Jenny Peier

ueli maurer facebookEigentlich ist es traurig – kurz vor dem Sechseläuten Montag kündigte Bundespräsident Ueli Maurer an, sein Facebook-Profil zu löschen und der Plattform den Rücken zu kehren. Nach nur dreieinhalb Monaten beendet Maurer das Experiment, mit der Begründung, dass die Diskussionen zu oberflächlich geführt würden, und er sich mehr Substanz gewünscht hätte. Wir fragen uns – ist Facebook wirklich nichts für Politiker oder hätte man hier anders handeln müssen?

Mit der Begründung, er wolle lieber zusätzliche Möglichkeiten für ein persönliches Zusammentreffen schaffen – direkt, authentisch und von Angesicht zu Angesicht, verabschiedete sich Maurer gestern von seiner knapp 3000-köpfigen Facebook-Gemeinde, welche sich über die Nachricht auf der Seite enttäuscht zeigte. Doch was ist bei seinem Experiment schief gelaufen und wo hätte er einen Mehrwert schaffen können?

Vielleicht gingen seine Erwartungen in die falsche Richtung, obwohl alles so gut angefangen hatte. Die Begrüssungsnachricht an alle Rekruten, Bilder von Events und zwischendurch Textbeiträge und Links, welche ernstere politische Themen ansprachen. Gerade beruhend auf diesen waren ihm die Kommentare wohl nicht tiefgründig genug. Jedoch ist Facebook als Medium der geeignete Ort für tiefere politische Diskussionen? 

Ich wage zu behaupten: Nein. Vielmehr sehe ich Facebook für Politiker als Medium, worüber sie – ähnlich der Werbung – über ihr Schaffen informieren, Termine mitteilen und Eindrücke teilen. Dies von der Top-Down-Seite. Präsenz zeigen, den Bürgern ein Begriff sein.

Was  Ueli Maurer jedoch nicht vergessen darf, ist dass es auf der Bottom-Up bzw. auf der Dialog-Seite nicht (nur) darum geht, mit den Mitbürgern eine Diskussion zu führen, sondern dass Social Media allgemein ihm auch die Möglichkeit bietet, kostengünstig den “Vibe” eines Teils der Gesellschaft abzuholen, dies u.a. auch anhand von statistischen Auswertungen.  Des Weiteren kommt der Aspekt hinzu, dass Social Media über ihn sprechen wird, ob er nun dabei ist oder nicht. Der Vorteil einer offiziellen Seite ist hierbei eine gewisse Kontrollmöglichkeit, sowie die Chance, sich am Diskurs, in diesem Fall über den Politiker als “Produkt”, beteiligen zu können, und eventuell Insights zu generieren, welche über andere traditionelle Kanäle nie zu ihm gedrungen wären.

Jedes Medium hat seine Eigenheiten und löst unterschiedliche Reaktionen beim Rezipienten aus. Hänge ich ein Wahlplakat auf, erwarte ich auch nicht, dass die Wähler damit in den Diskurs treten. Und genau so gilt es auch Facebook als Medium “richtig” zu verstehen - dann klappt’s auch mit Social Media! 

Aber vielleicht sehen wir Sie ja bald wieder auf einem anderen Kanal, Herr Bundespräsident? Wir helfen auch gerne bei der Erstellung eines ganzheitlichen Social Media Konzepts. :)

Politiker und Social Media – passt nicht oder doch? Ist die Facebook-Gemeinde wirklich zu oberflächlich für Politik? Was würdest du dir von einem Politiker im Bereich Social Media wünschen?

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Bryan Graf

LINKEDINWir alle kennen LinkedIn als Facebook’s seriöser und business-orientierter grosser bzw. älterer Bruder in der Welt der Social Networks. Und sie werden sich ähnlicher: Bei LinkedIn gibt’s nun ein neues Feature: Mentions.

Die LinkedIn Nutzer gehören zu den meisten ‘engaged’ Online User im beruflichen Umfeld. Klar im deutsprachigen Bereich ist (noch) Xing die führende Plattform. Weshalb eigentlich, denn LinkedIn erscheint mir deutlich aufgeräumter und ich habe mehr Features zur Verfügung / weniger Einschränkungen als bei Xing. Zunehmend finde ich auch die deutschen Kontakte nebst Xing auch in LinkedIn oder ausschliesslich LinkedIn, denn: Mit über 200 Millionen Nutzern weltweit und 50 Millionen Besuchern wöchentlich, gehört LinkedIn weltweit zum bevorzugtesten Netzwerk für Business Networking und Marketing.

