Aug 30

Das Social Network Facebook verbreitet sich in der Schweiz immer mehr und mehr. Spätestens nach den Medienberichten, die den Aufruf zum Botellón thematisierten, kommen auch die Werbetreibenden auf den Geschmack.
Facebook hatte in den letzten Monaten, vor allem seit es auch “eingedeutscht” ist, einen extremen Zuwachs. Im Moment sind es ca. 552’000 User die als Herkunft die Schweiz angeben. Interessanterweise sind mehr als die Hälfte weiblich. Wieso dies so ist, wäre wohl Stoff für einen eigenen Blogbeitrag.

Nun, wie sieht das mit der Werbung in Facebook aus? Die Anzeigen mit Bild werden in Facebook am Rande platziert. Als Werbetreibender habe ich die Möglichkeiten, ziemlich genau zu bestimmen, wie das Profil des Users aussehen soll, den ich bewerben will. Ich kann also bestimmen, dass meine Anzeigen für Motorradzubehör nur bei Männern zwischen 18 und 35 Jahren, die das Stichwort Motorrad in ihrem Profil haben und aus der Schweiz kommen, erscheint. Es lässt sich weiter nach Schulabschluss, Arbeitsplatz, Beziehungsstatus und sexueller Ausrichtung unterscheiden. Bei der Preisgestaltung habe ich die Möglichkeit entweder einen Preis pro Klick auf die Anzeige oder einen Preis für 1’000 Impressionen anzugeben. Damit dies nicht aus dem Ufer läuft, können die maximalen Tageskosten definiert werden.

Ich sehe in Facebook eine sehr interessante Werbeplattform. Vor allem bietet sie die Möglichkeit, seine Anzeige auf die Zielgruppe zuzuschneiden. Diese Möglichkeit bietet Google AdWords nicht. Dort wird jeder beworben, der das richtige Keyword eingibt, unabhängig von seinen persönlichen Eigenschaften.

Wie seht ihr das? Hat Werbung in sozialen Netzwerken Chancen? Lohnt es sich als Werbetreibender auf das Pferd Facebook zu setzen?


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34 Antworten zu “Lässt sich in Facebook wirksam werben?”

  1. 1. Michel sagt:

    Zum letzten Satz. In Google Adwords gibt es die Möglichkeit Anzeigen nach Demografischen Aspekten, wie Alter oder Geschlecht zu bewerben. Jedoch ist das Angebot noch nicht so gross, da die entsprechenden Seiten diese Informatinen auch anbieten müssen. Aber Google ist dran das auszubauen.

  2. 2. Hanspeter sagt:

    Die Möglichkeiten sind scheinbar ohne Grenzen doch ist allgemein bekannt, dass Facebook mit der Werbung kaum Geld verdient, was bedeutet, dass User von Social Networks keine Bannerwerbung akzeptieren.
    Es muss meiner Meinung nach eine neue Werbeform her die subtiler daherkommt. Was das allerdings sein kann weiss bislang keiner.

  3. 3. René sagt:

    Ich sehe Facebook als sehr interessantes Medium für Werbung. Der Streuverlust kann sehr gering gehalten werden.
    Wie Hanspeter geschrieben hat, ist Werbung in Social Networks nicht sehr beliebt. Doch so dezent wie es bei Facebook ist stört es kaum. Dazu kann man viel zielgruppengerichteter werben. Damit ist auch die Akzeptanz viel höher.
    Auf jeden Fall wird es eine spannende Entwicklung geben.

  4. 4. Yves Moret sagt:

    @ Michel:

    Bei Google Adwords lassen sich die Kampagnen nur nach geographischen Aspekten steuern, da dies die einzige Angabe ist, die Google über die IP-Adresse der suchenden User erhält. Ein wenig anders sieht es im Google AdSense aus. Dort kann immerhin über den Contentent der Sites, auf denen die Anzeigen geschaltet werden, die gewünschte Zielgruppe erreicht werden. Dies ist aber nie so genau möglich, wie bei Facebook, wo ja die werberelevanten Daten von den Usern selber zu verfügung gestellt werden.

