Gerade kürzlich hatte ich an der HWZ in einem CAS zum Thema Social Media unterrichtet und stellte fest, dass Statistikinformationen immer noch ungern geshared werden. Woher kommt das? Warum kann man nicht publik machen, wie viele Besucher am Tag auf der Site landen? Und ich spreche hier nicht von Umsätzen sondern einfachen Besucherzahlen und Themen die ziehen.
Wie auch immer, ich habe versucht das Jahr 2011 auf unserem Blog in einem Video zusammenzufassen, nur das Geheimste aus der Statistik, natürlich.
Mit 250 Tweets pro Minute hat sich die Nachricht vom Tod des “Máximo Lider” von Kuba, Fidel Castro über Twitter verbreitet und hielt sich trotz Gegenberichten für eine geraume Zeit unter den Top Tweets auf. Das Spezielle daran? Der Ex-Staatspräsident soll angeblich noch quietschFidel sein…
Es brauchte einen Blogpost von Yohandry Fontana, eines “regierungsnahen” kubanischen Bloggers, um das Gerücht, wenn auch langsam, von Twitter zu verbannen. Mit einem kurzen “Fidel Castro estudia, analiza, y se ríe de las bolas de Twitter. La CIA lo intentó matar más de 700 veces y Twitter anda por ese camino” (in Kürze: Castro hätte sich über die Tweets amüsiert. Nachdem der CIA 700 Mal versuchte ihn zu töten, würde Twitter nun den gleichen Weg einschlagen) stellte er die Situation richtig, und konnte dem Tweet-Sturm den Wind aus den Segeln nehmen.
Eigentlich alle Jahre wieder verbreitet sich das Gerücht über den Tod des Diktators, sei es als Virus oder als Nachricht in Zeitungen, doch Twitter hat dem ganzen noch mehr Power verliehen. Als Gerüchteküche fungiert der Service äusserst effizient, was je länger je mehr auch von Unternehmen genutzt wird. Bereits im Juni 2011 wurde in einer Studie mit einem System namens “Trumor” untersucht, welche Twitterer einflussreich sind und weshalb ihre Tweets besser verbreitet werden. Dass ein erfolgreicher Twitterer nicht alleine an seinen Follower-Zahlen erkannt werden kann, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Jedoch zu determinieren, wer auf Twitter den Ton angibt, ist kein einfaches Unterfangen.
Ein Marketing-Konzept, welches Informationen über Twitter-Leader verbreitet, könnte Zielgruppen innert kürzester Zeit, zum Beispiel vor einer gesponserten Veranstaltung, erreichen und würde so für eine gezielte Informationsstreuung sorgen. Mir persönlich jedoch gefällt vor allem die Geschwindigkeitsangabe von mehreren Newsportalen in “Tweets/min“. Diese öffnet Tür und Tor für neue Ausdrücke wie “mit 10’000 Stundentweets” oder “er ist schnell wie ein Tweet!”. Ich freue mich bereits auf die ersten Geschwindigkeitsüberschreitungen… (#FailWale)
Verfolgst du Gerüchte über Twitter? Was hältst du von der Informationsform über Opinion-Leader, welche über Twitter vermehrt an Bedeutung gewinnt? Welche Konsequenzen könnte eine solche Verbreitung auf die gesellschaftlichen Entwicklungen haben?
Die Zeiten als solche Ankündigungen über wissenschaftliche Entdeckungen noch aus verstaubten Hörsälen ans Nachmittagsfernsehen weitergeleitet wurden sind vorbei. Auch die Wissenschaft schafft heute Social Media Grossereignisse. Und ein solches wird für heute erwartet. Heute um 14.00 Uhr wird die Pressekonferenz zur Entdeckung (oder nicht-Entdeckung) des Higgs Bosons weltweit live übertragen.
Dem Twitter-Account des CERN folge ich nun schon seit die ersten Kollisionen gemeldet wurden. Rein die Vorstellung, dass ich bei einer weltbewegenden Entdeckung “live” dabei sein kann, löst bei mir eine gewisse Faszination aus. Und auch heute werde ich um 14.00 Uhr wohl den besten Link suchen, um die Pressekonferenz aus Genf mitzuverfolgen. Doch wo schaue ich am besten rein?
Die Vorstellung eines wissenschaftlichen Social Media Ereignisses scheint mir faszinierend und öffnet Tür und Tor für eine kreative Anwendung der Kanäle für weitere Bereiche aus Wissenschaft, Wirtschaft und co. Zudem zeigt sich auch hier, dass sich Quellen wie Twitter als Informationsmedium längst etabliert haben und sich auch in Zukunft weiter entwickeln werden. Ich werde mir den Social Media Event auf keine Fall entgehen lassen.
