurde MySpace von Facebook definitiv verdrängt. Vergangenen Dienstag hat Philipp Sauber, CEO der INM AG, dieses Thema im Radio 24- Studio noch einmal aufgegriffen.

Es war schon länger absehbar: MySpace wurde von Facebook klar verdrängt. Doch was bedeutet die Kapitulation von MySpace vor Facebook für die User? Wie ist Facebook nun im Online-Markt positioniert? Denn bereits jetzt gehen ein Viertel aller in den USA gesichteten Websites auf das Konto von Facebook. Philipp Sauber erklärt in der Sendung «Radio 24 Digital», warum Facebook so erfolgreich ist und sogar mehr Seitenklicks generiert, als Googles Suchmaschine.

Und wie schätzt Ihr die Zukunft von Facebook ein? Und worin liegt Eurer Meinung nach der Erfolg des mittlerweile grössten sozialen Netzwerks?

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Nov 26

Lange war es das grösste Online-Netzwerk der Welt. Diese Zeiten sind nun aber definitiv vorbei. Letzte Woche kapitulierte MySpace offiziell vor Facebook.

Eigentlich ist es das Ende einer ehemaligen Pionier-Seite unter den Social-Media-Applikationen. MySpace zieht sich endgültig aus dem Wettbewerb mit Facebook zurück. Bereits vor längerer Zeit zeichnete sich ab, dass Facebook den Konkurrenzkampf klar gewonnen hat. Das offizielle Eingeständnis von MySpace war darum mehr als überfällig.

Mashup mit Facebook
Seit letzter Woche nun können die Facebook-Benutzer ihre Inhalte auch über die MySpace-Plattform verteilen. Auch Facebook-Elemente wie der I-Like-Button werden künftig in der MySpace-Welt zu finden sein. Offiziell wird es als Mashup mit Facebook bezeichnet. Doch wie gesagt: der MySpace-Rückzug kam aber alles andere als überraschend. Denn bereits Ende Oktober dieses Jahres startete die Plattform eine gross angelegte Neuausrichtung hin zu einer Unterhaltungsplattform mit Musik und Videos – um sich eine Überlebenschance zu sichern. Geklappt hat’s nicht.

Und was haltet ihr von der Kapitulation von MySpace vor Facebook? War das nötig oder hätte MySpace noch andere Möglichkeiten gehabt?

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Sep 08


Wer auf das neue iTunes Version 10 umgestellt hat, wird neben ein bisschen Design update vor allem das neue Icon bemerkt haben. Im Vergleich zum alten kein Geniestreich. Was sich aber ebenfalls mitinstalliert ist Ping, Apples neue Social Network Komponente. Hier ein Überblick was Ping ist und kann.

Bevor ihr nun einen kalten Schauer bekommt, weil es schon wieder ein neues Network gibt, erstmal Entwarnung. iTunes könnt ihr auch wie gewohnt weiterhin benutzen ohne Ping beitreten zu müssen. Wer es sich anschauen will, findet in der linken Menuleiste unter Store das Ping Icon mit zwei Sprechblasen. Ein klick und es erscheit der Screen wie ihr ihn oben sehen könnt. Anmelden über den Store und ein paar Angaben zu Euch, ein Foto, fast fertig. Dann noch schnell Lieblingsmusik angeben und schon ist man drin. Und dann?

Vorschläge welchen Künstler man folgen sollte.
Das ist mal der erste Screen. Funktioniert mal gar nicht! Weil Ping sich nicht dafür interessiert was ich für Musik höre und bewerte, sondern anscheinend völlig willkürliche Vorschlage macht (mir wurde empfohlen z.B. Cher zu folgen!?) Kein grosser Wurf an dieser Stelle, da muss noch dran gearbeitet werden, denn Genius funktioniert sehr gut. Warum man die Daten da nicht verknüpft ist mir schleierhaft.

Ping weiss nicht was ich gerne in der eigenen Library höre
Noch seltsamer, Ping liest nicht einmal aus, welche Songs ich in der eigenen Library mit wieviel Sternchen bewertet habe um zu schauen was ich lieber mag als anderes. Das finde ich nun wirklich schwach.

Nur Musik, nur iTunes
Ping ist kein Network das jeder Nutzen kann, es exitiert nur innerhalb von iTunes. Ausserdem kann man momentan nur auf der Musikschiene fahren. Videos, Podcasts, Apps – zu all dem kann ich keine Angaben machen und mich austauschen.

Privatsphäre
Das funktioniert hier mal wirklich einfach, so wie bei twitter. Mein Profil ist grundsätzlich öffentlich und für jeden auffindbar. Ich kann entscheiden ob mir jeder folgen darf, oder ob ich genehmigen muss. Man kann noch in den “privaten” Modus stellen, dann kann niemand (nicht mal Freunde) sehen was ich schreibe. Was dass für einen Sinn macht erschliesst sich mir nicht. Ebenso kann man auch im öffentlichen Modus verhindern, dass andere meinen (peinlichen?) Musikgeschmack sehen können. Wer also immer noch grosser Roxette oder Dr. Alban Fan ist, muss sich hier nicht öffentlich lächerlich machen.

