Feb 17

JavaScript FrameworksEgal ob es sich um komplexe Business Lösungen oder einfache Formulare handelt, stehen heute für die Realisierung von Web-Lösungen sehr mächtige Frontend Libraries zur Verfügung. Dabei spart man nicht nur Zeit und Geld bei der Umsetzung, sondern stellt gleichzeitig auch sicher, dass die Lösung technisch korrekt daherkommt – sofern man die wichtigsten Tipps und Tricks einhält.

Wenn man sich auf die 5 wichtigsten JavaScript Frameworks konzentriert (jQuery, ExtJS, Prototype, MooTools, YUI), kann man sagen, dass alle die folgenden Merkmale besitzen:

  • Ajax Support
  • Element Selektoren
  • DOM Durchwanderung
  • DOM Manipulation
  • Event Handling
  • JSON
  • Cross-Browser Kompatibilität

Welches Framework aber soll ich dann im eigenen Projekt verwenden?

Nach Auflistung der Stärken der einzelnen Libraries sollte es einfacher fallen sich für die am besten geeignete Library zu entscheiden:

  • jQuery beinhaltet nur einen kleinen Satz von User Experience (UX) -Verbesserungen; User Interface (UI) -Komponenten können nur durch die zusätzliche Einbindung des jQuery UI Frameworks bewerkstelligt werden
  • Protoype: Beinhaltet keine zusätzlichen UI-Komponenten oder UX-Verbesserungen. Diese können aber durch die Einbindung  des Frameworks Script.aculo.us hinzugefügt werden
  • Mootools beinhaltet ebenfalls keine UI-Controls, sondern nur in Verbindung mit MooTools.More
  • YUI und ExtJS beinhalten eine grosse Anzahl von vorgefertigten UI-Komponenten, sogenannten Widgets, die Out-of-the-Box verwendet werden können

Der Nachteil an den Komplettlösungen YUI und ExtJS ist, dass die Ressourcen sehr gross werden können und so einen Abstrich bei der Ladegeschwindigkeit im Browser hingenommen werden muss. Und das Customizing, also die individuelle Erweiterung von Komponenten, ist bei diesen beiden Lösungen komplexer als bei den anderen drei Frameworks.

Zusammenfassend kann zum Einsatzgebiet der einzelnen Frameworks gesagt werden:

  • jQuery und Prototype eignen sich hervorragend zur Erweiterung von grafischen Web-Oberflächen
  • ExtJS und YUI sind die beste Wahl, wenn applikatorische Lösungen gebaut werden
  • Mootools ist stark bei Animationen und grafischen Gestaltungen

Dass es aber auch durchaus sinnvoll sein kann, zwei unterschiedliche Frameworks in ein und derselben Lösung zu verwenden, haben wir beim Projekt Blacksocks gezeigt: Hier wird für die Administrationsoberfläche im CMS G3 ExtJS, auf der normalen Webseite aber jQuery verwendet.

Die genannten Frameworks bieten auch Versionen für mobile Plattformen. Diese beinhalten vorgefertigte UI-Komponenten, die das Verhalten von nativen Apps klonen.

Die wirtschaftlichen Aspekte beim Einsatz von JavaScript Frameworks sind auch vielfältig:

  • mehr Zeit für Kundenbedürfnisse, da Problematiken wie z.B. Crossbrowser-Kompatibilitäten eliminiert werden können
  • Konzentration aufs Wesentliche
  • Erleichterung in der Programmierung dank vielen modularen Out-of-the-Box Features
  • Wiederverwendung auf allen Ebenen, so z.B. im Mobile Bereich
  • hohe Qualität für Kundenlösung, da für jedes Bedürfnis ein Plugin oder Widget vorhanden ist
  • Innovation ohne Investitionen, da diese durch grosse Communities getrieben werden
  • schnelleres Time-To-Market

Was habt ihr für Erfahrungen mit JavaScript Frameworks gemacht? Kennt ihr noch weitere erwähnenswerte Frameworks? Lohnt es sich überhaupt als Entwickler Kenntnisse in mehr als einem oder zwei Frameworks zu haben, oder lohnt es sich Spezialisten für jede Sprache zu haben?

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Feb 16

Letzten Samstag wurde ich vom Erdbeben aufgeweckt. Mein erster Gedanke galt Twitter – denn wo sonst erhalte ich real-time News von Personen in der Gegend? Den gleichen Gedanken hatte ich gestern früh, als ich aus meinem Fenster blickte und ca. 20cm Neuschnee mit Wachstumspotential entdeckte. “Mal sehen ob die Buse, Trams und Züge heute fahren…”

…und ich wurde auch prompt fündig. Twitter ist zwar in erster Linie praktisch für den Austausch von Erfahrungen unter Usern, bietet jedoch Unternehmen u.a. im Bereich des öffentlichen Verkehrs die Möglichkeit, real-time mit ihren Passagieren zu kommunizieren. Ein gutes Beispiel dafür ist @railservice der SBB. Unermüdlich twitterten sie gestern Morgen allen frustrierten Gestrandeten zurück und halfen ihnen, den Weg ins Büro doch noch zu finden. Und dieser Service wird geschätzt. Auch @sbbnews kann hier weiterhelfen mit den neusten Updates zu Verspätungen und Unterbrüchen.