    @ Hanspeter, René

    Die herkömmliche Bannerwerbung ist sicher nicht wirksamer als anderswo. Hier besteht einfach der Vorteil, dass die Bannerwerbung auch nur bei den Usern angezeigt wird, die auch der Zielgruppe entsprechen. Wenn ich mir am Fernseher mal eine Ärztesoap anschaue, werde ich mit Werbung bombardiert, die zu 80% die Frauen ansprechen soll (Kosmetika, knuddelige Kleinwagen etc.) Dieser Streuverlust lässt sich mit Werbung bei Facebook vermeiden.
    Was in Facebook mehr und mehr kommen wird, ist Werbung über die diversen Applikationen, die sich entwickeln lassen. Wenn der User in einem Sozialen Netzwerk einen Nutzen aus der Werbung ziehen kann, wird er dies ziemlich positiv aufnehmen.

  5. 5. Michel sagt:

    @Yves
    Ich widerspreche ;-) Es ist möglich bei Google Adwords nach Demografischen Merkmalen Kampagnen zu schalten:
    http://adwords.google.com/support/bin/answer.py?hl=de&answer=80588

  6. 6. Michel sagt:

    …ok verstehe, was du meinst: Du meinst das Content-Werbenetzwerk von Adowrds, welches für Publisher Adsense heisst. Alles klar.

  7. 7. Gian-Franco Salvato sagt:

    Die Profilierung der Werbung auf Facebook funktioniert meiner Erfahrung nach noch nicht sehr präzis, so erhalte ich als verheiratete Person z.B. Facebook-Werbung für Online-Wedding-Listen. Ich persönlich glaube auch, dass eigene Applikationen oder Gruppen deutlich mehr Nutzen generieren können. Eine Übersicht zum Marketing in sozialen Netzwerken bietet auch http://www.aseantic.com/de/Blog/archive/2008/07/11/Marketing_in_sozialen_Netzwerken.aspx

  8. 8. Yves Moret sagt:

    @Gian-Franco Salvato
    Ob Werbung von Facebook richtig profiliert wird, kann ich im Moment noch zu wenig beurteilen. Ich denke aber, dass dies auch ein Problem der Werbetreibenden, die ja schliesslich das Profil für ihre Anzeige erstellen, sein könnte. Bei den Wedding-Listen soll ja vielleicht das Bedürfnis nach einer erneuten Hochzeit geweckt werden. ;-)
    Ich sehe es auch so, dass vor allem mit Applikationen und Gruppen der Virale Effekt bei Facebook-Usern für Werbung genutzt werden kann. Je nach dem wird so die Werbung auch nicht als störend empfunden.

  9. 9. Simon Kurt sagt:

    Ich studiere Medien und Kommunikation und schreibe gerade an einer Abschlussarbeit zu diesem Thema, daher möchte ich euch den folgenden Blogpost von Scott Karp, welcher eine etwas kritischere Position vertritt, nicht vorenthalten: http://tr.im/rI6C

  10. 10. Peter Sturn sagt:

    Also ich mache über Google und Facebook Werbung. Und ich muss sagen im Moment kommen mehr Kunden über Facebook. Der Vorteil bei FB finde ich vor allem, dass ich nur weibliche Kunden anschreiben kann mit einer Werbeanzeige und die Männer mit einer anderen. bzw. Hochzeitswerbung nur an Personen die in einer Partnerschaft sind bzw. verlobt.

    Also ich finde beide Werbeplattformen sehr gut. Trotzdem muss man auf die Ausgaben sehr gut achten.

  11. 11. Dieter sagt:

    Hallo Peter, mich würde interessieren, ob Du das irgendwie mißt, ob Deine Kunden über facebook zu Dir kommen? Gruß Dieter

  12. 12. Bernie sagt:

    Das ist ja wohl richtig klasse, werde mir das gleich einmal genauer ansehen mit der Werbung bei FaceBook. Denke mal eine super Alternative zu AdWords, vorallem wenn man so gezielt seine Kundengruppen ansprechen kann. Danke für den Artikel.

  13. 13. Patrick sagt:

    Bei Google Adwords ist es durch aus möglich die Werbeanzeige genau auf die Zielgruppe hin zuzuschneiden dies senkt die Google kosten deutlich. Hat jemand schon erfahrung mit der Werbung bei Facebook (CPC)?

  14. 14. devno sagt:

    Werbung ins Sozialen Netzwerken hat auf jeden Fall Zukunft, ganz einfach weil man sich die Zielgruppe genauer aussuchen kann. Vor allem im regionalen Bereich kann man dadurch auch gute Ergebnisse erreichen. Beispielsweise wäre die Bewerbung eines Events von einer bestimmten Musikrichtung denkbar.