Schaust du auch rein? Was hältst du von Social Media Events für wissenschaftliche Themen? Must-have oder nutzlos? Interessiert dich ein Account wie der CERN Twitter?
Immer wieder werde ich von Unternehmen gefragt, ob es Sinn macht, einen Corporate Blog aufzusetzen, und was sie dabei beachten müssen. Hierzu habe ich 8 Punkte zusammengestellt, welche meines Erachtens wichtig sind.
Ein Corporate Blog kann aus vielen Gründen nützlich sein. Zum Beispiel als Verkaufsunterstützung: Ein Blog kann Leads generieren. Über einen Blog kann Kompetenz kommuniziert werden und ein Blog fördert den Dialog. Dank einem Coporate Blog bleibt ein Unternehmen im Gespräch. Employer Branding, aktive Kommunikation mit Zielgruppen, usw. Es gibt noch viele andere gute Gründe für ein Unternehmen, einen Corporate Blog zu betreiben.
Was soll beim Corporate Blogging beachtet werden?
1. Ressourcen: Die Ressourcen für einen Corporate Blog müssen im Unternehmen unbedingt vorhanden sein.
2. Lesernutzen: Der Nutzen für den Leser sollte immer im Vordergrund stehen.
3. Inhalt: Wie auch sonst überall im Internet gilt meiner Meinung nach der Grundsatz: Content ist King.
4. Dialog: Kommentare müssen überwacht und Fragen beantwortet werden. Nur so entsteht ein Dialog.
5. Multimedia: Ein Corporate Blog soll Multimedia-Inhalte enthalten. Bilder, Videos etc. machen den Blog lebendiger!
6. Schnittstellen zu Social Media: Die Inhalte des Blogs können auf verschiedene Social Communities verteilt werden: Twitter, Youtube, Facebook etc. Allerdings würde ich selber nicht alles automatisiert via RSS Feed auf Twitter & Facebook posten. Jedes Social Network hat seine eigene Tonalität. Daher macht es Sinn, die Blogposts jeweils von Hand in den Communities zu verlinken. Hier der Link zur G+-Page von Website-Marketing.ch.
7. Konzept: Redaktionsablauf und Verwantwortlichkeiten klar definieren.
8. Monitoring: Dafür gibt es ja mittlerweile viele Tools. Oft wird allerdings nicht daran gedacht, dass ein Blog auch ausserhalb der Bürozeiten kommentierbar ist. Ich empfehle, dass auch am Weekend ein Monitoring passiert. Entweder manuell oder mittels gut definierten Alerts.
Dies sind meine 8 Punkte. Wenn ich den Wichtigsten herauspicken müsste, dann würde ich wohl Punkt 2 wählen: Lesernutzen. In erster Linie lese ich Blogs wegen deren Inhalt.
Corporate Blogging: Was macht einen erfolgreichen Corporate Blog aus?
Nach einem turbulenten Wahl-Wochenende hat die Schweiz entschieden und die neuen National- und Ständeräte ernannt. Nachdem wir uns die letzten Wochen mit den Webauftritten der Parteien beschäftigt hatten, nimmt es uns natürlich wunder, wie das Ergebnis nun ausgefallen ist und wie sich dieses im Vergleich zu den Auftritten im Internet verhält. Hier nochmals die verschiedenen Auswertungen im Überblick:
SVP, CVP, SP und FDP haben deutlich an Wählern eingebüsst und die Grünen haben sogar 7 Sitze verloren. GLP und BDP haben dafür gross abgeräumt. Vergleicht man nun das effektive Ergebnis der Wahlen mit der Vorauswertung der Webauftritte, zeigt sich doch, das offenbar ein Top-Auftritt alleine noch keinen Wahlsieg verspricht. Obwohl die BDP und die Grünliberalen in unserer Auswertung am schlechtesten abgeschnitten hatten, haben sie es doch geschafft, die Schweizer Wähler zu überzeugen, während zum Beispiel die SVP und die SP mit den Noten 5 und mehr zu den Verlierern zählen.
Es hat sich also gezeigt: Webauftritte sind zwar wichtig und unerlässlich in der heutigen Zeit, denn wer nicht dabei ist macht von Anfang an einen schlechten Eindruck, jedoch sind sie nicht alles. Kombiniert mit einem soliden Wahlkampf und eingebettet in eine durchgehende Kommunikationsstratgie ist jedoch auch ein solider Webauftritt ein verlässliches Kommuinkationsinstrument.
