Apr 02

Abgesehen davon, dass der Zürcher Zoo am Sonntag Aquariumfische verschenken wollte, SBB-Billetkontrollen mit einem Schwarzfahrer-App umgangen werden können und dass Angelina Jolie’s nächste Filmpremiere in einer Turnhalle stattfindet, war dieser “April Fools”-Sonntag wohl eher nicht all zu überraschen. Doch auch in der Tech-Welt gab es letzten Sonntag doch einige Neuerungen, welche uns alle vielleicht ein bisschen schmunzeln liessen.

Zwar konnte der Scherz nicht an Gmail Motion anknöpfen, welches letztes Jahr am 1. April von Google “lanciert” wurde, doch das Video hat uns trotzdem fasziniert. Sony stellte uns in einem Werbevideo ihre neuste Entwicklung vor: den Sony VAIO Q, das kleinste Notebook der Welt, in der Grösse einer Münze, jedoch mit 8GB Ram und einem Full HD 1080p Bildschirm. Das Produkt konnte gleich auf der offiziellen Sony Website vorbestellt werden. Wer wohl alles auf den Button “Add to cart” geklickt hat?

Auch im Hause Google war einiges los. YouTube liess uns nicht im Stich und bot ab sofort ihre Videosammlung auch in DVD-Form an, während Google beschloss auf 8-Bit-Systeme Rücksicht zu nehmen, und Google Maps mit Street View nun in einer passenden Version für Geräte der Nintendo Entertainment Systems anzubieten (vgl. Bild). Zudem beschloss Gmail auch dieses Jahr, den E-Mail Versand zu revolutionieren. Da eine Tastatur doch einiges an Platz einnimmt auf portablen Geräten, bot Google nun eine Punkt-Strich Lösung, welche die Tastatur auf diese zwei Tasten reduzieren würde. Das Alphabet dazu wurde auch gleich geliefert:

Wir wurden also auch dieses Jahr nicht enttäuscht. Doch manchmal braucht es für den besten Scherz viel weniger als man denkt. Mein Favorit kam klar von der Englischen Supermarktkette Sainsbury, welche ab sofort rutschfeste Bananen in ihr Sortiment aufnahm… Und in diesem Sinne wünsche ich eine schöne, rutschfeste Woche!

…und wer hat dich in den April geschickt? Oder hast du eine Story in den Medien oder online entdeckt?

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Mrz 30

Tumblr.Jeder kennt sie,  jeder akzeptiert sie doch die wenigsten lesen sie. Die Nutzungsbedingungen. Tumblr User becapp gab sich die Mühe und nahm sich den Richtlinien von Tumblr an. Im Jungle der oft herrlich juristisch formulierten Wörter-Reihungen stiess sie auf überraschend witzige Passagen, bei denen sich die Verfasser wohl etwas Komik erlaubten.

Mitten in den Community Guidelines tauchen Sätze auf wie “Please don’t use Tumblr’s Upload Video Feature to host sexually explicit videos. We’re not in the business of profiting from adult-oriented videos and hosting this stuff is ****** expensive.”

Community Guidelines - Tumblr

Nicht nur die – hier jüngeren Leser zuliebe zensierte – vulgäre Sprache kommt unerwartet, Tumblr toppt dies noch und gibt im Folge Satz auch gleich einen Link mit, auf dessen Seite mal derartige Inhalte hochladen kann. Wenn’s hilft?

Weiter im Text finden sich Artefakte, die fortan das Lächeln des Leser breiter werden lassen.

  • “Don’t post private photos of your ex’s junk (no matter how attractive).”
  • “If you’re younger than 13, don’t use Tumblr. Ask your parents for an Xbox or try books.”
  • “If you want to ridicule or parody a public figure (and who doesn’t?) don’t try to trick readers into think you are actually that public figure.”