  15. 15. Simon Kurt sagt:

    Naja, bei der Werbung von Facebook gibts nur ein Problem: Sie wird, im Gegensatz zu Google AdWords, einfach so angezeigt und nicht dann, wenn explizit danach gesucht wird resp. der Rezipient sie auch sehen will. Ich habe das Thema Online-Werbung resp. Werbung auf Social Media-Plattformen in einer Abschlussarbeit behandelt – feel free to download. :-) http://idisk.mac.com/simon.kurt//Public/share/Semesterarbeit_FS09.pdf

  16. 16. Robert sagt:

    @simon Vielen Dank für Deine Semesterarbeit, war interessant zu lesen.

  17. 17. unicl sagt:

    Ich denke schon, dass Werbung auf Facebook Zukunft hat (haben muss). Der Vorteil seine Zielgruppe nach (!) soziodemographischen Daten auswählen zu können liegt auf der Hand. Und wenn nur die Klicks Kosten verursachen, dann stört es auch nicht sonderlich, wenn die Werbung auch dann gezeigt wird, wenn nicht explizit danach gesucht wird. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt Geld in Facebook-Werbung zu investieren, bin mir aber weiterhin unschlüssig ob das auch mit meinem kleinem Budget möglich/sinnvoll ist ohne Gefahr zu laufen, dass die Kosten explodieren.

  18. 18. Thomas sagt:

    Wir werben nun schon seit einiger Zeit auf facebook. Dabei bin ich im Ergebnis noch nicht ganz überzeugt. Insbesondere von den Steuerungsmöglichkeiten der Kampagnen bin ich noch wenig begeistert. Den Vergleich mit AdWords hält das Ad-Manager-Interface von facebook zu keinem Zeitpunkt stand. Dafür ist es zu statisch und unhandlich. Auch haben die Berichtsmöglichkeiten nicht die Qualität die AdWords bietet. Warum finde ich die demografischen Daten der User nicht auch in den Berichten? Ich denke, das Facebook in dem Bereich noch zulegen muss.

  19. 19. Frank sagt:

    Wie geteilt doch die Meinungen sind, ich biun mir noch ziemlich unsicher (denke es kommt auch auf die Branche an) werde es aber mal mit ein wenig Euros testen… schreibe später mal einen kleinen Bericht.
    LG
    Frank

  20. 20. unicl sagt:

    So, jetzt hab ich mal 50,- Euros in Facebook-Werbung investiert und das Ergebnis ist eher ernüchternd. Nicht nur, dass die Klicks recht teuer sind, auch die Qualität des generierten Traffics lässt (zumindest in meinem Fall) zu wünschen übrig. Schade, ich hätte mir schon etwas mehr erwartet.

    LG unicl

  21. 21. Ruth sagt:

    Im Moment mache ich kein Werbung durch Facebook aber würde langsam ausprobieren.

  22. 22. unicl sagt:

    Hab ich doch glatt vergessen das Ergebnis meines Versuches preiszugeben ;-)

    Also: ich hatte wie bereits erwähnt 50 € Budget investiert, dies musste ich mit Kreditkarte begleichen, eine Andere Zahlungsmöglichkeit gab es nicht. Bei einem Klickpreis von 0,50 € und 446.522 Impressionen erhielt ich 183 Klicks. Das macht einen CTR von 0.041% bei einem tatsächlichen durchschn. Klickpreis von 0,36 €. Weitergerechnet ergibt das einen CPM von 0,15 € was ich nicht ganz so schlecht finde. Was mir allerdings nicht so ganz gefiel war, dass das vorgegebene Budget mit 65,72 € deutlich überschritten wurde. Der tatsächliche Erfolg für die Kampagne war spürbar, trotzdem trifft der Preis für 183 Klicks nicht ganz mein Geschmack. Mein Fazit: einen Versuch war es durchaus Wert, ich werde aber in Zukunft weiter auf AdWords setzten, vor allem dann, wenn es sich um regional bezogene Kampagnen handelt, denn bei Facebook kann man sich lediglich das Land in dem man werben möchte aussuchen. Auf ein bestimmtes Bundesland oder einen Bezik kann die Schaltung der Anzeigen zumindest in Österreich nicht eingegrenzt werden, was besonders bei solchen Anforderungen hohe Streuverlusste bedeutet.

