Aug 12

Vor drei Wochen berichtete ich über die Umstellung von MS Exchange / Outlook, als Mail System, zu GMail. Inzwischen bin ich noch auf ein Feature von GMail gestossen, dass ich euch nicht vorenthalten will.

GMail besitzt die schöne Eigenschaft, dass man ein Mail nicht nur an die „richtige“ E-Mail Adresse schicken muss, damit es ankommt. Wenn ein Mail beispielsweise an die Adresse vorname.nachname+test@gmail.com gesendet wird, kommt die Mail genauso an. Man hat also die Möglichkeit, die Adresse mit einem Plus Zeichen und einer x-beliebigen Zeichenfolge zu erweitern.

“Super Sache”, wird man denken. “Aber zu was, bitteschön soll das gut sein? Ich kann ja die Adresse richtig schreiben.”

Nun ja, dieses Feature dienst ja auch nicht dazu, irgendwelche Tippfehler aufzufangen. Die Erweiterung mit dem Plus kommt natürlich beim Empfänger auch an. Für ihn ist es ein Leichtes, sich einen Filter für diese Adresse zu generieren. Dies eröffnet ganz neue Dimensionen.

  • Man kauft zum Beispiel auf dem Internet ein und weiss genau, wenn ich was kaufe, werde ich neben den Transaktionsinformationen noch mein Leben lang einen unkündbaren Newsletter bekommen und darüber hinaus täglich Vorschläge, was ich dort sonst noch kaufen könnte.
    Man gibt also beispielsweise die Mail-Adresse mit der Extension +spamshopping ein und definiert entsprechend einen Filter auf diese Adresse, der die Mails gleich mit „Spamshopping“ labelt. Danach wartet man, bis die Transaktionen abgewickelt sind. Anschliessend kann der Filter so eingestellt werden, dass die Mails an diese Adresse direkt gleich gelöscht oder archiviert werden.
  • Die Mitarbeiter adressieren die Mails mit der richtigen Adresse (z. B. +Projektname) und man konfiguriert sich die Filter so, dass gleich das richtige Projektlabel gesetzt wird.
  • Eine andere grossartige Methode ist die, die ich seit kurzem auf einem privaten Account verfolge. Ich brauche mein GMail-Konto als Notizbuch. Ich verwende verschiedene Adresserweiterungen und verschicke meine Notizen von überall her per E-Mail an dieses Konto. Dort wird alles per Filter gekennzeichnet und dank der sehr guten Suche in GMail finde ich die Notizen jederzeit und von jedem Ort aus wieder. Ein System das ich nicht mehr missen will.

Je länger ich mich mit GMail abgebe, je besser gefällt mir der Dienst von Google. Nutzt ihr die Sache mit den Plus-Erweiterungen schon? Kennt ihr andere Features, die das Leben mit GMail versüssen?


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7 Antworten zu “Das Plus in Googles GMail”

  1. 1. Chris Beyeler sagt:

    Hi Yves

    Ich kenn die Erweiterung, habe aber noch nie so weit gedacht :) Die Idee mit dem Spamshopping find ich super. Denn seit ich auf #inboxzero von @avongunten setze nervt es etwas immer einen neuen Filter zu machen.

    Danke für den Input!

  2. 2. Yves Moret sagt:

    Ist vielfach so. Man kennt etwas und kommt trotzdem nicht auf die naheliegendste Lösung. ;-)

    Ich brauch das ganze auch vor allem zur Verfeinerung der #inboxzero Lösung.

  3. 3. Sam sagt:

    Hatte das mal irgendwo gelesen aber nie verwendet (und vergessen). Danke!

    Ich habe eine Domain (à la test2356858.de) mit Catch-All-Mailforwarding an meine Hauptadresse (bei Google Apps). Dann kann ich mich mit Adressen wie facebook@test2356858.de anmelden und sehe entsprechend, wer meine E-Mail weiterverkauft hat.

    Aber mit dem + ist das viel Eleganter.

  4. 4. Michael sagt:

    Also jedes Bestellformular oder jeder Online-Shop welches ein + in der Mailadresse erlaubt ist eh nicht zu gebrauchen. Das geht gar nicht. Als Spamschutz verwende ich einen ähnlichen Dienst wie Sam – das ist besser und auch sicherer. Denn es ist ein leichtes, schnell alle +xxx in der DB zu filtern und zu ersetzten und dann zu spamen. Das mit dem Projektnamen finde ich unprofessionell (Thema Spamfilter auf Kundenseite, zu viel verschiedene Kontakte gegenüber dem Kunden, etc.). Die Idee mit den Notizen jedoch gefällt mir, ich persönlich ziehe aber da mein eigenes Wiki vor.

  5. 5. Sam sagt:

    Wie ist eigentlich so die Akzeptanz von Google Mail nach einigen Wochen? Ist ja schon ganz anders als Outlook (oder verwenden viele noch Outlook als IMAP-Client?)

  6. 6. Yves Moret sagt:

    @michael Shops die das nicht akzeptieren bekommen von mir halt eine andere Adresse im Stil von Sam.
    Das Ding mit den Projektnamen kann natürlich den Kunden nicht zugemutet werden. Es ist nur für internen Gebrauch angedacht.;-)

    @Sam Die Akzeptanz ist glaubs gut und ich habe eigentlich kein Outlook mehr gesehen, geschweige denn, das ich es vermissen würde. Kann den Outlook überhaupt richtiges IMAP? ;-D

  7. 7. Thomas Besmer sagt:

    Habe mich bis jetzt noch nicht mit GMail befasst. Durch die Beiträge hier, werde ich mir mal ein GMail-Konto anlegen. Vielen Dank

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