Aug 27

Games sind beliebt. Zudem werden Online-Spiele immer mehr zu Marketing-Zwecken eingesetzt. Zu recht. Denn die Zahlen der Spieler in Europa nehmen stetig zu. Ein kurzer Überblick.

Die Deutschen teilen sich mit den Briten den ersten Platz beim Kauf von Computer- und Videospielen. Die Franzosen wiederum belegen den dritten Platz im Game-Ranking. Auf der Überholspur befinden sich aktuell die Portugiesen: Sie verzeichnen den grössten Zuwachs an Gamern.

Bei der Spiele-Leidenschaft sind ebenfalls die Briten auf dem ersten Platz. Sie gamen nämlich im Schnitt 11 Stunden pro Woche. Die Deutschen spielen rund 10 Stunden, die Franzosen 9 und die Belgier im Vergleich läppische 7 Stunden pro Woche.

Strenge Schweizer Eltern
Das Durchschnittsalter der europäischen Gamer beträgt mittlerweile rund 30 Jahre. Tendenz steigend. Besonders zugelegt haben die Frauen: jeder dritte europäische Gamer ist eine Frau.
Vorbildlich: Am meisten kontrollieren die Schweizer wie auch die Österreicher ihre Kinder beim Gamen. Dass es bei Spielen Altersempfehlungen mit Warnhinweisen gibt, weiss hingegen nur ein Drittel aller Eltern in Europa.

Und, wie viel Zeit pro Woche verbringt ihm mit Gamen? Und um welche Spiele handelt es sich dabei?

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Feb 03

farmvilleImmer wieder bekomme ich Anfragen von Freunden doch endlich bei Farmville, Mafia Wars und anderen Games auf Facebook mitzumachen. “Du brauchst gar nicht spielen, aber ich krieg Punkte wenn Du die Einladung annimmst”. Und dann nimmt das Unheil für viele seinen Lauf.

Denn oft werden die User, welche ob der vielen Bettelei weich werden, schnell mit dem Virus infiziert. Nur mal gucken was das denn für ein Game ist. Schon ist es um sie geschehen. So unverständlich es für die einen ist, so unverzichtbar ist es für die Aktiven.

Auf Farmville gibt es rund 65 Millionen Landwirte, ca. 26 Millionen davon füttern täglich bis zu 2 Stunden Kühe, zupfen Unkraut und killen die Maulwurfplage, die die Ernte zu vernichten droht. Doch woher kommt diese Begeisterung für das virtuelle Landleben oder den Aufstieg in die Elite der Mafia?

Die Freunde als Konkurrenz und der belohnte Fleiss
Allen Spielen gemein, ist der einfache Einstieg. Die ersten Aufgaben kann man schnell in der Kaffepause im Büro erledigen, doch das ist ebenso schnell vorbei. Immer schwieriger wird es das nächste Level zu erreichen und besser als der Nachbarsbauer unter seinen Freunden zu sein, so werden Stunden in zweistelliger Millionenhöhe online verbraten. Wer seine Games vernachlässigt kommt kein Stück weiter und durch die ständige Beschallung in den Statusmeldungen, dauernde Geschenke und Anfragen zur Aushilfe halten die Spieler gegenseitig bei der Stange. Eine moderne Version der alten Drückerkolonne, die der Oma immer wieder Abos angedreht hat. Der Umut bei den Genervten macht sich in Antigruppen bereits breit: “Schick mir noch eine Farmville Einladung und ich fackel deine Farm ab!!”

Viel schneller gehts mit Geld – echtem von der Kreditkarte
Natürlich kann man theoretisch die ganzen Spiele einfach mit Fleiss durchspielen, die Chance zum weltklasse Bauern oder Don Corleone zu werden ist aber ebenso gering wie zeitintensiv. Und die anderen ziehen davon, weil sie mit harter Währung dauernd tolle Sachen dazukaufen, wie Traktoren oder Maschinengewehre.
Farmville Cash pay for Credits with real money
So bekommt das Wort Cash Cow beim Hof bewirtschaften eine ganz neue Bedeutung. Auch wenn für viele unverständlich, das Konzept geht auf. Im Monat bezahlen mehr als eine Millionen Nutzer nur bei Farmville durchschnittlich 5 USD um sich tolle neue Sachen zu kaufen.  Das heisst für den Hersteller Zynga stattliche 60 Millionen USD – und Farmville ist nur eines von momentan 19 Spielen auf Facebook. Ausserdem lässt Zynga sich die Spiele noch per Werbung finanzieren und bietet Spiele ebenfalls auf Myspace, Yahoo, Friendster, Bebo, Tagged und dem iPhone an.

Milliardenmarkt und kein Ende abzusehen
Die ganze Branche zu denen auch Anbieter aus Europa gehören (z.B. Bigpoint in Deutschland)
machte 2009 einen geschätzten Umsatz von 1 Milliarde USD.

Warum bin ich eigentlich nicht auf die Idee gekommen?

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