Bist du vom Ergebnis des Wahlsonntags überascht? Wie sieht dein Fazit zum Thema Webauftritte im Wahlkampf aus?
Im Unterschied zu herkömmlichen Websites, werden Blogs oft schneller indexiert. Das hat zur Folge, dass ein Post somit schneller im Ranking erscheint und so unmittelbar nach dem Veröffentlichen Besucher anzieht. Im wesentlichen hat das nichts mir Blogs sondern viel mehr mir der Technik dahinter zu tun.
Ping Service sind für diese schnelle Indexierung verantwortlich. Wie das geht, wie immer im Video.
Während dem ganzen Google+ Hype der letzten Tage, ging ein kleines Ereignis, ja sogar ein Micro-Ereignis beinahe unter: Twitter feiert morgen Geburtstag, den fünften um genau zu sein. Am 15. Juli 2006 ging der Microblogging-Service offiziell an den Start. Der blaue Vogel, welcher zuerst unscheinbar an die Öffentlichkeit trat, hat sich bereits zum weltweiten Phänomen gemausert und wir alle zwitschern mit.
Ich kann mich noch gut erinnern, als mir meine Kollegin aus St. Louis vorschlug, ich solle doch bei Twitter mitmachen. Ihre Beschreibung: “You get to read what people in like Italy are doing right now!”. Ich teilte ihre Begeisterung damals nicht. Wieso sollte ich auch wissen wollen, dass Frau Müller heute Hörnli zum Zmittag macht?
Erst als ich mich länger mit dem Service zu beschäftigen begann, begriff ich, dass es um viel mehr als Frau Müllers Hörnli ging. Twitter bietet die Möglichkeit für authentische Berichterstattungen aus Krisengebieten, Obama lässt uns an Tagungen im Weissen Haus “live” teilnehmen und wenn es über Zürich einen lauten Überschall-Knall gibt, gehe ich zuerst zu Twitter, um nachzuschauen, wer den Knall sonst noch gehört hat.
Was die User bei der Stange hält sind auch Tweets von berühmten Politikern und Celebrities aus dem Showbusiness. Obama, Lady Gaga und Justin Bieber unterhalten uns in Echtzeit und lassen uns an ihrem Leben teilhaben. Trotzdem ist der Service noch immer nicht profitabel. Die Twitter-Verantwortlichen sind überzeugt, dass dem Service noch eine grosse Entwicklung bevorsteht.
Nun da Google+ aufs Parkett getreten ist und die Social Media Welt einmal kräftig durchgeschüttelt hat, bin ich umso mehr gespannt, was aus den Mitbewerbern um Aufmerksamkeit schlussendlich wird. Twitter wünsche ich auf jeden Fall weitere fünf Jahre und lasse mich überraschen, was noch auf uns zukommt.
Damit Twitter bis dahin spannend bleibt, gibt es interessante, brauchbare und auch irrelevante aber lustige Tools zum Service. Eine Auswahl von Apps, Widgets und Plugins findet sich hier: Twitter Toolbox
Für was verwendest du Twitter? Findest du den Service spannend oder “so yesterday”? Wie siehst du die Entwicklungen in der Zukunft?
Ich bin nun seit gut zwei Jahren als Videoblogger unterwegs und poste über Youtube einen Podcast oder Videocast die Woche. Nun habe ich die erste, grössere Hürde geschafft. 100’000 Views auf meinem Youtube Channel sind in der Zeit zusammen gekommen.
Auf die 100’000 Views bin ich nicht ganz zufällig gekommen. SMO oder Social Media Optimization gehört heute zum notwendigen Handwerk wie SEO für die eigene Seite.
Ich habe zu dem “Jubiläum” zwei Videos vorbereitet, das erste zur Historie, das zweite zu den Besuchern und deren Quellen.
Wie schaut bei Euch die Historie in der Statistik von Youtube aus?
Wenn ich jemanden in meinem Umfeld nach einem Blogging-Service fragen würde, käme bei den meisten bestimmt als erste Antwort WordPress, vielleicht noch gefolgt von Blogger by Google. Nur wenige habe sich bei uns bisher mit der Plattform Tumblr auseinandergesetzt, welcher im Moment in den USA boomt. Diese Woche hat Tumblr jedoch auch bei uns Schlagzeilen gemacht: Mit über 20 Millionen Blogs hat der Service WordPressüberholt, obwohl WordPress schon 4 Jahre länger besteht.
