Was Journis sich so vorstellen – ÖKK mein-kinderzimmer
Gestern fand unsere Shibby einen wirklich köstlichen Artikel eines Wirtschaftsredakteurs zu einer unserer Arbeiten. Auch wenn er wenig schmeichelhaft und recht realitätsfremd ist, wir haben uns alle echt amüsiert. Daher erstmal Danke an den Autor, er hat uns den Tag versüsst.
Es ging um unsere letzte Kampagne www.mein-kinderzimmer.ch für die ÖKK. Die Beschreibungen der Kreativprozesse sind zwar schon etwas abgegriffen aber dennoch lustig. Ich denke, hätte der Verfasser mal 99 Francs von Frédéric Beigbeder gelesen, dann wäre die Beschreibung noch um etliche halluzinogene Drogen erweitert worden.
Das wir Phishing Attacken starten mit solchen Aktionen ist ein wenig polemisch. Der Autor geht wohl auch hier vom Klischee aus, dass der Konsument strutzdumm ist und nicht erkennen kann, dass ein Unternehmen hier Werbung macht.
Nichtsdestotrotz, es war eine schöne Kampagne aus unserer Sicht und die Akzeptanz in der Zielgruppe war gross. Ganz entgegen der Meinung “das wir beschmierten Cüpli Säufer nicht schnallen, dass doch da keiner mitmacht”, gab es massig Beteiligung: über 700 Bewerbungen für ein neues Kinderzimmer und 250.000 Votes, Usergruppen auf Social Networks und hier die Zahlen aus Analytics für einen Monat, klicken zum Vergrössern.
Von daher sind wir doch ganz zufrieden. Sowohl mit der Kampagne, als auch mit solch erheiternden Blogposts von Journis. Und damit wir auch mit den etwas angestaubten Klischees aufräumen können (können wir nicht, aber wir versuchens dennoch gerne wieder), hier Original und Fälschung wie es aussieht:
Original
In Wahrheit sitzen wir in grossen, düsteren Kartonbehausungen und grübeln uns die Gehirne wund.
Fälschung
Wie manche Journalisten uns gerne bei der Arbeit darstellen.
Nun frag ich mich, oder besser Euch, sind diese klischeehaften Falschdarstellungen der Kreativschaffenden immer noch so im Umlauf? Denkt ihr, liebe Leser, auch so? Wollt ihr mehr Einblick in das wahre Agenturleben?
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Mai 6th, 2010 at 08:27
Ist hier ein kleiner Krieg im Anmarsch? Tja dieser Artikel auf antville.org ist wohl eher destruktiv als konstruktiv. Es ist immer viel leichter das Schlechte in einer Sache zu sehen, als selbst dann bessere Ideen und Vorschläge zu bringen. Ich sehe dass jeden Tag
. Ich nehme einmal an, dass ihr euch sehr viele Gedanken über diese Kampagne gemacht habt und dies nicht einfach bei einem Küpli im Pool durch den Kopf gewandert ist. Daher bin ich persönlich immer sehr vorsichtig bei Kritiken, bei denen ich nicht den Hintergrund weiss und kenne.
Aber seien wir doch mal ehrlich. Wie viel Datenmüll produzieren die Menschen im Internet. Siehe Facebook und Co. Wenn man über Phishing berichten soll, dann doch eher über mehr oder weniger sinnlose Community Plattformen. Wo User nur konsumieren anstatt aktiv dabei zu sein. Ich kann auch nur über diese Kritik lachen, denn die Idee mit dem Kinderzimmer ist Klasse!
In diesem Sinne
Rupert
Mai 6th, 2010 at 08:54
Hoi Rupert,
danke fürs Feedback. Krieg ist hier sicherlich nicht im Gange, wie gesagt wir haben uns ja köstlich amüsiert über diesen Post. Klar war er nicht so der Hammer wie 99 Francs, aber gelacht haben wir trotzdem.
Mai 6th, 2010 at 09:13
Es heisst hierzulande “Wirtschaftsredaktor”. Klar?