LinkedIn, der seriöse / business-orientierte grosse bzw. ältere Bruder Facebook’s in der Social Media Welt. Nicht nur im Aufbau mit dem Newsfeed und den möglichen Statusupdates, die eigene Timeline (Activity) oder die Firmenpages mit Profil, Coverbild, sowie Beitragsmöglichkeiten (Recent Updates) sehen sich beide Networks ziemlich ähnlich. Eine weitere Annäherung gibt’s seitens LinkedIn nun von technischer Seite mit einem neuen Feature.

Vergangene Woche gab das Unternehmen mit dem Blog Post inkl. Slideshow, Start a Conversation by Mentioning Your Connections on LinkedIn, den Start ihrer Mentions Funktion bekannt. Nutzer können nun ihre Kontakte und Firmen in den Status Updates erwähnen. Der Dialog mit den 1st Connections kann so gestartet werden, in dem man sie im Post erwähnt, anstatt zu hoffen, dass diese den Status Update sehen. Ähnlich wie bei Twitter oder Facebook kann man das eigene Netzwerk via Mentioning im Status Update involvieren (engaging).

Wie funktioniert die Mentioning Funktion:
Für diejenigen, welche das Feature bisher noch nicht genutzt haben…

1. Auf der LinkedIn Homepage, schreibe ein @ gefolgt vom Namen des Kontaktes oder der Firma, welchen du im Status Update oder Kommentar-Feld ‘mentionen’ / erwähnen möchtest.

2. Sobald du nach dem @ anfängst zu tippen, erscheint eine Drop-Down Box mit deinen Connections & Firmen. Wähle die Person oder Firma, welche du in deinem Status Update oder Kommentar einbeziehen möchtest.

3. Sobald du dein Status Update oder Kommentar publiziert hast, so wird die erwähnte Firma oder Person eine Notification / Alerting erhalten, dass sie auf Linkedin ‘gementioned’ wurde.

Das Feature wurde für sämtliche englischsprechenden LinkedIn Members herausgerollt. Beim Test und Switch auf Deutsch funktioniert es bei mir (noch) nicht. LinkedIn wird dies nebst Englisch bald auch für andere Sprachen ausrollen, ebenso auf anderen Seiten der Plattform (wie Gruppen, etc.) anstelle nur der Homepage / Startseite.

Wirst du die Mentioning Funktion nutzen? Nutzt du diese Funktion auch auf anderen Social Networks wie Facebook, Twitter oder Google+? Gibt es weitere Verbesserungsvorschläge für LinkedIn?

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Jenny Peier

Risk- / Issuemanagement für Social NetworksNach einer produktiven Woche in den USA wurde ich mit einigen wertvollen Gedanken nach Hause geschickt, welche jedoch – ich gebe zu – noch nicht völlig ausgearbeitet sind, jedoch einen breiteren Einblick in mögliche zukünftige Szenarien des zukünftigen Customer Managements gewähren sollen, dies vor dem Hintergrund neuer technologischer Entwicklungen. Hierbei faszinieren vor allem die Gedanken “von Push zu Help” und “Customer (Loyalty) Management”.

Mir wurde eine App namens “Cardagin” präsentiert, welche ein Customer Loyalty Management für KMUs zur Verfügung stellt. Der Zweck dahinter? Im Vergleich zu Foursquare et al. verknüpft diese App die “Checkins” mit den Verkäufen, was tiefere Insights für das Unternehmen bietet, welches darauf die Angebote auf den Kunden zuschneiden kann. Der Kunde profitiert als Gegenleistung von Treueangeboten.