Fazit
Ping sieht mal auf den ersten Blick nett aus, wie alles was Apple macht. Allerdings sind die Funktionen noch rudimentär, hackelig und nicht zu Ende gedacht. Wird an den Schwachstellen noch nachgebessert könnte es für echt Musikfans (und Filmfreaks, Podcaster und App lovers) eine interessante Plattform werden. Mit ein bisschen Geschick und den nötigen Funktionen sogar ein würdiger Nachfolger für myspace – allerdings nur in iTunes :)

Habt Ihr schonmal reingeschaut? Was haltet ihr von Ping? Könnte das noch was werden?

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Feb 25

swissairEs ist noch nicht lange her, da war MySpace die Nummer eins unter den Social Networks. Inzwischen verliert die Firma, die zum Medienimperium von Rupert Murdoch gehört, gegenüber Facebook immer mehr an Boden.

Der Konkurrenzkampf um Werbegelder, die immer spärlicher fliessen, ist hart. Im Mai 2009 hat Facebook MySpace an der Spitze abgelöst. Zwar versuchte MySpace-CEO Owen van Natta – sinnigerweise ein früherer Facebook-Kadermann – das Steuer herumzureissen. Inzwischen hat er sich aber auch aus dem Staub gemacht. Nun steht MySpace kurz vor dem Aus. Das Netzwerk bietet den Usern einfach zu wenig.

Wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Anscheinend liegt es an Tycoon Rupert Murdoch selbst. Er soll keinerlei Verständnis für das Eigenleben und die Dynamik sozialer Netzwerke aufbringen.

So ist er felsenfest überzeugt, dass die User irgendwann für Inhalte im Web bezahlen werden wie einst für die Zeitung. MySpace macht auch viel weniger klar, wofür die User das Portal nutzen können. Bei Facebook weiss jeder, was er erwarten kann.

Wo sich zwei Anbieter um die Nummer 1 balgen, gewinnt normalerweise der Stärkere. Es sieht so aus, wie wenn MySpace seinen Zenit überschritten hätte und das Feld nun definitiv Facebook überlassen müsste.

Die Frage ist nur: Schreibe ich in zwei Jahren dasselbe über Facebook?

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Okt 30

Mädchen mit LaptopWeihnachten 1992. Mein grosser Bruder bekam damals seinen ersten PC geschenkt. Klein-Christina (6) war natürlich sofort Feuer und Flamme für das technische Gerät. Als man sich dann später ohne komplizierte Umwege ins Internet einwählen konnte, war es sowieso um mich geschehen. Eine grosse Liebe, die jetzt schon 18 Jahre andauert.

Und die einzige Frau scheine ich nicht zu sein, wie Brian Solis in seiner Studie “Revealing the People Defining Social Networks” herausgefunden hat:

SocialMatriarchat

Siehe da: Es sind deutlich mehr Frauen auf den Social Networks als Männer. Nur im Digg-Teich dümpeln im Moment noch mehr Männer vor sich hin und warten auf weibliche Gesellschaft.

Warum das so ist? Für mich besteht kein Zweifel: Frauen sind halt einfach ein bisschen kommunikativer und multitaskingfähiger als Männer. Die technischen Barrieren sind längst überwunden.

Der Statistik glaube ich aber trotzdem nicht so recht. Wenn ich selbst von Welle zu Welle surfe, fühle ich mich eher wie die Henne im Korb. All die Frauen, die mir die Studie verspricht, begegnen mir auffallend selten.

Melden sich Frauen auf Social Networks einfach nur an und nutzen sie dann nicht? Eröffnen viele Männer ein Fake-Profil und geben sich als Frau aus? Oder wie erklärt ihr euch diese Statistik? Wo verstecken sich all meine Geschlechtsgenossinnen?

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Okt 28

teddys-huggingDas Social Media Plattformen Menschen zusammen bringen steht sicher ausser Frage. Man bleibt mit vielen in Kontakt und tauscht sich bequem aus, sended live feeds aus dem täglichen Leben, statt verstaubte E-Mails schreiben zu müssen. Soweit so gut. Dennoch will ich ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen wie sozial und nah wir uns denn wirklich sind.

Auf der FOWA wurde berichtet, dass mittlerweile jede 8. Ehe in den USA ihren Anfang auf Facebook genommen hätte. Den Beleg habe ich nicht gefunden bisher, aber es sieht nicht utopisch aus in meinen Augen. Denn immerhin verbringen alle User zusammen pro Tag die gigantische Gesamtzeit von 4,16 Millionen Tagen allein auf Facebook. Nun möchte ich das ganze mal selbst analysieren und starte daher diese Umfrage:

Wieviele “Freunde” habt Ihr auf Social Media Plattformen?