Mai 6th, 2010 at 12:13
Mir ist im Artikel von antville irgendwie entgangen, was das mit Phishing zu hat. Ich kann auch die Aufregung überhaupt nicht nachvollziehen. Ist es nicht so, dass Firmen versuchen neue Kunden zu gewinnen? Und wenn man neue Kunden “gewinnt” indem man sie etwas “gewinnen” lässt, dann entprichts das doch ganz dem Prinzip “Geben und nehmen”, oder irre ich mich? Was soll der Artikel von antville überhaupt erreichen und was “stört” den Author?
Meiner Meinung nach hat der Author ein ganz anderes Problem: Er ist einfach grundsätzlich mit seiner eigenen Umwelt unzufrieden und er versucht sich so “Luft zu machen”.
Mai 6th, 2010 at 12:19
@Patrick: Das mit dem Phishing ist totaler Blödsinn bei dieser Kampagne. Phishing heisst, jemandem Daten unbewusst abzuzapfen durch miese Tricks und Täuschung. Wenn ein Unternehmen so einen Wettbewerb macht, dann ist doch ganz offensichtlich dass es um Kundengewinnung, -beziehung und -bindung geht.
Mai 6th, 2010 at 12:43
@Dirk: Sehe ich auch so. Das schöne ist aber, dass man solchen Quatsch einfach ignorieren kann.
Mai 6th, 2010 at 12:46
@Patrick: Ne das schöne ist, dass sowas so ungewollt lustig ist. Gave us a good giggle
Mai 6th, 2010 at 13:15
«Die Teilnehmenden willigen mit ihrer Teilnahme ein, dass ihre Adressdaten von ÖKK für werberische Zwecke (insbesondere Telefonmarketing) verwendet werden dürfen. Zusammen mit den Bildern können Angaben über die Teilnehmenden veröffentlicht werden.»
Mit Verlaub, aber der Phishing-Vorwurf ist meines Erachtens bei diesen Teilnahmebedingung absolut angebracht. Ein Opt-Out wäre das Mindeste. Wer will schon von überall her mit Werbung zugeknallt werden, oder noch schlimmer, am Telefon belästigt werden, nur weil er mal irgendwo an einem trümmligen Wettbewerb mitgemacht hat?
Mai 6th, 2010 at 14:23
Öm, der fragliche Blog wird von der in.f.a.m. Medienbüro GmbH betrieben. Das ist eine Werbebude, keine Wirtschaftsredaktion. Siehe http://www.infam.ch/angebot.html
Mai 6th, 2010 at 16:01
@Matthias: Geschrieben hat den Post allerdings Patrik Tschudin
Wissenschaftsredaktor @ Radio DRS (steht so auf seinem eigenen Blog).
Mai 6th, 2010 at 16:57
Wirtschaft oder Wissenschaft ist doch Hans was Heiri! Aber das Blog heisst im Fall “infamy” – Antville ist bloss der Host. Oh, schon 5. Jetzt aber schnell in die Cüpli-Bar!
Mai 6th, 2010 at 17:03
very fuzzy
da sagen wir mal Prost aus dem Karton Cubicle.
Mai 30th, 2010 at 19:10
Ach, Kinders, nehmt’s doch sportlich, wie Dirk Worring-Ramstoeck (Merci!) ! Ich versteh, dass ihr nur geliebt werden wollt. Ich auch. Aber das Leben ist halt nicht so. Wenn ihr euch auf infamy umschaut, dann werdet ihr bald rausfinden, dass fast seit dem ersten Posting am 20. August 2002 http://infam.antville.org/archive/2002/08/20/ die meistverwendeten Stilmittel da Satire, Polemik und Ironie sind. Manchmal treffen sie ins Schwarze. Manchmal daneben. Im konkreten Fall? Nun ja. Das Textlein hat offenbar irgendeinen Nerv getroffen. Und der Aktion nicht geschadet. Jemanden persönlich beleidigt hat es ebenfalls nicht, würd ich meinen. Also? Und jetzt: Weiterarbeiten! Es grüsst
patpatpat
P.S. Herr Matsumura im zweiten Abschnitt weitgehend recht. Aber u.a. damit nicht: “Autor” hat im Deutschen kein “h”.