  23. 23. Rod sagt:

    Neben den schon ausführlich erwähnten Preisen, Vorteilen und Einschränkungen von Facebook gibt es jedoch noch einen weiteren Aspekt:
    Wenn man die Interessenten auf seiner Facebook Seite als Mitglied bekommt, hat man über die Rundmails und neuen Einträge eine dauerhafte und kostenlose Möglichkeit weiter zu werben. Dadurch relativieren sich die Klickpreise bezüglich Adwords. Wie effektiv man das machen kann muss wohl jeder selbst ausprobieren….
    Andererseits fallen die Klickpreise bei Adwords, wenn man durch SEO,inhaltliche Relevanz zum beworbenen Keyword guten Inhalt bietet. Der Inhalt ist bei Facebook nicht relevant für die Klickpreise. Und bei guten organischen Positionen in den Google SERPs erübrigt sich so mancher bezahlter Klick..

  24. 24. Peter Greinau sagt:

    Also FB als Werbeplattform hat sich natürlich die letzten zwei Jahre prächtig im deutschsprachigen Raum erweitert. Als Werbechance sicherlich ernst zu nehmen. Wobei cih da eher an Konsumprodukte denke – da das Klientel von FB ja doch eher Teenystyle und Privat-Cool-Menschen beinhaltet. Doch für solche Produkte sicherlich gute Chancen. Schade nur, dass FB so kommerziell ist und sich alle möglichen Rechte an Userdaten sichert. Naja. Ich finde kleine, unabhängige Portale schon toller. Habe erst vor kurzem was gefunden – steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber ich finds toll: icando

  25. 25. Andreas Feusi sagt:

    Habe auch schon Geld in Anzeigen bei Facebook investiert. Ausser Traffic hats leider nicht so viel gebracht. Evtl. werde ich in Zukunft einen neuen Versuch starten.

  26. 26. billig sprit sagt:

    Moin,

    ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit Facebook-Werbung Geld verdienen kann. Es ist sicherlich möglich (durch die detaillierte Zielgruppenbeschreibung) Bekanntheit und Vertrauen in Produkte/ Marken aufzubauen, aber direkte Verkäufe werden auch zukünftig die Ausnahme sein. Bei Facebook trifft man sich eigentlich um zu netzwerken, Möchte man etwas kaufen, googelt man oder nutzt Preissuchmaschinen. Ich denke, dass die ein Grund ist, weshalb Werbung bei Facebook nicht direkt funktioniert.

  27. 27. Lasergravur sagt:

    Moin, moin,
    ich denke, dass Werbung über Facebook immer mehr an Bedeutung gewinnt und je nach Produkt auch jetzt schon sehr effektiv sein kann. Allerdings glaube ich nicht, dass Facebook der Suchmaschinenwerbung den Rang ablaufen wird.

  28. 28. Werbeagentur Flensburg sagt:

    Ich halte nichts von facebook werbung, zu aufwendig, zu hohe Streuverluste, viel zu viel Arbeit. Langer Atem ist notwendig, damit es sich halbwegs rechnet.

  29. 29. Thomas sagt:

    Ich glaube schon das sich mit Facebook Kunden gewinnen lassen, in Amerika ist das schon gang ung gebe. Gut alles was in Amerika läuft muß nicht unbedingt in Deutschland laufen, aber das Potential ist da.

  30. 30. Buntbarsch sagt:

    Mit Facbook lässt sich die Besucherzahl deiner Seite Steigen. Gründe eine Gruppe, eine Seite, eine Fake-Account und ververweise auf deine Seite. Viele Freunde, viel “gefällt mir” usw.

  31. 31. Buntbarsch sagt:

    Aber die meisten Idioten glauben schnell reich zu werden.

  32. 32. Sara sagt:

    Ausprobieren, und es kommt sicher auch auf die Branche an

  33. 33. Philippe Wiget sagt:

    Meinem Bauchgefühl nach bringt die Werbung in erster Linie zusammen mit einer Fan-Page einiges. Man kann eine Fangemeinde aufbauen und von dieser allenfalls profitieren. Direkte Werbelinks zur Webseite bringen meiner Meinung nach nicht mehr als viele Klicks aber wenig Business.

  34. 34. Sportwetten online sagt:

    Es gibt interessante statistiken zu werbung und facebook. eine statistik besagt, dass je mehr fans ich habe, desto schlechter wird die werbung wahrgenommen. hat man nur wenige fans, so fühlen sie sich verbundener mit dem unternehmen.

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