Noch heute lesen sich die Community Guidelines von Tumblr gleich. Ich bin gespannt wo dies noch hinführt. Wird es Nachahmer geben? Vielleicht ein letzter Versuch, den User zu motivieren, den Nutzungsbedingungen in Zukunft wieder mehr Bedeutung zu geben und vielleicht ist es auch ein Appell, uns wieder daran zu erinnern, dass es im Grunde genommen unsere Pflicht ist diese durchzulesen, wenn wir das nächste mal “I have read, understand, and agree to the  Terms of Service” bestätigen.

Bewusstes Viral-Marketing oder doch nur ein Jux? Kennt ihr selbst solche Fundstücke? Wann habt ihr das letzte mal Nutzungsbedingungen wirklich gelesen?

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Mrz 28

Airtime - Chatroulette für Facebook Die beiden Startup-Investoren Sean Parker und Shawn Fanning haben sich wieder Zusammengefunden und gründen ein neues Startup: Airtime. Zur Erinnerung: Beide gründeten 1999 Napster, danach trennten sich ihre Wege. Sean Parker arbeitete vorübergehend bei Facebook; ihm gehören auch 7% des populärsten Social Networks. 

1. Was ist Aritime

Das Projekt ist noch nicht live. Das Ziel von Airtime soll es aber sein, Menschen via Videochat kenne zu lernen. Da Parker sehr gute Verbindungen zu Facebook unterhält, wird Airtime wohl eng mit Facebook verknüpft sein und so zum kennenlern Portal von Facebook werden.

2. Potential und Geschäftsmodell

Chatroulettes Erfolg war eher bescheiden. Zumal dort v.a. nackte Männer zu sehen sind. Wenn man aber sieht wie das Geschäft mit der Partnervermittlung boomt – Elite Partner erwirtschaftet alleine im Deutschsprachigen Raum über 20 Millionen Euro Umsatz – dann wird schnell klar dass Airtime hier riesiges Potential hat.

Das spannende an Airtime ist ganz klar die Verbindung zu Facebook. Airtime wird wohl die Menschen nicht zufällig miteinander zusammenbringen, sondern logisch, rsp. basierend auf deren Interessen.

3. Anderer Ansatz

Ein etwas anderer Ansatz eines Kennenlernvideochats bietet das Startup 85by55. Dieses setzt auf LinkedIn und möchte Unternehmen mit potentiellen Bewerbern verbinden. In einer Art Schnell-Vorstellungsgespräch via Videochat können Personalchef die Bewerber kennenlernen und so einen ersten Eindruck gewinnen.

Hat schon jemand von euch seine grosse Liebe auf Facebook gefunden?

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Mrz 26

Ganz nach dem Motto “Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt…” hat sich die katholische Kirche etwas ganz Neues überlegt. Schon seit längerem scheint die Bevölkerung je länger je weniger gewillt, sich sonntags früh in Schale zu werfen und zur Kirche zu kommen. Pfarrer Dietmar Heeg scheint genau dafür nun die richtige Lösung gefunden zu haben und implementiert diese – no kidding – am 1. April 2012. 

Wir alle haben diese Woche wieder neue Schreckensmeldungen bezüglich Privatsphäreeinstellungen und Datenschutz auf Facebook gehört und haben uns zum 1000sten Mal gefragt, ob es nicht an der Zeit wäre, den Account zu schliessen. Doch wer hätte es gedacht – nun gibt uns die katholische Kirche einen Grund, dem Netzwerk treu zu belieben – oder versucht es zumindest.  Am Sonntag, 1. April 2012, 17.00 Uhr findet der erste Facebook Video-Live-Stream Gottesdienst aus der Kapelle des Kölner Tagungshauses Maternus statt. Die Übertragung wird auf den Facebook-Kanälen von katholisch.de, kirche.tv und domradio.de zu sehen sein.