An sich ist das Produkt weder eine grossartige Neuheit noch wirklich faszinierend, aber der Gedanke dahinter scheint mir spannend. Hierfür muss ich jedoch kurz abschweifen: Marken und Businesses aller Art philosophieren zurzeit über ihre Social Media Auftritte, wie sie ihren Content an die Menge bringen, möglichst viel Interaktion auf ihrer Facebook Seite erreichen etc. Doch zeichnet sich hierbei bereits ein Trend weg von diesem “veralteten” Modell auf, der spätestens mit dem nächsten Technologiesprung (wir gehen an dieser Stelle davon aus, dass es sich hierbei um Wearable Technology handeln wird) in Kraft treten wird: Der Move eines Unternehmens/Werbers vom Content Pusher zum Helper.

Was uns momentan auf Desktops, Laptops, Tablets und Mobilgeräten begegnet wird uns bald überall im Alltag verfolgten – Werbung. Bewegen wir uns nun in Richtung Augmented Reality, werden wir über kurz oder lang vor einem so intensiven Content Overload stehen, dass  die Aufmerksamkeitsgewinnung eines einzelnen zu einem Ding der Unmöglichkeit werden wird. Hier muss das Umdenken stattfinden.

Stellen wir uns eine Welt mit implementierter Augmented Reality vor: Als Kunde wünsche ich mir eine Unterstützung und einen “Wegleiter”, welcher mich schlussendlich zu einem Produkt führt. Dies würde einen Shift von der traditionellen “BUY THIS”-Werbung hin zu einer Hilferolle eines Unternehmens bedeuten, wobei dasjenige Unternehmen, welches dem Kunden am besten dient und hilft die höchsten Abverkäufe erzielt. Und sind wir ehrlich, dieser Trend findet sich bereits auf allen unseren Social Media Kanälen, auch wenn die meisten die Anzeichen erfolgreich ignorieren.

Nun, das “high-level” Gedankenspiel ist utopisch aber sollte als Anregung dienen, den eigenen Umgang mit dem Kunden zu überdenken. Wie oft drücke ich meine Nachrichten und mein Produkt dem Kunden auf das Auge, anstatt ihn zu fragen, wie ich ihm dienen kann?   

Welche Veränderungen siehst du auf uns zukommen mit den nächsten Technologiesprüngen? Wie sieht deine utopische Welt in Zukunft aus? Was erwartest du von einer Marke in einem Umfeld mit Augmented Reality?

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Bryan Graf

Content Marketing Van GoghKreativität, diesen ‘Inneren Drive’ sowie Ausdauer und Durchhaltevermögen, brauchen wir um langfristig im Content Marketing erfolgreich zu sein. Dennoch sollen unsere “Werke” nicht an Qualität einbüssen – hierzu habe ich einen interessanten Vergleich mit Vincent Van Gogh von Ben Richardson gelesen, welchen ich hiermit gerne ins Deutsche überliefern möchte.

Vincent Van Gogh hat zu Lebenszeiten nur ein Bild verkauft! Hierbei soll es sich um das Bild ‘Die roten Weingärten von Arles’ (mittlerweile soll es zu dieser alten Legende Widerlegungen geben, dennoch hat er nur wenige Bilder & zu Schleuderpreisen verkauft) handeln. Dennoch – diese erstaunliche Tatsache zeigt die Integrität Van Gogh’s als Schöpfer und Mann von Ausdauer auf. Doch der Mangel an Verkaufstalent ist nicht der einzige Grund, weshalb er für Content Marketer eine interessante Persönlichkeit ist.

2100 und mehr Werke – Kreiere, kreiere, kreiere!
Van Gogh malte zu Lebzeiten über 2100 Werke, darunter 860 Ölgemälde und über 1300 Aquarelle, Zeichnungen und Skizzen. Der Fakt, dass er erst in seinen Spätzwanzigern bis zu seinem Tode mit 37 Jahren gemalt hat, ist dies doch eindrücklich. Das sind durchschnittlich rund 1.7 Werke pro Tag! Und da er von seiner Kunst kaum leben konnte, musste er sich das Leben nebenbei mit anderen Arbeiten finanzieren.

Wenn man über solche produktive Schöpfer wie Van Gogh liest, dann fragt man sich schon, weshalb es für einen selbst so schwer ist, die Zeit für einen oder zwei Blogposts die Woche aufbringen zu können (zumindest mir geht’s manchmal tatsächlich so). Van Gogh scheint von einem unerklärlichen ‘Inneren-Drive’ zum Schaffen bewegt worden zu sein. Viele von uns haben ein gutes Mass an ‘Drive’ aber nicht diesen eines Van Gogh’s. Es ist für unsereins daher als Schlüsselkriterium immens wichtig, einen Editorial Kalender zu führen, damit die Marketing Strategie, der Blog, unser Geschäftsgebaren regelmässig und konsequent umgesetzt / geführt wird.

