Usability-Monitoring: Dem Besucher auf den Mauszeiger schauen!
Der Erfolg einer Webseite ist sehr direkt von einer guten Usability und einer guten User Experience abhängig. Aber ist die gewünschte Seite auch Benutzerfreundlich und ist das Benutzererlebnis so wie es sein soll?
Zwar gibt es Erfahrungswerte und Statistiken, aber passt das auch zur Seite und zur Zielgruppe? Wie findet sich der Besucher zurecht? Was schaut er sich an und was nicht? Und ist die Handlungsaufforderung überhaupt zu sehen?
Um möglichst gute Erkenntnisse darüber zu bekommen, sollte man einem Besucher auf die Maus schauen und verfolgen, wie er sie auf der Website bewegt, wo er klickt, wohin er scrollt, ob er das Browserfenster anpasst und wie er durch Formulare navigiert.
So erhält man wertvolle Erkenntnisse über die Bedienbarkeit und die Nutzung und damit die Möglichkeit diese zu optimieren.
Mousetracking
Durch das Mousetracking kann man die Bewegung der Maus auf der Webseite erfassen. Weiterführende Tools können nicht nur die Bewegung aufzeichnen und als Video abspielen, sondern auch unterscheiden zwischen reinen Mausbewegungen, scrollen, klicken differenziert auf die linke oder rechte Maustaste.
Heatmap / Clickmap
Solche “Hitze-” oder “Klickkarten” sind Grafiken, die das Klickverhalten der Besucher darstellen. Zur Visualisierung wird über der Website ein virtueller Layer gelegt, auf der die Klicks der Besucher angezeigt werden.
Visibility Map
Die Visibility Map – in Google Analytics nennt man sie In-Page-Analyse – ist eine visuelle Beurteilung der Sichtbarkeit und des Scrollverhalten. Damit kann beurteilt werden, ob das Layout geeignet ist und was der Nutzer auf der Seite wirklich sieht. Äusserst wichtig für die Prüfung von Call-to-Actions.
Attention Map
Die Aufmerksamkeit der Besucher kann über die Attention Map angezeigt werden. Stellen mit starker Aufmerksamkeit sind transparent und gut erkennbar, im Vergleich dazu sind Stellen mit geringer Aufmerksamkeit dunkel gehalten.
Form Analyzer
Mit diesem Bericht erfährt man, wie sich die Besucher beim Ausfüllen eines Formulars verhalten, wie lange das Ausfüllen einzelner Felder geht oder ob sogar ganz abgebrochen wird. Auch technische Probleme lassen sich damit erkennen.
Schaust Du Deinen Besucher auch über die Schultern? Konntest Du den Erfolg Deiner Website damit steigern? Kennst Du Tools die dafür hilfreich sind?
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Januar 20th, 2012 at 08:09
Habt ihr irgendwelche Empfehlungen für solche Tools/Services?
(oder habe ich da jetzt etwas überlesen?)
Hatte mal ein zwei ähnliche Tools gespeichert, finde nun abe rdie Links nicht mehr
Januar 20th, 2012 at 08:27
Danke für die Übersicht! Doch für die meisten Unternehmen wohl zu schwierig in der Umsetzung. Ich empfehle in meinen Social Media Schulungen und Beratungen als Alternative, einfach selbst nach “idealen” Blogs und Websites bzw. shops zu fahnden. Wenn sich der Anbieter in die Rolle des Surfers versetzt und seine Erfahrungen dokumentiert, kann er viel Empathie lernen und die gröbsten Usability-Fehler sicher vermeiden.
Januar 20th, 2012 at 09:41
Hallo Eva und Roger
Danke für Eure Comments. Tools dazu gibt es einige. Ganze Suites – die aber teilweise ganz schön was kosten – oder für einzelnes Monitoring günstige oder gar Freeware/Open Source.
Hier ein paar Links:
etracker.com
m-pathy.com
visualwebsiteoptimizer.com
clickmap.ch
smt.speedzinemedia.com/smt/
Die Liste ist natürlich nicht abschliessend. Jeder darf gerne mitmachen!
Für Visibility Maps kann man auch Google Analytics ziemlich gut benutzen.
@Eva: Du hast schon recht. Die technische Implementation ist teilweise eine Herausforderung und natürlich auch die Statistiken und Auswertungen selber. Man muss schon geübt darin sein, um die Reports auch „lesen“ zu können und die richtigen Optimierungen daraus abzuleiten. Wenn man sich an seinen Mitbewerbern orientiert macht man zwar meistens grundsätzliches Richtig, aber auch nicht besser. Wir von der INM helfen gerne
Schöne Grüsse
Reto
Januar 26th, 2012 at 01:08
ich empfehle google analytics (http://www.google.com/intl/de/analytics/) in verbindung mit clickmap (http://clickmap.ch) zu nutzen. mit google analytics kann man die seiten, die am meisten traffic bringen, auflisten um diese anschliessend mit clickmap zu analysieren.
Januar 26th, 2012 at 08:05
Hallo Xavier. Absolut, das ist ein Sinnvolles Vorgehen. Man darf aber nicht vergessen, dass es auch Seiten gibt die sehr wichtig sind, aber tendenziell kein grösserer Traffic bringen. Beispielsweise die letzte Seite im Bestellprozess oder Seiten innerhalb des My-Account Bereich. Schöne Grüsse, Reto