Dez 09

twitter110909_726fotDen privaten Twitter-Account in bare Münze verwandeln – das machen nicht nur Promis und Blogger, sondern immer mehr Menschen wie du und ich. Sie lassen Webagenturen den direkten Draht zu ihren Freunden nutzen und werden dafür bezahlt: Je mehr Follower, desto mehr Kohle.

In den USA bieten Start-Up-Unternehmen wie Ad.ly, Izea, oder Peer2 diese zusätzliche Verdienstmöglichkeit an. Werbetreibenden öffnet sich damit ein völlig neuer Weg, Menschen zu erreichen. Empfehlungen von Freunden sind ungleich wirksamer als wenn ein Unternehmen selbst über ein neues Produkt twittert. Immer mehr Internet-Unternehmen springen auf diesen Zug auf. So hat Amazon angekündigt, Provisionen an User auszuzahlen, die Kunden via Twitter auf die Amazon-Seite bringen.

Die grössten Chancen für ein Unternehmen, Werbung an den User zu bringen, liegen jedoch in den „Influencers“. Influencers, also Beeinflusser, sind bekannte Twitter-User, die in der Regel auch besonders vielen Follower haben. Promis haben für die Aussendung eines Tweets schon bis zu 10’000 Dollar bekommen.

Bringen solchen Tweets wirklich etwas? Würden die Unternehmen diese Geld nicht gescheiter in eine tolle Social Media Kampagne stecken, als die Promis (die eh schon in Geld schwimmen), dafür einzuspannen?

Ich denke, dass diese Tweets unter all den anderen doch untergehen. Die Conversion Rate dürfte bedenklich tief sein. Und wer ist als User – und ganz besonders als Influencer – schon bereit, seine Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit mit Werbetweets aufs Spiel zu setzen. Du etwa?


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5 Antworten zu “Dein Twitter-Account als Sprachrohr für Werbung?”

  1. 1. Yves sagt:

    Ich denke die Art von Werbung über Twitter bringt überhaupt nichts. In Twitter ist die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit das A und O. Wer will dies schon für ein paar FrankenEuroDollars aufs Spiel setzen?
    Erfahrungsmarketing funktioniert hier vielleicht schon, dann aber nur der Situation angepasst und immer ehrlich.

  2. 2. Chris W. sagt:

    Auch wenn man einen grossen Streuverlust hat kann es trotzdem was bringen.
    Also bestech ich mal @leumund, @pixelfreund und @bloggingtom :D
    Bietet@filSa und @shibby auch grad an?

  3. 3. Bürgin Marc sagt:

    ausprobieren, dann habt ihr erfahrungswerte, ob es sich lohnt…;-)

    mal eine alternative zu gekauften blogbeiträgen etc.

  4. 4. Chris sagt:

    @Marc

    gekaufte Blogbeiträge sind auch nicht beliebt. Und sie haben seeeehr schlechte Ergebnisse….

  5. 5. Markus sagt:

    Ich halte es für eine Gefahr für Twitter oder ähnliche Dienste. Wenn ein Unternehmen Werbung über Twitter machen will, dann bitte mit einem eigenen Account. Twitter lebt von der Geschwindigkeit – Werbung bremmst hier und sorgt eher dafür, dass ich mir einen anderen Dienst suchen würde.

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