Nicht unterkriegen lassen, wenn niemand zuhört!
Wie bereits erwähnt verkaufte Van Gogh in seinem Leben lediglich 1 Werk (oder eben wenige). Selbst wenn du das Gefühl hast, geschäftlich gerade durch eine taffe Zeit zu gehen – wetten, dass du bisher mehr Erfolge feiern konntest, als Van Gogh sich überhaupt erträumen konnte? Öfters beim Bloggen, Tweeten und promoten des eigenen Werkes (bspw. Blogeintrages) kommt schnell mal das (zugleich unheimliche und frustrierende) Gefühl auf, dass einem niemand zuhört! Dieses Gefühl kennt beinahe jeder im Kreativ oder Geschäftsumfeld. Lass dich davon nicht unterkriegen, mache stattdessen beharrlich weiter.

Erkunde deine Interessen. Alle.
Wir kennen Van Gogh als Maler, allerdings war er viel mehr als nur ein Maler. An verschiedensten Stationen seines Lebens, hatte Van Gogh das Interesse am Priester Dasein, selber zu Lehren, Studium an einer Kunstschule oder das Trinken von Absinth. Wir alle haben Interessen jenseits unseres Berufes. Suche nach Wegen diesen nachzugehen und mit dem Beruflichen, sowie der Zielgruppenrelevanz, zu verknüpfen.Verschiedenste Interessen zu haben ist nie schlecht, es hilft dem Brand eine stärkere Persönlichkeit zu geben. Viele von Van Gogh’s Werken hatten Einflüsse seiner persönlichen Interessen drin.

Die Van Gogh / Content Marketing Lektion
Schaffe weiter, egal was, und sei du selbst / bleibe authentisch. Es mag wie ein Klischee klingen – allerdings, grosse Marketing Strategien kommen nicht über Nacht. Es braucht eine gute Dosis Durchaltevermögen und ein Wille weiter zu machen, auch wenn man nicht unmittelbar das Resultat sieht, welches man erreichen möchte.

Wo holt ihr euch eure Infos ab? Was inspiriert euch zum Schreiben, Bloggen – Content generieren?

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Bryan Graf

microsoft-outlookGestern hatte Microsoft’s Outlook nach längerer Beta-Phase nun endlich das Go Live. Der neue Dienst Outlook.com löst hiermit offiziell Hotmail ab. Ab sofort können sich die User weltweit nun für den neuen Mail Client registrieren – eigenen Angaben zufolge, wird der Dienst von 60 Mio Usern bereits genutzt.

Nach fast 7 Monatiger Testlaufzeit, gab Microsoft gestern auf dem Unternehmensblog nun das Ende der Beta-Phase bekannt. Outlook.com ist live und löst somit offiziell den im Jahr 1997 akquirierten E-Mail Dienst Hotmail ab. Die Hotmail User werden bald zu Outlook umziehen, den Wechsel zu einer neuen Outlook Adresse wolle man den Usern allerdings nicht auferzwingen. Wer jedoch bereits jetzt schon von den neuen Features profitieren möchte, kann sich einfach mit den Daten seines Hotmail Accounts unter Outlook.com anmelden.

outlook-2013-printscreen
Die Redmonder gaben zudem bekannt, dass der Dienst bereits von über 60 Millionen Menschen aktiv genutzt wird. Und mit einer gross angelegten Werbekampagne sollen es schnell mehr werden, worin einige der coolen Features zu Tage gebracht werden. Anstelle von Werbeanzeigen, zeigt Outlook mit der Integration von Facebook, Twitter und LinkedIn die Statusupdates der Social Networks an – so sollen die User durch die Benutzung des Dienstes massiv weniger mit Werbung konfrontiert werden. Microsoft’s Vision vom modernen E-Mail geht noch weiter, so soll die Verknüpfung zu deren eigener Cloud-Lösung / Online-Speicherdienst SkyDrive (ähnlich Dropbox) auch die Möglichkeit bieten, Fotos & Videos, etc. alles in einer Message zu versenden. Ganz cool geworden ist einer der beiden ersten Werbespots:

