Feb 06

google latitudeGoogle hat einen Ortungsdienst gestartet, mit dem man den aktuellen Aufenthaltsort von Freunden, Verwandten oder Bekannten abfragen kann. Der Standort wird dabei auf einer Google-Karte direkt auf dem Handy angezeigt.

Mit Google Latitude kann der aktuelle Aufenthaltsort von Freunden in Echtzeit am Display abgerufen werden. Die Standorte werden mit Hilfe des Satelliten-Systems GPS sowie der Entfernung zu den Mobilfunk-Masten ermittelt. Für die Nutzung des Tracking Systems ist  die ausdrückliche Zustimmung der jeweiligen Handy-Besitzer erforderlich.


Zeige mir wo meine Freunde sind

Wo bist du? Was tust du? Wie komme ich dahin? All dies kann uns das Google Maps Upgrade sagen. Und obwohl bereits  ähnliche Angebote anderer Unternehmen auf dem Markt sind, kann Google mit seiner Dienste-Vielfalt punkten: Ein Klick und die geortete Person wird per Google Talk, Telefon oder E-Mail kontaktiert. Für ein reales Treffen wird die entsprechende Route zum aktuellen Standort angezeigt.

Laut Google behalten die User die völlige Kontrolle über ihre Privatsphäre. So können sie frei bestimmen, was andere über ihren aktuellen Standort erfahren, ob dieser automatisch oder manuell übermittelt wird und wie viele Informationen der Empfänger einsehen kann.

Google Latitude steht zurzeit in 42 Sprachen für 27 Länder kostenlos zum Download bereit. Aktuell läuft Latitude auf den BlackBerry-Handys sowie auf Geräten mit Microsofts Windows Mobile und Nokias Betriebssystem Symbian S60. Versionen für Apples iPhone und das von Google initiierte Betriebssystem Android sollen in Kürze folgen.

Google sieht in Latitude „eine spassige Art, sich den Menschen, die einem wichtig sind, nahe zu fühlen”. Kritiker sehen in Latitude  einen Totengräber der Privatsphäre.  Was haltet Ihr von Googles Personenortung in Echtzeit? Ein soziales Features oder der erste Schritt Richtung Überwachungsstaat?


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Ein Ping zu “Google Latitude – Personenortung in Echtzeit”

  1. Friends on Fire - Personenortung via Facebook :: Tools sagt:

    [...] wie mit  Google Latitude lässt sich mit der Yahoos “Friends on Fire” der Aufenthaltsort von Freunden ermitteln [...]


6 Antworten zu “Google Latitude – Personenortung in Echtzeit”

  1. 1. John sagt:

    Eigentlich eine ganz nette Funktion, doch man kann den Dienst auch sehr einfach missbrauchen. Ich persönlich werde das nicht einsetzten, da meine Freundeskreis nicht immer wissen muss wo ich bin.

  2. 2. Christian Müller sagt:

    Ich finde Google Latitude ein tolles und vor allem praktisches Feature, weiter so!

  3. 3. Sam sagt:

    Wenn ich selbst die Übermittlung meiner Position ein/ausschalten kann, finde ich das ein supernützliches Tool – müsste es allerdings erst mal testen.

    Beispielsweise planen wir eine längere (mehrmonatige) “web-unterstützte” Reise – suche dafür ein Blog-Plugin oder sonstwas, das unsere aktuelle Position immer anzeigen kann – dank der weiten Verbreitung von GPS-Modulen in den heutigen Handies, wird’s wohl bald immer mehr solcher Tools geben…

  4. 4. melide sagt:

    ich finde das eine katastrophe! so sind wir nicht mehr weit von der totgeglaubten stasi zeit! brrr

  5. 5. Martina sagt:

    Tja, laut Angaben von Google kann man seinen Aufenthaltsort verbergen, aber ob dem wirklich so ist? ICh weiß nicht, muss ich denn immer über alles Bescheid wissen, was andere Menschen machen? Ich denke, das kann ganz schnell in die Verletzung der Privatsphäre eindringen, dann kommt vielleicht Vater Staat und meint, er müsse einen vermeintlichen Verdächtigen genau überprüfen und es dauert nicht lange und wir sind alle Verdächtige und werden genau beobachtet, nur eben mit weniger Personal als zu Stasizeiten… Ich denke, solche Tools sollte man auf keinen Fall einsetzen.

  6. 6. Logan sagt:

    Also, diesem Tool stehe ich eher Misstrauisch gegenüber. Was, wenn man jemandem zugesagt hat, dass man von ihm geortet werden kann, der aber dann sein Handy verliert?
    Allerdings gitb es in dieser Richtung auch einige Vorteile..
    So ein System zur Personenortung (z.B. http://www.idobber.com ) kann auch ganz nützlich sein, um Beispielsweise Senioren mit Demenz oder Kinder damit zu sichern. Für ein schnelleres Eingreifen bei Verschwinden auf jeden Fall eine gute Idee…

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