Auch die Swiss war unter @SwissAirLines aktiv, nachdem ZRH mit Verspätungen und Annullierungen kämpfte. Da ich heute nach London fliege, habe ich Twitter gleich getestet und erhielt prompt eine Antwort mit Informationen zu meinem Flug. Da habe ich bestimmt 10 Minuten Hotline gespart.

Spannend wurde es erst, als ich dann mal ZVV und VBZ suchte. Tatsächlich, eine Twitter-Präsenz ist vorhanden, jedoch mit der netten Aufschrift “@zvvfahrplan hasn’t tweeted yet”. Gut, sie haben es mindestens ins Auge gefasst. Zu ihrer Verteidigung, über Facebook hielten sie ihre Kundschaft bei Laune mit Fotos vom Schneepflug. Hilfe ist auf dem Weg (vgl. oben)!

Fazit? Social Media ist nicht mehr länger “nice to have” sondern ein wertvolles Informationstool für Sondersituationen wie Erdbeben und Schneechaos, wo immer 20Minuten, Hotlines und co. nicht nachkommen. Und by the way, am Freitag zeigte Twitter auf der TwitterMap eindrücklich, in welchen Regionen das Erdbeben zu spüren war. Ich sag nur #TwitterPower! (Thanks to @mikeschwede)

UPDATE: @zvvfahrplan ist kein offizieller Account der ZVV, News direkt von der Quelle gibt’s unter @zvvnews. Für Fragen steht @zvv_contact zur Verfügung.

Verwendest du Twitter in Sondersituationen? Hat dir ein Twitter-Account schon einmal aus der Patsche geholfen? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

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Jan 26

Pinterest Logo

Pinterest – das neue Social Network polarisiert. Und das zu Recht. Mit wenig Aufwand findet man sich sehr schnell zurecht und begreift umgehend die Grundfunktionen. Pinterest ist meiner Meinung nach die Innovation, die ich eigentlich von Google für Google+ erwartet hätte. Wie funktioniert Pinterest?

Anmeldung:

Zuallererst muss man – wer hätte das gedacht -  sich anmelden. Allerdings kann man sich momentan nur bei Pinterest anmelden, wenn man eine Invitation kriegt. Leute die bereits bei Pinterest registriert sind können Invitations versenden, oder ihr könnt euch selber eine Invitation über diesen Link bestellen. Bei mir dauerte es allerdings eine ganze Woche, bis ich die Einladung erhielt.

Bei der Anmeldung muss man entweder einen Twitter- oder Facebookaccount mit dem Login verlinken. Diese Verlinkung kann aber nachträglich wieder entfernt werden.

Funktionalität:

Pinterest ist ein soziales Netzwerk mit welchem virtuelle Pinnwände erstellt werden. An diese Pinnwände können Bilder-Kollektionen, Videos etc.  mit Beschreibungen angeheftet werden. Diese können öffentlich oder privat abgespeichert werden. Die Idee hinter Pinterest ist der gemeinsame Austausch über verschiedene Hobbys, Interessen und Einkaufstipps mithilfe virtueller Pinnwände.

Die meisten Pinnboards widmen sich bestimmten Themen. Dazu kommen die sozialen Funktionen. Man kann den Pinnwänden von Freunden folgen oder gar zusammen Pinnwände bewirtschaften. Für die Viralität sorgen Funktionen wie der ♥-Button oder der Repin rsp. Resharebutton.

Das TIME Magazine wählte Pinterest zu den “50 besten Websites” des Jahres 2011.

Wird Pinterest das neue Facebook?

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Jan 23

Australian Open - gril wearing some shirtLetzte Woche hatte ich ja über die Facebook Page des Australian Opens berichtet. Respektive über deren hervorragendes Community Management. Diese Page lebt. Mit dem Start des Turniers ging auch ein Online Shop auf Facebook live. Nun können die Fans direkt in Facebook Merchendise Artikel kaufen.

 

Und dies macht durchaus Sinn. Die Leute verbringen nun mal viel Zeit auf Facebook: Der durchschnittliche Facebook Benutzer verbringt monatlich ca. 20 Stunden aktiv auf Facebook. Hierzu gibt es diverse Studien, aber dazu in einem nachfolgendem Blogpost. Zeit, die man früher vielleicht noch vor dem Fernseher verbachte.

Es macht Sinn, dort einen Shop zu eröffnen, wo sich die Leute tummeln – ganz wie im “Real Life”: Wer eine Kleiderboutique eröffnet, der tut das doch auch lieber an einer hochfrequentierter Lage wie die Zürcher Bahnhofstrasse als irgendwo in einer dunklen Ecke der Stadt.