Microsoft ist nun endlich in der Gegenwart angekommen, übernimmt wieder eine Vorreiter Rolle für die Zukunft und baut sich nun ebenfalls – analog Apple & Google – ein eigenes Universum auf mit Outlook.com, das neue Office, Storage Service SkyDrive, Suchmaschine Bing, dem eigenen Social Network Socl, sowie der Integration von anderen Networks wie Facebook / Twitter und das alles clever verpackt mit dem neuen Windows 8 auf unterschiedlichen Devices.  Der Trailer (siehe oben) macht Lust auf Mehr – zumindest habe ich mir meine Outlook Mailadresse schon mal gesichert ;-)

Microsoft – Stark genug um es mit Google’s Gmail & Co. aufzunehmen? Cool genug, um hinter dieser Marke zu stehen?

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Michael Fürer

Auch im 2012 hat sich wieder einiges in den Social Networks getan. Die Zeit der überschaubaren Kanäle scheint vorbei zu sein und nur wer sich stets auf dem Laufendem hält und ein Gespür dafür hat, welche Kanäle sich wie entwickeln und entwickeln könnten, kann einigermassen langfristige Kommunikations-Massnahmen planen und mit innovativem Marketing punkten. Umso wichtiger ist es, eine Kommunikations-Strategie zu entwickeln, die von den Kanälen unabhängig ist und auch auf neue Social Networks adaptierbar ist.

Damit ihr wisst, welche Kanäle sich im 2012 für welche Massnahme am besten eigneten – und voraussichtlich auch im 2013 weiter bewähren wird -, hat sich pardot.com die Mühe gemacht, und die aus ihrer Sicht relevanten Kanäle in knappe aber schlüssige Infokarten zusammengefasst. Geliefert werden die Karten mit Infos zu Wachstum, monatliche Besucher und einer ROI-Einschätzung zu Massnahmen.

2012 Social Media Report Cards [INFOGRAPHIC] - Pardot Infographic

Auf welche Netzwerke baut ihr im 2013? Habt ihr an ein bestimmtes Netzwerk besonders grosse Erwartungen?

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Michael Fürer

Social Media bildet für viele Unternehmen ein Risiko, was dazu führt, dass erst gar kein Social Media Auftritt erstellt – geschweige denn aktiv betrieben –  wird. Es ist nicht weit hergeholt, dass für manche Unternehmen die Macht von Social Media das Aus bedeuten kann.

Risk- / Issuemanagement für Social Networks

Unternehmen, welche kein seriöses und kanalgerechtes Risk- / Issue-Management betreiben, laufen Gefahr, von Beschwerden, Kritik, Enthüllungen von (falsch) Wahrheiten und dergleichen (angetrieben durch das Social Network) überhäuft zu werden. Dass es dabei schnell auch um Geld gehen kann, liegt auf der Hand. Erst mal gilt es sich bewusst zu sein, dass Social Networks einen eigenen Willen haben. Auch muss verstanden werden, dass Social Media Marketing und Kommunikation auf einem Dialog basiert; Eine Social Media Kampagne endet nicht mit der Publikation, sondern startet mit dieser. Der Dialog ist das Ziel und nicht die Information.

Versteht mich nicht falsch, ich würde nie behaupten, dass man deshalb die Finger von Social Networks lassen soll; nach wie vor geniessen Unternehmen, welche eine professionelle und durchdachte Social Media Strategie fahren, grosses Ansehen. Einhergehend muss einer Unternehmung auch bewusst sein, dass die Entscheidung, ob man selbst zum Thema in Social Networks wird, nicht bei der Unternehmung, sondern bei der Community liegt. Man entrinnt der Social Media Gefahr also nicht, wenn man selbst von Social Media Kommunikation absieht. Das ist so ähnlich, wie wenn ein Kleinkind die Hand vor die Augen hält und behauptet „Du siehst mich nicht!“, nur weil es selbst nichts sieht. Die eigentliche Frage, die sich Unternehmen also stellen müssen, befasst sich damit, ob man im Dialog mitwirkt oder nicht.