Die Idee mach für jeden Social Media Manager eigentlich absolut Sinn: Die Gläubigen werden dazu aufgerufen, sich aktiv in die Predigt einzubringen, ein Wunschkonzert für Gebete und Fürbitten soll möglich sein, und jeder Zuschauer soll sich mit Kommentaren beteiligen. Denn, wie Pfarrer Heeg uns wissen lässt “der Heilige Geist weht auch im Internet”

Dass die Kirche sich dazu bewegt, auf die heutigen Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen ist lobenswert, doch ob dieser Approach dafür der richtige ist, um die Schäfchen zu vereinen, scheint mir äusserst fragwürdig, vor allem auch da die Ankündigung bereits zu zahlreichen sarkastischen Zeitungsartikeln geführt hat. Und auch ich kann mir nicht helfen, die Aktion erinnert zu stark an das Wahlvideo “Gäll du wählsch mi und willsch mi” der FDP Reinach (siehe unten), ein misslungener Versuch, sich in Szene zu setzen, wie 20 Minuten damals schrieb. Und ob ein solcher Online-Auftritt der Kirche zu mehr Glaubwürdigkeit verhilft ist aus meiner Sicht fragwürdig.  Auch frage ich mich, ob am Sonntag im Pyjama auf der Couch mit dem Laptop der richtige Ort ist, um sich  mit grundlegenden religiösen Fragen zu beschäftigen….

Trotzdem, warten wir ab und halten wir fest, dass es zumindest ein mutiger Schritt von Pfarrer Heeb ist, sich dem Internet zu öffnen. Vielleicht landet er ja einen viralen Hit…? Ich werde mich bestimmt am 1. April einmal in die Übertragung klicken. Kein Scherz!

Was hältst du von Online-Gottesdiensten auf dem eigenen Sofa? Sinnlos, peinlich oder ein Schritt in die richtige Richtung? Könntest du dir vorstellen, dich so mit deiner Religion zu beschäftigen?

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Mrz 23

Office Suites

Mit Google Docs, Open Office und Libre Office stehen drei grosse kostenlose Office Suites zur Verfügung. Da stellt sich die Frage: Wieso soll man noch für eine Office Suite wie z.B. Microsoft Office Geld ausgeben?

Freeware Lösungen sind längst kein Synonym mehr für Software für Arme, denn sowohl deren Umfang als auch Qualität lassen sich mit vielen kommerziellen Produkten vergleichen. Ein erfolgreiches Beispiel ist das Office-Paket LibreOffice.

Libre Office bietet ein Paket für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen, das Erstellen von Grafiken und eine Datenbank.

Open Office ist eine komplette Office Suite, welche in zahlreichen Sprachen und für viele Betriebssysteme zur Verfügung steht. Zudem können sämtliche gängigen Microsoft Office Format gelesen und geschrieben werden, sodass ein Umstieg nur noch ein Kinderspiel ist.

Eine weitere Alternative bietet Google Docs, da es über das Web zugänglich ist und keine weitere Installation erfordert. Der grosse Vorteil liegt darin, dass man von jedem Browser aus jederzeit auf seine Dokumente zugreifen kann. Ja sogar Zugriff über Smartphones ist garantiert. Ein kleiner Nachteil ist, dass man dafür Online sein muss – aber wer ist heute schon offline?

In diesem Zusammenhang habe ich mir folgende Kriterienliste mit Favoriten pro Kriterium zusammengestellt, welche bei der Auswahl einer Office Suite behilflich sein kann:

  1. Kosten - Open Office und Google Docs
  2. Funktionalität – Microsoft Office und Open Office
  3. Look & Feel – Microsoft Office
  4. Support – Open Office
  5. Dateifreigabe – Google Docs
  6. Drucken – Microsoft Office
  7. Export und Import – Open Office und Google Docs
  8. Änderungskontrolle und Versionierung – Google Docs
  9. Installation - Google Docs
  10. Updates - Google Docs
  11. Kompatibilität der Dateiformate – Open Office und Google Docs
  12. Kompatibilität der Betriebssysteme – Open Office und Google Docs

Welche Office Suite setzst Du ein? Welche Erfahrungen hast Du damit bisher gesammelt?

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