Zugegeben, ein Direktvergleich der Anbieter ist etwas gewagt. Erstens werden viele WordPress-Blogs nicht beim Service selbst gehostet, und wurden bei dieser Auswertung gar nicht mitgezählt. Zweitens bietet Tumblr eine weitere Dimension an, welche über einen reinen Blogging-Service hinausgeht: ein soziales Netzwerk. Doch auch auf dieser Ebene brilliert der Service und landete an erster Stelle der “5 Social Networks on the Rise”.
Was genau ist jedoch Tumblr eigentlich und was macht es so spannend? Ich kann mich noch gut an die Anfänge von Facebook erinnern. Ich hatte meinen süssen MySpace-Account, worin ich Stunden für die Gestaltung investiert hatte und war gar nicht begeistert von dem kühlen, blauen Antlitz des Neuankömmlings. Lange forderte die Facebook-Community eine Möglichkeit, Profile zu gestalten, doch Facebook blieb bei den Standardfarben.
Tumblr setzt nun bei unserem Bedürfnis nach Selbstdarstellung an. Wie bei den meisten Blog-Services kann der Blog beinahe unbegrenzt verändert werden, mit hunderten von Skins und einem HTML-Editor. Dazu kommt jedoch, dass ich mich mit der Tumblr-Community vernetzen kann. Wie bei Twitter kann ich anderen Usern folgen und erhalte deren Updates auf meiner Pinnwand. Ich kann Posts meiner Followings direkt “liken” und mit einem Klick auf meinem Blog veröffentlichen, alias “rebloggen”. Diese Features machen es einem neuen Blogger viel einfacher, sich in der Community zu etablieren.
Schaut man sich Tumblr an setzt bei den meisten der “Apple-Effekt” ein: Man will es auch haben, weiss aber noch nicht so genau, wofür man es braucht. Wie und ob sich der Service jedoch auch bei uns etablieren wird, werden wir in den nächsten Monaten sehen. Ich bin auf jeden Fall auf den Zug aufgesprungen, und hab mir meinen eigenen Tumblr-Account erstellt.
Benützt du WordPress oder einen anderen Blogging-Service? Würdest du Tumblr verwenden? Was gefällt dir am Service, was nicht? Glaubst du, die Plattform könnte Erfolg haben bei uns? Was fehlt dir an den bisherigen Services?
Ich glaube jeder der hier aufmerksam und interessiert mit liest weiss, was ein RSS Feed ist und hat wohl selber einen sogenannten Feedreader auf seinem Rechner, der die neusten Beiträge und News aus Blogs, Zeitschriften und sonstigen Webseiten zusammenfasst und zum späteren lesen hortet.
Ich selber benutze den Google Reader, bei welchem ich meine diversen Kategorien erstellt habe und mit welchem ich eigentlich sehr gut zurecht komme. Früher hatte ich einmal Bloglines als Feedreader installiert, aber inzwischen wird Bloglines nicht mehr weiterentwickelt und somit habe ich dann mal alle meine Dynamischen Lesezeichen zum Google Reader gezügelt. Bei diesem Vorgang habe ich damals auch rigoros ausgemistet und gleich alle, als nicht mehr relevant erachteten Feeds gelöscht. Doch mit der Zeit sammeln sich in so einem Feedreader immer wieder Unmengen an Feeds an und eh Mensch es sich versieht, platzt der Reader schon wieder aus allen Nähten.
Den weitaus grössten Anteil bei meinen Feeds haben Blogs, denn die sind prädestiniert um einen Feed zu verbreiten und die meisten Blogger nutzen dies auch aus. Etwas schwieriger wird es meines Erachtens bei den Newsfeeds welche die Zeitschriften und Journals im Internet verbreiten. Da gehe ich persönlich besser direkt auf die jeweilige Webseite und lese die letzten News und Artikel gleich vor Ort. Vor ein paar Jahren war ich einmal an einem Vortrag über RSS-Feeds und dabei sagte der damalige Referent, dass es nicht Sinnvoll sei, mehr als 30 Feeds gleichzeitig im Reeder zu haben, alles darüber liegende sei sowieso nicht mehr zu “händeln”…
Wenn ich mir meinen Feedreader jetzt ansehe, dann stelle ich fest, dass sich dort schon wieder gegen 200 Feeds angesammelt haben und ich gestehe, dass ich mich meist auf die obersten 20 Blogs konzentriere und den Rest dann als gelesen markiere, obwohl ich die Beiträge aus Zeitmangel gar nicht gelesen habe. Unter den Titel Information Overload ist übrigens bei imgriff.com auch ein interessanter Artikel zu diesem Thema erschienen
Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr eine RSS-Feed Obergrenze? Welche Anzahl Feeds macht für euch noch Sinn? Lest ihr alle eure Feeds und regelmässig?
Neuste Kommentare