Ist dies erst mal geklärt, muss man sich auch bewusst sein, dass die Social Networks nicht einfach nur aus Facebook und eventuell noch Twitter bestehen. Google Local Erfahrungsberichte, Kununu-Bewertungen, Fachforen – um nur wenige zu nennen – gehören genauso in ein Monitoring. Gerade Google Local bietet zahlreiche Beispiele in Form von Erfahrungsberichte, die verzweifelnd schreiend auf ihre Bearbeitung warten. Also nochmals: Social Media geschieht auch ohne ihr Unternehmen und sie können nichts dagegen tun, ausser – natürlich – sich damit zu befassen und die Richtung gezielt zu beeinflussen.

Doch wie kann man nun Risiken vorbeugen? Ganz einfach, man schaut den Risiken ins Auge und befasst sich bereits vor dem Eintreffen eines Problems mit der Lösung. In anderen Worten Issue- / Riskmanagement und damit an sich nichts Neues. Dies hilft nicht nur im Sinne einer Vorbeugung, es hat zugleich den attraktiven Effekt, dass man authentisch und selbstbewusst kommunizieren kann.

Dazu sollte man sich zu jedem potenziellen Risiko einen Plan ausarbeiten, der den Keim möglichst schon vor dem grossen Ausbruch erstickt. Fragen wie „Welche Art von Krisen sind für uns denkbar?“, „Wie Antworten wir auf Stimmen, die die Richtung zur potenziellen Krise einschlagen?“, „Welche Tonalität verwenden wir für welchen Issue?“, „Wer muss bei welchem Issue involviert werden? Und wer übernimmt intern die Verantwortung?“, „Wie schnell können, und sollen wir reagieren?“. Die Strategie, die diese Fragen beantwortet, sollte nun denn möglichst eindeutig und einfach erstellt werden, sodass sie im Fall der Fälle schnell umgesetzt werden kann und somit Risiken weiter reduziert werden. Es versteht sich von selbst, dass sich dieses Issue- / Riskmanagement den Corp. Kommunikations-Richtlinien unterordnet, resp. einhergeht. Unternehmen, die derweilen weder noch besitzen, empfehle ich, sich spätestens jetzt darüber Gedanken zu machen.

Hat eure Unternehmung das Issue-Management um die Social Network Kanäle ergänzt? Kennt ihr Beispiele von Firmen, die sich in dieser Disziplin besonders gut bewiesen haben? 

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Jenny Peier

Mercedes-Benz Fashion Days Zurich LuisaWenn in den USA Grossanlässe wie die MTV Music Awards über die Bühne gehen, dann steht die ganze Online-Welt Kopf, Twitter Trending Topics werden dominiert und Hashtags werden in Massen versandt. Nicht zuletzt auch durch die clevere Integration von Social Media in die verschiedenen Shows. Diese Woche fanden und finden die Zurich Fashion Days statt, eigentlich auch ein Grossanlass für unser kleines Land. Doch wie steht es mit der Umsetzung im Social Media Bereich?

Abgesehen davon, dass heute Blogger wie Kayture wahren Celebrity-Status erreichen, Interviews geben und den roten (oder in diesem Fall schwarzen) Teppich beherrschen, ist die Schweiz erst vordergründig “online”. An der schlagkräftigen Umsetzung fehlt es meist ein wenig. Anders war es auch nicht bei den Zurich Fashion Days. Nicht viel mehr als eine Handvoll Tweets wurden verfasst, die Coverage beschränkte sich grösstenteils auf 20 Minuten und das dazugehörige Tilllate und einige anwesende Blogger.

Vor Ort zeigte sich jedoch ein Geheimtipp: Via Smartphone veröffentlichten zahlreiche Gäste ihre Eindrücke über Instagram, dort mit Hashtags versehen, filterbar und zahlreich “geliked” und kommentiert. Instagram scheint sich also (zumindest in der Zürcher Fashion-Welt) besser zu verbreiten als Twitter.

Doch, liebe Twitter-Gemeinde, Ruhe bewahren, wir wissen, ihr existiert. Selbstverständlich ist die Coverage über die verschiedenen Social Media Kanäle themenabhängig. Mehr als 60’000 Schweizer nützen Twitter (und geben an, dass sie in der Schweiz leben) und generieren über 420’000 Visits. Betrachtet man die Schweizer Community, zeigt sich jedoch, dass die Nutzer stark Tech-Orientiert und vorwiegend männlich sind.