Mit wievielen habt Ihr regelmässig Kontakt dort?

Wieviele von Ihnen kennt Ihr im realen Leben (wirkliche Freunde, Kollegen, Bekannte, andere Kontakte zählt alles)?

Denn nachdem ich diese Zahlen hier gesehen habe, die Jeff Rothschild (Video hier zum download) auf einer Konferenz in San Diego zu Facebook präsentierte, bin ich neugierig geworden:

  • Registrierte User: > 300 Millionen
  • Aktive User: > 200 Millionen
  • Pageviews: > 200 Milliarden pro Monat
  • Feed-Aktionen: > 3.9 Billionen pro Tag
  • Chat-Nachrichten: > 1 Milliarde pro Tag
  • Suchanfragen: > 100 Millionen pro Tag
  • Upload Inhalte: > 2 Milliarden pro Woche
  • Facebook Connect: > 15′000 Websites
  • Anzahl Server: > 30′000
  • Fotos: > 20 Milliarden in 4 Auflösungen
  • Zuwachs Fotos:  ca. 2 – 3 Milliarden pro Monat
  • Auslieferung Fotos:  ca. 600′000 pro Sekunde
  • Besuchszeit pro Tag: > 6 Milliarden Minuten oder 100 Mio. Stunden, bzw. 4.16 Mio. Tage
  • Logfile: 25 TByte pro Tag

Ich will gar nicht in Frage stellen, dass die Zahlen stimmen. Aber mich interessiert die Qualität neben dieser beeindruckenden Quantität.

Deshalb schreibt mir Eure Zahlen. Ich werde mit dem ganzen Team hier die Fragen auch auf den Plattformen stellen und dann hier präsentieren. Ich bin sehr gespannt wie es dann aussieht.
Dank an Thomas Hutter für die Zahlen und den Link.

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Okt 23

youmenet.logoEs geschah im Frühjahr 2007. Damals machte sich eine junge Crew von webbegeisterten Menschen auf, das Web zu revolutionieren. Sie setzten sich das Ziel, eine Schweizer Community-Plattform im Stile von (damals) MySpace oder Youtube aufzubauen. Die Community-Zentrale gabs nicht nur virtuell, sondern auch als mobilen Glaskubus, der immer mal wieder in einer anderen Stadt war.

Unterdessen sind drei Jahre vergangen und das swiss social network youme.net ist Geschichte. Die Plattform besteht zwar noch, wird aber nicht mehr genutzt.

Die Truppe hinter youme.net bestand aus ehrgeizigen Köpfen, die alle einen Traum hatten: Innert möglichst kurzer Zeit eine erfolgreiche crossmediale Plattform aufzubauen. Quasi eine virtuelle Spielwiese für all jene, die ihre Talente mit anderen teilen möchten. Die Macher investierten einige Liter an Herzblut, animierten Leute zum Mitmachen und produzierten wöchentlich eine schräge Web-TV-Show. Das Projekt wurde finanziell durch das Medienhaus Ringier unterstützt. Ringier schwebte vor, die Beiträge über verschiedene Kanäle wie Fernsehen oder Print zu streuen und den usergenerierten Inhalt zu verkaufen.

Doch anscheinend war dies den Schweizern zu progressiv. Auch die Nähe, die durch den mobilen Glaskubus entstehen sollte, brachte nicht viel. Die Passanten nahm es zwar Wunder, was dieses Glashäuschen sollte, sie meldeten sich dann aber nicht auf der Plattform an.

In der Community tummelten sich stehts die gleichen paar Nasen. Da den Usern nicht wirklich etwas Grossartiges geboten wurde und sie keinen eigenen Nutzen aus der Plattform ziehen konnten, liessen sie ihre Profile verwahrlosen. Im Herbst 2008 wurde dann definitv der Bettel hingeworfen und der Glaskubus wurde auf ebay versteigert.

youme.cube

Meines Erachtens viel zu früh. So ein Projekt braucht einfach seine Zeit bis es überhaupt einmal beachtet und verstanden wird. Das geht nicht einfach so von heute auf morgen.

Know-How, Kreativität und Geduld sind die Zutaten, die ein Projekt auf die Dauer geniessbar machen. Bei youme.net waren zwar alle drei Zutaten vorhanden doch hatte es von einem zu viel und vom anderen zu wenig. youme.net war seiner Zeit einfach voraus.

Das einzige was von dem Projekt übrig geblieben ist, ist die Web-Technologie. Die wird nun bei der Blick am Abend-Community oder bei news1.ch eingesetzt.

Woran ist eurer Meinung nach das Projekt gescheitert? Ist so ein crossmediales Projekt  in der Schweiz überhaupt möglich? War man einfach zu geblendet von den amerikanischen Projekten? Wäre der heutige Zeitpunkt realistischer für so ein Projekt?

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