Das Australian Open hat ihren online Shop nun komplett in Facebook integriert:

Australian Open

Interessant ist, dass sie den Shop komplett im schmalen Facebook iFrame abbilden. Es ginge ja einfacher. Meiner Meinung nach würde es reichen, einige ausgewählte Produkte auf Facebook anzubieten. Dafür müsste man lediglich die Bilder einbinden. Diese Produkte verlinken dann direkt auf den Online Shop auf der Webpage. Dies wäre ein einfacher Weg Produkte auf Facebookk anzubieten und gleichzeitig Traffik von Facebook hin zur eigenen Website umzuleiten.
Wenn man dann den Link noch mit einem einfachen Tracking erweitert, dann weiss man sogar genau wieviele Leute auf welchen Link geklickt haben rsp. wiviele User von Facebook kommen.

Damit dies alles auch seine Berechtigung hat rsp. attraktiv für den User ist, würde ich für Facebook Leute zusätzlich einen Rabattgutschein anbieten. Oder spezielle Produkte, die es nur auf der Facebookpage gibt. Grenzenlose Möglichkeiten – nicht nur wegen Facebook.

 

Sind sie schon mal via Facebook auf einen online Shop aufmerksam geworden?

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Jan 09

Lauberhornrennen in Wengen - Didier CucheAls Schweizer, Skisport-Fan und Social Media Manager freue ich mich riesieg auf dieses Higlight. Und natürlich habe ich nach “Lauberhornrennen” auf diversen Social Media Plattformen gesucht. Und ich wurde fündig: Die Channels existieren, haben aber noch Potential, v.a. im Bereich Content und Community Management.

Die Channels sind zwar auf der Webseite vom Lauberhornrennen verlinkt, haben haber praktisch noch keinen Inhalt und nur wenig Followers. Auf Facebook sind es deren lediglich 99, auf Twitter ist noch gar nix los. Lediglich in ihrem Youtube-Channel befinden sich einige Videos.

Da all diese Communities an prominenter Stelle auf der offiziellen Website verlinkt wurden, gehe ich davon aus dass hier in Kürze “die Post abgehen” wird. Ich freue mich auf Hintergrundinfos, Interviews,.. kurzt gesagt, auf Content. Und darauf, dass dann auf diesen Plattformen eine angeregte Diskussion entsteht und u.a. auch Fragen der Fans direkt beantwortet werden. Toll wären neben aktuellen Infos auch kleine Extras, wie z.Bsp. ein Kalender-Tab auf der Facebook Page, worin sämtliche Austragungszeiten der Wettkämpfe ersichtlich sind – Dinge, die einen konkreten Nutzen stiften. Und ganz wichtig ist auch das Involvement der Protagonisten. Ich hoffe diese werden in die Diskussion mit eingebunden.

Lauberhorn Rennen und Social Media

Was nützt der Social Media Auftritt den Veranstaltern?

1. Social Media macht attraktiv

Neben der Gewinnung von neuen Fans steigert der Schritt zum Social Web den Bekanntheitsgrad und kurbelt so den Umsatz an: Mehr Besucher kommen an die Rennen. Davon profitiert nicht nur der Veranstalter, sondern auch sämtliche Sponsoren und das Lokale Gewerbe (mehr Hotelübernachtungen etc.).

2. Entscheidungen gemeinsam treffen

Die Interaktivität gestattet es Außenstehende ihr Fachwissen einzubringen. Die Communities bieten einen ausgezeichneten Zugang für Partner und Skifans zum Event “Lauberhornrennen”. Das Publikum rsp. die Community Mitglieder können so direkt in die Entscheidungsfindung eingebunden werden (Crowdsourcing).

3. Werbung und PR

Die Communities können für Werbung und PR genutzt werden.

4. Fanbindung

Die Fans werden so an diesen jährlichen Event gebunden und erhalten auch in Zukunft Informationen über Skirennen in Wengen.

5. Mitarbeitersuche

Ich kann mir vorstellen dass ein solch grosser Event nur mit vielen motivierten Helfern durchführbar ist. Und gerade weil dieses Rennen ja lediglich 1mal im Jahr stattfindet, ist es sicher schwierig genug Helfer zu finden. Die Social Media Plattformen könnten genau in diesem Punkt helfen.

Fazit: Ich bin gespannt auf die Rennen am Lauberhorn. Und auf deren Resonanz in Social Media. Hier scheint sich was anzubahnen. Und das Schönste an solchen Communities ist deren Nachhaltigkeit. Social Media Communites – sind sie einmal aufgebaut – können mit einem Minimum an Community Management am Leben erhalten werden und stiften so über Jahre hinweg Nutzen.

Würden sie Social Media Communites von grossen Sportveranstaltungen beitreten?

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