Nun was können wir, zum Beispiel als Event-Host wie Mercedes-Benz, daraus lernen? Ich muss heute nicht nur wissen, wer meine Zielgruppe ist, sondern wo sich diese unter- und aufhält. Eine Facebook-Seite oder einen offiziellen Twitter-Kanal zu eröffnen ist zwar sicher meist von Vorteil um gefunden zu werden, jedoch befindet sich meine Zielgruppe vielleicht eher auf Pinterest oder Instagram oder gar in ganz anderen online-Kulturen. Investiert man also strategisch gezielt in die richtigen Plattformen, platziert man sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Und wo unterhält sich deine Zielgruppe…?

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Jenny Peier

Pinterest brachte das Thema auf den Tisch: Nicht nur wurde die Mutter als Social Media Target erkannt, es wurden auch Stimmen zum Thema Feminismus und Emanzipation laut. Besteht das Social Media-Frauenbild wirklich nur aus Cupcakes und Hochzeitskleidern? Wie lässt sich die “Social Media Mom” einordnen und ansprechen, und was hat das für Social Media Kommunikation von Brands zu bedeuten?

In Amerika ist jede 5. Frau, welche das Internet regelmässig benützt auf Pinterest. Das Publikum der Plattform ist zu über 60% weiblich. Dabei spannend ist, dass die Hauptthemen, welche die “Pins” ansprechen, Rezepte, Home Decor, Fitness und Modetipps sind.  Dies knapp gefolgt vom Thema Hochzeit. Artikel mit Titeln wie “How Pinterest is killing Feminism” machen auf eine ”grosse Gefahr für die Entwicklung der Frau” aufmerksam, während online augenscheinlich die ”Business Women” durch Betty Crocker ersetzt wird. 

Doch welche Frauen benützen Social Media eigentlich wirklich und was suchen sie? Neuere Studien haben gezeigt, dass Busy Moms bzw. aktive Mütter Facebook als “Auszeit” von ihrem Alltag verwenden, und dies bis zu 3 Stunden pro Tag. Dies führt dazu, dass Mütter am ehesten ihre Lieblingsmarken über Facebook “liken” und verbreiten. Zudem lassen sie sich häufig von Blogs zu online-Käufen inspirieren. Eine spannende Zielgruppe also.

Dies zeigte sich auch kürzlich im Amerikanischen Wahlkampf: Eine Aussage der Demokratin Hilary Rosen, welche behauptete, die “stay at home-Mom” Frau Romney hätte keinen einzigen Tag in ihrem Leben gearbeitet, löste einen regelrechten Shitstorm aus. Das Romney Lager witterte sofort eine unbearbeitete Zielgruppe und gründete die Facebook-Seite “Moms for Mitt”, welche innert kürzester Zeit über 80’000 Mitglieder zählte. Romney wusste diese lange ignorierte Zielgruppe im Social Media Bereich also zu nutzen.

Für die Werbeindustrie lässt sich daraus ableiten, dass es sich durchaus auszahlen kann, online Frauen, und speziell Mütter anzusprechen, was nicht heissen soll, dass die Zukunft des Social Media Advertising die Überflutung von Facebook mit Rezeptideen und Deko-Tipps und damit den Tod der Emanzipation bedeutet. Vielmehr sollten sich Brands fragen, wie man die “Frau von heute” anspricht und inspiriert, und damit ein aktuelles Frauenbild vermittelt, womit die Zielgruppe online abgeholt werden kann. Gerade in diesem Bereich sehe ich persönlich grosses Potential.

Und in diesem Sinn sprechen wir heute einmal nur die weiblichen Besucher direkt an: Welche Informationen wünscht ihr euch über Social Media?

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Bryan Graf

Social Media Plattformen Prisma

Facebook, Twitter, YouTube, Google+, Foursquare, Xing, LinkedIn, Pinterest, Instagram, Flickr, SoundCloud, Spotify, einen eigenen Blog aufsetzen… und wie sieht’s mit dem Klout Score aus? Social Media ist nicht nur Facebook, sondern eine breite Welt voller Tools, Communities, Content, Teilen, Dialog und Interaktion. Wo soll ich meinen Status posten? Auf welche Plattformen soll ich als Unternehmen setzen?

Viele von euch haben das Social Media Prisma (siehe Bild oben) irgendwo schon mal gesehen. Das aktuellste Social Media Prisma (Version 5.0) wurde per 12.09.2012 publiziert – und wie man sieht (darauf klicken um es grösser anzuschauen) handelt es sich bei Social Media nicht nur um Facebook, YouTube oder Twitter. Social Media macht einen nicht unbedeutenden Teil des Internets aus und ist wahrscheinlich mitunter auch ein Grund, weshalb viele von uns tagtäglich online sind. Und mittlerweile nicht nur mit dem Laptop oder PC von Zuhause aus oder im Büro, sondern auch mobil von Unterwegs und mit dem Smartphone. Vorige Woche wurden erste Resultate der neuen JAMES-Studie (Jugend, Aktivitäten, Medien Erhebung Schweiz) von der Swisscom und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW publiziert: Bei 1000 befragten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren hat sich der Anteil der Smartphones mit 79% innert zwei Jahren fast verdoppelt. Dazumals gaben zudem lediglich 16% an per Handy im Internet zu surfen, heuer sind es 66%. Ein Trend, der nicht nur in der Schweiz zu beobachten ist. Gut 50% aller Facebook User weltweit loggen sich auch mobil ein, aber auch Twitter und Google+ sind mobil stark verbreitet.  Mit der Zunahme von Smartphones und all den Tablets dürfte der Mobile-Markt in Zukunft noch viel stärker an Bedeutung gewinnen.

Ein Leben ohne Social Media können sich viele schon gar nicht mehr vorstellen und wie konnten wir früher nur ohne unsere Apps unterwegs sein? So wurden auch die Apps (mobile) ins Social Media Prisma aufgenommen, welche die hohe Nutzung der Smartphones wiederspiegeln sollen. Für Leute wie mich im Online Marketing / Social Media Business, sind zudem auch die Social Media Tools wichtig. Denn längst ist Social Media nicht nur private Sache sondern ein Markt, in welchem sich Geld verdienen lässt. Online Marketer müssen die Vielzahl an Kanälen effizient managen ohne den Überblick zu verlieren. Irgendwo muss auch die Spreu vom Weizen getrennt werden und so sind jüngst auch Dienste hinsichtlich Online Reputation hinzugekommen: Welche Firmen erzielen die grösste Reichweite, wer ist in der Branche ein wahrer “Influencer” – oder “Opinion Leader” wie ich es früher im Marketing gelernt habe? Der KloutScore hat sich zwar noch nicht ganz durchgesetzt, aber dieser und ähnliche Services könnten zukünftig auch eine Rolle beim Social Recruiting spielen.

Es gibt immer wieder Unternehmen, die sich die Frage stellen: “Weshalb Social Media?” oder “Auf welche Plattform soll ich setzen?” – Anhand der obigen Ausführungen sind wir uns glaube ich einig, dass Social Media mittlerweile für quasi alle Unternehmen und Internetuser überhaupt in irgendeiner Weise wichtig ist – zudem findet Social Media sowieso statt, so why don’t you join the conversation / dialogue? Allerdings sollte nichts ohne Konzept geschehen und hier sei geraten, mit Spezialisten zusammenzuarbeiten. Diese tummeln sich auf den diversen eingangs erwähnten Plattformen. Und da Social Media – zumindest im privaten Gebrauch – vielfach gerne auch mit Selbstdarstellung gleichgesetzt wird, hier ein (nicht ganz ernstgemeinter) Tipp an alle Stars & Sternchen da draussen, die sich bei jedem neuen Status jeweils fragen: wo soll ich posten? ;-)

Soziale Medien - Wo du deinen Status posten solltest

Wie sieht eure Mediennutzung aus? Wie viele Social Media Profile habt ihr und auf welchen Social Networks seid ihr täglich unterwegs? Wie viele Status-Updates setzt ihr durchschnittlich in einer Woche ab und welche Apps sind bei eurem Smartphone auf dem Home-Screen / auf der ersten Seite?

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